Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen Psychische Erkrankungen – Alle Infos!

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Ronny Knorr

ISO zertifizierter Sachverständiger & registrierter Versicherungsmakler (IHK)

Strausberg, Deutschland
Tätig seit: 2006
Deutsch
geprüfter Experte

Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen Psychische Erkrankungen – Alle Infos!

Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung bei psychischen Erkrankungen

Hey du! Wir reden heute über ein Thema, das viele Leute beschäftigt: die Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen bei psychischen Erkrankungen. Das ist ja leider ein immer wichtigeres Thema geworden, weil immer mehr Menschen wegen psychischer Probleme ihren Job nicht mehr machen können. Aber keine Sorge, wir schauen uns das mal genauer an, damit du weißt, was Sache ist und wie du dich am besten absichern kannst. Lass uns mal schauen, was die BU da so leistet und worauf du achten musst.

Wichtige Infos auf einen Blick

  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt eine Rente, wenn du zu mindestens 50 % nicht mehr arbeiten kannst, egal ob wegen körperlicher oder psychischer Probleme. Wichtig ist die ärztliche Bestätigung.
  • Psychische Erkrankungen sind mittlerweile die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Die staatliche Rente reicht oft hinten und vorne nicht, daher ist eine private BU so wichtig.
  • Bei der Gesundheitsprüfung musst du ehrlich sein, besonders bei psychischen Vorerkrankungen. Lügen kann später dazu führen, dass du kein Geld bekommst.
  • Auch mit psychischen Vorerkrankungen kann man oft eine BU bekommen, manchmal mit einem höheren Beitrag (Risikozuschlag) oder einer Klausel, die psychische Leiden ausschließt. Manchmal muss man auch einfach eine Weile warten.
  • Es gibt verschiedene Therapeuten und Behandlungsformen. Die Versicherung schaut sich jeden Fall einzeln an und nicht nur, bei wem du warst. Eine gute Dokumentation ist da Gold wert.

Berufsunfähigkeitsversicherung leistungen bei psychischen erkrankungen verstehen

Was leistet die BU-Versicherung bei psychischen Ursachen?

Wenn du wegen einer psychischen Erkrankung nicht mehr arbeiten kannst, zahlt deine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) eine monatliche Rente. Das gilt, sobald du zu mindestens 50 % berufsunfähig bist. Dabei ist es erstmal egal, ob die Ursache körperlich oder eben psychisch ist. Wichtig ist nur, dass ein Arzt feststellt, dass du deinen Job voraussichtlich für mindestens sechs Monate nicht mehr ausüben kannst.

Die Höhe der Rente legst du beim Abschluss fest, meist orientiert sie sich an deinem letzten Nettoeinkommen. Manche Verträge beinhalten auch zusätzliche Hilfen, zum Beispiel für eine Umschulung oder um wieder ins Berufsleben einzusteigen. Aber Achtung: Nicht jeder Tarif deckt psychische Erkrankungen automatisch mit ab. Du solltest also genau prüfen, ob dein Schutz auch für solche Fälle greift.

Die Bedeutung der ärztlichen Feststellung für die BU-Leistung

Bei psychischen Leiden ist eine gute ärztliche Dokumentation Gold wert. Es ist oft schwieriger nachzuweisen, wie stark dich eine psychische Erkrankung einschränkt, als bei einem gebrochenen Bein. Deshalb ist es so wichtig, dass du alle Arztbesuche und Diagnosen gut dokumentiert hast. Diese ärztlichen Unterlagen sind die Grundlage dafür, dass der Versicherer deine Berufsunfähigkeit anerkennt. Ohne eine klare ärztliche Einschätzung wird es schwierig, deine Ansprüche durchzusetzen. Denk dran, dass dein Vertrag keine pauschalen Ausschlüsse für psychische Leiden enthält und du im Antrag alle Gesundheitsfragen ehrlich beantwortet hast.

Individuell vereinbarte Rentenhöhe und zusätzliche Leistungen

Die monatliche Rente, die du im Fall der Fälle bekommst, ist nicht in Stein gemeißelt. Du vereinbarst sie ja schon beim Abschluss deines Vertrags. Meistens richtet sich die Höhe nach deinem Einkommen, damit du deinen Lebensstandard halten kannst. Aber es gibt oft noch mehr als nur die reine Geldzahlung. Manche Verträge bieten zum Beispiel Unterstützung bei der Wiedereingliederung ins Berufsleben an. Das kann eine Reha-Maßnahme sein oder Hilfe bei einer Umschulung, falls du deinen alten Job nicht mehr machen kannst. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen, welche Extras dein Vertrag bietet, gerade wenn es um die Bewältigung einer psychischen Erkrankung geht.

Psychische erkrankungen als häufigste ursache für berufsunfähigkeit

Es ist eine traurige Wahrheit, aber psychische Erkrankungen sind mittlerweile die Hauptursache dafür, dass Menschen ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Das ist keine Randnotiz mehr, sondern eine Tatsache, die uns alle angehen sollte. Stell dir vor, du bist mitten im Berufsleben und plötzlich macht dein Kopf nicht mehr mit. Das kann jeden treffen, egal ob jung oder alt, egal in welchem Job du arbeitest.

Die traurige Statistik: Psychische Leiden an der Spitze der BU-Gründe

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Immer mehr Menschen werden wegen psychischer Probleme berufsunfähig. Das sind nicht nur ein paar Einzelfälle, sondern ein Trend, der sich über Jahre hinweg abzeichnet. Depressionen, Burnout, Angststörungen – das sind die Diagnosen, die man immer öfter hört, wenn es um Berufsunfähigkeit geht. Früher dachte man vielleicht eher an Unfälle oder körperliche Gebrechen, aber heute sind es oft die unsichtbaren Leiden, die uns aus der Bahn werfen. Diese Entwicklung zeigt, wie sehr unser mentales Wohlbefinden mit unserer Arbeitsfähigkeit verknüpft ist. Es ist wichtig, das zu erkennen und ernst zu nehmen.

Warum die gesetzliche Erwerbsminderungsrente oft nicht ausreicht

Viele denken vielleicht: "Ach, im Notfall gibt es ja die gesetzliche Rente." Aber ganz ehrlich, die ist oft nicht genug, um deinen Lebensstandard zu halten. Sie ist eher als Grundsicherung gedacht. Wenn du also wirklich nicht mehr arbeiten kannst, stehst du schnell vor einem finanziellen Problem. Die Lücke zwischen dem, was du brauchst, und dem, was die gesetzliche Rente zahlt, kann riesig sein. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schließt diese Lücke. Sie ist dein finanzielles Sicherheitsnetz, wenn dein Körper oder eben deine Psyche streikt.

Die Rolle von Stress und Leistungsdruck in der modernen Arbeitswelt

Warum ist das so? Die Arbeitswelt hat sich verändert. Der Druck steigt, die Erwartungen sind hoch, und wir sind ständig erreichbar. Das fordert seinen Tribut. Viele Berufe sind von Natur aus stressig, denk nur an Pflegekräfte, Lehrer oder Menschen in Führungspositionen. Aber auch in scheinbar ruhigeren Jobs kann der ständige Leistungsdruck, die Angst vor Fehlern oder die Sorge um den Arbeitsplatz psychisch stark belasten. Diese Faktoren tragen dazu bei, dass psychische Erkrankungen immer häufiger werden. Es ist ein Teufelskreis, der uns alle betrifft und uns zeigt, wie wichtig es ist, auf unsere mentale Gesundheit zu achten und uns abzusichern.

Die bedeutung der gesundheitsprüfung bei psychischen vorerkrankungen

Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließen möchtest und in der Vergangenheit psychische Probleme hattest, ist die Gesundheitsprüfung ein wichtiger Schritt. Stell dir das wie ein Kennenlernen vor: Die Versicherung möchte wissen, wer du bist und wie es dir gesundheitlich geht, damit sie das Risiko einschätzen kann. Und ja, dazu gehört auch deine psychische Gesundheit. Das ist kein Grund zur Panik, denn die meisten Versicherer prüfen jeden Fall einzeln. Sie wollen einfach ein klares Bild bekommen.

Wahrheitsgemäße Angaben: Der Schlüssel zur Annahme Ihres BU-Antrags

Das Wichtigste vorweg: Sei ehrlich bei den Gesundheitsfragen. Das ist wirklich entscheidend. Wenn du angibst, dass du in den letzten fünf Jahren psychische Probleme hattest, heißt das nicht automatisch, dass du abgelehnt wirst. Aber wenn du etwas verschweigst und das später rauskommt, kann das richtig Ärger geben. Stell dir vor, du brauchst später die Leistung und die Versicherung findet heraus, dass du bei der Antragstellung nicht die volle Wahrheit gesagt hast. Das kann dazu führen, dass der Vertrag angefochten wird oder die Leistung verweigert wird. Also lieber offenlegen, auch wenn es sich erstmal unangenehm anfühlt.

Was passiert, wenn Vorerkrankungen verschwiegen werden?

Das Verschweigen von Vorerkrankungen ist ein echtes Risiko. Wenn die Versicherung im Leistungsfall merkt, dass du wichtige Informationen nicht angegeben hast, kann sie den Vertrag anfechten. Das bedeutet, der Vertrag könnte für ungültig erklärt werden. Im schlimmsten Fall zahlst du jahrelang Beiträge und bekommst im Ernstfall nichts. Das ist eine bittere Pille. Manchmal kann die Versicherung auch vom Vertrag zurücktreten oder ihn kündigen, je nachdem, wie schwerwiegend die Falschangaben waren. Transparenz ist hier wirklich der beste Weg, um später keine bösen Überraschungen zu erleben.

Die Relevanz des Zeitraums seit der letzten Behandlung

Die Versicherer schauen sich genau an, wie lange deine letzte Behandlung oder die letzte psychische Belastung her ist. Wenn du zum Beispiel eine Angststörung hattest, aber seit mehreren Jahren beschwerdefrei bist und keine Therapie mehr benötigst, sieht die Sache schon ganz anders aus. Oftmals sind die Versicherer bereit, dich zu versichern, wenn seit der letzten Behandlung eine gewisse Zeit vergangen ist und du stabil bist. Manchmal gibt es sogar Klauseln, die besagen, dass nach einer bestimmten Zeit der Beschwerdefreiheit die psychischen Erkrankungen wieder mitversichert werden können. Es ist also nicht nur wichtig, was du hattest, sondern auch, wann es war und wie es dir jetzt geht. Eine ärztliche Stellungnahme oder ein Abschlussbericht deiner Therapie kann hier sehr hilfreich sein, um deine Stabilität zu belegen.

Möglichkeiten trotz psychischer vorerkrankung eine BU abzuschließen

Rückstellungen: Eine Option bei laufenden Behandlungen

Manchmal ist es so: Du bist gerade mitten in einer Behandlung, vielleicht eine Psychotherapie, und der Versicherer kann noch nicht so richtig einschätzen, wie sich das alles entwickelt. In solchen Fällen gibt es die Möglichkeit einer sogenannten Rückstellung. Das bedeutet, der Versicherer sagt quasi: "Okay, wir warten mal eine Weile ab." Der Antrag wird dann für einen bestimmten Zeitraum zurückgestellt. Wie lange das genau dauert, hängt von deiner Situation ab. Nach dieser Zeit wird dein Antrag dann nochmal angeschaut und entschieden, ob du doch noch eine BU bekommen kannst.

Risikozuschläge: Höherer Beitrag für umfassenden Schutz

Wenn die Versicherer ein höheres Risiko bei dir sehen, weil du eben schon psychische Probleme hattest, können sie dir anbieten, die Versicherung trotzdem abzuschließen. Aber Achtung: Der Beitrag wird dann wahrscheinlich höher sein. Das nennt man dann einen Risikozuschlag. Stell dir das so vor, als würdest du für das zusätzliche Risiko, das du für den Versicherer darstellst, ein bisschen mehr bezahlen. Aber hey, dafür hast du dann trotzdem einen Schutz, falls du berufsunfähig wirst. Das ist oft besser als gar keine Absicherung zu haben.

Die Psyche-Ausschlussklausel: Was sie bedeutet und wie sie wirkt

Eine andere Möglichkeit, die dir begegnen kann, ist die sogenannte Psyche-Ausschlussklausel. Das ist im Grunde eine Einschränkung im Vertrag. Sie besagt, dass die Versicherung nicht für psychische Erkrankungen zahlt, die zu deiner Berufsunfähigkeit führen. Manchmal gibt es aber auch Klauseln, die nach einer bestimmten Zeit (z.B. 3-5 Jahre) überprüft werden können. Das ist dann schon besser, als wenn der Ausschluss für immer gilt. Es ist wichtig, genau zu verstehen, was diese Klausel für dich bedeutet und wie sie im Ernstfall greift. Manchmal ist es auch möglich, dass nach einer gewissen Zeit der Beschwerdefreiheit diese Klausel wieder entfällt oder angepasst wird. Das ist aber immer eine Einzelfallentscheidung.

Die rolle von psychotherapeuten und psychiatern bei der BU-bewertung

Wenn es um deine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und psychische Erkrankungen geht, spielen Psychotherapeuten und Psychiater eine wichtige Rolle. Sie sind die Fachleute, die deine Situation einschätzen und dokumentieren. Aber wie genau schauen die Versicherer auf die Behandlung durch diese Experten?

Unterschiedliche Therapieansätze und ihre Bewertung

Die Art der Therapie, die du erhältst, kann für die BU-Bewertung durchaus relevant sein. Stell dir vor, du bist bei einem Psychologen in Behandlung. Das ist oft eine Form der Gesprächstherapie. Versicherer sehen das manchmal als Zeichen für eine weniger akute Phase, die vielleicht ohne Medikamente in den Griff zu bekommen ist. Das ist aber nur eine von vielen Facetten.

Anders sieht es vielleicht bei einem Psychotherapeuten aus. Hier gibt es ja verschiedene Richtungen, wie Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologische Ansätze. Je nachdem, welche Methode angewendet wird und wie intensiv die Behandlung ist, kann das von der Versicherung unterschiedlich gewichtet werden. Es ist nicht immer ein einfaches Ja oder Nein, sondern eine Abwägung.

Die Bedeutung der medikamentösen Behandlung durch Psychiater

Psychiater sind Ärzte. Das bedeutet, sie können dir Medikamente verschreiben. Wenn du also wegen einer psychischen Erkrankung einen Psychiater aufsuchst und Medikamente verschrieben bekommst, kann das für den Versicherer ein Hinweis sein, dass es sich um eine ernstere Angelegenheit handelt. Das heißt aber nicht automatisch, dass du abgelehnt wirst. Manchmal verschreiben auch Hausärzte entsprechende Medikamente. Wichtig ist, dass die Versicherung ein klares Bild davon bekommt, was genau mit dir los ist und wie es behandelt wird.

Individuelle Fallprüfung statt pauschaler Ablehnung

Das Wichtigste ist: Kein Versicherer sollte pauschal ablehnen. Jeder Fall ist anders. Die Art des Therapeuten ist nur ein Puzzleteil. Was wirklich zählt, ist das Gesamtbild. Dazu gehören:

  • Die genaue Diagnose deiner psychischen Erkrankung.
  • Wie schwerwiegend die Erkrankung ist.
  • Wie lange die Behandlung schon andauert und wie sie verläuft.
  • Wie stabil dein Zustand ist und wie deine Prognose aussieht.

Nur wenn all diese Punkte zusammen betrachtet werden, kann eine faire Entscheidung getroffen werden. Es geht darum, dein individuelles Risiko einzuschätzen, nicht darum, dich über einen Kamm zu scheren.

Welche psychischen erkrankungen werden von der BU anerkannt?

Das ist eine Frage, die viele beschäftigt, wenn es um die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und psychische Leiden geht. Grundsätzlich gilt: Wenn eine psychische Erkrankung dich so stark beeinträchtigt, dass du deinen Beruf nicht mehr zu mindestens 50 Prozent ausüben kannst, kann das ein Grund für eine BU-Leistung sein. Das gilt neutral davon, ob die Ursache körperlich oder eben psychisch ist.

Häufige Diagnosen, die zu Berufsunfähigkeit führen können

Die Liste der psychischen Erkrankungen, die von BU-Versicherern anerkannt werden, ist ziemlich lang. Die gute Nachricht ist, dass die meisten Versicherer sich hier an gängigen medizinischen Klassifikationen orientieren. Zu den Krankheitsbildern, die am häufigsten zu einer Berufsunfähigkeit führen und anerkannt werden, zählen:

  • Depressionen: Egal ob leichte oder schwere Formen, Depressionen können die Arbeitsfähigkeit massiv einschränken.
  • Angst- und Zwangsstörungen: Diese können so belastend sein, dass an normales Arbeiten nicht mehr zu denken ist.
  • Bipolare Störungen: Die extremen Stimmungsschwankungen machen eine kontinuierliche Berufsausübung oft unmöglich.
  • Psychosen und Schizophrenie: Diese Erkrankungen erfordern oft eine intensive Behandlung und können die Arbeitsfähigkeit stark beeinträchtigen.
  • Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS): Erlebnisse, die lange nachwirken, können die Psyche so stark belasten, dass der Beruf zur Qual wird.
  • Burnout-Syndrom: Auch wenn Burnout nicht immer als eigenständige Krankheit im ICD-Katalog geführt wird, erkennen viele Versicherer es an, oft in Verbindung mit anderen Diagnosen wie Depressionen oder Erschöpfungszuständen. Wichtig ist hierbei die ärztliche Feststellung, dass es sich um eine dauerhafte Einschränkung handelt und nicht nur um eine vorübergehende Phase.

Die Anerkennung von Angst- und Zwangsstörungen

Angst- und Zwangsstörungen sind weit verbreitet und können, wenn sie stark ausgeprägt sind, die Lebensqualität und damit auch die Arbeitsfähigkeit erheblich mindern. Wenn du beispielsweise unter starken Panikattacken leidest, die dich im Arbeitsalltag lahmlegen, oder deine Zwangshandlungen so viel Zeit und Energie beanspruchen, dass du deinen Pflichten nicht mehr nachkommen kannst, kann das ein Grund für eine BU-Leistung sein. Die Versicherer prüfen hier genau, wie stark die Störung deinen Beruf beeinträchtigt und ob eine Besserung in absehbarer Zeit realistisch ist.

Posttraumatische Belastungsstörungen als BU-Grund

Eine PTBS kann nach traumatischen Erlebnissen auftreten und sich in vielfältiger Weise äußern: Flashbacks, Albträume, emotionale Taubheit oder auch eine ständige Anspannung. Wenn diese Symptome so stark sind, dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst, ist das ein anerkannter Grund für eine Berufsunfähigkeit. Die entscheidende Frage für den Versicherer ist immer, ob die Erkrankung dazu führt, dass du deinen Beruf dauerhaft nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ausüben kannst. Eine ärztliche Dokumentation ist hierbei das A und O, um deine Situation nachvollziehbar darzustellen.

Der prozess der leistungsfallprüfung bei psychischen erkrankungen

Die Notwendigkeit fundierter ärztlicher Dokumentation

Wenn du eine Berufsunfähigkeitsrente wegen einer psychischen Erkrankung beantragst, ist eine lückenlose und aussagekräftige ärztliche Dokumentation das A und O. Stell dir vor, du musst dem Versicherer glaubhaft machen, dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Dafür reichen allgemeine Aussagen wie „Ich fühle mich schlecht“ oder „Ich bin gestresst“ einfach nicht aus. Du brauchst konkrete Befunde, die deine Einschränkungen belegen. Das bedeutet, dein behandelnder Arzt oder Therapeut muss genau festhalten, welche Symptome vorliegen, wie stark sie ausgeprägt sind und wie sie deine Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen. Je detaillierter die Unterlagen sind, desto besser kann der Versicherer deine Situation nachvollziehen. Dazu gehören Diagnosen, Behandlungsverläufe, Medikation und vor allem die Einschätzung der ärztlichen Fachkräfte zur Dauer und Schwere deiner Einschränkungen.

Wie Versicherer die Einschränkungen bewerten

Versicherer prüfen Leistungsanträge bei psychischen Erkrankungen sehr genau. Sie schauen nicht nur auf die Diagnose selbst, sondern darauf, wie diese deine konkrete berufliche Tätigkeit beeinflusst. Dabei werden verschiedene Faktoren berücksichtigt:

  1. Art und Schwere der Erkrankung: Ist es eine vorübergehende depressive Verstimmung oder eine chronische psychische Störung?
  2. Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: Kannst du dich konzentrieren? Bist du leistungsfähig? Kannst du mit Kollegen interagieren?
  3. Behandlungsfortschritt: Zeigt die Therapie Wirkung? Gibt es Anzeichen für eine Besserung?
  4. Prognose: Wie sind die Aussichten auf eine Rückkehr in den Beruf?

Die Versicherer greifen hier oft auf eigene Gutachter oder medizinische Dienstleister zurück, um die eingereichten Unterlagen zu bewerten und gegebenenfalls eine eigene Einschätzung vorzunehmen. Es geht darum, objektiv festzustellen, ob die Voraussetzungen für die zugesagte Leistung tatsächlich vorliegen.

Die Rolle von Experten bei der Bearbeitung von Leistungsfällen

Bei der Prüfung von Leistungsfällen, die auf psychischen Erkrankungen beruhen, ziehen Versicherer häufig externe Experten hinzu. Das können Psychiater, Psychologen oder spezialisierte Gutachter sein. Diese Experten haben die Aufgabe, die medizinischen Unterlagen zu sichten, die Diagnosen zu überprüfen und eine neutrale Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen. Sie bewerten, ob die von dir geschilderten Einschränkungen plausibel sind und ob sie tatsächlich dazu führen, dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Manchmal kann auch eine persönliche Untersuchung durch einen Gutachter notwendig sein. Diese Expertenmeinungen sind für die Entscheidung des Versicherers oft ausschlaggebend, da sie eine fundierte und objektive Beurteilung ermöglichen sollen.

Alternativen zur klassischen berufsunfähigkeitsversicherung

Beratungsgespräch zwischen Versicherungsberater und Kunde im Büro.

Dread-Disease-Versicherung als Ergänzung

Wenn du merkst, dass eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) wegen psychischer Vorerkrankungen schwierig wird, gibt es da noch die Dread-Disease-Versicherung. Stell dir das wie eine Art ‚Schwere Krankheiten‘-Police vor. Hier wird nicht darauf geschaut, ob du deinen Beruf noch ausüben kannst, sondern ob eine bestimmte, im Vertrag festgelegte Krankheit eingetreten ist. Wenn ja, gibt’s eine vereinbarte Summe ausgezahlt. Das kann eine gute Ergänzung sein, um dir finanziell den Rücken freizuhalten, falls du von schweren Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall betroffen bist. Aber Achtung: Bei rein psychischen Leiden greift diese Versicherung in der Regel nicht. Sie ist also eher für andere Risiken gedacht.

Die Multi-Risk-Versicherung im Überblick

Die Multi-Risk-Versicherung ist ein bisschen wie ein Schweizer Taschenmesser unter den Absicherungen. Sie kombiniert oft verschiedene Leistungen, zum Beispiel eine Berufsunfähigkeitsrente, eine Unfallversicherung und eben auch eine Dread-Disease-Komponente. Das kann praktisch sein, weil du mehrere Risiken mit einem Vertrag abdeckst. Der Vorteil ist, dass sie flexibler sein kann als eine reine BU, gerade wenn du wegen Vorerkrankungen Schwierigkeiten hast, eine normale BU zu bekommen. Aber auch hier gilt: Die genauen Leistungen und die Bedingungen, wann was gezahlt wird, musst du dir genau anschauen. Nicht jede Multi-Risk-Police deckt psychische Erkrankungen gleich gut ab.

Wann sind diese Alternativen sinnvoll?

Diese Alternativen kommen vor allem dann ins Spiel, wenn der Abschluss einer klassischen BU-Versicherung schwierig ist. Das kann verschiedene Gründe haben:

  • Vorerkrankungen: Wenn du bereits psychische Probleme hattest, die im Antrag abgefragt werden, lehnen manche Versicherer dich ab oder verlangen hohe Zuschläge.
  • Risiko-Berufe: Manche Berufe sind generell risikoreicher, was die BU-Kosten in die Höhe treibt.
  • Zusätzlicher Schutz: Du möchtest einfach noch eine andere Absicherung neben deiner BU, die bestimmte Risiken abdeckt, die die BU vielleicht nicht oder nur eingeschränkt leistet.

Die Grundfähigkeitsversicherung ist auch eine Option, wenn du bestimmte körperliche oder geistige Fähigkeiten verlierst, die für deinen Beruf wichtig sind. Sie zahlt aber nicht unbedingt, wenn du wegen einer psychischen Erkrankung nicht mehr arbeiten kannst, sondern wenn du die versicherten Fähigkeiten nicht mehr besitzt. Es ist also wichtig, genau zu prüfen, welche Erkrankungen und Einschränkungen abgedeckt sind und ob das zu deinem persönlichen Risiko passt.

Frühzeitige vorsorge und professionelle beratung für ihre BU

Beratungsgespräch zwischen Versicherungsberater und Kunde im Büro.

Warum eine frühe Antragstellung wichtig ist

Manchmal denkt man sich: Ach, das mit der Berufsunfähigkeitsversicherung kann ich doch noch warten. Aber ganz ehrlich, das ist oft keine gute Idee. Je jünger du bist, wenn du den Antrag stellst, desto besser sind meistens die Konditionen. Stell dir vor, du bist noch Schüler, Azubi oder gerade im Studium – das sind oft die besten Zeiten, um reinzuhuschen, solange du noch gesund bist. Die Versicherer sehen das positiv, und deine Beiträge bleiben niedriger. Später, wenn vielleicht schon kleinere Wehwehchen da sind, wird’s schnell teurer oder sogar schwierig, überhaupt eine Police zu bekommen. Also, je früher, desto besser – das gilt wirklich für die BU.

Die Vorteile einer anonymen Risikovoranfrage

Wenn du schon mal psychische Probleme hattest, weißt du vielleicht, dass das bei der BU-Antragstellung ein Thema werden kann. Die Versicherer fragen da ganz genau nach. Aber keine Panik! Bevor du deinen Namen überall hinschreibst und dich vielleicht schon mal auf eine Ablehnung einstellst, gibt es eine schlaue Methode: die anonyme Risikovoranfrage. Dabei gibst du deine Situation (natürlich ohne deinen Namen) bei verschiedenen Versicherern ab. So kannst du herausfinden, ob und zu welchen Bedingungen du überhaupt eine Versicherung bekommen würdest. Das ist super, um erstmal ein Gefühl dafür zu bekommen, ohne dich gleich festzulegen oder eine Ablehnung in deiner Akte zu haben. Das gibt dir Sicherheit und hilft dir, den richtigen Weg zu finden.

Die Bedeutung neutraler Expertenberatung

Die Welt der Versicherungen ist komplex, das ist kein Geheimnis. Gerade bei der BU, wo es um deine finanzielle Zukunft geht, wenn du mal nicht mehr arbeiten kannst, ist es wichtig, jemanden an deiner Seite zu haben, der sich auskennt. Ein neutraler Versicherungsmakler oder ein spezialisierter Berater kann dir helfen, die verschiedenen Tarife zu verstehen. Die sind nicht alle gleich, und gerade bei psychischen Vorerkrankungen gibt es da Unterschiede, worauf du achten musst. Sie können dir auch sagen, welche Klauseln wichtig sind, zum Beispiel, dass der Versicherer nicht einfach sagen kann ‚Du könntest ja auch als Gärtner arbeiten‘. Eine gute Beratung kostet zwar vielleicht erstmal etwas, aber sie kann dir auf lange Sicht viel Ärger und Geld sparen. Denk dran, es geht um deine Absicherung, da lohnt es sich, auf Nummer sicher zu gehen.

Besonderheiten bei der Alte Leipziger und ähnlichen versicherern

Der Fünf-Jahres-Zeitraum für psychische Vorerkrankungen

Bei der Alte Leipziger und einigen anderen Versicherern gibt es oft eine Besonderheit, wenn es um psychische Vorerkrankungen geht. Sie schauen in der Regel auf die letzten fünf Jahre zurück, in denen du wegen einer psychischen Erkrankung in Behandlung warst. Das ist wichtig zu wissen, denn es kann deine Chancen auf eine Annahme ohne Zuschläge oder Klauseln beeinflussen. Wenn du also in den letzten fünf Jahren wegen einer Depression, Angststörung oder Ähnlichem in Therapie warst, wird das bei der Gesundheitsprüfung genauer unter die Lupe genommen.

Individuelle Prüfung von Angst-, Zwangs- und Essstörungen

Diese Versicherer betrachten nicht alle psychischen Erkrankungen gleich. Insbesondere bei Angststörungen, Zwangsstörungen und Essstörungen wird oft eine individuelle Prüfung vorgenommen. Das bedeutet, dass sie sich nicht nur auf die Diagnose verlassen, sondern auch auf die Schwere der Erkrankung, die Dauer der Behandlung und wie gut du darauf angesprochen hast. Eine einmalige, kurzzeitige Behandlung wegen einer leichten Angst kann anders bewertet werden als eine langjährige, schwere Depression.

Die Bewertung abgeschlossener Psychotherapien

Was passiert, wenn deine Psychotherapie schon länger abgeschlossen ist? Das ist ein wichtiger Punkt. Viele Versicherer, darunter auch die Alte Leipziger, sehen abgeschlossene Therapien positiver. Wenn du also deine Behandlung erfolgreich beendet hast und seitdem stabil bist, stehen die Chancen besser, dass deine Vorerkrankung nicht zu einer Ablehnung oder zu sehr ungünstigen Konditionen führt. Es ist aber immer ratsam, die genauen Bedingungen zu prüfen und offen mit dem Versicherer zu kommunizieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen…

Also, wir haben uns jetzt durch die ganze Materie gekämpft, was die Berufsunfähigkeitsversicherung und psychische Erkrankungen angeht. Es ist schon ein ziemliches Thema, aber hoffentlich ist jetzt klarer, dass man sich nicht einfach abspeisen lassen sollte. Psychische Leiden sind leider echt häufig und die gesetzliche Rente reicht oft nicht. Eine BU kann da echt helfen, aber man muss halt aufpassen, dass man die richtigen Haken und Ösen kennt. Vor allem das Thema Vorerkrankungen ist knifflig – ehrlich sein ist das A und O, sonst gibt’s später Ärger. Aber wie wir gesehen haben, gibt es oft Wege, auch mit einer Vorgeschichte eine Versicherung zu bekommen, sei es mit Zuschlägen oder Klauseln. Also, informier dich gut, sprich mit Leuten, die Ahnung haben, und mach dir nicht zu viele Sorgen, wenn du schon mal Probleme hattest. Das Wichtigste ist, dass du dich absicherst, bevor was passiert.

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