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Schlaganfall: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Schlaganfall: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Fakt: 87% sind nicht auf den med. Notfall vorbereitet!

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Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall. Dabei wird ein Teil des Gehirns nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt oder ein Blutgefäß im Gehirn blutet. Gehirnzellen können dadurch geschädigt werden. Bei plötzlich auftretenden Beschwerden zählt jede Minute: Wähle sofort den Notruf 112. Warte nicht ab, auch wenn die Symptome wieder nachlassen.

Schlaganfall erkennen: Diese Symptome sind typisch

Die Anzeichen hängen davon ab, welcher Bereich des Gehirns betroffen ist. Häufig treten sie plötzlich auf:

  • einseitige Schwäche oder Taubheit an Gesicht, Arm oder Bein

  • ein herabhängender Mundwinkel oder Schwierigkeiten, beide Arme zu heben

  • undeutliche Sprache, Probleme beim Sprechen oder beim Verstehen

  • plötzliche Sehstörungen, Doppelbilder oder der Verlust des Sehens auf einem Auge

  • Schwindel, Gleichgewichtsstörungen oder Schwierigkeiten beim Gehen

  • ungewöhnlich starke, plötzlich einsetzende Kopfschmerzen, möglicherweise mit Übelkeit oder Erbrechen

  • Verwirrtheit, Desorientierung sowie Probleme mit Konzentration oder Gedächtnis

FAST-Test als schnelle Orientierung

Der FAST-Test hilft dir, typische Warnzeichen rasch zu prüfen: Face steht für das Gesicht, Arms für die Arme, Speech für die Sprache und Time für die Zeit. Bitte die betroffene Person zu lächeln, beide Arme zu heben und einen einfachen Satz zu sprechen. Ist eine dieser Funktionen auffällig, ruf sofort 112 und beschreibe, welche Symptome du beobachtest. Der FAST-Test ersetzt keine medizinische Untersuchung.

Welche Arten und Ursachen gibt es?

Diagnose eines Schlaganfalls: Patient und Arzt in einer hellen medizinischen Praxis.

Ischämischer Schlaganfall

Beim ischämischen Schlaganfall, auch Hirninfarkt genannt, verschließt ein Blutgerinnsel ein Gefäß im Gehirn. Häufig stehen Gefäßveränderungen wie Arteriosklerose dahinter. Das Gefäß wird enger und weniger elastisch, sodass der Blutfluss behindert werden kann.

Hämorrhagischer Schlaganfall

Bei einem hämorrhagischen Schlaganfall platzt ein Blutgefäß, und Blut tritt in das Gehirngewebe oder in angrenzende Bereiche aus. Bluthochdruck und eine angeborene Schwäche der Gefäßwand können zu den möglichen Ursachen gehören. Da sich die Behandlung von der eines Gefäßverschlusses unterscheidet, muss die Art des Schlaganfalls schnell festgestellt werden.

Wichtige Risikofaktoren

Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren zählen vor allem Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte, Übergewicht, Bewegungsmangel und hoher Alkoholkonsum. Auch Vorhofflimmern und andere Herzkrankheiten können das Risiko erhöhen: Bei Vorhofflimmern können sich im Herzen Gerinnsel bilden, die mit dem Blutstrom ins Gehirn gelangen. Ein Schlaganfall kann außerdem jüngere Menschen betreffen, etwa im Zusammenhang mit Herzfehlern, Gerinnungsstörungen, Autoimmunerkrankungen oder Drogenkonsum.

Was passiert bei der Diagnose?

Nach dem Notruf prüfen die Rettungskräfte zunächst die Vitalfunktionen und die neurologischen Auffälligkeiten. Im Krankenhaus wird geklärt, ob ein Gefäßverschluss oder eine Blutung vorliegt und welcher Gehirnbereich betroffen ist. Dazu können folgende Untersuchungen eingesetzt werden:

  • CT: Die Computertomografie ist schnell verfügbar und zeigt insbesondere, ob eine Hirnblutung vorliegt.

  • MRT: Die Magnetresonanztomografie liefert detaillierte Bilder und kann frühe Veränderungen sichtbar machen.

  • Neurologische Untersuchung: Beweglichkeit, Reflexe, Koordination, Sprache und weitere Funktionen werden geprüft.

  • Ultraschall: Damit lassen sich unter anderem die Halsgefäße auf Engstellen untersuchen.

  • Blutuntersuchungen: Blutbild, Blutzucker, Cholesterin und Gerinnungswerte können wichtige Hinweise geben.

  • Langzeit-EKG: Eine längere Aufzeichnung kann unregelmäßige Herzschläge wie Vorhofflimmern erfassen.

Auch andere Erkrankungen, etwa Migräne mit Aura oder epileptische Anfälle, können ähnliche Beschwerden auslösen. Deshalb ist eine genaue ärztliche Abklärung notwendig.

Wie wird ein Schlaganfall behandelt?

Die Akutversorgung erfolgt häufig auf einer spezialisierten Stroke Unit. Dort werden unter anderem Blutdruck, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung überwacht. Die Therapie richtet sich nach der Ursache:

  • Bei einem ischämischen Schlaganfall soll die Durchblutung möglichst schnell wiederhergestellt werden. Dafür können Medikamente zur Auflösung eines Gerinnsels oder ein Kathetereingriff infrage kommen.

  • Bei einer Hirnblutung stehen je nach Situation die Kontrolle des Blutdrucks, die Behandlung der Blutung und die Vermeidung weiterer Schäden im Mittelpunkt.

  • Bei einem größeren Gefäßverschluss kann eine mechanische Thrombektomie eingesetzt werden. Dabei wird ein Katheter in das Gefäß eingeführt, um das Gerinnsel zu entfernen.

Welche Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem von der Art, dem Ausmaß und dem Zeitpunkt des Schlaganfalls sowie vom allgemeinen Gesundheitszustand ab. Das entscheidet das behandelnde medizinische Team.

Rehabilitation und langfristige Folgen

Patient und Arzt bei der Rehabilitation nach einem Schlaganfall in einer hellen Praxis.

Nach der Akutbehandlung beginnt häufig eine Rehabilitation. Ziel ist, verlorene Fähigkeiten zurückzugewinnen und die Selbstständigkeit im Alltag zu fördern. Je nach Einschränkungen arbeiten Betroffene mit verschiedenen Fachbereichen zusammen:

  • Physiotherapie unterstützt Beweglichkeit, Kraft, Koordination und sicheres Gehen.

  • Ergotherapie hilft bei alltäglichen Tätigkeiten wie Anziehen, Waschen oder Kochen und kann den Einsatz von Hilfsmitteln einüben.

  • Logopädie behandelt Sprach-, Sprech-, Verständnis- und Schluckstörungen.

  • Psychologische Unterstützung kann bei Depressionen, Ängsten, Reizbarkeit und der Verarbeitung der Erkrankung helfen.

Die Folgen sind unterschiedlich und hängen unter anderem vom betroffenen Gehirnbereich und dem Behandlungserfolg ab. Angehörige können bei Alltagsaufgaben, Arztterminen und Therapien unterstützen. Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen bieten Betroffenen und Familien zusätzliche Hilfe. Auch die soziale Einbindung ist wichtig, weil Isolation die psychische Belastung verstärken kann.

Wie kannst du einem Schlaganfall vorbeugen?

Nicht alle Risikofaktoren lassen sich beeinflussen. Du kannst dein Risiko aber senken, indem du behandelbare Faktoren ernst nimmst:

  • Kontrolliere deinen Blutdruck regelmäßig und lass ihn bei Bedarf behandeln.

  • Lass Diabetes und erhöhte Cholesterinwerte ärztlich überwachen und behandeln.

  • Hör mit dem Rauchen auf.

  • Bewege dich regelmäßig und passe die Belastung an deinen Gesundheitszustand an.

  • Achte auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sowie weniger Salz und gesättigten Fetten.

  • Begrenze deinen Alkoholkonsum.

  • Lass Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern abklären und behandle sie nach ärztlicher Empfehlung.

Nach einem bereits erlittenen Schlaganfall sind regelmäßige Nachsorge, die konsequente Einnahme verordneter Medikamente und die Behandlung der individuellen Risikofaktoren besonders wichtig.

Im Notfall richtig handeln

Wenn du bei dir oder einer anderen Person plötzlich Schlaganfallzeichen bemerkst, ruf sofort 112. Nenne den genauen Ort, die beobachteten Symptome und – soweit bekannt – relevante Vorerkrankungen oder Medikamente. Beende das Gespräch erst, wenn die Leitstelle es sagt, und folge den Anweisungen. Bis der Rettungsdienst eintrifft, bleib bei der betroffenen Person, beruhige sie und beobachte ihren Zustand. Versuche nicht, die Diagnose selbst zu stellen oder den Notruf wegen Unsicherheit hinauszuzögern.

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