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Kehlkopfentzündung: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Kehlkopfentzündung: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Eine Kehlkopfentzündung, medizinisch Laryngitis, betrifft den Kehlkopf und häufig auch die Stimmlippen. Meist wird sie durch Viren im Rahmen einer Erkältung oder eines grippalen Infekts ausgelöst. Auch Bakterien, eine überlastete Stimme oder Reizstoffe können die Entzündung verursachen. In vielen Fällen heilt sie innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder ab.

Welche Symptome sind typisch?

Frau mit Kehlkopfentzündung

Das auffälligste Zeichen ist eine raue, kratzige oder schwache Stimme. Die Heiserkeit kann bis zu einem vorübergehenden vollständigen Stimmverlust reichen. Weitere mögliche Beschwerden sind:

  • Halsschmerzen, Brennen oder ein trockener, gereizter Hals

  • trockener Reizhusten

  • Schmerzen oder Beschwerden beim Schlucken

  • ein Kloßgefühl im Hals

  • Fieber, vor allem bei einem infektiösen Auslöser

Bei einer reinen Reizung durch Stimmbelastung ist Fieber eher untypisch. Die Beschwerden können jedoch auch zu einer Erkältung oder Grippe gehören. Deshalb lässt sich die genaue Ursache anhand einzelner Symptome nicht immer sicher bestimmen.

Ursachen und Risikofaktoren

Am häufigsten sind Viren die Ursache einer akuten Kehlkopfentzündung. Seltener spielen Bakterien eine Rolle. Daneben kann sich der Kehlkopf entzünden oder dauerhaft reizen, wenn du:

  • deine Stimme durch lautes Sprechen, Schreien oder Singen überbeanspruchst,

  • Rauch, Staub, Abgasen oder chemischen Dämpfen ausgesetzt bist,

  • rauchst oder regelmäßig Passivrauch einatmest,

  • unter Allergien leidest oder häufig durch den Mund atmest,

  • unter Reflux leidest,

  • in einem Beruf mit hoher Stimmbelastung arbeitest, etwa als Lehrkraft oder Sänger.

Eine akute Laryngitis beginnt meist plötzlich und klingt wieder ab. Hält die Heiserkeit länger als drei Wochen an oder kehrt sie wieder, sollte ein HNO-Arzt die Ursache abklären. Eine chronische Kehlkopfentzündung kann unter anderem durch Rauchen, anhaltende Stimmbelastung oder Reflux begünstigt werden.

Wann solltest du zum Arzt?

Bei Atemnot, pfeifenden Atemgeräuschen oder dem Gefühl, nicht genügend Luft zu bekommen, brauchst du sofort medizinische Hilfe. Das gilt besonders für kleine Kinder, deren Atemwege schneller zuschwellen können. Auch hohes Fieber, starke Schmerzen beim Schlucken, eine deutliche Verschlechterung oder Beschwerden über mehr als drei Wochen solltest du ärztlich abklären lassen.

Bei Kindern können neben Heiserkeit ein bellender Husten, ein pfeifendes Atemgeräusch, Unruhe und gegebenenfalls Fieber auftreten. Ein bellender Husten mit Atemproblemen kann auf Pseudokrupp hinweisen. Beruhige dein Kind, gib ihm keine Medikamente ohne Rücksprache und hole bei Atemnot unverzüglich Hilfe.

Was hilft bei einer Kehlkopfentzündung?

Stimme schonen

Die wichtigste Maßnahme ist Stimmruhe. Sprich so wenig wie möglich und vermeide Schreien. Auch Flüstern kann die Stimme belasten und ist deshalb keine gute Alternative. Wenn du beruflich viel sprechen oder singen musst, solltest du die Belastung bis zur Besserung reduzieren.

Trinken und Schleimhäute befeuchten

Trinke ausreichend Wasser, ungesüßten Tee oder Brühe. Das hält die Schleimhäute feucht und kann den Hals angenehmer machen. Eine ausreichend befeuchtete Raumluft kann ebenfalls helfen. Wärme, ein Halswickel und weiche Speisen werden von vielen Betroffenen als wohltuend empfunden. Reizende Lebensmittel, Alkohol und Tabakrauch solltest du während der Beschwerden meiden.

Hausmittel mit Vorsicht anwenden

Inhalationen können die Schleimhäute befeuchten. Verwende dafür besser einen geeigneten Inhalator und achte bei heißem Dampf unbedingt auf Verbrühungsgefahr. Gurgeln mit warmem Salzwasser sowie Kräutertee mit Kamille oder Salbei können Beschwerden lindern. Honig kann den Hustenreiz beruhigen, ist aber für Babys unter einem Jahr nicht geeignet.

Medikamente

Schmerz- und fiebersenkende Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen können infrage kommen, sofern sie für dich geeignet sind. Lass dich bei Unsicherheit in der Arztpraxis oder Apotheke beraten, insbesondere wenn du andere Erkrankungen hast, weitere Medikamente einnimmst oder es um ein Kind geht.

Antibiotika helfen ausschließlich bei bakteriellen Infektionen. Da eine Kehlkopfentzündung meist viral bedingt ist, sind sie häufig nicht erforderlich und sollten nur nach ärztlicher Einschätzung eingesetzt werden. Je nach Hustenart können Hustenstiller oder Hustenlöser sinnvoll sein; diese Mittel sind nicht beliebig austauschbar. Abschwellende Nasensprays können die Nasenatmung erleichtern, sollten aber nicht länger als empfohlen angewendet werden.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Der Arzt fragt nach Beginn, Dauer und Auslösern der Beschwerden und untersucht Hals und Halsbereich. Je nach Befund können weitere Untersuchungen folgen, etwa ein Abstrich, eine Kehlkopfspiegelung oder ein bildgebendes Verfahren. Bei anhaltender Heiserkeit müssen auch andere Ursachen ausgeschlossen werden.

Vorbeugen und Rückfälle vermeiden

  • Schone deine Stimme und lege beim Sprechen oder Singen regelmäßige Pausen ein.

  • Vermeide Rauch, staubige Luft und chemische Dämpfe.

  • Trinke ausreichend und achte auf eine angenehme Raumluft.

  • Wasche regelmäßig deine Hände und halte Abstand zu Personen mit akuten Infekten.

  • Behandle Allergien oder Reflux gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt.

  • Wenn du beruflich stark auf deine Stimme angewiesen bist, kann nach der akuten Entzündung eine Stimmtherapie oder Logopädie sinnvoll sein.

Rauchen erhöht das Risiko für wiederkehrende und chronische Beschwerden. Ein Rauchstopp entlastet die Schleimhäute. Bei wiederkehrender Heiserkeit oder dauerhaften Stimmveränderungen solltest du dich von einer HNO-Praxis untersuchen lassen.

Patient und Arzt in heller Arztpraxis bei Konsultation.

Wichtig: Eine Kehlkopfentzündung heilt häufig von selbst ab. Atemnot, pfeifende Atemgeräusche, hohes Fieber, starke Schluckbeschwerden oder eine deutliche Verschlechterung sind jedoch Warnzeichen. In diesen Fällen solltest du unverzüglich medizinische Hilfe holen.

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