Die Wahl des richtigen Ausführungstages für Ihren ETF-Sparplan kann sich auf Ihre Rendite auswirken, wenn auch oft nur minimal. Eine umfassende Analyse des MSCI World Index über mehrere Jahre hinweg zeigt, dass die Unterschiede zwischen dem besten und dem schlechtesten Kaufzeitpunkt im Monat meist unter 1,5 Prozent liegen. Langfristig betrachtet, verringern sich diese Unterschiede weiter, was die Bedeutung des exakten Timings relativiert.
Wichtige Erkenntnisse
- Das exakte Timing des Ausführungstages für ETF-Sparpläne hat nur einen geringen Einfluss auf die langfristige Rendite.
- Die Unterschiede zwischen dem besten und schlechtesten Kaufzeitpunkt im Monat sind über fünf Jahre hinweg meist unter 1,3 Prozent.
- Bei sehr langen Sparplänen (über 25 Jahre) reduziert sich der Unterschied auf unter 0,6 Prozent.
- Die Wahl des Brokers und dessen Ausführungsgebühren können die Rendite stärker beeinflussen als das Timing.
- Flexibilität bei der Wahl des Ausführungstages bieten viele Broker, um den Sparplan an den Gehaltseingang anzupassen.
Die Analyse des Ausführungstages
Eine detaillierte Untersuchung des MSCI World Index in Euro seit dem Jahr 2001 hat gezeigt, wie sich verschiedene Ausführungstage auf die Rendite eines fünfjährigen ETF-Sparplans auswirken. Dabei wurde simuliert, wie viele Anteile man für 100 Euro an jedem Tag des Monats hätte kaufen können. Die Ergebnisse wurden in einer Heatmap visualisiert, wobei grünere Bereiche auf bessere Kaufzeitpunkte hindeuten.
Beispielsweise konnte ein Sparplan am 20. eines Monats im Durchschnitt minimal mehr Anteile erwerben als einer am 6. eines Monats. Die Unterschiede zwischen dem besten und schlechtesten Tag innerhalb eines Fünf-Jahres-Zeitraums lagen in der Analyse zwischen 0,54 Prozent und 1,3 Prozent. Über den gesamten Zeitraum von fünf Jahren hätte dies bei einer monatlichen Investition von 100 Euro einen Unterschied von lediglich etwa 56 Euro ausgemacht, selbst während der Finanzkrise.
Langfristige Perspektive und Broker-Auswahl
Mit zunehmender Laufzeit des Sparplans werden die Unterschiede zwischen den Ausführungstagen immer geringer. Bei einem Sparplan, der über fast 25 Jahre lief, betrug der Unterschied zwischen dem besten und schlechtesten Tag lediglich 0,58 Prozent. Dies unterstreicht, dass das langfristige Investieren und die Wahl eines breit gestreuten ETFs wichtiger sind als das perfekte Timing des Ausführungstages.
Die Wahl des Brokers und die damit verbundenen Ausführungsgebühren können hingegen einen spürbareren Einfluss auf die Rendite haben. Viele Broker bieten mittlerweile eine flexible Auswahl an Ausführungstagen, um Anlegern die Möglichkeit zu geben, ihre Sparpläne beispielsweise direkt nach dem Gehaltseingang auszuführen. Zu den Anbietern, die verschiedene Ausführungstermine ermöglichen, gehören unter anderem Trade Republic, Scalable Capital, ING, Comdirect und Finanzen.net Zero.
Quellen
- Handelsblatt, Handelsblatt.
- Wann ist der beste Tag für die Ausführung?, WA.de.
- S&P 500 ETF Rechner – Wie viel Rendite hätte ich bekommen?, Handelsblatt.

