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Trockene Augen: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Trockene Augen: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Trockene Augen entstehen, wenn der Tränenfilm die Augenoberfläche nicht ausreichend befeuchtet oder zu schnell verdunstet. Die Beschwerden reichen von Brennen und Kratzen bis zu verschwommenem Sehen. Häufig spielen Bildschirmarbeit, trockene Luft, Medikamente oder Erkrankungen der Lidränder eine Rolle. Welche Behandlung geeignet ist, hängt von der Ursache und der Stärke der Beschwerden ab.

Symptome trockener Augen

Typische Anzeichen sind ein brennendes oder kratzendes Gefühl und der Eindruck, Sand oder einen Fremdkörper im Auge zu haben. Die Augen können gerötet, müde oder schwer sein. Auch häufiges Zwinkern, Lichtempfindlichkeit und das Bedürfnis, die Augen zusammenzukneifen, kommen vor.

Der Tränenfilm beeinflusst außerdem die Sehqualität. Deshalb kann das Sehen zeitweise verschwommen sein oder sich beim Blinzeln verändern. Paradoxerweise können trockene Augen stärker tränen: Das Auge reagiert auf die Reizung mit einer Reflexträne, die den Tränenfilm nicht unbedingt dauerhaft stabilisiert.

Häufige Ursachen

Störung des Tränenfilms

Der Tränenfilm besteht aus mehreren Bestandteilen. Es kann zu wenig Tränenflüssigkeit gebildet werden, die Flüssigkeit kann zu schnell verdunsten oder ihre Zusammensetzung kann verändert sein. Fehlt beispielsweise der ölhaltige Anteil, verdunstet der Tränenfilm leichter.

Umwelt und Bildschirmarbeit

Heizungsluft, Klimaanlagen, Wind, Kälte, Rauch, Staub und Luftverschmutzung reizen die Augen und beschleunigen die Verdunstung. Bei konzentrierter Bildschirmarbeit blinzelst du meist seltener. Dadurch wird die Augenoberfläche weniger regelmäßig befeuchtet.

Medikamente und körperliche Veränderungen

Unter anderem Antihistaminika, bestimmte Antidepressiva, Blutdrucksenker und Schlafmittel können trockene Augen als Nebenwirkung begünstigen. Auch das Alter, hormonelle Veränderungen – etwa in der Schwangerschaft oder Menopause – und manche Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Rheuma können eine Rolle spielen. Setze Medikamente nicht selbst ab, sondern sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin über mögliche Nebenwirkungen.

Erkrankungen der Lider und Allergien

Bei einer Blepharitis, also einer Entzündung der Lidränder, können die Meibom-Drüsen beeinträchtigt sein. Diese Drüsen liefern den ölhaltigen Anteil des Tränenfilms. Bei einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion verdunstet die Tränenflüssigkeit schneller. Allergien können durch Juckreiz, Reizung und eine gestörte Befeuchtung ebenfalls trockene Augen auslösen oder verstärken.

Wie werden trockene Augen diagnostiziert?

Zu Beginn fragt der Augenarzt nach deinen Beschwerden, ihrer Dauer, deinen Gewohnheiten, Medikamenten und möglichen Erkrankungen. Bei der Untersuchung werden unter anderem die Augenoberfläche, die Lider, die Lidränder und der Tränenfilm beurteilt. Fluoreszein kann sichtbar machen, ob die Oberfläche des Auges gereizt oder beschädigt ist.

Je nach Befund kommen weitere Tests hinzu. Beim Schirmer-Test wird mit einem Papierstreifen die Tränenproduktion gemessen. Eine Meibographie zeigt den Zustand der Meibom-Drüsen. Weitere Geräte können die Stabilität des Tränenfilms und die Hornhautoberfläche beurteilen. Da ähnliche Beschwerden auch bei Allergien oder anderen Entzündungen auftreten, ist die Abklärung der Ursache wichtig.

Behandlung trockener Augen

Behandlungen für trockene Augen: Patient und Arzt in einer hellen Arztpraxis.

Künstliche Tränen und Augengels

Künstliche Tränen befeuchten die Augenoberfläche und können Brennen, Kratzen und Fremdkörpergefühl lindern. Wenn du sie häufig benötigst, können konservierungsmittelfreie Präparate besser geeignet sein. Augengels sind zähflüssiger und bleiben länger auf dem Auge. Sie können besonders abends oder nachts hilfreich sein, die Sicht aber vorübergehend verschwimmen lassen.

Entzündung und Lidrand behandeln

Liegt eine Entzündung zugrunde, können ärztlich verordnete entzündungshemmende Augentropfen eingesetzt werden. Solche Präparate, darunter kortikosteroidhaltige Tropfen, gehören in ärztliche Hand. Bei verstopften Meibom-Drüsen können warme Kompressen, eine sanfte Lidrandmassage und geeignete Reinigungstücher Teil der Behandlung sein. Reicht das nicht aus, kommen beim Augenarzt beispielsweise Wärmepulsation, Lidrandpeelings oder eine manuelle Ausreinigung infrage.

Alltag anpassen

Bei Bildschirmarbeit helfen regelmäßige Pausen, bewusstes Blinzeln und eine passende Bildschirmhelligkeit. Die 20-20-20-Regel bedeutet: Alle 20 Minuten für 20 Sekunden in die Ferne schauen. Richte die Lüftung nicht direkt auf dein Gesicht und schütze deine Augen bei Wind und Sonne mit einer gut sitzenden Brille. Ein Luftbefeuchter kann bei trockener Raumluft unterstützen; im Ausgangstext wird eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent genannt.

Besondere Situationen

Kontaktlinsen

Kontaktlinsen können Trockenheit, Rötung, Brennen und verschwommenes Sehen verstärken. Kürzere Tragezeiten, bewussteres Blinzeln und für Kontaktlinsen geeignete befeuchtende Tropfen können helfen. Trage zwischendurch eine Brille und lass prüfen, ob ein anderes Linsenmaterial, etwa Silikon-Hydrogel, besser geeignet ist. Bei anhaltenden Beschwerden solltest du Kontaktlinsen pausieren und dich augenärztlich beraten lassen.

Allergien, Schwangerschaft und Kinder

Wenn eine Allergie beteiligt ist, können Allergenvermeidung und geeignete antiallergische Augentropfen die Beschwerden reduzieren. Einige Antihistaminika können die Trockenheit allerdings verstärken; lass dich dazu beraten.

Während der Schwangerschaft können hormonelle Veränderungen trockene Augen begünstigen. Nicht jede Behandlung ist dann geeignet. Künstliche Tränen ohne Konservierungsstoffe werden häufig verwendet, sollten aber ebenso wie neue Präparate vorher mit Arzt oder Apotheke abgestimmt werden. Bei Kindern solltest du trockene, gerötete oder häufig geriebene Augen ärztlich untersuchen lassen.

Vorbeugung und Unterstützung

  • Mach bei Bildschirmarbeit regelmäßig Pausen und blinzle bewusst.

  • Meide Zugluft, Rauch und stark trockene oder staubige Luft.

  • Trinke ausreichend und achte auf Schlaf und Erholung.

  • Trage bei Wind und Sonne eine geeignete Schutz- oder Sonnenbrille.

  • Entferne Augen-Make-up gründlich, reibe die Augen nicht und teile Kosmetik nicht mit anderen.

  • Reinige Kontaktlinsen sorgfältig und wechsle bei Beschwerden vorübergehend zur Brille.

Eine ausgewogene Ernährung mit Obst, Gemüse, Nüssen, Fisch sowie Omega-3-Fettsäuren kann die allgemeine Augengesundheit unterstützen. Nahrungsergänzungsmittel solltest du vorher mit Arzt oder Apotheke besprechen. Hausmittel wie warme Kompressen können angenehm sein, sind aber nicht für jeden geeignet. Augentrost, Kamille und andere pflanzliche Mittel können Nebenwirkungen oder Allergien auslösen. Ätherische Öle dürfen nicht direkt ins Auge gelangen.

Trockene Augen und Sport: Patient und Arzt im hellen medizinischen Raum.

Sport ist grundsätzlich möglich, allerdings können Wind, Staub, Sonne und Chlorwasser die Beschwerden verstärken. Eine Sportbrille, ausreichendes Trinken und gegebenenfalls geeignete befeuchtende Tropfen können die Augen schützen.

Wann solltest du zum Augenarzt?

Wenn die Beschwerden anhalten, wiederkehren oder dein Sehen beeinträchtigen, solltest du die Ursache untersuchen lassen. Das gilt auch bei ausgeprägter Rötung, Problemen mit Kontaktlinsen oder bekannten Erkrankungen wie Blepharitis. Eine Untersuchung hilft, trockene Augen von Allergien, Bindehautentzündungen oder anderen Augenkrankheiten zu unterscheiden und die Behandlung passend auszuwählen.

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