Die Hasenpest, medizinisch Tularämie, ist eine bakterielle Infektion durch Francisella tularensis. Sie kann Wildtiere und Menschen betreffen. Wie sich die Erkrankung äußert, hängt unter anderem davon ab, auf welchem Weg die Bakterien in den Körper gelangen. Typisch sind plötzliches Fieber, ein starkes Krankheitsgefühl und geschwollene Lymphknoten. Nach Kontakt mit Wildtieren, Zecken oder kontaminiertem Material solltest du solche Beschwerden ärztlich abklären lassen.
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Die Symptome reichen von grippeähnlichen Beschwerden bis zu Haut-, Augen- oder Atemwegsproblemen.
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Die Übertragung erfolgt unter anderem durch direkten Tierkontakt, Stiche, kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel und selten durch eingeatmeten Staub.
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Antibiotika sind die wichtigste Behandlung. Je früher die Therapie beginnt, desto besser lässt sich ein schwerer Verlauf verhindern.
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Vorsicht im Umgang mit kranken oder toten Wildtieren und gründliche Hygiene senken das Infektionsrisiko.
Welche Symptome verursacht die Hasenpest?
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Die Beschwerden beginnen häufig plötzlich. Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Müdigkeit sowie Muskel- und Gelenkschmerzen können an eine starke Grippe erinnern. Möglich sind außerdem Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder eine Rachenentzündung. Die Hasenpest ist selten; ähnliche Symptome haben oft andere Ursachen. Entscheidend für die Einschätzung ist deshalb auch, ob du Kontakt zu Wildtieren, Zecken oder einem möglichen Risikogebiet hattest.
Formen abhängig von der Eintrittspforte
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Ulzeroglanduläre Form: An der Eintrittsstelle entsteht ein entzündetes Geschwür. Die nahe gelegenen Lymphknoten schwellen an und können sich schmerzhaft entzünden.
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Okuloglanduläre Form: Gelangen die Bakterien über die Bindehaut ins Auge, sind eine schmerzhafte Bindehautentzündung und geschwollene Lymphknoten im Bereich von Ohr und Hals möglich.
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Glanduläre Form: Es treten deutlich vergrößerte Lymphknoten auf, ohne dass sich eine sichtbare Eintrittsstelle oder ein Geschwür erkennen lässt.
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Lungen- oder Atemwegsform: Husten, Atembeschwerden und Brustschmerzen können auftreten. Eine Lungenentzündung ist eine mögliche Komplikation.
Auch andere Infektionen können Fieber, Hautveränderungen oder Lymphknotenschwellungen verursachen. Ein passender Begriff aus dem medizinischen Umfeld ist Tularämie; eine Selbstdiagnose anhand einzelner Symptome ist jedoch nicht zuverlässig.
Ursachen und Übertragung
Auslöser ist das Bakterium Francisella tularensis. In der Natur zirkuliert der Erreger vor allem zwischen Wildtieren. Hasen, Kaninchen, Nagetiere und andere Säugetiere können betroffen sein. Zecken, Bremsen und andere blutsaugende Insekten können ihn weitertragen.
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Direkter Kontakt: Beim Berühren, Zerlegen oder Ausweiden eines infizierten Tieres können die Bakterien über kleine Hautverletzungen oder Schleimhäute eindringen.
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Stiche: Insektenstiche können eine Infektion übertragen.
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Aufnahme über Mund oder Atemwege: Möglich sind kontaminiertes Wasser, verunreinigte Lebensmittel oder das Einatmen von Staub, etwa bei Arbeiten im Freien.
Ein erhöhtes Risiko haben Jäger, Landwirte, Forst- und Tierpflegepersonal, Laborbeschäftigte sowie Menschen, die häufig in ländlichen Gebieten oder im Wald unterwegs sind. Auch der Kontakt zu erkrankten Haustieren sollte vorsichtig erfolgen und tierärztlich abgeklärt werden.
Wie wird Tularämie diagnostiziert?
Für die Diagnose sind deine Beschwerden und die Krankengeschichte besonders wichtig. Informiere die Ärztin oder den Arzt deshalb über Tierkontakte, Zeckenstiche, Aufenthalte in der Natur und mögliche Reisen. Geschwüre an der Haut oder schmerzhafte Lymphknoten können Hinweise auf die ulzeroglanduläre Form geben.
Zusätzlich kommen Laboruntersuchungen infrage. Je nach Zeitpunkt und Krankheitsform können Erregerbestandteile oder das Erbgut des Bakteriums nachgewiesen werden. Ein Antikörpertest ist häufig erst im weiteren Verlauf aussagekräftig. Die Anzucht des Erregers erfolgt nur unter speziellen Sicherheitsbedingungen. Andere bakterielle, virale oder pilzbedingte Erkrankungen müssen gegebenenfalls ausgeschlossen werden.
Die Erkrankung ist nach den im Ausgangstext genannten Vorgaben meldepflichtig. Die Meldung ermöglicht es den zuständigen Behörden, Infektionen zu überwachen und mögliche Ausbrüche frühzeitig zu erkennen.
Behandlung der Hasenpest
Die Therapie erfolgt mit Antibiotika. Welcher Wirkstoff geeignet ist, hängt unter anderem von der Form und Schwere der Erkrankung, deinem Alter, deinem allgemeinen Gesundheitszustand und möglichen Unverträglichkeiten ab. Nimm ein verordnetes Antibiotikum genau nach ärztlicher Anweisung ein und beende die Behandlung nicht eigenmächtig, auch wenn die Beschwerden nachlassen.
Zusätzlich können je nach Bedarf Maßnahmen gegen Fieber und Schmerzen sowie eine Versorgung von Hautgeschwüren erforderlich sein. Bei einer Lungenentzündung oder anderen Komplikationen kann eine intensivere Behandlung notwendig werden. Nach der akuten Erkrankung solltest du vereinbarte Kontrolltermine wahrnehmen, insbesondere wenn Müdigkeit, Gelenkschmerzen oder andere Beschwerden anhalten.
Mögliche Komplikationen
Unbehandelt oder bei schweren Verläufen kann Tularämie unter anderem eine Lungenentzündung, eine Sepsis oder selten eine Hirnhautentzündung verursachen. Auch Entzündungen innerer Organe oder des Herzbeutels (Perikarditis) sind möglich. Bei Atemnot, starken Brustschmerzen, Verwirrtheit oder rascher Verschlechterung brauchst du sofort medizinische Hilfe.
Wie kannst du dich schützen?
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Berühre keine kranken oder toten Wildtiere mit bloßen Händen. Lass dir bei einem Fund von den zuständigen Stellen weiterhelfen.
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Trage beim Verarbeiten oder Ausweiden von Wild geeignete Handschuhe und achte anschließend auf gründliche Handhygiene.
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Versorge offene Wunden und decke sie ab, bevor du im Garten, Wald oder Feld arbeitest.
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Schütze dich vor Zecken- und Insektenstichen und kontrolliere deine Haut nach Aufenthalten in der Natur.
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Trinke nur sicheres Wasser und gare Wildfleisch vollständig durch.
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Suche bei passenden Symptomen nach einem möglichen Kontakt mit Tieren, Zecken oder kontaminiertem Material zeitnah eine Arztpraxis auf.
Ein allgemein verfügbarer, zugelassener Impfstoff steht nach den Angaben des Ausgangstextes nicht zur Verfügung. Eine vorbeugende Antibiotikabehandlung kommt nicht pauschal infrage und darf nur ärztlich beurteilt werden. Weitere Informationen zu verwandten Tierkrankheiten findest du unter Hasenpest.
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Wann solltest du ärztliche Hilfe suchen?
Wenn nach einem möglichen Übertragungsrisiko plötzlich Fieber, geschwollene Lymphknoten, ein Hautgeschwür, eine Augenentzündung oder Atemwegsbeschwerden auftreten, solltest du deine Beschwerden zeitnah medizinisch abklären lassen. Erwähne dabei ausdrücklich den Kontakt zu Wildtieren, Zecken oder staubigen Arbeitsumgebungen. Eine frühe Diagnose erleichtert den Behandlungsbeginn und kann schwere Verläufe verhindern.
