PKV-Beitragsanpassung 2026: Warum private Krankenversicherte bald mehr zahlen müssen und welche Optionen sie haben

Woman looking worried at laptop about insurance costs.

PKV-Beitragsanpassung 2026: Warum private Krankenversicherte bald mehr zahlen müssen und welche Optionen sie haben

Zum Jahreswechsel 2026 stehen viele privat Krankenversicherte in Deutschland vor deutlichen Beitragserhöhungen. Mehrere Versicherer kündigen Anpassungen im zweistelligen Prozentbereich an – betroffen sind voraussichtlich rund 60 Prozent aller Vollversicherten. Hintergründe sind unter anderem wachsende Kosten im Gesundheitswesen und gesetzliche Vorgaben, die zyklische Beitragssprünge begünstigen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Durchschnittlich 9–13 % Beitragssteigerung für die meisten Privatversicherten ab 2026
  • Hauptgründe: Steigende Ausgaben für Behandlungen, Medikamente, Krankenhausaufenthalte
  • Besonders betroffen: bestimmte Tarife namhafter Anbieter wie Allianz, Gothaer, Barmenia, HanseMerkur
  • Versicherte haben das Recht auf einen internen Tarifwechsel ohne Verlust der Altersrückstellungen

Hintergründe der PKV-Beitragserhöhung 2026

Die privaten Krankenversicherungen (PKV) passen ihre Beiträge nicht jährlich, sondern nur bei Überschreiten festgelegter Schwellen an. Dadurch haben viele Versicherte Jahre mit stabilen Beiträgen – gefolgt von sprunghaften Preiserhöhungen, wenn die Kostenschwelle überschritten wird. Im Jahr 2026 stehen nun besonders starke Anpassungen bevor: Die Beitragserhöhungen werden nach Branchenprognosen je nach Tarif und Versicherer zwischen 9 und 13 Prozent liegen – teils sogar darüber.

Ursachen für die steigenden Beiträge

Drei zentrale Faktoren sind für die Entwicklung verantwortlich:

  1. Steigende Gesundheitskosten: Für stationäre Krankenhausbehandlungen sowie für Medikamente mussten die Versicherer 2024 und 2025 jeweils über 10 % mehr ausgeben als im Jahr davor. Auch die Kosten für ambulante und zahnärztliche Leistungen steigen dynamisch.
  2. Medizinischer Fortschritt & Inanspruchnahme: Neue Therapien und Diagnoseverfahren führen zu höheren Gesamtausgaben, und die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen nimmt beständig zu. Zudem steigen Löhne im Gesundheitswesen und die Bevölkerungsalterung trägt zur Ausgabensteigerung bei.
  3. Gesetzliche Vorgaben: Die Regelungen erzwingen eine gebündelte Anpassung, wenn einmal eine Kostensteigerungsschwelle übertroffen wird. Das führt zu spürbaren Sprüngen statt gleichmäßiger jährlicher Anstiege.

Welche Versicherer und Tarife sind betroffen?

Den größten Beitragsanstieg melden unter anderem die HanseMerkur, Allianz, Gothaer und Barmenia, wobei die Anpassungshöhe je nach individuellem Tarif stark schwankt. Besonders belastet werden leistungsstarke und ältere Tarife, aber auch für Selbstständige und Kinder sind teils deutliche Steigerungen geplant. Einzelne Tarife, zum Beispiel einige Angestelltentarife der HanseMerkur, bleiben 2026 stabil.

Tabellarischer Überblick (Beispielwerte für ausgewählte Tarife):

Versicherer/Tarif Erhöhung 2026
Allianz (Durchschnitt) ca. 11 %
Gothaer ca. 12,7 %
Barmenia ca. 11,6 %
HanseMerkur (z. B. KVS3, PSV) bis zu 10 %+

Handlungsmöglichkeiten für Versicherte

Wer von einer Beitragserhöhung betroffen ist, sollte jetzt aktiv werden:

  • Tarif überprüfen: Ein Wechsel in einen leistungsähnlichen, aber günstigeren Tarif beim eigenen Unternehmen kann die Kosten reduzieren – das sogenannte Tarifwechselrecht (§ 204 VVG) schützt dabei die Altersrückstellungen.
  • Vorsicht mit Anbieterwechsel: Der Wechsel zu einem anderen Versicherer ist möglich, sollte aber sorgfältig geprüft werden, da sonst Altersrückstellungen und bestimmte Rechte verloren gehen können.
  • Beratung nutzen: Spezialisten, zum Beispiel unabhängige PKV-Berater, helfen beim Prüfen von Alternativen – viele bieten diesen Service kostenlos an.

Ausblick

Der Trend zu steigenden Beiträgen dürfte anhalten, da weder Kostensteigerungen noch gesetzliche Rahmenbedingungen mittelfristig Entspannung versprechen. Versicherte sollten regelmäßig ihre Tarife prüfen und von ihrem Recht auf Tarifoptimierung Gebrauch machen, um Mehrkosten langfristig möglichst abzufedern.

Quellen

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Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität

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