Gesundheitslexikon

Asthma bronchiale: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Asthma bronchiale: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

5 Min. Lesezeit
Kontrast
Schrift

Fakt: 87% sind nicht auf den med. Notfall vorbereitet!

Im Notfall zählt jede Sekunde. Mit deinem Nothilfepass hast du alle lebenswichtigen Daten griffbereit – ob Allergien, Medikamente oder Notkontakte. Erstelle jetzt kostenlos deinen digitalen Nothilfepass und gib dir und deinen Liebsten ein Stück mehr Sicherheit im Alltag! Mehr erfahren

Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege. Die Bronchien sind entzündet und reagieren überempfindlich auf bestimmte Reize. In Deutschland betrifft Asthma nach den Angaben des Ausgangstextes etwa 10 Prozent der Kinder und 5 bis 7 Prozent der Erwachsenen. Die Erkrankung kann in jedem Alter beginnen, tritt aber häufig bereits in der Kindheit auf.

Symptome und Formen von Asthma bronchiale

Typische Beschwerden sind anfallsweise Atemnot, Husten, pfeifende Atemgeräusche und ein Engegefühl in der Brust. Die Symptome können phasenweise auftreten und sich beispielsweise durch Allergene, Kälte, Atemwegsinfektionen, körperliche Anstrengung oder Stress verstärken.

Beim allergischen Asthma lösen unter anderem Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare die Beschwerden aus. Beim nicht-allergischen Asthma stehen andere Reize wie Infektionen oder körperliche Belastung im Vordergrund. Mischformen sind ebenfalls möglich. Unbehandeltes oder schlecht kontrolliertes Asthma kann die Atemwege langfristig belasten. Eine frühzeitige Diagnose und eine passende Behandlung helfen, Beschwerden und Einschränkungen zu verringern.

Ursachen und Auslöser

Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Als Einfluss gelten sowohl eine familiäre beziehungsweise genetische Veranlagung als auch Umweltfaktoren. Zu den möglichen Risikofaktoren gehören Allergien, Rauchen, Passivrauchen und Luftverschmutzung.

Feinstaub, Stickoxide und Ozon können die Atemwege reizen. Auch Schimmel und Feuchtigkeit in Innenräumen können Beschwerden verstärken. Wenn du deine persönlichen Auslöser kennst, kannst du den Kontakt möglichst reduzieren. Ein Asthmatagebuch kann dabei helfen, Zusammenhänge zwischen Beschwerden, Aktivitäten und äußeren Bedingungen zu erkennen.

Diagnose und Verlaufskontrolle

Für die Diagnose beurteilt die Ärztin oder der Arzt deine Beschwerden, den bisherigen Verlauf und mögliche Auslöser. Häufig kommen Lungenfunktionstests zum Einsatz. Dabei wird gemessen, wie viel Luft du ausatmen kannst und wie schnell dies geschieht. Je nach Situation können Blutuntersuchungen und Allergietests ergänzt werden.

Regelmäßige Kontrolltermine zeigen, wie sich die Erkrankung entwickelt und ob die Therapie ausreichend wirkt. Bei Bedarf werden weitere Fachrichtungen wie Pneumologie oder Allergologie einbezogen. Dokumentierte Beschwerden, Untersuchungsergebnisse und die aktuelle Medikation erleichtern die gemeinsame Anpassung der Behandlung.

Behandlung von Asthma

Die Therapie wird an deine Beschwerden, die Auslöser und den Verlauf angepasst. Langzeitmedikamente, etwa inhalative Glukokortikoide, sollen die Entzündung in den Atemwegen kontrollieren und Asthmabeschwerden langfristig verringern. Sie müssen nach ärztlicher Anweisung regelmäßig angewendet werden, auch wenn du dich gerade gut fühlst.

Akutmedikamente wirken schnell und werden bei plötzlich auftretenden Beschwerden eingesetzt. Dein Notfallmedikament sollte entsprechend der ärztlichen Empfehlung verfügbar sein. Setze Medikamente nicht eigenständig ab und ändere die Dosierung nicht ohne Rücksprache.

Die richtige Inhalationstechnik ist entscheidend, damit der Wirkstoff die Atemwege erreicht. Lass dir die Anwendung des jeweiligen Inhalators zeigen und überprüfe sie bei Kontrollterminen. Nach der Anwendung inhalativer Glukokortikoide kann das Ausspülen des Mundes helfen, Reizungen im Mund- und Rachenraum zu verringern.

Asthma-Management und Disease-Management-Programme

Strukturierte Behandlungsprogramme können regelmäßige Kontrollen, Schulungen, Dokumentation und die Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten verbinden. Ziel ist, die Asthmakontrolle zu verbessern, Anfälle möglichst zu vermeiden und dich im selbstständigen Umgang mit der Erkrankung zu unterstützen.

Im Ausgangstext wird das Programm BAHN-BKK MedPlus genannt. Für eine Teilnahme werden dort unter anderem eine gesicherte Asthma-Diagnose, die regelmäßige Betreuung durch den Hausarzt und aktive Mitarbeit vorausgesetzt. Ob ein Programm angeboten wird, wie die Anmeldung erfolgt und welche Kosten übernommen werden, hängt von der jeweiligen Krankenkasse und den geltenden Bedingungen ab. Informiere dich deshalb direkt bei deiner Kasse oder in der Arztpraxis.

Alltag, Sport und Umwelt

Asthma bronchiale: Person mit Inhalator in der Natur.

Asthma muss körperliche Aktivität nicht ausschließen. Regelmäßige Bewegung kann zur Fitness und zum Wohlbefinden beitragen. Wärme dich auf, steigere die Belastung langsam und achte auf Warnzeichen wie Husten oder Atemnot. Kalte, trockene Luft und hohe Luftverschmutzung können Beschwerden begünstigen. Nimm deine verordneten Medikamente beim Sport mit und kläre den Einsatz eines Akutmedikaments vorher ärztlich.

Rauch und Passivrauch solltest du vermeiden. Bei bekannten Allergien können Maßnahmen wie eine möglichst geringe Allergenbelastung im Wohnraum, milbendichte Bettwäsche oder der Blick auf die Pollenbelastung sinnvoll sein. Stark parfümierte Produkte, Staub, Schimmel und andere Reizstoffe können ebenfalls Beschwerden verstärken.

Eine ausgewogene Ernährung mit frischen, wenig verarbeiteten Lebensmitteln unterstützt die allgemeine Gesundheit. Einzelne Lebensmittel oder Zusatzstoffe können bei manchen Menschen Beschwerden auslösen. Vermeide sie nicht pauschal, sondern kläre einen konkreten Zusammenhang mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder einer Ernährungsberatung. Nahrungsergänzungsmittel solltest du vor der Einnahme besprechen.

Asthma bei Kindern und älteren Menschen

Bei Kindern zeigen sich Beschwerden häufig als nächtlicher Husten, Keuchen oder Atemnot bei Belastung. Die Symptome können mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Regelmäßige kinderärztliche Kontrollen, eine passende Inhalationstherapie und ein Notfallplan sind wichtig. Lehrkräfte und Betreuungspersonen sollten wissen, was im Notfall zu tun ist.

Bei älteren Menschen können Husten und Kurzatmigkeit fälschlich als normale Alterserscheinungen gedeutet werden. Begleiterkrankungen und weitere Medikamente müssen bei der Therapie berücksichtigt werden. Angehörige können bei Arztterminen, der Medikamenteneinnahme und der Organisation des Alltags unterstützen.

Notfall bei Asthma

Starke Atemnot, ein ausgeprägtes pfeifendes Atemgeräusch, ein Engegefühl in der Brust oder Schwierigkeiten, vollständige Sätze zu sprechen, können auf einen Notfall hinweisen. Eine bläuliche Verfärbung ist ebenfalls ein Warnzeichen.

  1. Bewahre Ruhe und setze dich beziehungsweise die betroffene Person aufrecht hin.

  2. Wende das verordnete Notfallmedikament nach dem persönlichen Notfallplan an.

  3. Wenn sich die Beschwerden nicht rasch bessern oder sich der Zustand verschlechtert, rufe den Notarzt.

Ein schriftlicher Notfallplan sollte die vorgesehenen Medikamente, die einzelnen Schritte und wichtige Kontakte enthalten. Besprich ihn mit deiner Familie und anderen Personen, die dich unterstützen.

Versicherung und Kosten

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nach den Angaben des Ausgangstextes in der Regel Leistungen für Diagnose und Behandlung, darunter Arztbesuche, notwendige Medikamente und bestimmte Therapien. Der konkrete Leistungsumfang kann jedoch abweichen. Prüfe deshalb, ob für Schulungen, Programme oder besondere Therapien eine Genehmigung oder ein Antrag erforderlich ist.

Bei Zusatzversicherungen und privaten Verträgen gelten die jeweiligen Bedingungen. Beantworte Gesundheitsfragen bei einem Versicherungsantrag vollständig und wahrheitsgemäß. Bei Unsicherheit helfen die Krankenkasse, die Arztpraxis oder eine unabhängige Beratungsstelle weiter.

Gut mit Asthma leben

Eine regelmäßige medizinische Betreuung, korrekt angewendete Medikamente und das Wissen über persönliche Auslöser bilden die Grundlage der Asthmakontrolle. Ergänzend können Schulungen, Atemtechniken und Strategien zur Stressbewältigung helfen. Wenn dich die Erkrankung psychisch belastet oder du Angst vor Anfällen hast, sprich dies bei einem Arzttermin an. Mit einem passenden Behandlungsplan lässt sich Asthma in vielen Fällen in den Alltag integrieren.

Asthma bronchiale: Sportler mit Asthma und Inhalator in der Natur.

Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität: Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Eine Haftung ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Solltest du Fragen haben, schreib unserem Support.

Gesetzliche Krankenkasse

Vielleicht zahlst du zu viel - oder bekommst zu wenig.

Gesetzliche Krankenkasse

Wie groß sind die Unterschiede zwischen den Krankenkassen wirklich?

Tipp: Tarife ohne Gesundheitsfragen

Schnell abgesichert – auch mit Vorerkrankungen. Erfahre, welche Lösungen wirklich Sinn machen.

Befristete Aktionen

Sichere dir Mega-Rabatte, Sonderdeals und vieles mehr. Jetzt zuschlagen

Kostenlose Finanz-App

Starte jetzt mit der Finanzapp und behalte einen Überblick über deine Verträge.

Steven

Wendewerk Support