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Filariose: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Filariose: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Filariose ist eine durch Fadenwürmer verursachte Erkrankung bei Tieren. Häufig ist damit die Herzwurmerkrankung gemeint: Die Larven werden durch Mücken übertragen und können sich später in den Blutgefäßen, der Lunge und am Herzen entwickeln. Betroffen sind vor allem Hunde und Katzen. Das Risiko besteht besonders bei Aufenthalten in südlichen Ländern Europas, tropischen und subtropischen Regionen sowie in Teilen der USA. Auch Reisen und der Import von Tieren können die Erkrankung in Regionen einschleppen, in denen sie seltener vorkommt.

Wie wird Filariose übertragen?

Sticht eine Mücke ein infiziertes Tier, kann sie Wurmlarven aufnehmen. Bei einem späteren Stich gelangen die Larven in ein anderes Tier. Sie entwickeln sich weiter, wandern durch den Körper und können sich zu erwachsenen Würmern entwickeln. Eine hohe Mückendichte, Aufenthalte in Risikogebieten und fehlende Vorbeugung erhöhen das Infektionsrisiko. Neben Hunden und Katzen können unter anderem Frettchen und Wildtiere wie Füchse betroffen sein.

Filariose: Symptome bei Hund und Katze

Symptome der Filariose: Ärztin mit Tablet.

Anzeichen beim Hund

Zu Beginn bleibt eine Infektion manchmal unauffällig. Mit zunehmendem Befall können folgende Beschwerden auftreten:

  • Husten, besonders nach Belastung

  • Atemnot

  • Müdigkeit und nachlassende Leistungsfähigkeit

  • Gewichtsverlust

  • Ein durch Flüssigkeit vergrößerter Bauch

Ein sogenanntes Caval-Syndrom kann lebensbedrohlich sein und gilt als Notfall. Auch ein Kollaps oder starke Atemnot müssen sofort tierärztlich abgeklärt werden.

Anzeichen bei der Katze

Bei Katzen sind die Beschwerden häufig unspezifisch. Manche Tiere zeigen lange keine deutlichen Anzeichen, andere werden plötzlich schwer krank. Möglich sind Husten, Keuchen, Atembeschwerden, Erbrechen, Appetitlosigkeit und ausgeprägte Teilnahmslosigkeit. Die Symptome können leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Deshalb solltest du auch scheinbar unklare Atemwegs- oder Allgemeinbeschwerden untersuchen lassen, insbesondere nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet.

Unbehandelt kann Filariose schwere Schäden an Herz und Lunge verursachen. Auch nach erfolgreicher Behandlung können eine eingeschränkte Lungenfunktion oder Herzprobleme bestehen bleiben.

Wie wird Filariose diagnostiziert?

Die Diagnose beginnt mit einer klinischen Untersuchung und der Krankengeschichte deines Tieres. Informiere den Tierarzt über Reisen, Aufenthalte in Risikogebieten, bisherige Vorsorgemaßnahmen und alle beobachteten Symptome.

Je nach Verdacht kommen verschiedene Untersuchungen infrage:

  • Blutuntersuchung: Ein Test kann nach Mikrofilarien, also Larven, suchen. Ein Nachweis bedeutet jedoch nicht automatisch, dass es sich um Herzwürmer handelt.

  • Antigen-Test: Er weist bestimmte Proteine erwachsener weiblicher Herzwürmer nach und ist nur unter bestimmten Voraussetzungen aussagekräftig.

  • PCR-Test: Dabei kann das Erbgut des Erregers untersucht und die Wurmart näher bestimmt werden.

  • Bildgebung: Röntgenaufnahmen, Herzultraschall und gegebenenfalls ein EKG helfen, Veränderungen an Herz, Lunge und Gefäßen sowie die Schwere der Erkrankung einzuschätzen.

Ein einzelner Test reicht nicht in jedem Fall aus. Der Tierarzt bewertet die Ergebnisse zusammen mit den Symptomen und der Vorgeschichte.

Behandlung der Filariose

Die Therapie richtet sich nach der Filarienart, dem Befall, dem Gesundheitszustand und den Untersuchungsergebnissen. Ziel ist es, Larven und erwachsene Würmer zu bekämpfen und Komplikationen zu vermeiden. Häufig genannte Bestandteile eines Behandlungsplans sind ein makrozyklisches Lakton gegen Mikrofilarien, Doxycyclin über 28 Tage, die Behandlung erwachsener Würmer mit Melarsomin sowie konsequente Ruhighaltung. Welche Medikamente tatsächlich geeignet sind, entscheidet ausschließlich der behandelnde Tierarzt.

Makrozyklische Laktone wie Moxidectin, Milbemycin oder Selamectin werden je nach Präparat und Behandlungsschema gegen Larven eingesetzt und häufig regelmäßig verabreicht. Melarsomin wird als Injektion zur Behandlung erwachsener Herzwürmer eingesetzt. Im Ausgangstext wird ein Schema mit drei Injektionen beschrieben: zwei Injektionen im Abstand von etwa 24 Stunden sowie eine weitere Injektion etwa einen Monat zuvor. Das konkrete Protokoll hängt jedoch vom Einzelfall und den tierärztlichen Leitlinien ab.

Doxycyclin kann begleitend eingesetzt werden. Da beim Absterben erwachsener Würmer Entzündungsreaktionen und Gefäßkomplikationen auftreten können, muss die Therapie überwacht werden. Nach der Behandlung sind Ruhe, Kontrolluntersuchungen und die genaue Einhaltung der Anweisungen besonders wichtig. Gib Medikamente niemals in einer selbst festgelegten Dosierung.

Was tun bei einem Notfall?

Bei starker Atemnot, einem Kollaps, plötzlich auftretender Schwäche oder anderen schweren Beschwerden solltest du sofort einen Tierarzt oder eine Tierklinik mit Notdienst kontaktieren. Halte dein Tier ruhig, vermeide unnötige Bewegung und transportiere es möglichst schonend. Warte nicht ab, bis die Symptome von allein verschwinden.

Filariose vorbeugen

Eine Impfung gegen Filariose gibt es nicht. Die Vorbeugung besteht vor allem aus einem tierärztlich abgestimmten Schutz gegen die Larven und Maßnahmen zur Verringerung von Mückenstichen. Vor einer Reise solltest du das Infektionsrisiko am Zielort klären und den Tierarzt rechtzeitig nach einem geeigneten Schutzplan fragen. Je nach Region können Maßnahmen vor, während und nach der Reise erforderlich sein.

  • Vermeide stehendes Wasser, etwa in offenen Regentonnen oder Gefäßen.

  • Verwende Mückenschutzmittel nur, wenn sie für die jeweilige Tierart geeignet sind. Nicht jedes Mittel für Hunde ist für Katzen sicher.

  • Besprich regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit dem Tierarzt. In Risikogebieten oder nach Reisen können häufigere Tests sinnvoll sein.

  • Verlass dich nicht auf Nahrungsergänzungsmittel: Sie ersetzen keine medizinisch geprüfte Vorbeugung.

Übernimmt die Tierkrankenversicherung die Kosten?

Ob eine Versicherung die Diagnose, Behandlung, Medikamente oder Operationen bei Filariose übernimmt, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Prüfe vor dem Abschluss besonders den Deckungsumfang, Ausschlüsse, Wartezeiten, Selbstbeteiligung und eine mögliche Jahreshöchstleistung. Bereits bekannte Erkrankungen oder bestimmte Reise- und Importfälle können anders behandelt werden als neu auftretende Erkrankungen.

Für die Erstattung reichst du in der Regel die Tierarztrechnung und die geforderten Unterlagen ein. Wird die Kostenübernahme abgelehnt, solltest du dir die Begründung schriftlich geben lassen und die Vertragsbedingungen prüfen. Bei Unklarheiten können eine Verbraucherberatung oder rechtlicher Rat helfen.

Nachsorge und Alltag

Während und nach der Behandlung solltest du Belastung, Husten, Atemnot, Müdigkeit, Appetit und Gewicht beobachten. Wie viel Bewegung erlaubt ist, richtet sich nach dem Zustand deines Tieres und der tierärztlichen Empfehlung. Bei Langzeitfolgen können regelmäßige Kontrollen sowie eine angepasste Behandlung notwendig sein. Auch nach erfolgreicher Therapie bleibt die Nachsorge wichtig, weil Schäden an Herz und Lunge fortbestehen können.

Filariose und Langzeitfolgen: Patient und Arzt in einer hellen Arztpraxis

Wenn du bei deinem Hund oder deiner Katze Filariose vermutest, vereinbare zeitnah einen Termin. Bei Atemnot oder Kollaps handelt es sich um einen Notfall. Eine frühe Abklärung und eine konsequent tierärztlich überwachte Behandlung können helfen, schwere Folgen zu vermeiden.

Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität: Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Eine Haftung ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Solltest du Fragen haben, schreib unserem Support.

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