Gesundheitslexikon

Augenmigräne: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Augenmigräne: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

6 Min. Lesezeit
Kontrast
Schrift

Fakt: 87% sind nicht auf den med. Notfall vorbereitet!

Im Notfall zählt jede Sekunde. Mit deinem Nothilfepass hast du alle lebenswichtigen Daten griffbereit – ob Allergien, Medikamente oder Notkontakte. Erstelle jetzt kostenlos deinen digitalen Nothilfepass und gib dir und deinen Liebsten ein Stück mehr Sicherheit im Alltag! Mehr erfahren

Augenmigräne bezeichnet meist vorübergehende Sehstörungen im Zusammenhang mit einer Migräne. Dazu gehören Flimmern, Lichtblitze oder ein eingeschränktes Gesichtsfeld. Die Beschwerden können mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit einhergehen, aber auch ohne Kopfschmerz auftreten. Da ähnliche Symptome andere Ursachen haben können, solltest du neue oder ungewöhnliche Sehstörungen ärztlich abklären lassen.

Welche Symptome kann Augenmigräne verursachen?

Typisch sind vorübergehende visuelle Veränderungen. Du siehst zum Beispiel flimmernde Linien, Lichtblitze, helle Punkte oder Zickzackmuster. Auch verschwommenes Sehen, veränderte Farben oder ein vorübergehend eingeschränktes Gesichtsfeld sind möglich. Die Beschwerden können sich allmählich entwickeln und nach einiger Zeit wieder abklingen.

Begleitend können migränetypische Beschwerden auftreten:

  • pochende oder drückende Kopfschmerzen, häufig auf einer Seite

  • Übelkeit oder Erbrechen

  • ausgeprägte Licht- und manchmal Geräuschempfindlichkeit

  • erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Gerüchen

Während einer Attacke können Lesen, Bildschirmarbeit oder Autofahren beeinträchtigt sein. Verzichte auf das Autofahren, solange deine Sicht verändert ist.

Mögliche Ursachen und Auslöser

Bei Migräne reagieren bestimmte Nervennetzwerke im Gehirn vorübergehend besonders empfindlich. Die genaue Entstehung ist nicht vollständig geklärt. Eine familiäre Veranlagung kann eine Rolle spielen. Auch hormonelle Veränderungen, etwa im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus, können den Migräneverlauf beeinflussen.

Häufig genannte Auslöser sind:

  • Stress, Anspannung und die Entspannungsphase danach

  • unregelmäßiger oder zu kurzer Schlaf

  • ausgelassene Mahlzeiten und unzureichendes Trinken

  • helles, flackerndes Licht oder lange Bildschirmzeiten

  • starke Geräusche, Gerüche und überfüllte Räume

  • Wetter- oder Luftdruckwechsel

  • Alkohol, Koffein oder bestimmte Lebensmittel – sofern sie bei dir tatsächlich Beschwerden auslösen

Trigger sind individuell. Ein Migräne- oder Symptomtagebuch hilft dir, Datum, Dauer, Beschwerden, Schlaf, Mahlzeiten, Zyklus und mögliche Auslöser zu dokumentieren. Vermeide nicht vorsorglich eine lange Liste von Lebensmitteln, sondern prüfe Zusammenhänge möglichst gezielt.

Wie wird Augenmigräne diagnostiziert?

Eine Diagnose ergibt sich aus dem typischen Verlauf und dem Ausschluss anderer Ursachen. Im Arztgespräch sind Angaben zu Beginn, Dauer und Art der Sehstörungen wichtig. Notiere auch, ob die Beschwerden ein Auge oder beide Augen betreffen, ob Kopfschmerzen folgen und ob neurologische Symptome hinzukommen.

Je nach Beschwerden können eine neurologische Untersuchung und eine augenärztliche Untersuchung sinnvoll sein. Dabei werden unter anderem Sehschärfe, Gesichtsfeld und die Strukturen des Auges überprüft. Bildgebende Verfahren wie MRT oder CT sind nicht bei jeder Migräne erforderlich. Ob sie notwendig sind, entscheidet das medizinische Fachpersonal anhand deiner Symptome und Untersuchung.

Der Begriff Augenmigräne wird nicht immer einheitlich verwendet. Deshalb ist es besonders wichtig, einseitige Sehstörungen, Veränderungen der Netzhaut oder andere Augenerkrankungen nicht selbst als Migräne abzutun.

Behandlung während einer Attacke

Bei einer Attacke kann es helfen, dich in einen ruhigen, abgedunkelten Raum zurückzuziehen und Bildschirmlicht, Lärm und starke Gerüche zu meiden. Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und eine kühle Kompresse empfinden manche Betroffene als angenehm.

Zur akuten Behandlung kommen je nach Situation Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol infrage. Triptane sind speziell für Migräne entwickelte Medikamente. Welches Präparat geeignet ist, hängt unter anderem von deinen Vorerkrankungen, anderen Medikamenten und der Art deiner Beschwerden ab. Halte dich an die Dosierungsangaben und besprich eine regelmäßige Einnahme mit deinem Arzt oder deiner Ärztin. Zu häufige Einnahme von Akutmedikamenten kann selbst problematisch sein.

Bei häufigen oder stark belastenden Attacken kann eine vorbeugende Behandlung erwogen werden. Dafür kommen je nach individueller Situation verschiedene Medikamente infrage, beispielsweise Betablocker. Die Auswahl, Dosierung und Kontrolle möglicher Nebenwirkungen gehören in ärztliche Hände.

Was kann vorbeugen?

Ein möglichst regelmäßiger Alltag kann dir helfen, persönliche Auslöser zu erkennen und Attacken zu vermeiden:

  • Halte möglichst konstante Schlaf- und Aufstehzeiten ein.

  • Iss regelmäßig und trinke ausreichend.

  • Plane Pausen bei Bildschirmarbeit und reduziere flackerndes oder sehr helles Licht.

  • Bewege dich regelmäßig, ohne dich zu überfordern.

  • Nutze Entspannungstechniken wie Atemübungen, Meditation oder progressive Muskelentspannung.

  • Dokumentiere Beschwerden und mögliche Trigger in einem Tagebuch.

Stressreduktion kann die Behandlung ergänzen. Auch psychische Belastungen wie Angst vor der nächsten Attacke oder anhaltende Niedergeschlagenheit verdienen Beachtung. Gespräche mit einer psychologischen Fachkraft können dabei unterstützen, besser mit der Erkrankung umzugehen.

Augenmigräne bei Kindern und hormonelle Einflüsse

Auch Kinder können visuelle Migränesymptome entwickeln. Achte auf Flimmern, Lichtblitze, Rückzug, Übelkeit oder Kopfschmerzen. Ein kindgerechtes Symptomtagebuch und eine Untersuchung bei Kinderarzt, Augenarzt oder Neurologe können bei der Einordnung helfen. Regelmäßiger Schlaf, Mahlzeiten und Ruhepausen sind im Alltag besonders wichtig.

Bei manchen Menschen stehen Attacken in Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus. Schwangerschaft, Wechseljahre oder hormonelle Verhütung können den Verlauf verändern. Wenn du einen solchen Zusammenhang bemerkst, dokumentiere ihn und bespreche ihn ärztlich. Ändere Medikamente oder hormonelle Präparate nicht eigenständig.

Wann solltest du sofort Hilfe suchen?

Eine erstmalige, plötzlich einsetzende oder anhaltende Sehstörung solltest du umgehend medizinisch abklären lassen. Das gilt besonders, wenn nur ein Auge betroffen ist oder zusätzlich Lähmungs- beziehungsweise Taubheitsgefühle, Sprachstörungen, Verwirrtheit, starke Gleichgewichtsstörungen oder ein ungewöhnlich heftiger Kopfschmerz auftreten. Auch nach einer Augenverletzung oder bei einer deutlichen Verschlechterung brauchst du rasche Hilfe.

Wenn deine Beschwerden bekannt sind, vollständig abklingen und ärztlich als Migräne eingeordnet wurden, kann ein persönlicher Notfallplan sinnvoll sein. Besprich mit deinem Arzt, welche Symptome für dich typisch sind und wann du dich erneut vorstellen solltest.

Versicherung und Untersuchungen

Welche Kosten für Augen- oder neurologische Untersuchungen, Medikamente und weitere Behandlungen übernommen werden, hängt von deinem Versicherungsvertrag und dem jeweiligen Leistungssystem ab. Kläre vor geplanten Untersuchungen, ob eine Genehmigung nötig ist, welche Selbstbeteiligung anfällt und ob bestimmte Leistungserbringer anerkannt sind. Lass dir Kostenübernahmen und Erstattungen schriftlich bestätigen. Auch bei Zusatzversicherungen gelten individuelle Bedingungen.

Alltag mit Augenmigräne

Lebensstil und Augenmigräne: Gesunde Ernährung

Augenmigräne kann Arbeit, Schule, soziale Aktivitäten und die Nutzung von Bildschirmen erschweren. Informiere Menschen in deinem Umfeld über deine Beschwerden und plane bei Bedarf Rückzugsmöglichkeiten und Pausen ein. Bei Kindern kann eine Absprache mit der Schule helfen, wenn Attacken zu Konzentrationsproblemen oder Fehlzeiten führen.

Ein Sehtest ersetzt keine Migränediagnostik, kann aber Sehschwächen oder andere Auffälligkeiten erfassen. Bei Veränderungen deiner Sehleistung ist eine augenärztliche Beratung sinnvoll.

Augenmigräne und Sehtests: Frau mit Brille

Augenmigräne lässt sich nicht immer verhindern. Ein Tagebuch, regelmäßiger Schlaf, ausgewogene Mahlzeiten, Bewegung und ein passender Behandlungsplan können dir jedoch helfen, Muster zu erkennen und Beschwerden besser zu bewältigen. Lass neue oder ungewöhnliche Sehstörungen immer medizinisch beurteilen.

Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität: Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Eine Haftung ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Solltest du Fragen haben, schreib unserem Support.

Gesetzliche Krankenkasse

Vielleicht zahlst du zu viel - oder bekommst zu wenig.

Gesetzliche Krankenkasse

Wie groß sind die Unterschiede zwischen den Krankenkassen wirklich?

Tipp: Tarife ohne Gesundheitsfragen

Schnell abgesichert – auch mit Vorerkrankungen. Erfahre, welche Lösungen wirklich Sinn machen.

Befristete Aktionen

Sichere dir Mega-Rabatte, Sonderdeals und vieles mehr. Jetzt zuschlagen

Kostenlose Finanz-App

Starte jetzt mit der Finanzapp und behalte einen Überblick über deine Verträge.

Steven

Wendewerk Support