Berufsunfähigkeitsversicherung Wechsel – Wann lohnt er sich?

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Ronny Knorr

ISO zertifizierter Sachverständiger & registrierter Versicherungsmakler (IHK)

Strausberg, Deutschland
Tätig seit: 2006
Deutsch
geprüfter Experte

Berufsunfähigkeitsversicherung Wechsel – Wann lohnt er sich?

Berater und Kunde im Gespräch über Versicherung

Du denkst darüber nach, deine Berufsunfähigkeitsversicherung zu wechseln? Vielleicht sind die Beiträge zu hoch geworden oder du hast das Gefühl, woanders bessere Leistungen zu bekommen. Ein Wechsel kann sich lohnen, aber man muss aufpassen. Besonders wenn du Vorerkrankungen hast, kann ein Wechsel schwierig werden. In diesem Artikel schauen wir uns genau an, wann ein Wechsel der Berufsunfähigkeitsversicherung wirklich Sinn macht und wann du lieber bei deinem alten Vertrag bleiben solltest. So kannst du eine gute Entscheidung für dich treffen.

Wichtige Punkte beim Berufsunfähigkeitsversicherung Wechsel

  • Ein Berufsunfähigkeitsversicherung Wechsel lohnt sich, wenn du bessere Konditionen oder günstigere Beiträge bei einem neuen Anbieter findest. Das gilt auch, wenn dein alter Vertrag veraltet ist oder nicht mehr zu deiner Lebenssituation passt.
  • Vorsicht ist geboten bei der Gesundheitsprüfung. Vorerkrankungen können den Wechsel erschweren oder sogar unmöglich machen. Auch der Verlust des bisherigen Schutzes ist ein Risiko.
  • Der beste Zeitpunkt für einen Wechsel ist oft, wenn du noch jung und gesund bist. Warte immer auf die Bestätigung des neuen Versicherers, bevor du den alten Vertrag kündigst, um Lücken zu vermeiden.
  • Prüfe deinen alten Vertrag genau: Sind die Leistungen noch gut? Gibt es Nachversicherungsgarantien? Ein Wechsel sollte nur erfolgen, wenn die Vorteile klar überwiegen.
  • Eine anonyme Risikovoranfrage ist der erste Schritt, um deine Chancen bei einem Berufsunfähigkeitsversicherung Wechsel auszuloten, besonders bei gesundheitlichen Problemen. Ein Berater kann dir dabei helfen.

Wann lohnt sich ein Wechsel der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Berater und Kunde im Gespräch im Büro

Du fragst dich, ob es sich lohnt, deine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zu wechseln? Das ist eine berechtigte Frage, denn die Versicherung ist ein wichtiger Baustein deiner finanziellen Absicherung. Ein Wechsel kann sich definitiv auszahlen, aber nur unter bestimmten Umständen. Stell dir vor, du hast deinen Vertrag schon vor vielen Jahren abgeschlossen. Seitdem hat sich viel getan – sowohl auf dem Markt als auch in deinem Leben. Neue Tarife bieten oft bessere Leistungen zu einem günstigeren Preis. Oder vielleicht haben sich die Bedingungen deines alten Vertrags als nachteilig herausgestellt, was im Ernstfall zu Problemen führen könnte.

Bessere Konditionen und günstigere Beiträge

Das ist wohl der offensichtlichste Grund für einen Wechsel. Die Versicherungsbranche ist ständig in Bewegung. Neue Anbieter kommen auf den Markt, bestehende verbessern ihre Tarife. Es ist gut möglich, dass du heute eine BU findest, die dir für weniger Geld genauso viel oder sogar mehr Schutz bietet als dein aktueller Vertrag. Das kann sich über die Jahre summieren und dir eine Menge Geld sparen. Es lohnt sich also, die Augen offen zu halten, ob es nicht günstigere Alternativen gibt, die aber trotzdem deine Bedürfnisse abdecken.

Unzureichende Leistungen oder veraltete Bedingungen

Manchmal ist der alte Vertrag einfach nicht mehr zeitgemäß. Vielleicht fehlen wichtige Klauseln, die heute Standard sind, wie zum Beispiel eine Nachversicherungsgarantie, die es dir erlaubt, deine BU-Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, wenn sich deine Lebensumstände ändern (z.B. Heirat, Geburt eines Kindes). Oder die Bedingungen sind so formuliert, dass sie im Leistungsfall zu deinem Nachteil ausgelegt werden könnten. Wenn du merkst, dass dein aktueller Schutz Lücken hat oder die Bedingungen nicht mehr zu den heutigen Standards passen, ist ein Wechsel oft ratsam.

Anpassung an veränderte Lebensumstände

Dein Leben verändert sich, und das sollte deine Absicherung auch. Vielleicht hast du geheiratet, Kinder bekommen, einen neuen Job angefangen oder dir ein Haus gekauft. All das kann dazu führen, dass deine ursprüngliche BU-Rente nicht mehr ausreicht, um deinen Lebensstandard zu halten. Oder dein Beruf hat sich geändert, was sich auf die Risikoeinstufung auswirken kann. In solchen Fällen kann ein Wechsel notwendig sein, um sicherzustellen, dass deine Absicherung immer noch zu deiner aktuellen Lebenssituation passt.

Risiken und Nachteile beim Berufsunfähigkeitsversicherung Wechsel

Auch wenn ein Wechsel der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) verlockend klingt, weil du vielleicht bessere Konditionen oder günstigere Beiträge erhoffst, gibt es doch ein paar Stolpersteine, die du kennen solltest. Es ist nicht immer alles Gold, was glänzt, und manchmal ist es besser, beim Alten zu bleiben.

Gesundheitsprüfung als Hürde

Das ist wahrscheinlich der größte Knackpunkt. Wenn du deine BU wechseln möchtest, musst du praktisch wieder einen neuen Antrag stellen. Das bedeutet, du wirst erneut nach deinem Gesundheitszustand gefragt. Und hier liegt die Tücke: Bist du in den Jahren seit dem Abschluss deiner alten BU krank geworden oder haben sich Vorerkrankungen verschlimmert, kann das richtig teuer werden. Im schlimmsten Fall lehnt der neue Versicherer deinen Antrag ab oder verlangt saftige Risikozuschläge. Deine Gesundheit ist also ein entscheidender Faktor, ob ein Wechsel überhaupt möglich und sinnvoll ist. Manchmal ist es besser, einen Vertrag mit kleinen Nachteilen zu behalten, als gar keinen mehr zu bekommen.

Verlust des bisherigen Versicherungsschutzes

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Übergang. Du solltest niemals deine alte BU kündigen, bevor der neue Vertrag sicher unterschrieben ist und die Annahmebestätigung vorliegt. Wenn du zu früh kündigst und der neue Vertrag doch nicht zustande kommt – vielleicht wegen der Gesundheitsprüfung –, stehst du plötzlich ohne Versicherungsschutz da. Das kann gerade in der heutigen Zeit, wo man nie weiß, was passiert, ein echtes Problem sein. Stell dir vor, du wirst genau in dieser Lücke berufsunfähig. Das wäre eine Katastrophe.

Höhere Beiträge im Alter

Das ist eine simple Rechnung der Versicherer: Je älter du bist, desto höher ist das Risiko, berufsunfähig zu werden. Wenn du also deine BU wechselst und dabei älter geworden bist als bei deinem ursprünglichen Abschluss, wirst du mit ziemlicher Sicherheit einen höheren Beitrag zahlen müssen – selbst wenn der neue Tarif an sich günstiger wäre. Das kann den vermeintlichen Vorteil schnell zunichtemachen. Manchmal ist es also klüger, die etwas höheren Beiträge des alten Vertrags in Kauf zu nehmen, wenn man jung und gesund war, als im Alter neu anzufangen und mehr zu zahlen.

Der richtige Zeitpunkt für den Wechsel

Junge und gesunde Versicherte profitieren am meisten

Wenn du noch jung und topfit bist, ist das oft der beste Zeitpunkt, um über einen Wechsel deiner Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nachzudenken. Warum? Ganz einfach: Jüngere Leute zahlen in der Regel niedrigere Beiträge, weil das Risiko für die Versicherung noch geringer ist. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass du die Gesundheitsprüfung ohne Probleme bestehst, deutlich höher. Stell dir vor, du hast jetzt einen Vertrag, der vielleicht nicht mehr ganz aktuell ist, aber du bist gesund. Dann kannst du mit einer neuen Versicherung oft bessere Konditionen aushandeln, ohne dass es gleich ein riesiges Problem wird. Das Alter und der Gesundheitszustand sind also entscheidende Faktoren.

Vermeidung von Überschneidungen bei Kündigung und Neuabschluss

Ein wichtiger Punkt, den du unbedingt beachten musst, ist der zeitliche Ablauf. Du solltest niemals einfach deinen alten Vertrag kündigen und dann hoffen, dass der neue schnell kommt. Das kann böse enden, denn wenn die neue Versicherung dich nicht annimmt, stehst du plötzlich ohne Schutz da. Die goldene Regel lautet: Erst die schriftliche Zusage vom neuen Anbieter in der Hand haben, dann den alten Vertrag kündigen. Achte auch auf die Kündigungsfristen deines alten Vertrags, damit du nicht versehentlich doppelte Beiträge zahlst. Plane das Ganze so, dass der neue Vertrag nahtlos an den alten anschließt, vielleicht mit ein oder zwei Wochen Puffer dazwischen. So vermeidest du Lücken im Versicherungsschutz.

Altersgrenzen für einen sinnvollen Wechsel

Grundsätzlich gibt es keine feste Altersgrenze, ab der ein Wechsel nicht mehr sinnvoll ist. Aber je älter du wirst, desto teurer wird die Versicherung und desto wahrscheinlicher werden gesundheitliche Einschränkungen. Wenn du zum Beispiel schon über 40 oder 50 bist und vielleicht schon ein paar Zipperlein hast, wird die Gesundheitsprüfung zur echten Hürde. Ein Wechsel könnte dann entweder unmöglich werden oder die Beiträge steigen so stark an, dass es sich nicht mehr lohnt. Besonders nach dem 10. Versicherungsjahr können sich aber auch Vorteile ergeben, da bestimmte Anfechtungsrechte der Versicherung verjähren. Wenn du also merkst, dass dein aktueller Vertrag Lücken hat, aber du gesundheitlich noch gut dastehst, könnte jetzt der Moment sein, genauer hinzuschauen.

Wichtige Aspekte bei der Prüfung eines Wechsels

Bevor du überhaupt daran denkst, deine alte Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) über Bord zu werfen, solltest du dir den bestehenden Vertrag mal ganz genau anschauen. Das ist kein Hexenwerk, aber es braucht ein bisschen Zeit und Aufmerksamkeit. Stell dir vor, du willst dein Auto verkaufen, aber kennst den aktuellen Kilometerstand oder den Zustand der Reifen nicht – das wäre auch keine gute Basis, oder? Genauso ist es mit deiner BU.

Umfassende Analyse des bestehenden Vertrags

Schau dir an, was du eigentlich hast. Wie hoch ist deine aktuelle BU-Rente? Passt die noch zu deinen Bedürfnissen, falls du wirklich mal berufsunfähig werden solltest? Und wie sieht es mit der Laufzeit aus? Läuft der Vertrag vielleicht nur bis 60, obwohl du bis 67 arbeiten möchtest? Das sind wichtige Punkte, die du kennen musst. Oftmals sind in älteren Verträgen auch Klauseln versteckt, die heute nicht mehr üblich sind oder die dir Nachteile bringen könnten. Es ist entscheidend, dass du verstehst, welche Leistungen dein aktueller Vertrag wirklich abdeckt.

Vergleich von Leistungen und Bedingungen

Wenn du deinen alten Vertrag durchforstet hast, geht es ans Eingemachte: Der Vergleich. Was bieten andere Versicherer, was dein jetziger vielleicht nicht hat? Achte dabei nicht nur auf den Preis, denn der ist oft trügerisch. Viel wichtiger sind die Bedingungen. Gibt es zum Beispiel eine Klausel, die besagt, dass der Versicherer dich auch dann nicht zahlen muss, wenn du einen anderen Job machen könntest, der nicht deinem erlernten Beruf entspricht (das nennt man abstrakte Verweisung)? Das ist ein riesiger Unterschied! Prüfe auch, ob dein aktueller Vertrag:

  • Nachversicherungsgarantien enthält (damit du die Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen kannst, z.B. bei Heirat oder Geburt eines Kindes).
  • Eine garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall bietet (damit deine Rente nicht durch Inflation entwertet wird).
  • Eine Klausel zur Verzicht auf die abstrakte Verweisung hat.

Berücksichtigung von Nachversicherungsgarantien und Verzicht auf abstrakte Verweisung

Diese beiden Punkte sind wirklich Gold wert. Nachversicherungsgarantien geben dir Flexibilität für die Zukunft. Stell dir vor, dein Einkommen steigt oder du gründest eine Familie – dann möchtest du deine BU-Rente vielleicht aufstocken. Wenn dein Vertrag das ohne erneute Gesundheitsprüfung zulässt, ist das ein riesiger Vorteil. Der Verzicht auf die abstrakte Verweisung ist ebenfalls ein Muss. Das bedeutet, dass der Versicherer dich nur dann als nicht berufsunfähig einstuft, wenn du tatsächlich deinen zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kannst, und nicht, wenn er meint, du könntest ja theoretisch einen anderen Job machen. Das ist ein ganz wichtiger Schutz für dich.

Der Prozess des Berufsunfähigkeitsversicherung Wechsels

Wenn du dich entscheidest, deine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zu wechseln, ist das kein kleiner Schritt. Es gibt ein paar Dinge, die du beachten solltest, damit am Ende alles glattläuft und du nicht plötzlich ohne Schutz dastehst. Stell dir das Ganze wie ein kleines Projekt vor, das ein paar Phasen hat.

Anonyme Risikovoranfrage als erster Schritt

Bevor du überhaupt daran denkst, deinen alten Vertrag zu kündigen, solltest du unbedingt eine anonyme Risikovoranfrage bei potenziellen neuen Versicherern stellen. Das ist super wichtig, besonders wenn du Vorerkrankungen hast oder dir unsicher bist, wie die Versicherer deinen Gesundheitszustand einschätzen. Dabei werden deine gesundheitlichen Angaben anonym an verschiedene Gesellschaften geschickt, um herauszufinden, wer dich überhaupt zu welchen Konditionen versichern würde. So vermeidest du, dass du mit jeder einzelnen Anfrage einen Vermerk in deiner Akte bekommst, der später bei anderen Versicherern negativ auffallen könnte. Das ist dein Schutzschild, um das beste Angebot zu finden, ohne dich selbst zu gefährden.

Warten auf die Annahmebestätigung des neuen Versicherers

Sobald du ein gutes Angebot hast und dich für einen neuen Versicherer entschieden hast, musst du auf die offizielle Annahmebestätigung warten. Das ist quasi die Garantie, dass der neue Vertrag wirklich zustande kommt und zu den vereinbarten Bedingungen gilt. Erst wenn du diese Bestätigung in den Händen hältst, solltest du den nächsten Schritt gehen. Ohne diese Bestätigung läufst du Gefahr, dass der neue Vertrag doch nicht zustande kommt und du dann ohne Versicherungsschutz dastehst, weil du den alten schon gekündigt hast.

Kündigung des alten Vertrags

Nachdem du die schriftliche Zusage für deinen neuen BU-Vertrag hast, kannst du deinen alten Vertrag kündigen. Achte hierbei genau auf die Kündigungsfristen deines bestehenden Vertrags. Idealerweise legst du den Versicherungsbeginn des neuen Vertrags so, dass er nahtlos an das Ende des alten Vertrags anschließt. So vermeidest du Lücken im Versicherungsschutz und musst auch keine doppelten Beiträge zahlen. Manchmal ist es auch möglich, den alten Vertrag erst zu kündigen, wenn der neue bestätigt ist, um auf Nummer sicher zu gehen. Das ist oft der sicherste Weg, um nicht plötzlich ohne Absicherung dazustehen.

Besonderheiten bei Berufswechsel und Vorerkrankungen

Auswirkungen eines Berufswechsels auf die Versicherung

Wenn du deinen Job wechselst oder ein Studium abschließt, kann sich das positiv auf deine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) auswirken. Manche Versicherer stufen dich dann in eine günstigere Berufsgruppe ein, was bedeutet, dass du weniger zahlen musst. Das Coole ist: Oft musst du dafür gar nicht den Versicherer wechseln. Viele moderne Verträge erlauben eine Überprüfung, wenn du deinen neuen Beruf oder deinen Studienabschluss meldest. Der Versicherer prüft dann, ob eine neue, günstigere Einstufung möglich ist. Wenn ja, sparst du Geld. Wenn nein, bleibt alles beim Alten. Aber Achtung: Nicht alle alten Verträge und auch nicht alle neuen Tarife bieten diese Option. Prüfe das unbedingt, bevor du über einen kompletten Wechsel nachdenkst.

Umgang mit Vorerkrankungen bei der Gesundheitsprüfung

Das ist der heikelste Punkt: Wenn du deine BU wechseln willst, musst du wieder die Gesundheitsfragen beantworten. Das ist wie ein Neuanfang. Je nach Alter fragt der Versicherer nach den letzten 3, 5 oder sogar 10 Jahren deiner Krankengeschichte. Wenn du hier etwas vergisst oder nicht ehrlich bist, kann das dazu führen, dass der Versicherer im Leistungsfall nicht zahlt. Das ist wirklich ein Knackpunkt, den du nicht unterschätzen solltest.

  • Ehrlichkeit ist Trumpf: Beantworte alle Fragen so genau wie möglich. Lieber einmal zu viel nachfragen, als später Probleme zu bekommen.
  • Vorerkrankungen prüfen: Wenn du eine Vorerkrankung hattest, die jetzt ausgeheilt ist, lass das unbedingt ärztlich bestätigen. Manchmal können so Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse, die du früher akzeptieren musstest, wieder gestrichen werden.
  • Psychische Erkrankungen: Diese sind oft besonders kritisch. Sei hier besonders sorgfältig bei der Beantwortung der Fragen.

Prüfung von Risikozuschlägen und Leistungsausschlüssen

Manchmal hast du bei deinem jetzigen Vertrag einen Risikozuschlag (höhere Beiträge) oder einen Leistungsausschluss (bestimmte Krankheiten sind nicht versichert) akzeptieren müssen, um überhaupt eine BU-Versicherung zu bekommen. Wenn sich dein Gesundheitszustand verbessert hat, solltest du das prüfen lassen. Laut Gesetz (§ 41 Versicherungsvertragsgesetz) kannst du verlangen, dass ein Risikozuschlag entfällt, wenn die Krankheit nicht mehr besteht. Ein ärztliches Gutachten ist hier meistens nötig.

Bei einem Leistungsausschluss ist es oft schwieriger. Schau genau in deine Vertragsbedingungen: Gibt es eine Möglichkeit, den Ausschluss unter bestimmten Umständen aufzuheben? Auch hier kann ein Gutachten helfen. Wenn der Versicherer trotz Genesung auf dem Zuschlag oder Ausschluss beharrt, könnte ein Wechsel eine Option sein. Das gilt besonders, wenn bestimmte Krankheiten nach einer gewissen Zeit (oft 5 Jahre) nicht mehr abgefragt werden müssen. Dann könntest du bei einem neuen Vertrag ohne diese Einschränkungen versichert werden.

Wann du bei deiner aktuellen Berufsunfähigkeitsversicherung bleiben solltest

Manchmal ist es einfach besser, beim Alten zu bleiben. Das gilt auch für deine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Ein Wechsel klingt oft verlockend, aber nicht immer ist er die beste Lösung. Es gibt Situationen, da ist es ratsamer, deinen bestehenden Vertrag einfach weiterlaufen zu lassen. Lass uns mal schauen, wann das der Fall sein könnte.

Wenn der Aufwand den Nutzen übersteigt

Stell dir vor, du hast einen BU-Vertrag, der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Vielleicht sind die Bedingungen nicht mehr topaktuell, aber sie decken deine Grundbedürfnisse ab. Wenn du jetzt anfängst, nach besseren Angeboten zu suchen, musst du dich durch unzählige Antragsformulare wühlen, Gesundheitsfragen beantworten und Angebote vergleichen. Das kann echt zeitaufwendig sein. Wenn der potenzielle Gewinn – also ein paar Euro Ersparnis oder marginal bessere Leistungen – den ganzen Aufwand nicht wert ist, dann bleib lieber bei deinem aktuellen Vertrag. Manchmal ist weniger Aufwand einfach mehr Lebensqualität. Gerade wenn du nicht viel Zeit hast oder dich mit Versicherungsdingen nicht gerne beschäftigst, ist das ein starkes Argument, den Status quo beizubehalten.

Bei stabilen und guten Vertragsbedingungen

Manchmal hast du einfach Glück gehabt und einen richtig guten Vertrag abgeschlossen, vielleicht sogar schon vor vielen Jahren, als die Bedingungen noch kundenfreundlicher waren. Wenn dein aktueller Vertrag zum Beispiel auf eine abstrakte Verweisung verzichtet, also nicht einfach sagen kann: "Du kannst ja jetzt als Gärtner arbeiten, also bist du nicht berufsunfähig", dann ist das Gold wert. Solche Klauseln lassen sich oft nachträglich nicht mehr in bestehende Verträge integrieren. Wenn deine BU also schon wichtige Leistungen wie eine garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall oder eine Nachversicherungsgarantie ohne erneute Gesundheitsprüfung bietet, dann ist das ein starkes Indiz dafür, dass du deinen Vertrag behalten solltest. Prüfe genau, ob ein neuer Vertrag wirklich signifikant bessere Bedingungen bietet, die diese Vorteile aufwiegen.

Wenn gesundheitliche Einschränkungen einen Wechsel unmöglich machen

Das ist wohl der offensichtlichste Grund: Deine Gesundheit. Wenn du in der Vergangenheit Vorerkrankungen hattest oder aktuell gesundheitliche Probleme bestehen, wird eine neue Gesundheitsprüfung für eine BU-Versicherung schnell zum Problem. Die Versicherer fragen sehr detailliert nach. Selbst wenn du dich heute wieder fit fühlst, können alte Diagnosen dazu führen, dass:

  • Du gar nicht mehr versichert wirst.
  • Ein hoher Risikozuschlag auf deinen Beitrag aufgeschlagen wird.
  • Bestimmte Krankheiten oder Körperteile vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden (Leistungsausschluss).

In solchen Fällen ist es oft besser, die Nachteile des alten Vertrags in Kauf zu nehmen, als gar keine Absicherung mehr zu haben. Ein Wechsel wäre hier mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht möglich oder würde dich finanziell stark belasten.

Die Rolle des Beraters beim Wechsel

Berater und Kunde im Gespräch im Büro

Professionelle Unterstützung bei der Antragsstellung

Wenn du überlegst, deine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zu wechseln, kann das ganz schön knifflig werden. Da gibt es so viele Details zu beachten, von den Gesundheitsfragen bis zu den Feinheiten der Vertragsbedingungen. Ein guter Berater ist hier Gold wert. Stell dir vor, du stehst vor einem riesigen Berg an Formularen und Klauseln – ein Experte hilft dir, da durchzublicken. Er weiß, welche Fragen du ehrlich beantworten musst und wie du sie am besten formulierst, damit du nicht versehentlich etwas Falsches angibst. Das ist besonders wichtig, weil eine falsche Angabe später dazu führen kann, dass die Versicherung gar nicht zahlt, wenn du sie am dringendsten brauchst. Der Berater kennt die Tricks der Versicherer und kann dir helfen, Fallstricke zu vermeiden.

Sicherstellung einer korrekten Gesundheitsprüfung

Die Gesundheitsprüfung ist oft der schwierigste Teil beim Wechsel einer BU. Alte Wehwehchen, die du vielleicht schon fast vergessen hast, können hier plötzlich eine große Rolle spielen. Ein Berater hat Erfahrung damit, wie Versicherer auf bestimmte Vorerkrankungen reagieren. Er kann einschätzen, ob eine anonyme Risikovoranfrage sinnvoll ist, um herauszufinden, welche Versicherer dich überhaupt zu akzeptablen Konditionen aufnehmen würden. Ohne diese Vorabprüfung riskierst du, dass dein Antrag abgelehnt wird oder du horrende Zuschläge zahlen musst. Der Berater hilft dir, deine gesundheitliche Situation realistisch einzuschätzen und den richtigen Weg für deine Antragsstellung zu finden. Das spart dir nicht nur Nerven, sondern kann auch bares Geld bedeuten, indem du die besten Konditionen für deine individuelle Situation erhältst.

Einschätzung der Notwendigkeit eines Wechsels

Manchmal ist ein Wechsel gar nicht nötig. Vielleicht ist dein aktueller Vertrag doch besser, als du dachtest, oder die Hürden für einen neuen Vertrag sind einfach zu hoch. Ein neutraler Berater wird dir nicht einfach einen neuen Vertrag andrehen wollen. Stattdessen analysiert er deinen bestehenden Vertrag und vergleicht ihn objektiv mit den Angeboten am Markt. Er schaut sich an, ob die Leistungen noch zu deiner aktuellen Lebenssituation passen, ob die Beiträge fair sind und ob die Bedingungen zeitgemäß sind. Wenn dein alter Vertrag noch gut ist und die Nachteile eines Wechsels (wie die Gesundheitsprüfung) überwiegen, wird er dir auch raten, dabei zu bleiben. Seine Aufgabe ist es, deine Interessen zu vertreten und dir zu helfen, die für dich beste Entscheidung zu treffen, nicht nur die, die ihm am meisten Provision einbringt.

Kosten und Erstattungen im Zusammenhang mit dem Wechsel

Gibt es Geld zurück beim Wechsel?

Mal Butter bei die Fische: Wenn du deine alte Berufsunfähigkeitsversicherung kündigst, um eine neue abzuschließen, bekommst du in der Regel kein Geld zurück. Das liegt daran, dass eine BU eine Risikoversicherung ist. Sie zahlt, wenn du berufsunfähig wirst, aber wenn nicht, ist das Geld, das du eingezahlt hast, weg. Es ist also keine Sparanlage, bei der du am Ende dein eingezahltes Kapital zurückbekommst. Ein Wechsel ist also primär eine Entscheidung für bessere Konditionen oder Leistungen, nicht für eine Rückerstattung.

Kosten für die neue Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Kosten für deine neue BU hängen von vielen Faktoren ab. Dazu gehören dein Alter, dein Beruf, dein Gesundheitszustand und die Höhe der versicherten Rente. Da du bei einem Wechsel in der Regel älter bist als bei deinem ersten Vertrag, können die Beiträge für die neue Versicherung höher ausfallen, selbst wenn die Bedingungen besser sind. Es ist wichtig, hier genau hinzuschauen und nicht nur auf den reinen Monatsbeitrag zu achten. Die Gesundheitsprüfung ist hier der Knackpunkt. Wenn du Vorerkrankungen hast oder dein Gesundheitszustand sich verschlechtert hat, können Risikozuschläge anfallen oder bestimmte Leistungen ausgeschlossen werden. Das kann den vermeintlich günstigeren Tarif schnell teurer machen als gedacht.

Potenzielle Einsparungen durch günstigere Tarife

Auch wenn es keine Rückerstattung gibt, kann sich ein Wechsel finanziell lohnen. Das passiert, wenn du:

  • einen neuen Vertrag mit deutlich besseren Bedingungen findest, die dir mehr Sicherheit bieten.
  • einen Tarif findest, der trotz ähnlicher Leistungen günstiger ist, weil sich der Markt verändert hat oder du in eine günstigere Berufsgruppe eingestuft wirst.
  • deine bisherige Versicherung die Beiträge stark erhöht hat und du woanders ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis findest.

Es ist aber wichtig, die Gesamtkosten über die gesamte Laufzeit im Blick zu behalten und nicht nur den aktuellen Monatsbeitrag. Manchmal ist ein etwas höherer Beitrag für einen wirklich guten und passenden Schutz die bessere Wahl, als am Ende bei einem günstigeren Vertrag Abstriche machen zu müssen, wenn es wirklich darauf ankommt.

Fazit: Lohnt sich der Wechsel für dich?

Also, am Ende des Tages ist die Entscheidung, ob du deine Berufsunfähigkeitsversicherung wechseln solltest, gar nicht so einfach. Es ist kein Spaziergang, das muss man schon sagen. Wenn du jung und gesund bist und vielleicht merkst, dass dein aktueller Vertrag nicht mehr ganz passt – sei es wegen der Kosten oder weil die Bedingungen veraltet sind – dann kann ein Wechsel wirklich eine gute Idee sein. Aber Vorsicht ist besser als Nachsicht, gerade wenn Vorerkrankungen ins Spiel kommen. Da kann es schnell passieren, dass du am Ende schlechter dastehst als vorher. Denk dran: Prüfen kostet nichts und gibt dir Klarheit. So weißt du wenigstens, ob du mit deinem aktuellen Vertrag gut aufgestellt bist oder ob es sich lohnt, nach besseren Optionen Ausschau zu halten. Am Ende des Tages willst du ja sichergehen, dass du im Ernstfall auch wirklich abgesichert bist, oder?

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