Hey, lass uns mal über die Berufsunfähigkeitsversicherung sprechen. Es ist ja nicht so, dass man sich jeden Tag damit beschäftigt, aber wenn es doch mal drauf ankommt, will man natürlich wissen, ob der Beitrag fair ist und ob man auch wirklich gut abgesichert ist. Die Höhe der Rente ist da ein riesiges Thema, und es gibt ein paar Regeln und Tücken, die man kennen sollte. Lass uns mal schauen, was da so wichtig ist, damit du nicht im Ernstfall dumm dastehst.
Schlüssel-Erkenntnisse
- Die Versicherer prüfen genau, wie viel Rente du dir leisten kannst, bevor sie dich versichern. Das ist wichtig, weil sie im Leistungsfall nicht nochmal prüfen, ob die Rente noch zu deinem Einkommen passt. Sie sehen die BU als Summenversicherung, nicht als Schadensversicherung.
- Wie viel Rente du absichern kannst, unterscheidet sich stark von Anbieter zu Anbieter. Es gibt Unterschiede, ob sie vom Brutto oder Netto ausgehen und wie sie eventuelle Versorgungswerke anrechnen. Eine Tabelle kann hier helfen, den Überblick zu behalten.
- Die alte Regel mit 75 Prozent des Netto ist überholt. Du solltest dich so hoch wie möglich absichern, denn im Ernstfall freut sich niemand über zu wenig Geld. Denk auch an die Abzüge wie Krankenversicherungsbeiträge.
- Hohe Rentenwünsche erfordern oft Nachweise über dein Einkommen, meist die letzten Jahre. Die Versicherer haben hier unterschiedliche Kriterien und fragen unterschiedlich detailliert nach.
- Ein frühzeitiger Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung ist oft günstiger, besonders für junge Leute. Dein Beruf spielt eine große Rolle bei der Beitragsberechnung, da manche Berufe als risikoreicher gelten als andere.
Die finanzielle Angemessenheit als Stellschraube der Versicherer
Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließt, schauen die Versicherer genau hin, wie viel Rente du dir da eigentlich leisten kannst. Das ist keine Schikane, sondern hat einen guten Grund. Stell dir vor, du würdest eine Rente versichern, die weit über deinem aktuellen Einkommen liegt. Das könnte ja theoretisch ein Anreiz sein, gar nicht mehr arbeiten zu wollen, oder? Deshalb gibt es die sogenannte finanzielle Angemessenheit.
Warum die Prüfung der Rentenhöhe entscheidend ist
Die Prüfung der Rentenhöhe am Anfang ist super wichtig für die Versicherer. Denn wenn du später mal berufsunfähig wirst und die Rente ausgezahlt wird, wird in der Regel nicht mehr geprüft, ob die Höhe noch zu deinem damaligen Einkommen passt. Egal, ob du dann vielleicht Teilzeit arbeitest oder den Job gewechselt hast und weniger verdienst – die vereinbarte Summe wird gezahlt. Die Antragsstellung ist also die einzige echte Möglichkeit für den Versicherer, hier die Weichen richtig zu stellen. Hohe BU-Renten können nämlich ein höheres Risiko für den Versicherer darstellen, wenn das Einkommen zwischenzeitlich gesunken ist. Anders als bei manchen anderen Versicherungen gibt es bei der BU keine Pflicht, eine Einkommensänderung nachzumelden.
Die BU als Summenversicherung verstehen
Es ist wichtig zu verstehen, dass die BU keine klassische Schadensversicherung ist, bei der der entstandene Schaden ersetzt wird. Vielmehr ist sie eine Summenversicherung. Das bedeutet, es wird die vereinbarte Summe ausgezahlt, sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Bei einer Unfallversicherung zum Beispiel gibt es Geld je nach Invaliditätsgrad. Bei der BU zählt aber nur, ob du deine berufliche Tätigkeit zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Danach gibt es die vereinbarte Summe, auch wenn du aktuell vielleicht nur noch die Hälfte deines früheren Gehalts verdienst.
Kein Anreiz zur Überversicherung
Die ganze Prüfung dient auch dazu, dass die BU-Rente kein Anreiz sein soll, nicht mehr arbeiten zu wollen. Deshalb kannst du dich auch nicht einfach „überversichern“. Die Versicherer setzen hier Grenzen, damit die Absicherung im Verhältnis zu deinem Einkommen steht und im Ernstfall wirklich nur den finanziellen Ausfall abfedert, ohne falsche Anreize zu setzen.
Maximale Rentenhöhe: Was lässt sich absichern?
Unterschiede bei den Versicherern im Überblick
Du fragst dich sicher, wie viel Berufsunfähigkeitsrente (BU-Rente) du überhaupt bekommen kannst. Die kurze Antwort: Das ist nicht bei jedem Versicherer gleich. Stell dir vor, jeder Anbieter hat da so seine eigenen Regeln, quasi eine Art Obergrenze, was die monatliche Rente angeht. Meistens orientieren sich diese Grenzen am Bruttoeinkommen. Oft siehst du da Zahlen wie 60% oder 70% vom Brutto. Aber Achtung, das ist nur die halbe Wahrheit. Viele Versicherer erlauben auch noch eine zusätzliche Absicherung, wenn du über diese erste Grenze hinaus möchtest. Das kann dann nochmal ein bestimmter Prozentsatz deines Bruttogehalts sein, aber eben nur bis zu einer bestimmten Gesamtsumme. Manche Anbieter sind da großzügiger, andere setzen engere Grenzen. Es lohnt sich also, die Angebote genau zu vergleichen, denn die Unterschiede können schon erheblich sein.
Die Rolle von Versorgungswerken
Wenn du Mitglied in einem Versorgungswerk bist, zum Beispiel als Arzt oder Anwalt, wird die Sache noch ein bisschen komplizierter. Diese Versorgungswerke bieten oft selbst schon eine Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit. Das ist erstmal super, denn zusätzliche Sicherheit ist immer gut. Aber für die Versicherer ist das ein wichtiger Punkt. Sie ziehen diese Leistung oft von der maximalen Rentenhöhe ab, die sie dir gewähren. Das bedeutet, deine BU-Rente von der privaten Versicherung könnte niedriger ausfallen, je nachdem, was dein Versorgungswerk leistet. Manche Versicherer ziehen die Leistung des Versorgungswerks zu 100% ab, andere nur zu 50%. Das ist ein Detail, das du unbedingt im Auge behalten solltest, wenn du deine Absicherung planst.
Orientierungshilfen für die Absicherungshöhe
Wie findest du nun die richtige Höhe für deine BU-Rente? Eine einfache Faustregel besagt oft, dass du etwa 60% deines Bruttogehalts absichern solltest. Das soll sicherstellen, dass du deinen Lebensstandard halten kannst, aber eben auch keinen übermäßigen Anreiz hast, dich
Die 60-Prozent-Regel und ihre Tücken
Eine grobe Faustformel für die Absicherung
Du hörst oft von der "60-Prozent-Regel", wenn es um die Absicherung deiner Arbeitskraft geht. Das ist im Grunde eine Faustformel, die besagt, dass du maximal 60 Prozent deines Bruttogehalts absichern kannst. Klingt erstmal einfach, oder? Aber wie so oft im Leben, ist die Realität ein bisschen komplizierter.
Warum pauschale Absicherungen nicht immer möglich sind
Diese 60-Prozent-Marke ist eher ein Richtwert als eine feste Regel. Versicherer haben da ganz unterschiedliche Ansichten und setzen ihre eigenen Grenzen. Manche sagen 60 Prozent, andere gehen bis 70 oder sogar 80 Prozent des Bruttogehalts. Und dann gibt es noch die Feinheiten: Manche beziehen sich auf das Brutto, andere auf das Netto, und wieder andere schauen sich den Durchschnitt der letzten drei Jahre an. Das macht es schwierig, eine pauschale Aussage zu treffen, die für jeden passt.
Die Notwendigkeit individueller Beratung
Was bedeutet das für dich? Ganz einfach: Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Die "richtige" Absicherungshöhe hängt von vielen Faktoren ab, wie deinem Einkommen, deinem Beruf und deinen persönlichen Lebensumständen. Deshalb ist eine individuelle Beratung so wichtig. Nur so stellst du sicher, dass du im Ernstfall wirklich gut abgesichert bist und nicht zu viel oder zu wenig versicherst. Denk dran, die finanzielle Angemessenheit ist ein komplexes Thema, und die Versicherer haben da ihre eigenen Spielregeln.
Die Wahrheit über die 75-Prozent-Netto-Regel
Warum das Gerücht überholt ist
Du hast vielleicht schon mal von der sogenannten 75-Prozent-Netto-Regel gehört, wenn es um die Absicherung deiner Arbeitskraft ging. Das ist eine Regel, die besagt, dass du maximal 75 Prozent deines Nettoeinkommens als Berufsunfähigkeitsrente absichern kannst. Klingt erstmal logisch, oder? Aber mal ehrlich, diese Regel ist ziemlich veraltet und wird von den meisten Versicherern heute nicht mehr so streng angewendet. Die Zeiten haben sich geändert, und die Versicherer haben ihre Berechnungen angepasst. Die Zeiten, in denen das Nettoeinkommen die alleinige Messlatte war, sind definitiv vorbei.
Abzüge im Leistungsfall berücksichtigen
Wenn du im Leistungsfall eine Rente von deiner Versicherung bekommst, ist das erstmal super. Aber denk dran, dass diese Rente auch versteuert werden muss. Je nach Art deiner Tätigkeit und der Versicherung kann das eine ordentliche Summe sein, die am Ende des Monats von deiner BU-Rente abgeht. Außerdem fallen ja auch noch Beiträge zur Krankenversicherung an, die du ja auch weiterhin zahlen musst, wenn du nicht mehr arbeiten kannst. Das sind alles Posten, die du bei der Berechnung deiner Wunschrente unbedingt mit einbeziehen solltest, damit du am Ende nicht zu wenig Geld zur Verfügung hast.
Die Empfehlung: So hoch wie möglich absichern
Was bedeutet das jetzt für dich? Ganz einfach: Versuche, deine Berufsunfähigkeitsrente so hoch wie möglich zu versichern, solange es finanziell für dich Sinn macht. Die meisten Versicherer orientieren sich heute eher am Bruttoeinkommen und erlauben höhere Absicherungsquoten. Das ist gut für dich, denn so kannst du dich im Ernstfall besser absichern. Denk daran, dass die Kosten für deinen Lebensunterhalt ja nicht aufhören, nur weil du nicht mehr arbeiten kannst. Eine höhere Absicherung gibt dir einfach mehr Sicherheit und Flexibilität. Es ist besser, etwas mehr abgesichert zu sein, als später festzustellen, dass die Rente doch nicht reicht.
Anspruchsvolle Prüfungen bei hohen Rentenwünschen
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Einkommensnachweise als Standard
Wenn du eine richtig hohe Berufsunfähigkeitsrente absichern möchtest, wird es für die Versicherer ernster. Sie wollen ganz genau wissen, was du verdienst. Das ist kein Hexenwerk, aber du musst dich darauf einstellen, dass sie deine Einkommensnachweise sehen wollen. Das ist quasi Standard, damit sie prüfen können, ob die gewünschte Rente auch wirklich zu deinem Einkommen passt. Stell dir vor, du verdienst 1.500 Euro netto im Monat, möchtest aber eine BU-Rente von 3.000 Euro. Das würde kein Versicherer einfach so durchwinken. Sie wollen sichergehen, dass du dich nicht überversicherst und die Rente auch wirklich dazu dient, deinen Lebensstandard im Ernstfall zu halten, nicht ihn zu übertreffen.
Die Abfrage der letzten Einkünfte
Neben den aktuellen Nachweisen schauen die Versicherer oft auch auf deine vergangenen Einkünfte. Das bedeutet, sie könnten deine Gehaltsabrechnungen der letzten ein bis drei Jahre anfordern. Warum machen die das? Ganz einfach: Sie wollen ein stabiles Bild deiner finanziellen Situation. Wenn dein Einkommen in den letzten Jahren stark geschwankt hat oder du gerade erst in eine Phase mit geringerem Einkommen eingetreten bist, ist das für die Angemessenheitsprüfung relevant. Sie wollen vermeiden, dass du eine Rente versicherst, die weit über deinem üblichen Verdienst liegt, nur weil du vielleicht gerade einen kurzfristigen Verdienstaussetzer hast oder in Elternzeit bist. Das ist Teil ihrer Risikobewertung.
Unterschiedliche Kriterien der Versicherer
Was du wissen musst: Jeder Versicherer hat da seine eigenen Regeln und Grenzen. Es gibt keine einheitliche Formel, die für alle gilt. Manche orientieren sich stark am Bruttoeinkommen, andere am Netto. Manche setzen eine Obergrenze bei 60 oder 70 Prozent des Bruttos, andere erlauben auch mal 80 Prozent oder mehr, besonders wenn es um kleinere Renten geht. Wenn du also eine hohe Rente anstrebst, kann es sich lohnen, bei verschiedenen Anbietern nachzufragen und deren Kriterien zu vergleichen. Manchmal ist es auch möglich, durch die Aufteilung auf zwei Versicherer eine höhere Gesamtsumme zu erreichen, ohne dass eine der beiden Gesellschaften die Prüfung nicht besteht. Das ist aber immer eine individuelle Sache und hängt stark von deinem Beruf und deinem Einkommen ab.
Die Bedeutung einer hohen Absicherung im Leistungsfall
Warum zu wenig Rente zum Problem wird
Stell dir vor, du wirst berufsunfähig. Das ist schon schlimm genug, aber wenn dann auch noch die BU-Rente zu niedrig angesetzt wurde, kann das richtig unangenehm werden. Die Versicherung zahlt ja das, was du im Vertrag vereinbart hast, nicht das, was du vielleicht gerade wirklich brauchst. Wenn du also zu wenig abgesichert hast, merkst du das erst im Ernstfall. Dann reicht die Rente vielleicht nicht mal mehr, um deine Miete zu bezahlen oder die laufenden Kosten zu decken. Das kann schnell zu finanziellen Engpässen führen, die dich zusätzlich belasten.
Die Notwendigkeit, Beiträge zur Krankenversicherung zu decken
Ein ganz wichtiger Punkt, der oft vergessen wird: Wenn du berufsunfähig wirst, musst du dich ja weiterhin krankenversichern. Und das kann ganz schön ins Geld gehen, besonders wenn du vorher über deinen Arbeitgeber versichert warst und nun die vollen Beiträge selbst zahlen musst. Eine zu niedrig angesetzte BU-Rente deckt diese Kosten oft nicht ab. Du stehst dann da und musst aus deiner eh schon knappen Rente noch die Krankenversicherungsbeiträge stemmen. Das ist eine zusätzliche finanzielle Bürde, die du unbedingt bei der Rentenhöhe berücksichtigen solltest. Denk dran, die BU-Rente soll ja deinen Lebensstandard halten, und dazu gehört eben auch die Krankenversicherung.
Die Rolle von Altersvorsorgeverträgen
Ähnlich verhält es sich mit deiner Altersvorsorge. Wenn du lange Zeit berufsunfähig bist, fließen natürlich keine Beiträge mehr in deine Rentenversicherung oder andere Vorsorgeverträge. Das kann deine gesamte Altersvorsorgeplanung durcheinanderbringen. Eine ausreichend hohe BU-Rente kann hier helfen, diese Lücken zumindest teilweise zu schließen. Sie gibt dir die Möglichkeit, auch während der Berufsunfähigkeit weiter für dein Alter vorzusorgen, wenn auch vielleicht in kleinerem Umfang. So verlierst du nicht jahrelang wertvolle Zeit für den Vermögensaufbau, was sich später im Ruhestand bemerkbar machen kann. Es geht darum, dass die BU-Rente nicht nur den aktuellen Lebensunterhalt sichert, sondern auch die langfristige finanzielle Stabilität im Blick behält.
Der BU-Airbag als innovative Lösung
Manchmal reicht die normale Absicherungshöhe für eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) einfach nicht aus, weil die Versicherer da Grenzen setzen. Aber keine Sorge, es gibt clevere Wege, da noch etwas draufzusatteln. Einer davon ist der sogenannte BU-Airbag. Stell dir das wie eine Art Zusatzversicherung vor, die dir hilft, deine Rente aufzustocken, wenn du wirklich mal ausfallen solltest. Das Coole daran? Oftmals kannst du das sogar ohne erneute Gesundheitsprüfung machen, was besonders dann praktisch ist, wenn deine Gesundheit sich verschlechtert hat oder du einfach keine Lust auf den ganzen Papierkram hast.
Beitragsübernahme und Dynamisierung
Der BU-Airbag kann mehr als nur deine Rente erhöhen. Er übernimmt oft auch die Beiträge für deine bestehenden Altersvorsorgeverträge, wenn du berufsunfähig wirst. Das ist Gold wert, denn so laufen deine Sparpläne weiter, ohne dass du dich darum kümmern musst. Manche Tarife bieten sogar eine Dynamisierung an. Das bedeutet, dass sich sowohl deine Beiträge als auch die spätere Rente jährlich erhöhen, um die Inflation auszugleichen. So bleibt deine Absicherung auch in Zukunft wertstabil.
Keine Anrechnung auf die Angemessenheit
Ein riesiger Vorteil des BU-Airbags ist, dass die zusätzliche Absicherung, die er dir verschafft, in der Regel nicht auf die sogenannte ‚finanzielle Angemessenheit‘ angerechnet wird. Das ist die Obergrenze, die Versicherer für die Rentenhöhe festlegen, basierend auf deinem Einkommen. Mit dem BU-Airbag kannst du also über diese Grenze hinaus absichern, ohne dass der Hauptversicherer meckert. Das gibt dir echt mehr Spielraum.
Favoriten für den BU-Airbag
Wenn du über einen BU-Airbag nachdenkst, gibt es ein paar Anbieter, die sich da besonders hervorgetan haben. Hier mal eine kleine Übersicht, was die so draufhaben:
- Allianz: Bietet bis zu 250 Euro monatlich, oft ohne Gesundheitsfragen, mit einer Wartezeit von drei Jahren (entfällt bei Unfall). Die Beitrags- und Leistungsdynamik kann bis zu 10% betragen.
- Volkswohl Bund: Hier sind bis zu 322 Euro monatlich möglich, ebenfalls oft ohne Gesundheitsfragen und mit der gleichen Wartezeit. Die Dynamik liegt hier meist bei 5%.
- Gothaer: Ermöglicht bis zu 400 Euro monatlich, auch hier oft ohne Gesundheitsfragen und mit der Dreijahres-Wartezeit. Die Dynamik ist hier ebenfalls bei 5% angesiedelt.
Bei diesen Angeboten ist wichtig zu wissen, dass die Absicherung ohne Gesundheitsprüfung meist auf einen bestimmten Betrag begrenzt ist. Willst du mehr absichern, kommen doch wieder Gesundheitsfragen ins Spiel. Aber selbst dann ist der BU-Airbag eine super Ergänzung, wenn deine normale BU-Absicherung an ihre Grenzen stößt.
Frühzeitiger Abschluss zahlt sich aus
Geringere Beiträge für junge Menschen
Man hört es immer wieder: "Ich bin doch noch jung, wozu brauche ich jetzt schon eine Berufsunfähigkeitsversicherung?" Das ist eine Denkweise, die viele Leute haben, und ehrlich gesagt, kann ich das auch verstehen. Man ist gesund, hat vielleicht gerade erst mit dem Berufsleben angefangen oder ist noch in der Ausbildung. Da scheint die Rente wegen Berufsunfähigkeit weit weg zu sein. Aber genau hier liegt der Denkfehler, denn je früher du dich absicherst, desto besser für deinen Geldbeutel.
Die Bedeutung des Einstiegsalters
Das Alter, in dem du eine BU abschließt, ist ein echter Knackpunkt für die Beitragsgestaltung. Stell dir vor, du bist 18, gesund und fit. Die Versicherer sehen dich als geringes Risiko. Das bedeutet, die Beiträge sind deutlich niedriger, als wenn du erst mit 30 oder 40 anfängst, dich darum zu kümmern. Warum? Weil mit dem Alter die Wahrscheinlichkeit für Krankheiten oder gesundheitliche Probleme steigt. Und das schlägt sich direkt im Preis nieder. Je jünger du bist, desto günstiger wird es für dich.
Risikobewertung bei Berufseinsteigern
Wenn du gerade erst ins Berufsleben startest, sei es als Azubi, Student oder Berufsanfänger, ist das oft der beste Zeitpunkt für eine BU. Deine Gesundheit wird in der Regel noch nicht stark geprüft, und die Tarife sind oft am günstigsten. Denk mal drüber nach:
- Gesundheitszustand: Junge Leute sind meistens gesünder. Das macht den Antragsprozess einfacher und die Beiträge niedriger.
- Beitragsstabilität: Einmal abgeschlossen, bleiben deine Beiträge oft über Jahre hinweg stabil. Du sicherst dir quasi den aktuellen, niedrigen Preis.
- Zukünftige Erhöhungen: Viele Verträge bieten die Möglichkeit, die Versicherungssumme später ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Das ist super, falls sich deine Lebensumstände ändern oder du mehr absichern möchtest.
Es ist wirklich so, dass man sich das Thema nicht aufschieben sollte. Was heute noch günstig ist, kann morgen schon teurer sein, und das nur, weil ein paar Jahre vergangen sind.
Steuerliche Aspekte der Berufsunfähigkeitsversicherung
Absetzbarkeit als Sonderausgaben
Du fragst dich vielleicht, ob du die Beiträge für deine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) von der Steuer absetzen kannst. Die gute Nachricht: Ja, das ist grundsätzlich möglich! Deine BU-Beiträge zählen zu den sogenannten Sonderausgaben. Das bedeutet, du kannst sie in deiner Einkommensteuererklärung angeben, und zwar im Vordruck "Anlage Vorsorgeaufwand". Dort trägst du sie unter "Weitere sonstige Vorsorgeaufwendungen" ein.
Die Hürde der Höchstbeträge
Jetzt kommt aber der Haken an der Sache. Die Finanzämter haben da ein paar Höchstgrenzen im Kopf. Diese Höchstbeträge werden oft schon durch deine Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung komplett aufgebraucht. Was bedeutet das für dich? Ganz einfach: Oft bleibt nach dieser Verrechnung gar kein Spielraum mehr übrig, um die Beiträge für deine private BU-Versicherung steuerlich geltend zu machen. Das ist ärgerlich, aber leider die Realität für viele. Es lohnt sich trotzdem, die Beiträge anzugeben, denn vielleicht gehörst du ja zu den Glücklichen, bei denen noch etwas übrigbleibt.
Praktische Auswirkungen auf die Steuerlast
Die tatsächliche Auswirkung auf deine Steuerlast hängt also stark von deiner individuellen Situation ab. Wenn die Höchstbeträge bereits durch andere Vorsorgeaufwendungen ausgeschöpft sind, wirst du von der steuerlichen Absetzbarkeit deiner BU-Beiträge leider nicht direkt profitieren. Aber keine Sorge, das mindert nicht die Wichtigkeit einer BU-Versicherung. Sie ist eine finanzielle Absicherung, die weit über steuerliche Vorteile hinausgeht. Denk daran: Die primäre Funktion der BU ist es, dein Einkommen abzusichern, falls du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst – und das ist unbezahlbar.
Berufsgruppe als wesentlicher Beitragsfaktor
Risikobewertung unterschiedlicher Tätigkeiten
Dein Beruf spielt eine riesige Rolle, wenn es um die Kosten deiner Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) geht. Stell dir vor, du arbeitest auf dem Bau oder bist Krankenschwester – das sind Jobs, bei denen du körperlich und oft auch psychisch ziemlich gefordert wirst. Versicherer sehen da ein höheres Risiko, dass du mal berufsunfähig wirst, und das schlägt sich im Beitrag nieder. Je risikoreicher dein Job eingestuft wird, desto teurer wird’s für dich.
Handwerk und Pflege als Risikoberufe
Berufe im Handwerk, in der Pflege oder auch im Baugewerbe gelten oft als risikoreicher. Das liegt auf der Hand: Mehr körperliche Belastung, mehr potenzielle Unfälle. Aber auch Berufe, die extremen psychischen Druck mit sich bringen, können als risikoreich gelten. Die Versicherer schauen sich das genau an und stufen die Berufe entsprechend ein. Das ist kein Hexenwerk, aber es beeinflusst deinen Beitrag direkt.
Fokus auf den aktuellen Beruf
Das Coole daran ist: Für die Risikobewertung zählt nur dein aktueller Beruf. Was du früher mal gemacht hast, interessiert die Versicherer für die Beitragsberechnung nicht mehr. Wenn du also vom Bau ins Büro gewechselt hast, profitierst du davon. Die Versicherung schaut sich deine jetzige Tätigkeit an und bewertet das Risiko danach. Das ist eine faire Sache, denn so wird deine aktuelle Lebenssituation berücksichtigt.
Die Höhe der gewählten Berufsunfähigkeitsrente
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Direkter Einfluss auf die Beitragshöhe
Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente, die du dir am Ende aussuchst, hat natürlich einen direkten Einfluss darauf, wie viel du monatlich zahlen musst. Das ist ja auch irgendwie logisch, oder? Wenn du im Ernstfall eine höhere Rente bekommen sollst, dann muss der Versicherer auch mehr Geld einplanen und das schlägt sich im Beitrag nieder. Stell dir das wie bei einem Einkauf vor: Je mehr du haben willst, desto tiefer musst du in die Tasche greifen. Aber keine Sorge, es geht nicht nur darum, die höchstmögliche Rente zu wählen, sondern eine, die wirklich zu dir passt.
Die Notwendigkeit einer bedarfsgerechten Absicherung
Es ist super wichtig, dass deine BU-Rente deinen tatsächlichen Bedarf deckt. Denk mal drüber nach: Was brauchst du wirklich, wenn du nicht mehr arbeiten kannst? Das sind nicht nur die laufenden Kosten wie Miete oder Kredite. Du musst auch an Dinge denken, die vielleicht nicht sofort offensichtlich sind:
- Lebenshaltungskosten: Deine alltäglichen Ausgaben, die ja weiterlaufen.
- Krankenversicherung: Die Beiträge für deine Krankenversicherung müssen ja auch irgendwie bezahlt werden, egal ob gesetzlich oder privat.
- Altersvorsorge: Du willst ja auch im Alter noch gut dastehen, also sollten auch hier keine Lücken entstehen.
- Sonderausgaben: Vielleicht hast du spezielle Bedürfnisse oder Wünsche, die du absichern möchtest.
Eine zu niedrige Rente kann schnell dazu führen, dass du am Ende des Monats trotzdem knapp bei Kasse bist, obwohl du versichert bist. Das ist ja irgendwie das Gegenteil von dem, was du willst.
Abwägung zwischen Risiko und Kosten
Am Ende ist es immer eine Abwägung. Eine höhere Rente bietet dir mehr Sicherheit, kostet aber eben auch mehr. Eine niedrigere Rente ist günstiger, aber im Leistungsfall reicht sie vielleicht nicht aus. Die Kunst ist, den goldenen Mittelweg zu finden. Das bedeutet, du musst dir genau überlegen, wie hoch dein Einkommen ist, welche Ausgaben du hast und wie viel Risiko du bereit bist einzugehen. Oftmals sind die Versicherer bereit, bis zu 60 oder 70 Prozent deines Bruttogehalts abzusichern. Aber das ist nur ein Richtwert. Es lohnt sich wirklich, das im Detail durchzurechnen und vielleicht auch mal mit einem Experten zu sprechen, damit du am Ende eine Absicherung hast, die sowohl finanziell tragbar als auch ausreichend ist.
Fazit: Was ist ein fairer Beitrag für deine BU?
Also, am Ende des Tages ist das mit dem Beitrag für deine Berufsunfähigkeitsversicherung gar nicht so einfach, wie man vielleicht denkt. Es gibt keine pauschale Antwort, weil so viele Faktoren reinspielen – dein Job, dein Alter, wie viel du absichern willst und natürlich dein Gesundheitszustand. Die Versicherer haben da ihre eigenen Regeln, was sie als ‚angemessen‘ ansehen, und das kann sich echt unterscheiden. Was wir gelernt haben: Früh anfangen lohnt sich, weil die Beiträge dann meist niedriger sind. Und denk dran, es geht nicht nur um den Preis, sondern vor allem darum, dass die Versicherung im Ernstfall auch wirklich zahlt. Vergleiche gut, lies die Kleingedruckten und lass dich nicht von vermeintlich günstigen Angeboten blenden. Deine finanzielle Sicherheit ist es wert, da ein bisschen Zeit zu investieren.

