Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließen möchtest, kommst du um die BU Versicherung Selbstauskunft nicht herum. Das ist im Grunde ein Fragebogen, den du ausfüllen musst, damit der Versicherer dein Risiko einschätzen kann. Klingt erstmal einfach, aber hier lauern einige Stolpersteine. Wenn du hier Fehler machst, kann das richtig teuer werden oder sogar dazu führen, dass du im Ernstfall leer ausgehst. Lass uns mal schauen, wie du das Ganze richtig angehst.
Schlüsselgedanken zur BU Versicherung Selbstauskunft
- Die BU Versicherung Selbstauskunft ist ein wichtiger Teil deines Antrags. Sei ehrlich und genau, um spätere Probleme zu vermeiden.
- Gesundheitsfragen sind oft der Knackpunkt. Verschweige nichts, auch wenn es dir unwichtig erscheint. Lieber einmal zu viel angeben als einmal zu wenig.
- Die Abfragezeiträume für deine Gesundheitshistorie können variieren. Meistens geht es um 3-5 Jahre, bei psychischen Themen oder Operationen aber auch 10 Jahre zurück.
- Falsche Angaben können weitreichende Folgen haben: vom Rücktritt des Versicherers bis zur Rückforderung bereits gezahlter Leistungen.
- Eine anonyme Risikovoranfrage ist oft der beste Weg, um deine Situation ohne Risiko prüfen zu lassen, bevor du den eigentlichen Antrag stellst.
Die BU Versicherung Selbstauskunft verstehen
Was ist die BU Versicherung Selbstauskunft?
Die Selbstauskunft im Rahmen einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist im Grunde dein schriftliches Versprechen an den Versicherer. Du gibst darin alle wichtigen Informationen über deine Gesundheit, deinen Beruf und deine Lebensumstände preis. Stell dir das wie ein detailliertes Steckbrief vor, das der Versicherer braucht, um dein persönliches Risiko einschätzen zu können. Diese Angaben sind die Basis für den Vertrag, den ihr miteinander schließt. Ohne diese ehrliche Offenlegung kann der Versicherer dein Risiko nicht bewerten und dir keinen passenden Schutz anbieten. Es ist also kein lästiges Formular, sondern ein zentraler Bestandteil des Antrags.
Warum ist die Selbstauskunft so wichtig?
Die Wichtigkeit der Selbstauskunft kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Sie ist quasi das Fundament, auf dem dein gesamter Versicherungsschutz ruht. Wenn du hier schlampig bist oder gar versuchst, etwas zu verschweigen, kann das gravierende Folgen haben. Stell dir vor, du zahlst jahrelang brav deine Beiträge und wenn du dann wirklich mal berufsunfähig wirst und die Leistung brauchst, stellt sich heraus, dass du damals wichtige Infos nicht angegeben hast. Der Versicherer könnte dann sagen: "Tja, Pech gehabt!" und die Leistung verweigern. Das kann bis zum Rücktritt vom Vertrag führen. Die ehrliche und vollständige Beantwortung der Fragen ist also deine Versicherung für die Versicherung. Es geht darum, dass du im Ernstfall auch wirklich abgesichert bist und keine bösen Überraschungen erlebst.
Die Rolle der Gesundheitsfragen
Die Gesundheitsfragen sind der Kernstück der Selbstauskunft. Hier fragt der Versicherer gezielt nach deinem körperlichen und geistigen Zustand. Das Ziel ist klar: Sie wollen wissen, ob und wie wahrscheinlich es ist, dass du berufsunfähig wirst. Dazu gehören Fragen zu:
- Aktuellen und vergangenen Krankheiten
- Behandlungen und Therapien (auch psychotherapeutische)
- Medikamenteneinnahme
- Arztbesuchen in den letzten Jahren
Diese Fragen sind nicht dazu da, dich zu ärgern, sondern um das Risiko fair zu kalkulieren. Wenn du zum Beispiel eine chronische Erkrankung verschweigst, die deine Arbeitskraft beeinträchtigen könnte, ist das für den Versicherer ein großes Problem. Sie müssen wissen, was sie versichern. Deine Gesundheitshistorie ist also entscheidend für die Risikobewertung.
Vorbereitung auf die Selbstauskunft
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Bevor du dich an die eigentliche Selbstauskunft für deine BU-Versicherung machst, ist eine gute Vorbereitung das A und O. Stell dir vor, du baust ein Haus – da fängst du auch nicht einfach an zu mauern, ohne einen Plan und das richtige Werkzeug zu haben. Genauso ist es hier. Wenn du hier schlamperst, kann das später richtig teuer werden.
Einsicht in die eigene Patientenakte
Das Allerwichtigste zuerst: Du hast ein Recht auf deine eigenen medizinischen Unterlagen. Das ist keine Nettigkeit, sondern dein gutes Recht. Frag bei deinem Hausarzt nach deiner kompletten Patientenakte. Viele Praxen können dir das digital oder ausgedruckt aushändigen. Achte dabei besonders auf:
- Alle Diagnosen, auch wenn es nur Verdachtsdiagnosen waren.
- Die sogenannten ICD-Codes, das sind die offiziellen Kürzel für Krankheiten.
- Notizen, die der Arzt über deine Gespräche oder Befunde gemacht hat.
Ein guter Tipp: Frag direkt nach einer „Auflistung aller Behandlungen der letzten fünf Jahre“. Das macht es dir einfacher, nichts zu vergessen.
Die Bedeutung von ärztlichen Unterlagen
Wenn du schon mal im Krankenhaus warst, eine Operation hattest oder bei einem Spezialisten in Behandlung warst, brauchst du die entsprechenden Berichte. Das sind zum Beispiel Entlassungsbriefe aus dem Krankenhaus, OP-Protokolle oder Befundberichte von Fachärzten. Die Versicherung will genau wissen, was gemacht wurde und wie das Ergebnis aussah. Vergiss auch nicht, eine Liste aller Medikamente zu besorgen, die du genommen hast – und wie lange und in welcher Dosis. Deine Apotheke kann dir da oft weiterhelfen.
Umgang mit Vorerkrankungen
Besonders heikel wird es bei psychischen Problemen oder wenn du schon mal psychologische Hilfe in Anspruch genommen hast. Egal, ob es nur ein paar Sitzungen waren oder eine längere Therapie: Du musst das angeben. Sammle alle Informationen über die Art der Behandlung, wie viele Sitzungen es gab und in welchem Zeitraum. Wenn möglich, hol dir auch einen Abschlussbericht. Wichtig ist hier: Sei ehrlich und sachlich. Beschönige nichts. Auch wenn du dich heute wieder topfit fühlst, die Versicherung will die Fakten wissen. Denk dran: Je besser du vorbereitet bist, desto weniger böse Überraschungen gibt es später.
Häufige Fehler bei der Beantwortung
Das Verschweigen von Behandlungen
Manche Leute denken, sie könnten einfach weglassen, was ihnen unwichtig erscheint. Aber das ist ein Trugschluss. Du bist nicht derjenige, der entscheidet, was für die Versicherung relevant ist – das tut die Versicherung selbst. Selbst wenn du denkst, ein Arztbesuch wegen Rückenschmerzen vor ein paar Jahren war doch nichts Ernstes, oder eine psychische Belastung, die du als kurz und harmlos abgetan hast, musst du das angeben, wenn es in deiner Patientenakte steht. Es zählt, was dokumentiert ist, nicht, was du davon hältst.
Probleme bei psychotherapeutischen Angaben
Besonders heikel sind alle Themen rund um die Psyche. Egal, ob es nur ein einzelnes Beratungsgespräch war, eine Gruppentherapie oder eine Online-Beratung – wenn das innerhalb des Abfragezeitraums liegt, musst du es angeben. Das gilt auch, wenn du dich heute wieder topfit fühlst. Die Versicherung will wissen, was war. Und glaub bloß nicht, dass das niemand merkt. Bei späteren Leistungsfällen wird deine Akte ganz genau unter die Lupe genommen.
Fehlerhafte Angaben zu Diagnosen
Manchmal werden Diagnosen verharmlost. "Rückenschmerzen" klingt harmloser als "Bandscheibenvorfall", das stimmt schon. Aber wenn in deiner Akte der "Bandscheibenvorfall" steht und du nur "Rückenschmerzen" angibst, ist das eine falsche Angabe. Grundsätzlich gilt: Wenn du dir bei einer Angabe unsicher bist, frag lieber nach oder lass es dir von Experten erklären. Unklare oder verharmlosende Angaben führen oft zu Rückfragen und können später zu Problemen führen. Sag die Wahrheit, und zwar so präzise wie möglich. Wenn du den ICD-Code kennst, super. Wenn nicht, frag nach, wie du es am besten formulierst.
Die Abfragezeiträume der Gesundheitsfragen
Wie weit muss ich Angaben machen?
Manche Leute denken, sie müssten nur die letzten drei Jahre angeben. Das stimmt so pauschal nicht. Wie weit du in deiner Vergangenheit zurückblicken musst, hängt von ein paar Dingen ab. Da ist zum einen die Art der Behandlung, die du hattest. Dann spielt die Versicherungsgesellschaft eine Rolle, denn jede hat da ihre eigenen Regeln. Und nicht zuletzt ist das konkrete Antragsformular entscheidend, denn dort steht genau drin, was gefragt wird.
Die gängigen Zeiträume sind:
- Ambulante Arztbesuche (Hausarzt, Facharzt): Meistens musst du hier 3 bis 5 Jahre zurückdenken.
- Stationäre Behandlungen, Operationen oder Reha-Maßnahmen: Hier wird es oft länger, meist 5 bis 10 Jahre.
- Psychotherapeutische Behandlungen: Das ist ein Sonderfall. Hier fragen fast alle Gesellschaften mindestens 10 Jahre zurück, manchmal sogar noch länger, wenn keine klare Diagnose gestellt wurde.
Das klingt vielleicht erstmal überschaubar, aber oft ist es das nicht. Denk mal drüber nach: Bei "ambulant" denken viele nur an eine Erkältung oder Rückenschmerzen. Aber auch ein einmaliger Besuch beim Orthopäden, bei dem vielleicht Bandscheibenprobleme dokumentiert wurden, kann nach vier Jahren noch relevant sein – je nachdem, welche Versicherung du wählst.
Besonderheiten bei psychotherapeutischen Behandlungen
Psychotherapie ist wirklich ein Spezialfall. Egal, ob du nur ein einziges Beratungsgespräch hattest oder zehn Sitzungen – die meisten Versicherer wollen wissen, was in den letzten 10 Jahren passiert ist. Manchmal sogar noch länger, wenn in deiner Akte keine eindeutige Diagnose steht, die die Sache abschließt. Das ist wichtig zu wissen, denn oft unterschätzt man, wie lange solche Behandlungen nachwirken können.
Relevanz von ambulanten und stationären Behandlungen
Bei ambulanten Behandlungen, also Arztbesuchen, die nicht im Krankenhaus stattfinden, fragen die Versicherer meistens nach den letzten drei bis fünf Jahren. Das können Besuche beim Hausarzt, aber auch beim Spezialisten sein. Bei stationären Behandlungen, also wenn du im Krankenhaus warst, Operationen hattest oder eine Reha gemacht hast, schauen die Versicherer oft noch weiter zurück, meistens fünf bis zehn Jahre. Es ist also wichtig, dass du dir überlegst, welche Behandlungen du in diesen Zeiträumen hattest. Das kann von einer Blinddarm-OP bis zu einer längeren Behandlung wegen einer chronischen Krankheit reichen. Jede dieser Angaben kann Einfluss auf deine Versicherung haben.
Konsequenzen falscher Angaben
Rücktritt des Versicherers vom Vertrag
Wenn du bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen schummelst, kann das richtig nach hinten losgehen. Stell dir vor, du hast eine BU-Versicherung abgeschlossen, zahlst brav deine Beiträge, und dann passiert etwas – du wirst berufsunfähig. Wenn der Versicherer dann merkt, dass du bei der Antragstellung wichtige Infos verschwiegen hast, kann er vom Vertrag zurücktreten. Das bedeutet im schlimmsten Fall, dass du keinerlei Leistungen bekommst, obwohl du jahrelang eingezahlt hast. Das ist kein Spaß, denn der Versicherer hat das Recht, den Vertrag rückwirkend aufzulösen, wenn er feststellt, dass du ihn arglistig getäuscht hast. Und das kann er bis zu zehn Jahre nach Vertragsabschluss noch tun.
Anpassung des Beitrags bei leichter Fahrlässigkeit
Nicht jede falsche Angabe ist gleich ein böser Vorsatz. Manchmal sind es einfach nur kleine Fehler oder Ungenauigkeiten, die passieren können, wenn man zum Beispiel nicht ganz genau weiß, wie weit die Abfragezeiträume gehen oder welche Behandlung wirklich relevant ist. Bei leichter Fahrlässigkeit – also wenn du nicht absichtlich getäuscht hast, aber eben doch etwas Wichtiges vergessen oder falsch angegeben hast – muss der Versicherer nicht gleich vom Vertrag zurücktreten. Stattdessen kann er die Beiträge anpassen. Das heißt, du zahlst dann rückwirkend mehr, um das höhere Risiko auszugleichen, das du dem Versicherer verschwiegen hast. Das ist zwar ärgerlich, aber immer noch besser, als wenn der Vertrag komplett platzt.
Folgen von grober Fahrlässigkeit und Vorsatz
Hier wird es richtig ernst. Wenn du wissentlich wichtige Informationen zurückhältst oder bewusst falsche Angaben machst, bewegst du dich im Bereich der groben Fahrlässigkeit oder sogar des Vorsatzes. Bei grober Fahrlässigkeit kann der Versicherer den Vertrag kündigen oder die Leistungen kürzen. Beim Vorsatz, also wenn du ganz klar die Absicht hattest, den Versicherer zu täuschen, ist der Rücktritt vom Vertrag die wahrscheinlichste Folge. Das kann dazu führen, dass du nicht nur keine Leistung erhältst, sondern sogar bereits gezahlte Beiträge verlierst oder im schlimmsten Fall sogar bereits ausgezahlte Leistungen zurückzahlen musst. Es ist also absolut entscheidend, dass du bei deiner Selbstauskunft ehrlich und vollständig bist. Denk dran: Die Versicherung prüft im Leistungsfall deine gesamte Krankengeschichte. Was du heute vielleicht für unwichtig hältst, kann morgen ein Grund für eine Ablehnung sein.
Der Prozess der Risikoprüfung
Was fragen die Versicherer und warum?
Versicherer wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Das ist bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nicht anders. Sie müssen dein Risiko einschätzen können, also die Wahrscheinlichkeit, dass du berufsunfähig wirst. Deshalb stellen sie dir eine Menge Fragen zu deiner Gesundheit und deinem Beruf. Das ist kein Misstrauensvotum, sondern reine Kalkulation. Sie wollen vermeiden, dass sie am Ende für Leute zahlen müssen, die sie vorher nicht einschätzen konnten. Stell dir vor, du verkaufst Äpfel und weißt nicht, ob sie faul sind – du würdest sie auch nicht einfach so verkaufen wollen, oder? Die Fragen sind oft ziemlich detailliert und gehen manchmal weiter zurück, als du dich erinnern kannst. Das hat einen einfachen Grund: Sie wollen ein möglichst vollständiges Bild bekommen.
Die Rolle der vorvertraglichen Anzeigepflicht
Das ist ein wichtiger Punkt, den viele unterschätzen. Die vorvertragliche Anzeigepflicht (§ 19 VVG) besagt im Grunde, dass du dem Versicherer alle Informationen geben musst, die für seine Entscheidung wichtig sind. Und zwar alles, was du weißt oder wissen müsstest. Das klingt erstmal trocken, hat aber massive Auswirkungen. Wenn du hier schummelst – ob absichtlich oder aus Versehen – kann das den ganzen Vertrag platzen lassen. Selbst Jahre später. Das ist kein kleiner Fehler, sondern kann dazu führen, dass der Versicherer vom Vertrag zurücktritt, Leistungen verweigert oder sogar bereits gezahltes Geld zurückfordert. Die Wahrheit ist hier dein bester Freund.
Wie Versicherer Risiken bewerten
Die Versicherer haben ausgeklügelte Systeme, um dein Risiko zu bewerten. Das fängt schon bei den Gesundheitsfragen an. Aber es geht weiter:
- Körperliche und psychische Vorerkrankungen: Jede Diagnose, jede Behandlung, jede Medikation wird genau angeschaut. Besonders psychische Erkrankungen werden oft kritisch beäugt, selbst wenn sie lange her sind und du dich heute topfit fühlst.
- Berufliche Tätigkeit: Nicht nur deine Berufsbezeichnung zählt, sondern auch die genauen Tätigkeiten, die du ausübst. Bist du viel körperlich gefordert? Arbeitest du unter Stress? Das alles fließt in die Bewertung ein.
- Hobbys und Freizeitverhalten: Ja, auch das kann eine Rolle spielen. Gefährliche Hobbys wie Fallschirmspringen oder Extremsportarten können das Risiko erhöhen.
Die Versicherer nutzen diese Informationen, um zu entscheiden, ob sie dich überhaupt versichern, zu welchen Konditionen (z.B. mit einem Zuschlag) oder ob sie bestimmte Risiken ausschließen. Es ist ein komplexer Prozess, der darauf abzielt, für beide Seiten faire Bedingungen zu schaffen – auch wenn es sich für dich manchmal wie eine Prüfung anfühlt.
Anonyme Risikovoranfrage als Alternative
Manchmal hört man ja den Tipp: "Mach doch einfach mal einen Probeantrag, das ist doch nur zum Testen." Klingt erstmal harmlos, oder? Aber Vorsicht, das ist trügerisch. Ein "Probeantrag" ist in Wahrheit ein vollwertiger Antrag, bei dem deine persönlichen Daten, deine Gesundheitsinfos und manchmal sogar deine Bankverbindung erfasst werden. Wenn dann eine Ablehnung, ein Ausschluss oder nur ein Zuschlag zurückkommt, wird das offiziell gespeichert. Das kann dir später bei anderen Versicherern zum Verhängnis werden, wenn die Frage kommt: "Wurde schon mal ein Antrag abgelehnt oder nur mit Einschränkungen angenommen?" Tja, dann stehst du da.
Warum ein Probeantrag keine gute Idee ist
Der Begriff "Probeantrag" suggeriert Unverbindlichkeit, aber die Realität sieht anders aus. Es ist ein vollständiger Antrag, der deine Daten offiziell bei der Versicherung hinterlässt. Kommt es zu einer Ablehnung oder nur zu einer Annahme mit Zuschlägen, wird das vermerkt. Das kann dann bei zukünftigen Anträgen zu Problemen führen, da Versicherer oft nach solchen Einträgen fragen. Ein einziger "Probeantrag" kann also deine Chancen auf eine spätere Absicherung deutlich schmälern.
Der Vorteil der anonymen Risikovoranfrage
Hier kommt die anonyme Risikovoranfrage ins Spiel – der clevere und sichere Weg. Bei diesem Verfahren werden deine Angaben ohne deinen Namen, deine Adresse oder Bankverbindung an passende Versicherer weitergeleitet. Du erhältst konkrete Rückmeldungen, ob eine Annahme, ein Zuschlag, ein Ausschluss oder eine Ablehnung zu erwarten ist – und das völlig ohne Risiko. Niemand weiß, wer du bist, und es werden keine Spuren hinterlassen. Erst wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, starten wir den offiziellen Antrag, und zwar mit klaren Verhältnissen und ohne böse Überraschungen.
Wie eine anonyme Anfrage abläuft
Der Prozess ist eigentlich ganz einfach:
- Du füllst einen Gesundheitsfragebogen aus: Hier gibst du ehrlich und vollständig Auskunft über deine gesundheitliche Vorgeschichte.
- Wir gleichen deine Angaben ab: Wir nutzen unsere Erfahrungswerte und Datenbanken, um passende Versicherer für dich zu finden.
- Anonyme Anfragen werden gestellt: Wir reichen deine Informationen anonym bei diesen Versicherern ein.
- Du erhältst eine Einschätzung: Wir teilen dir mit, wie die Versicherer voraussichtlich reagieren würden (Annahme, Zuschlag, Ausschluss, Ablehnung).
- Erst dann: Tarifwahl und Antrag: Wenn du mit der Einschätzung zufrieden bist, wählen wir gemeinsam den passenden Tarif aus und stellen den offiziellen Antrag.
Professionelle Unterstützung bei der Selbstauskunft
Warum eine Beratung sinnvoll ist
Mal ehrlich, diese Selbstauskunft für die BU-Versicherung kann echt knifflig sein. Man liest die Fragen, und plötzlich kommen einem tausend Dinge in den Sinn, bei denen man sich nicht mehr sicher ist. Habe ich damals wirklich nur wegen einer Grippe beim Arzt war? Oder war da doch mehr? Diese Unsicherheit kann dazu führen, dass man entweder zu viel angibt und unnötig hohe Beiträge zahlt, oder – schlimmer noch – zu wenig angibt und im Ernstfall keinen Schutz hat. Genau hier kommt professionelle Hilfe ins Spiel. Ein Experte, der sich mit diesen Anträgen auskennt, kann dir helfen, Klarheit zu schaffen. Stell dir vor, du müsstest einen komplizierten Steuerfall ohne Steuerberater regeln – so ähnlich kann sich das mit der BU-Selbstauskunft anfühlen.
Unabhängige Beratung für die BU Versicherung
Wenn du dir Hilfe suchst, ist es wichtig, dass diese Beratung auch wirklich neutral ist. Das bedeutet, der Berater ist nicht an bestimmte Versicherungen gebunden und kann dir objektiv sagen, welche Tarife am besten zu deiner Situation passen. Er oder sie schaut sich deine Gesundheitsfragen an und vergleicht die Angebote verschiedener Anbieter, ohne dich in eine bestimmte Richtung drängen zu wollen. Das ist wie beim Autokauf: Du willst ja auch nicht nur die Modelle sehen, die der Händler gerade im Hof hat, sondern das Auto, das wirklich zu dir passt. Eine neutrale Beratung stellt sicher, dass deine individuellen Bedürfnisse im Vordergrund stehen und nicht die Verkaufsziele eines einzelnen Unternehmens.
Wie Experten bei der Antragstellung helfen
Experten können dir auf verschiedene Weisen unter die Arme greifen, wenn es um die Selbstauskunft geht:
- Analyse deiner Vorerkrankungen: Sie helfen dir, deine medizinische Vergangenheit richtig einzuordnen und zu verstehen, welche Informationen für den Versicherer relevant sind.
- Formulierungshilfe: Sie wissen, wie man Diagnosen und Behandlungen korrekt und präzise angibt, ohne zu verharmlosen oder zu übertreiben.
- Risikoeinschätzung: Sie können oft schon vorab einschätzen, ob bestimmte Vorerkrankungen zu Problemen bei der Antragsprüfung führen könnten und wie man damit umgeht.
- Auswahl des richtigen Tarifs: Basierend auf deiner Selbstauskunft und deinen Bedürfnissen finden sie den passenden Tarif und Versicherer für dich.
- Vermeidung von Fehlern: Sie kennen die häufigsten Stolpersteine und helfen dir, diese zu umgehen, damit dein Antrag reibungslos durchgeht.
Die Wahrheit präzise angeben
Warum Verharmlosung gefährlich ist
Manchmal denkst du vielleicht: "Ach, das war doch nichts Ernstes." Oder: "Das ist schon so lange her, das muss ich nicht mehr erwähnen." Aber genau hier liegt eine der größten Fallen bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Wenn du versuchst, gesundheitliche Probleme klein zu reden oder einfach wegzulassen, kann das gravierende Folgen haben. Stell dir vor, du hattest mal ein paar Rückenprobleme, die in deiner Patientenakte als "akute Lumbalgie" vermerkt sind. Wenn du im Antrag nur "Rückenschmerzen" angibst, mag das für dich harmlos klingen. Für den Versicherer ist das aber eine Ungenauigkeit, die später zum Problem werden kann. Die Versicherung entscheidet, was relevant ist, nicht du. Dein Gefühl, dass etwas unwichtig ist, zählt hier leider nicht. Was zählt, ist das, was dokumentiert wurde.
Die Wichtigkeit von präzisen Angaben
Es ist wirklich wichtig, dass du bei den Gesundheitsfragen so genau wie möglich bist. Denk daran, dass die Versicherung deine Angaben nutzt, um das Risiko einzuschätzen. Wenn du hier schlamperst, kann das dazu führen, dass der Vertrag im Ernstfall nicht greift. Was bedeutet das konkret?
- Keine Lücken lassen: Jede Behandlung, jede Diagnose, jede Therapie – auch wenn sie nur kurz war oder du denkst, sie sei abgeschlossen – muss angegeben werden. Das gilt auch für psychotherapeutische Sitzungen, selbst wenn sie schon Jahre zurückliegen und du dich heute topfit fühlst.
- Dokumentation ist entscheidend: Was in deiner Patientenakte steht, ist das Maß aller Dinge. Selbst Verdachtsdiagnosen oder Formulierungen, die dir vielleicht übertrieben vorkommen, müssen im Antrag berücksichtigt werden. Nimm dir die Zeit, deine Akte einzusehen, bevor du den Antrag ausfüllst.
- Fachbegriffe nutzen (wenn bekannt): Wenn du die genaue Diagnose oder den medizinischen Fachbegriff kennst, gib ihn an. Das hilft dem Versicherer, das Risiko besser einzuschätzen und vermeidet Missverständnisse. Wenn du unsicher bist, frag deinen Arzt oder lass dir die ICD-Codes geben.
Umgang mit unklaren Angaben
Manchmal sind die Angaben in der Patientenakte nicht ganz eindeutig, oder du bist dir unsicher, wie du etwas formulieren sollst. Was tun? Erst mal: keine Panik. Aber auch hier gilt: Verharmlosen ist keine Option. Wenn du dir bei einer Angabe unsicher bist, ist es besser, nachzufragen oder eine anonyme Risikovoranfrage zu stellen. So kannst du herausfinden, wie der Versicherer die Information bewertet, ohne dass es sofort in deiner Akte als Antrag vermerkt wird. Denk dran, dass unklare Angaben oft zu Rückfragen führen und den Prozess unnötig verkomplizieren. Im Zweifel lieber einmal zu viel nachgefragt als einmal zu wenig – das schützt dich langfristig vor bösen Überraschungen, wenn du die Leistung wirklich brauchst.
Langfristige Sicherheit durch korrekte Angaben
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Okay, lass uns mal Klartext reden: Die Selbstauskunft ist kein lästiges Übel, das man schnell hinter sich bringen will. Sie ist das Fundament, auf dem dein gesamter Versicherungsschutz ruht. Wenn du hier schlamperst, riskierst du, dass dir im Ernstfall die ganze Bude um die Ohren fliegt. Klingt drastisch? Ist es aber auch.
Vermeidung von bösen Überraschungen
Stell dir vor, du wirst krank, kannst nicht mehr arbeiten und denkst dir: „Super, jetzt greift meine BU-Versicherung.“ Dann kommt die böse Überraschung: Der Versicherer prüft deine Unterlagen und stellt fest, dass du bei der Antragstellung etwas Wichtiges verschwiegen hast. Vielleicht eine alte Rückenverletzung, die du für harmlos hieltest, oder ein paar Sitzungen beim Psychologen, die du vergessen hattest. Was dann passiert? Der Versicherer kann vom Vertrag zurücktreten. Das bedeutet: Keine Leistung für dich, und das Geld, das du jahrelang eingezahlt hast, ist im schlimmsten Fall weg. Die Wahrheit ist dein bester Freund, wenn es um Versicherungen geht.
Sicherstellung des Versicherungsschutzes im Ernstfall
Die Gesundheitsfragen sind dazu da, dass der Versicherer das Risiko einschätzen kann. Wenn du ehrlich und präzise antwortest, hilfst du ihm dabei. Das Ergebnis ist ein Vertrag, der wirklich zu dir passt und dich im Fall der Fälle absichert. Das kann bedeuten:
- Ein angepasster Beitrag, wenn du Vorerkrankungen hast, die das Risiko leicht erhöhen.
- Eine klare Zusage, dass du im Leistungsfall abgesichert bist.
- Keine endlosen Diskussionen oder Nachfragen, wenn du die Versicherung wirklich brauchst.
Ohne korrekte Angaben ist dein Schutz ein Kartenhaus. Ein kleiner Windstoß – und alles bricht zusammen.
Die Selbstauskunft als Grundstein für Leistungen
Denk dran: Die Selbstauskunft ist nicht nur ein Formular, das du ausfüllen musst. Sie ist ein rechtlich bindendes Dokument. Alles, was du dort angibst, wird vom Versicherer als Basis für den Vertrag genommen. Wenn du also von Anfang an ehrlich bist und alle relevanten Informationen lieferst, legst du den Grundstein für eine reibungslose Abwicklung, falls du jemals Leistungen aus deiner BU-Versicherung in Anspruch nehmen musst. Das erspart dir und deiner Familie eine Menge Stress und Sorgen in einer ohnehin schon schwierigen Zeit. Es ist wie beim Hausbau: Ein solides Fundament ist das A und O. Und bei deiner BU-Versicherung ist das die korrekt ausgefüllte Selbstauskunft.
Zusammenfassend: Was du mitnehmen solltest
Also, wir haben uns jetzt durch die Gesundheitsfragen gekämpft. Das Wichtigste, was du mitnehmen solltest: Sei ehrlich. Wirklich. Das mag sich erstmal nach mehr Arbeit anfühlen, aber glaub uns, das ist es wert. Wenn du was verschweigst, kann das später richtig teuer werden, im schlimmsten Fall bist du dann ohne Versicherungsschutz da. Denk dran, die Versicherer dürfen bis zu zehn Jahre nach dem Antrag nachfragen. Also, lieber einmal mehr prüfen, was wirklich in deiner Patientenakte steht, bevor du was angibst. Im Zweifel lieber nachfragen oder uns kontaktieren. Wir helfen dir gern dabei, diesen ganzen Papierkram richtig zu machen, damit du am Ende keine bösen Überraschungen erlebst.

