Welche Versicherung bei einem Erdbeben zahlt, hängt davon ab, was beschädigt wurde und ob Erdbeben in deinem Vertrag eingeschlossen sind. Die Hausratversicherung betrifft dein persönliches Eigentum. Die Wohngebäudeversicherung ist für das Gebäude zuständig. In beiden Fällen ist Erdbebenschutz häufig nicht automatisch enthalten, sondern muss als Naturgefahren- oder Elementarschadendeckung vereinbart werden.
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Welche Versicherung übernimmt Erdbebenschäden?
Hausratversicherung
Die Hausratversicherung schützt bewegliche Sachen in deiner Wohnung oder deinem Haus, etwa Möbel, Kleidung und andere persönliche Gegenstände. Standardmäßig sind je nach Vertrag beispielsweise Schäden durch Feuer, Leitungswasser oder Einbruch versichert. Erdbebenschäden sind jedoch oft nicht automatisch eingeschlossen.
Prüfe deshalb deine Versicherungsbedingungen. Dort muss Erdbeben als versicherte Gefahr genannt sein. Fehlt der Schutz, kann eine zusätzliche Elementarschadendeckung erforderlich sein. Sie kann Schäden an deinem Hausrat übernehmen, sofern die vereinbarten Bedingungen erfüllt sind.
Wohngebäudeversicherung
Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst, also beispielsweise Wände, Dach und fest eingebaute Bestandteile. Übliche Gefahren wie Feuer oder Sturm sind je nach Vertrag versichert. Erdbeben als Elementargefahr muss aber häufig ausdrücklich eingeschlossen werden.
Für Eigentümer ist daher entscheidend, ob die bestehende Wohngebäudeversicherung um eine Elementarschadendeckung erweitert wurde. Als Mieter prüfst du vor allem deinen Hausrat. Das Gebäude selbst fällt grundsätzlich in den Zuständigkeitsbereich des Vermieters beziehungsweise seiner Gebäudeversicherung.
Elementarschadendeckung
Eine Elementarschadenversicherung wird häufig als Ergänzung zur Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung angeboten. Sie kann Naturgefahren wie Erdbeben abdecken. Welche Schäden und Kosten tatsächlich versichert sind, steht in deinem Vertrag. Prüfe außerdem, ob weitere Naturgefahren wie Starkregen eingeschlossen sind.
Die Beiträge können unter anderem vom Standort, vom Wert des versicherten Eigentums und von der vereinbarten Selbstbeteiligung abhängen. Eine höhere Selbstbeteiligung kann den Beitrag senken, erhöht aber deinen Eigenanteil im Schadenfall. Achte außerdem auf eine ausreichende Deckungssumme und mögliche Ausschlüsse.
Was musst du nach einem Erdbeben tun?
Schaden melden und dokumentieren
Melde den Schaden deiner Versicherung so schnell wie möglich. Nutze die vereinbarten Wege für die Schadensmeldung und halte deine Versicherungsnummer bereit.
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Fotografiere oder filme die Schäden aus verschiedenen Perspektiven.
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Erstelle eine Liste der beschädigten oder zerstörten Gegenstände.
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Sichere, wenn möglich, Belege, Rechnungen und Nachweise zum Wert der Sachen.
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Verändere oder entsorge beschädigte Dinge nicht vorschnell. Sprich notwendige Sicherungs- und Reparaturmaßnahmen vorher mit der Versicherung ab, soweit das möglich ist.
Bewahre außerdem die Kommunikation mit dem Versicherer und alle Unterlagen auf. Aussagen von Nachbarn oder anderen Zeugen können die Schadenaufnahme ergänzen.
Prüfung durch die Versicherung
Nach der Meldung kann die Versicherung einen Gutachter beauftragen. Bei der Besichtigung werden Schadenursache und Schadenumfang geprüft. Der Gutachter dokumentiert die Feststellungen in einem Bericht. Ob der Schaden übernommen wird, richtet sich anschließend nach dem vereinbarten Versicherungsschutz.
Auszahlung und Reparaturkosten
Bei der Regulierung spielen die Deckungssumme, die vereinbarte Selbstbeteiligung und die konkreten Vertragsbedingungen eine wichtige Rolle. Die Versicherung berücksichtigt grundsätzlich nur versicherte Schäden und die dafür vorgesehenen Leistungen. Kläre deshalb vor der Beauftragung von Handwerkern, welche Reparaturkosten übernommen werden und welche Nachweise benötigt werden.
Ein möglicher Schadenersatz von einem Vermieter oder einer anderen verantwortlichen Person ist von der Versicherungsleistung zu unterscheiden. Ob ein solcher Anspruch besteht, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.
Darauf solltest du vor dem Abschluss achten
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Ist Erdbeben ausdrücklich als versicherte Gefahr aufgeführt?
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Gilt der Schutz für dein Gebäude, deinen Hausrat oder für beides?
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Welche Deckungssumme und Selbstbeteiligung sind vereinbart?
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Gibt es Wartezeiten, Ausschlüsse oder besondere Vorgaben für gefährdete Regionen?
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Sind neben Erdbeben weitere Naturgefahren eingeschlossen?
Vergleiche nicht nur den Beitrag, sondern vor allem den Leistungsumfang. Wenn du unsicher bist, lass dir die Bedingungen und möglichen Lücken von deinem Versicherer oder einer fachkundigen Beratung erklären. Entscheidend ist immer, was in deiner Police vereinbart wurde.

