Du denkst darüber nach, deine BU Versicherung zu kündigen? Das kann verschiedene Gründe haben. Vielleicht hast du eine bessere Alternative gefunden, deine Lebenssituation hat sich geändert oder du brauchst das Geld anderweitig. Egal, was dein Grund ist, es ist wichtig, dass du weißt, wie du dabei am besten vorgehst, damit am Ende alles glattläuft und du keine Nachteile hast. Lass uns mal schauen, was du beachten musst, wenn du deine BU Versicherung kündigen willst.
Key Takeaways
- Die Kündigung deiner BU Versicherung ist möglich, aber informiere dich genau über die Fristen und die Konsequenzen. Manchmal gibt es bessere Optionen als eine einfache Kündigung.
- Achte auf die Form: Eine Kündigung muss schriftlich erfolgen und alle wichtigen Angaben enthalten. Am besten schickst du sie per Einschreiben, damit du einen Nachweis hast.
- Es gibt Sonderkündigungsrechte, zum Beispiel bei Beitragserhöhungen oder nach einem Schadensfall. Prüfe, ob das auf dich zutrifft.
- Bevor du kündigst, überlege Alternativen wie eine Beitragsfreistellung oder eine Anpassung der Leistung. Manchmal ist das die bessere Lösung.
- Der Widerruf ist eine Option, wenn du den Vertrag noch sehr frisch abgeschlossen hast. Er unterscheidet sich aber deutlich von einer Kündigung.
Die BU Versicherung kündigen: Ein Überblick über die Vorgehensweise
Manchmal muss man einfach einen Schlussstrich ziehen, auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Aber bevor du voreilig handelst, lass uns mal schauen, wie das Ganze überhaupt abläuft und was du beachten solltest. Es ist nicht so kompliziert, wie es vielleicht klingt, aber ein paar Dinge sind schon wichtig.
Wann ist eine Kündigung der BU Versicherung möglich?
Grundsätzlich kannst du deine BU-Versicherung immer dann kündigen, wenn die vertraglich vereinbarten Fristen eingehalten werden. Das nennt man dann die ordentliche Kündigung. Aber es gibt auch Situationen, in denen du ein Sonderkündigungsrecht hast. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn dein Versicherer die Beiträge erhöht, ohne dass sich dein Leistungsumfang verbessert. Auch nach einem Schadensfall oder bei bestimmten Vertragsänderungen kann ein solches Sonderkündigungsrecht greifen. Denk dran, dass die Kündigung immer schriftlich erfolgen muss.
Welche Fristen sind für die Kündigung der BU Versicherung zu beachten?
Bei der ordentlichen Kündigung ist meist das Ende des Versicherungsjahres entscheidend. Oftmals musst du deine Kündigung drei Monate vorher beim Versicherer eingereicht haben. Das genaue Datum findest du in deinen Vertragsunterlagen. Bei einem Sonderkündigungsrecht sind die Fristen oft kürzer, manchmal nur einen Monat nach Eintritt des Ereignisses, das dir dieses Recht gewährt. Es ist super wichtig, diese Fristen nicht zu verpassen, sonst läufst du Gefahr, dass die Kündigung erst zum nächsten möglichen Zeitpunkt wirksam wird.
Was sind die Konsequenzen einer BU Versicherung Kündigung?
Wenn du deine BU kündigst, verlierst du natürlich deinen Versicherungsschutz. Das bedeutet, im Falle einer Berufsunfähigkeit erhältst du keine monatliche Rente mehr von deinem Versicherer. Wenn du später wieder eine BU abschließen möchtest, musst du erneut Gesundheitsfragen beantworten. Das kann dazu führen, dass der neue Vertrag teurer wird oder du sogar gar keine Versicherung mehr bekommst, falls sich dein Gesundheitszustand verschlechtert hat. Überlege dir also gut, ob eine Kündigung wirklich der beste Weg ist, oder ob es vielleicht Alternativen gibt.
Formale Anforderungen für die Kündigung deiner BU Versicherung
Schriftform der Kündigung: Notwendigkeit und Form
Wenn du deine BU-Versicherung kündigen möchtest, ist das nicht einfach nur eine mündliche Absprache oder eine schnelle E-Mail. Die Versicherungswelt ist da ziemlich streng: Deine Kündigung muss schriftlich erfolgen. Das bedeutet, du musst sie auf Papier bringen. Eine E-Mail reicht oft nicht aus, es sei denn, dein Versicherer hat das ausdrücklich in den Vertragsbedingungen erlaubt. Am sichersten fährst du, wenn du einen Brief verfasst. Das ist die klassische und am wenigsten angreifbare Form.
Welche Angaben gehören in das Kündigungsschreiben?
Damit dein Kündigungsschreiben auch wirklich bearbeitet wird und keine unnötigen Verzögerungen entstehen, solltest du ein paar wichtige Infos nicht vergessen. Stell dir vor, du schickst einen Brief an einen Freund, aber ohne Namen und Adresse – das kommt ja auch nicht an. Ähnlich ist es hier. Folgende Punkte sind wichtig:
- Deine vollständigen Kontaktdaten: Name, Adresse, Geburtsdatum – damit der Versicherer weiß, wer du bist.
- Die Versicherungsnummer: Das ist wie die Sozialversicherungsnummer für deinen Vertrag. Ohne die findet das System nichts.
- Die genaue Bezeichnung des Vertrags: Manchmal hat man ja mehrere Verträge bei einer Versicherung. Gib also an, dass es um deine Berufsunfähigkeitsversicherung geht.
- Der Kündigungsgrund (optional, aber oft hilfreich): Bei einer ordentlichen Kündigung brauchst du keinen Grund. Bei einer Sonderkündigung ist der Grund aber entscheidend und muss klar benannt werden.
- Das gewünschte Kündigungsdatum: Gib an, zu welchem Zeitpunkt der Vertrag enden soll. Meist ist das zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
- Ort, Datum und deine Unterschrift: Das macht das Ganze rechtsgültig.
Versand der Kündigung: Einschreiben oder Fax?
Jetzt kommt der Versand. Du hast deine Kündigung geschrieben, alles Wichtige drin. Wie schickst du sie nun ab, damit du auch einen Beweis hast? Einfach in den Briefkasten werfen ist riskant. Was, wenn der Brief verloren geht? Oder der Versicherer behauptet, er hätte nie etwas bekommen? Da stehst du dann blöd da.
Deshalb gibt es zwei sichere Wege:
- Per Einschreiben mit Rückschein: Das ist die Königsdisziplin. Du gibst den Brief bei der Post ab, zahlst ein bisschen extra, und bekommst einen Beleg, dass der Brief abgeschickt wurde. Der Empfänger muss unterschreiben, wenn er ihn erhält, und du bekommst diesen Nachweis zurück. So hast du schwarz auf weiß, wann der Versicherer deine Kündigung erhalten hat.
- Per Fax mit Sendeprotokoll: Wenn du ein Faxgerät hast, ist das auch eine gute Option. Das Sendeprotokoll, das dein Gerät nach dem Senden ausgibt, ist dein Beweis, dass die Nachricht rausgegangen ist. Viele Versicherer akzeptieren auch das.
Manche Versicherer bieten mittlerweile auch die Möglichkeit, online über ein Formular zu kündigen. Prüfe das aber genau in deinen Vertragsunterlagen. Wenn du dir unsicher bist, bleib lieber bei den klassischen Methoden. Hauptsache, du hast am Ende einen Nachweis in der Hand.
Sonderkündigungsrechte bei der BU Versicherung
Manchmal läuft das Leben anders, als man denkt, und man muss schnell reagieren. Gut, dass es bei der BU-Versicherung nicht nur die normale Kündigung gibt. Es gibt nämlich Situationen, in denen du ein Sonderkündigungsrecht hast. Das bedeutet, du kannst deinen Vertrag auch außerhalb der üblichen Fristen loswerden. Das ist super praktisch, wenn sich deine Lebensumstände ändern oder der Versicherer etwas tut, das dir gar nicht passt.
Kündigung bei Beitragserhöhungen
Stell dir vor, du hast deine BU-Versicherung schon eine Weile und plötzlich flattert Post vom Versicherer ins Haus: Deine Beiträge sollen steigen. Das ist ärgerlich, besonders wenn dein Einkommen gleich bleibt. In so einem Fall hast du oft ein Sonderkündigungsrecht. Der Versicherer muss dich über die Erhöhung informieren und dir eine Frist nennen, bis wann du kündigen kannst. Meistens hast du nach Erhalt der Mitteilung vier Wochen Zeit, um deine Kündigung einzureichen. Das ist deine Chance, aus dem Vertrag auszusteigen, bevor die höheren Beiträge fällig werden. Prüfe aber genau, ob die Erhöhung wirklich unerwartet kam oder ob sie vielleicht durch eine vereinbarte Dynamik erklärt werden kann. Manchmal sind Beitragserhöhungen auch an bestimmte Ereignisse gekoppelt, die im Vertrag stehen.
Kündigung nach einem Schadensfall
Auch nach einem Schadensfall, also wenn du Leistungen aus deiner BU-Versicherung in Anspruch genommen hast, kann es sein, dass du ein Sonderkündigungsrecht hast. Das ist besonders dann relevant, wenn der Versicherer die Bedingungen nach der Leistungserbringung zu deinem Nachteil ändern möchte. Oder wenn du mit der Art und Weise, wie der Schaden reguliert wurde, unzufrieden bist. Die genauen Bedingungen dafür sind im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geregelt. Wichtig ist hierbei, dass du die Kündigung innerhalb einer bestimmten Frist nach dem Schadensfall oder der Entscheidung des Versicherers einreichst. Informiere dich hier genau über die Fristen, denn sie können kurz sein.
Sonderkündigungsrecht bei Vertragsänderungen
Manchmal ändert der Versicherer die Vertragsbedingungen, ohne dass es direkt eine Beitragserhöhung gibt. Das kann zum Beispiel passieren, wenn sich die Leistungen ändern oder neue Klauseln eingeführt werden. Wenn diese Änderungen für dich nachteilig sind, kann auch hier ein Sonderkündigungsrecht greifen. Der Versicherer muss dich über solche Änderungen rechtzeitig informieren. Achte genau auf die Mitteilungen deines Versicherers und prüfe, ob die Änderungen für dich akzeptabel sind. Wenn nicht, nutze dein Sonderkündigungsrecht, um aus dem Vertrag auszusteigen, bevor die neuen Bedingungen für dich gelten.
Alternativen zur Kündigung deiner BU Versicherung
Manchmal ist eine Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nicht die beste Lösung. Vielleicht steckst du gerade in einem finanziellen Engpass oder deine Lebensumstände haben sich geändert. Bevor du diesen Schritt gehst, solltest du dir unbedingt die folgenden Alternativen ansehen. Oft gibt es Wege, deine BU-Absicherung anzupassen, ohne sie komplett aufzugeben.
Beitragsfreistellung der BU Versicherung
Wenn es finanziell gerade eng wird, musst du nicht gleich die ganze Versicherung hinschmeißen. Eine Beitragsfreistellung ist eine super Option, um vorübergehend Geld zu sparen. Dabei zahlst du für eine bestimmte Zeit keine Beiträge mehr. Deine Versicherung bleibt aber bestehen, nur die Leistung im Fall der Fälle wird dann entsprechend angepasst. Das ist oft besser, als ganz ohne Schutz dazustehen. Frag bei deinem Versicherer nach, wie das genau funktioniert und welche Auswirkungen das auf deine Rente hat. Manchmal kannst du die Versicherung später auch wieder aufnehmen, aber achte darauf, ob dann eine erneute Gesundheitsprüfung nötig ist. Das kann nämlich teurer werden, wenn du in der Zwischenzeit krank geworden bist.
Verkauf oder Beleihung der BU Versicherung
Das ist eher eine Nischenlösung, aber es gibt tatsächlich Möglichkeiten, deine BU-Versicherung zu verkaufen oder zu beleihen. Beim Verkauf gibst du deinen Vertrag an einen Dritten ab und erhältst dafür eine Einmalzahlung. Das ist aber nicht bei allen Verträgen möglich und oft mit Verlusten verbunden. Die Beleihung funktioniert ähnlich wie ein Kredit, bei dem deine Versicherung als Sicherheit dient. Das ist aber meist nur bei bestimmten Arten von Lebensversicherungen mit BU-Zusatz relevant. Informiere dich hier ganz genau, denn das ist kein alltägliches Vorgehen.
Anpassung der versicherten Leistung
Eine weitere Möglichkeit, deine Beiträge zu senken, ist die Anpassung der versicherten Leistung. Das bedeutet, du reduzierst die Höhe deiner Berufsunfähigkeitsrente. Klar, im Ernstfall bekommst du dann weniger Geld, aber deine Absicherung bleibt bestehen. Das kann eine gute Zwischenlösung sein, wenn du weißt, dass sich deine finanzielle Situation bald wieder bessert. Überlege dir gut, wie viel Rente du wirklich brauchst. Manchmal reicht auch eine geringere Summe aus, um die wichtigsten Ausgaben zu decken. Eine andere Option ist die Pausierung der Beitragsdynamik. Das ist der jährliche automatische Aufschlag auf deine Beiträge, der deine Rente an die Inflation anpasst. Wenn du das pausierst, bleiben deine Beiträge gleich, aber deine Rente wird nicht automatisch erhöht. Das kannst du meist einmal im Jahr entscheiden.
Der Widerruf als Alternative zur Kündigung der BU Versicherung
Manchmal ist die Kündigung gar nicht die beste Lösung, vor allem, wenn du deine BU-Versicherung noch gar nicht so lange hast. Dann könnte ein Widerruf eine Option sein. Das ist quasi wie ein Rückgängigmachen des Vertrags, als hätte es ihn nie gegeben. Aber Achtung, das geht nur unter bestimmten Bedingungen und nicht ewig.
Fristen für den Widerruf der BU Versicherung
Das Wichtigste zuerst: Du hast nicht ewig Zeit, deine BU zu widerrufen. Nach dem Gesetz hast du dafür in der Regel 30 Tage Zeit. Diese Frist beginnt aber erst dann zu laufen, wenn du alle wichtigen Unterlagen von deinem Versicherer bekommen hast. Dazu gehören nicht nur der Versicherungsschein selbst, sondern auch die Vertragsbedingungen, die allgemeinen Versicherungsbedingungen, ein Produktinformationsblatt und natürlich die Widerrufsbelehrung. Wenn dir auch nur eines dieser Dokumente fehlt, läuft die Widerrufsfrist nicht! Es ist also super wichtig, dass du prüfst, ob du wirklich alles erhalten hast.
Voraussetzungen für einen wirksamen Widerruf
Damit dein Widerruf auch wirklich durchgeht, musst du ihn schriftlich erklären. Eine E-Mail reicht da oft nicht aus, am besten schickst du das Ganze per Einschreiben, damit du einen Nachweis hast. Du musst auch keine Gründe angeben, warum du den Vertrag widerrufen willst. Einfach nur ‚Ich widerrufe meinen Vertrag‘ reicht völlig aus. Was aber passieren kann: Wenn du schon Leistungen aus dem Vertrag erhalten hast, musst du diese eventuell zurückzahlen. Das ist aber bei einer BU-Versicherung eher selten der Fall, da sie ja erst im Ernstfall greift.
Unterschiede zwischen Widerruf und Kündigung
Der Hauptunterschied liegt im Zeitpunkt und den Folgen. Eine Kündigung beendet den Vertrag zu einem bestimmten Zeitpunkt, meist zum Ende der vereinbarten Laufzeit oder unter Einhaltung von Fristen. Du hast dann keinen Versicherungsschutz mehr. Ein Widerruf hingegen macht den Vertrag von Anfang an ungültig. Du bist dann so gestellt, als hättest du den Vertrag nie abgeschlossen. Das ist vor allem dann interessant, wenn du merkst, dass du doch einen falschen Vertrag hast oder die Bedingungen doch nicht so passen, wie du dachtest, und du das noch innerhalb der ersten 30 Tage nach Erhalt aller Unterlagen feststellst. Nach Ablauf dieser Frist ist nur noch eine Kündigung möglich.
Besonderheiten bei BU-Zusatzversicherungen
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Manchmal ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nicht als eigenständiger Vertrag abgeschlossen, sondern als Zusatz zu einer anderen Police, wie zum Beispiel einer Renten- oder Lebensversicherung. Das kann auf den ersten Blick praktisch erscheinen, birgt aber ein paar Tücken, wenn du über eine Kündigung nachdenkst.
Kündigung einer BU-Zusatzversicherung
Wenn du deine BU als Zusatzversicherung hast, ist die Kündigung oft an die Hauptversicherung gekoppelt. Das heißt, wenn du die Lebens- oder Rentenversicherung kündigst, fällt in der Regel auch die BU-Zusatzversicherung weg. Das ist natürlich nicht ideal, wenn du eigentlich nur die BU loswerden willst. Es ist fast immer besser, eine BU als separaten Vertrag zu haben. Wenn du die Zusatzversicherung kündigen möchtest, musst du genau prüfen, ob das überhaupt einzeln möglich ist oder ob du die Hauptversicherung mit kündigen musst. Manchmal gibt es auch die Option, die Zusatzversicherung beitragsfrei zu stellen, was eine vorübergehende Lösung sein kann.
Auswirkungen auf die Hauptversicherung
Wie gesagt, die Kündigung der BU-Zusatzversicherung kann die Hauptversicherung betreffen. Wenn du die Zusatzversicherung kündigst, aber die Hauptversicherung behalten willst, musst du das mit deinem Versicherer klären. Oft ist das aber gar nicht vorgesehen. Umgekehrt, wenn du die Hauptversicherung beitragsfrei stellst, bleibt die BU-Zusatzversicherung manchmal erhalten, aber die Beiträge für die Hauptversicherung sinken. Das ist eine Möglichkeit, wenn du gerade knapp bei Kasse bist, aber den BU-Schutz nicht verlieren möchtest.
Empfehlungen für separate BU-Absicherungen
Aus den genannten Gründen raten wir dir generell dazu, deine BU-Versicherung als eigenständigen Vertrag abzuschließen. Das gibt dir viel mehr Flexibilität, falls du dich später entscheidest, den Vertrag zu kündigen oder anzupassen. Wenn du eine BU-Zusatzversicherung hast, solltest du prüfen, ob ein Wechsel zu einem separaten Tarif sinnvoll ist. Das kann zwar erstmal mehr Aufwand bedeuten, zahlt sich aber langfristig aus, wenn du neutraler bleiben möchtest. Denk daran, dass die Bedingungen je nach Versicherer stark variieren können. Es lohnt sich also, die Vertragsdetails genau zu studieren oder im Zweifel direkt beim Anbieter nachzufragen.
Die Rolle des Versicherers bei der Kündigung der BU Versicherung
Wann kann der Versicherer die BU Versicherung kündigen?
Auch dein Versicherer hat unter bestimmten Umständen das Recht, deinen BU-Vertrag zu kündigen. Das ist aber nicht die Regel und passiert meist nur, wenn es wirklich gravierende Gründe gibt. Stell dir vor, du hast bei deinem Antrag falsche Angaben gemacht, also die Gesundheitsfragen nicht ehrlich beantwortet. Wenn das rauskommt, kann der Versicherer sagen: "So geht das nicht weiter!" und den Vertrag kündigen. Das ist dann eine außerordentliche Kündigung, die oft sofort oder zu einem bestimmten Stichtag wirksam wird, je nach Vertrag.
Konsequenzen einer Kündigung durch den Versicherer
Wenn dein Versicherer die BU-Versicherung kündigt, ist das natürlich erstmal ein Schock. Die wichtigste Konsequenz ist: Dein Schutz ist weg. Du bist dann nicht mehr abgesichert, falls du berufsunfähig wirst. Das kann richtig übel enden, gerade wenn du auf das Geld angewiesen wärst. Außerdem kann es schwierig werden, eine neue BU-Versicherung zu finden. Viele Versicherer fragen nach, warum der alte Vertrag gekündigt wurde. Wenn es wegen falscher Angaben war, wirst du es bei neuen Anträgen schwer haben, überhaupt noch eine Versicherung zu bekommen oder die Beiträge werden extrem hoch sein. Das Wichtigste ist, dass du sofort nach einer neuen Absicherung suchst, falls dein Versicherer kündigt.
Deine Rechte bei Kündigung durch den Versicherer
Auch wenn der Versicherer kündigt, hast du Rechte. Zuerst einmal muss die Kündigung formal korrekt sein. Das heißt, sie muss schriftlich erfolgen und die Gründe müssen klar genannt werden. Du hast das Recht, die Gründe zu erfahren und zu prüfen, ob sie wirklich stichhaltig sind. Manchmal kann man auch noch mit dem Versicherer verhandeln, besonders wenn es sich um ein Missverständnis oder eine Versehen handelt. Wenn du denkst, die Kündigung ist ungerechtfertigt, kannst du dich an eine Verbraucherzentrale wenden oder rechtlichen Rat einholen. Manchmal gibt es auch eine Frist, innerhalb derer du widersprechen kannst, aber das hängt stark vom Einzelfall und den Vertragsbedingungen ab. Es ist immer gut, die Kündigung genau zu prüfen und sich nicht einfach damit abzufinden, wenn man das Gefühl hat, im Recht zu sein.
Vorbereitung auf die Kündigung: Was du vorab prüfen solltest
Bevor du voreilig deine BU-Versicherung kündigst, nimm dir einen Moment Zeit, um ein paar Dinge zu checken. Das ist echt wichtig, damit du später keine bösen Überraschungen erlebst.
Prüfung der Versicherungsbedingungen
Schau dir deine Police genau an. Ja, ich weiß, das ist oft trockenes Zeug, aber da steht alles drin, was du wissen musst. Wann kannst du überhaupt kündigen? Gibt es spezielle Fristen, die du einhalten musst? Manchmal sind die Verträge so gestrickt, dass eine Kündigung nur zu bestimmten Zeiten Sinn macht oder eben gar nicht so einfach ist. Achte auf die Laufzeit und die Kündigungsfristen – das ist das A und O.
Bewertung der finanziellen Auswirkungen
Was passiert eigentlich mit deinem Geld, wenn du kündigst? Bei manchen Verträgen, besonders bei älteren, kann eine Kündigung richtig teuer werden. Du verlierst vielleicht angesparte Überschüsse oder zahlst sogar drauf. Überleg dir genau, ob du das Geld, das du bisher eingezahlt hast, wirklich abschreiben kannst oder ob es bessere Wege gibt, die Versicherung zu beenden, ohne viel zu verlieren. Manchmal ist es schlauer, den Vertrag zu behalten, auch wenn du nicht mehr glücklich damit bist.
Suche nach einer neuen BU Versicherung
Wenn du deine alte BU-Versicherung kündigen willst, weil du eine bessere gefunden hast, dann mach das erst, wenn der neue Vertrag sicher ist. Stell dir vor, du kündigst und dann klappt der Abschluss bei der neuen Versicherung doch nicht – dann stehst du plötzlich ohne Schutz da. Das ist echt keine gute Situation, gerade bei einer BU. Hol dir also erst die Zusage für die neue Police, bevor du die alte kündigst. So gehst du auf Nummer sicher.
Der richtige Zeitpunkt für die Kündigung deiner BU Versicherung
Manchmal muss man einfach einen Schlussstrich ziehen, auch bei der BU-Versicherung. Aber wann ist der beste Moment dafür? Das ist nicht immer ganz einfach zu beantworten, denn es gibt verschiedene Wege, wie du deinen Vertrag beenden kannst, und jeder hat seine eigenen Regeln.
Ordentliche Kündigung zum Vertragsende
Das ist die klassische Methode. Stell dir vor, dein Vertrag hat eine feste Laufzeit, zum Beispiel fünf Jahre. Dann kannst du ihn ganz normal zum Ende dieser Laufzeit kündigen. Das Wichtigste hierbei ist, die Kündigungsfrist einzuhalten. Die steht in deinen Versicherungsbedingungen. Oft sind das drei Monate vor Vertragsende. Wenn du diese Frist verpasst, verlängert sich der Vertrag meist automatisch, und du steckst wieder für eine Weile fest. Also: Unbedingt im Kalender markieren!
Außerordentliche Kündigung nutzen
Manchmal muss es schneller gehen, oder es gibt besondere Umstände. Dann greift die außerordentliche Kündigung. Das ist quasi die Notbremse. Gründe dafür können zum Beispiel sein:
- Eine unerwartete Beitragserhöhung durch den Versicherer.
- Der Versicherer hat die Vertragsbedingungen geändert, und das passt dir gar nicht.
- Nach einem Schadensfall, bei dem der Versicherer die Leistung gekürzt hat oder die Zusammenarbeit schwierig wurde.
Bei einer außerordentlichen Kündigung gelten oft andere Fristen, manchmal nur ein Monat. Aber Achtung: Du musst den Grund für die außerordentliche Kündigung auch nachweisen können.
Auswirkungen des Versicherungsjahres auf Kündigungsfristen
Das ist ein Punkt, der oft für Verwirrung sorgt: das Versicherungsjahr. Es ist nicht immer dasselbe wie das Kalenderjahr. Wenn du deine BU-Versicherung zum Beispiel am 1. Juli abgeschlossen hast, dann endet dein Versicherungsjahr am 30. Juni des Folgejahres. Die Kündigungsfrist bezieht sich dann auf dieses Ende des Versicherungsjahres. Wenn du also zum 30. Juni kündigen willst, musst du das meist schon bis zum 31. März des gleichen Jahres tun. Es ist also super wichtig, dass du genau weißt, wann dein Versicherungsjahr endet. Schau in deinen Vertrag, da steht alles drin. Wenn du dir unsicher bist, frag lieber nochmal beim Versicherer nach. Lieber einmal zu viel gefragt als zu spät gekündigt.
Dokumentation und Nachweis der BU Versicherung Kündigung
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Aufbewahrung von Kündigungsschreiben
Nachdem du deine BU-Versicherung gekündigt hast, ist es super wichtig, dass du alles gut aufbewahrst. Denk dran, das Kündigungsschreiben, das du abgeschickt hast, ist dein wichtigstes Dokument. Heb es gut auf, am besten digital und zusätzlich noch ausgedruckt. Man weiß ja nie, wann man es nochmal braucht. Stell dir vor, es gibt später irgendeine Diskussion mit der Versicherung – dann hast du was in der Hand. Das gilt übrigens auch für alle anderen Unterlagen, die mit der Kündigung zu tun haben.
Bestätigung der Kündigung vom Versicherer
Eine Kündigung ist erst dann wirklich durch, wenn der Versicherer sie bestätigt hat. Normalerweise schicken die dir eine schriftliche Bestätigung, dass sie deine Kündigung erhalten haben und wann der Vertrag genau endet. Diese Bestätigung ist Gold wert! Ohne sie bist du dir nie ganz sicher, ob die Kündigung auch wirklich angekommen und bearbeitet worden ist. Frag also unbedingt nach, wenn du nach einer angemessenen Zeit nichts hörst. Manchmal muss man da auch ein bisschen hartnäckig sein.
Nachweis der fristgerechten Zustellung
Wie du deine Kündigung verschickst, ist entscheidend, damit sie auch pünktlich ankommt. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, ist der Versand per Einschreiben mit Rückschein eine gute Wahl. So hast du einen offiziellen Nachweis, dass deine Kündigung beim Versicherer eingegangen ist und wann das passiert ist. Das ist besonders wichtig, wenn du eine Kündigungsfrist einhalten musst. Ohne diesen Nachweis könnte es im schlimmsten Fall passieren, dass die Versicherung sagt, die Kündigung sei zu spät gewesen. Also, denk dran: Beweisbarkeit ist hier das A und O.
Zusammenfassend: Dein Weg zur Kündigung
So, das war’s im Grunde. Wir haben uns angeschaut, wie du deine BU-Versicherung kündigen kannst. Denk dran, die Fristen sind wichtig, und schau genau in deinen Vertrag. Manchmal gibt’s auch Sonderregelungen, zum Beispiel wenn sich was an deinem Job ändert. Wenn du dir unsicher bist, frag lieber nochmal nach oder hol dir Rat. Aber im Großen und Ganzen ist das Kündigen meistens machbar, wenn man weiß, wie. Also, nimm dir die Zeit, schau dir alles genau an, und dann klappt das auch mit der Kündigung.

