Dachdeckerbetriebe: Versicherung für Dachdecker

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Dachdeckerbetriebe: Versicherung für Dachdecker

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Arbeiten in großer Höhe, schwere Materialien, Maschinen und empfindliche Bauteile machen das Dachdeckerhandwerk besonders risikoreich. Ein herabfallendes Werkzeug kann ein Fahrzeug beschädigen, eine undichte Abdichtung einen Wasserschaden verursachen oder eine fehlerhafte Montage eine Solaranlage beeinträchtigen. Für solche Fälle ist eine passende Versicherung für deinen Dachdeckerbetrieb wichtig.

Betriebshaftpflichtversicherung für Dachdecker

Die Betriebshaftpflichtversicherung bildet meist den wichtigsten Baustein. Sie schützt deinen Betrieb vor den finanziellen Folgen von Personen-, Sach- und bestimmten Vermögensschäden, die du oder deine Mitarbeitenden im Rahmen der versicherten Tätigkeit Dritten zufügen. Außerdem prüft der Versicherer, ob ein Anspruch berechtigt ist, und wehrt unberechtigte Forderungen ab.

Typische Beispiele aus dem Dachdeckerhandwerk sind:

  • Ein Werkzeug, Dachziegel oder anderes Material fällt herunter und beschädigt ein Auto oder verletzt eine Person.

  • Eine Dachrinne, ein Fallrohr oder eine Spenglerarbeit löst sich und verursacht Schäden an einem Gebäude oder Grundstück.

  • Eine fehlerhafte Abdichtung an einem Flachdach, einer Dachgaube oder einem Schornstein lässt Wasser in das Gebäude eindringen.

  • Bei Zimmererarbeiten oder Reparaturen an Holzkonstruktionen entstehen Schäden an der Bausubstanz oder später an Personen und Sachen.

  • Bei Wartungs- oder Montagearbeiten werden angrenzende Gebäudeteile, Dachgauben oder Photovoltaikanlagen beschädigt.

Welche dieser Schäden tatsächlich versichert sind, hängt von den Versicherungsbedingungen ab. Deine Tätigkeiten sollten deshalb vollständig und korrekt im Vertrag angegeben sein.

Besondere Risiken je nach Tätigkeit

Die passende Absicherung richtet sich auch danach, welche Arbeiten du ausführst. Bei Steildächern stehen unter anderem herabfallende Ziegel und Werkzeuge im Vordergrund. Bei Flachdacharbeiten können große Abdichtungsflächen und der Einsatz von Schweißbrennern oder Heißluftgeräten besondere Brand- und Feuchtigkeitsrisiken mit sich bringen.

Gründächer und Photovoltaikanlagen erfordern einen sorgfältigen Umgang mit empfindlichen Materialien und bestehenden Bauteilen. Eine fehlerhafte Befestigung, Verkabelung oder Abdichtung kann zu Sach- und Folgeschäden führen. Auch wenn du nur Wartungen oder Reparaturen übernimmst, solltest du prüfen, ob diese Tätigkeiten und mögliche Schäden an fremden Anlagen vom Vertrag erfasst werden.

Dachdecker arbeitet in luftiger Höhe auf einem Dach.

Ergänzende Versicherungen für deinen Betrieb

Die Betriebshaftpflicht schützt nicht automatisch dich, deine Mitarbeitenden, deine eigenen Geräte oder deine Fahrzeuge. Je nach Betriebsgröße und Tätigkeit können weitere Versicherungen sinnvoll sein:

  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Sie kann dein Einkommen absichern, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Die konkreten Voraussetzungen und Leistungen ergeben sich aus dem jeweiligen Vertrag.

  • Betriebsausfallversicherung: Sie kann laufende Kosten und je nach Tarif weitere finanzielle Folgen auffangen, wenn der Betrieb nach einem versicherten Ereignis vorübergehend nicht arbeiten kann.

  • Betriebsinhaltsversicherung: Sie schützt je nach Vertragsumfang Werkzeuge, Maschinen, Materialien und andere Betriebseinrichtungen beispielsweise gegen bestimmte Schäden durch Diebstahl, Brand oder Sturm.

  • Unfall- oder Gruppenunfallversicherung: Sie kann ergänzende Leistungen für Mitarbeitende vorsehen. Für Arbeitsunfälle gelten daneben die jeweils zuständigen gesetzlichen Regelungen.

  • Kfz- und Kaskoversicherung: Teil- oder Vollkasko können Schäden am eigenen Transporter, Lkw oder Firmenfahrzeug absichern, etwa nach einem Unfall, Diebstahl, Brand oder Vandalismus – abhängig vom Tarif.

  • Rechtsschutzversicherung: Sie kann bei rechtlichen Auseinandersetzungen mit Kunden, Lieferanten, Subunternehmern oder Behörden Kosten für anwaltliche und gerichtliche Verfahren übernehmen, soweit der konkrete Fall versichert ist.

  • Maschinen- und Kaskoversicherung: Sie kann fahrbare und transportable Geräte wie Lastenaufzüge, Kräne und andere Maschinen gegen bestimmte Schäden absichern. Je nach Tarif kommen Reparatur-, Ersatz- oder Leihgerätekosten sowie Leasingraten infrage.

Was die Betriebshaftpflicht nicht automatisch abdeckt

Die Betriebshaftpflicht ist vor allem auf Schäden ausgerichtet, die dein Betrieb Dritten zufügt. Eigene Werkzeuge, Maschinen, Fahrzeuge oder Gebäude sind daher normalerweise nicht über diese Versicherung geschützt. Dafür kommen beispielsweise eine Inhalts- oder Kaskoversicherung infrage.

Auch eigene Arbeitsunfälle und eine Berufsunfähigkeit werden durch die Betriebshaftpflicht nicht abgesichert. Hier brauchst du andere Vorsorgelösungen. Vorsätzlich verursachte Schäden sind grundsätzlich ein besonderer Ausschlussbereich. Auch bei grober Fahrlässigkeit, Umweltschäden oder Verstößen gegen Sicherheitsvorschriften kann der Versicherungsschutz eingeschränkt sein oder entfallen. Das richtet sich nach den jeweiligen Bedingungen.

Prüfe außerdem, ob bestimmte Tätigkeiten, Zulassungen, Arbeitsverfahren oder Schäden an bearbeiteten Sachen ausgeschlossen sind. Gerade bei Abdichtungen, Spenglerarbeiten, Zimmererarbeiten, Photovoltaik- und Gründachmontagen können vertragliche Details entscheidend sein.

So findest du die passende Absicherung

Beginne mit einer Bestandsaufnahme deines Betriebs:

  • Welche Dacharten und Materialien bearbeitest du?

  • Führst du Abdichtungen, Spengler-, Zimmerer-, Photovoltaik- oder Gründacharbeiten aus?

  • Welche Maschinen, Fahrzeuge und Werkzeuge besitzt oder mietest du?

  • Wie viele Mitarbeitende beschäftigst du und wie groß sind deine typischen Baustellen?

Vergleiche anschließend nicht nur Beiträge, sondern auch Deckungssummen, Selbstbehalte, versicherte Tätigkeiten, Zusatzbausteine und Ausschlüsse. Achte besonders darauf, ob Schäden an angrenzenden Bauteilen, Photovoltaikanlagen, bearbeiteten Sachen und mögliche Folgeschäden ausreichend berücksichtigt sind. Eine Beratung durch einen Versicherer oder Versicherungsmakler mit Erfahrung bei gewerblichen Bau- und Handwerksbetrieben kann helfen, Lücken zu erkennen.

Dachdecker bei der Arbeit auf einem Dach.

Für kleinere Dachdeckerbetriebe kann ein größerer Schaden schnell die wirtschaftliche Existenz gefährden. Eine Betriebshaftpflicht ist deshalb häufig die Grundlage, reicht aber je nach Tätigkeit und Ausstattung nicht allein aus. Entscheidend ist eine Absicherung, die zu deinem konkreten Betrieb passt und deren Bedingungen du im Schadenfall nachvollziehen kannst.

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