BU Versicherung bei Burnout – Wann wird gezahlt?

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Ronny Knorr

ISO zertifizierter Sachverständiger & registrierter Versicherungsmakler (IHK)

Strausberg, Deutschland
Tätig seit: 2006
Deutsch
geprüfter Experte

BU Versicherung bei Burnout – Wann wird gezahlt?

Versicherungsberater und Kunde im Gespräch im Büro.

Wenn du dich fragst, ob deine BU-Versicherung bei Burnout zahlt, bist du hier genau richtig. Burnout ist leider keine Seltenheit mehr und kann dich ganz schön aus der Bahn werfen. Plötzlich ist an Arbeit nicht mehr zu denken und die Sorge um die Finanzen kommt noch dazu. Wir schauen uns an, wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) dir in so einer Situation helfen kann und worauf du achten musst. Denn es ist ein Unterschied, ob du nur krank bist oder wirklich nicht mehr arbeiten kannst.

Wichtige Punkte zur BU Versicherung bei Burnout

  • Eine BU-Versicherung kann dir helfen, deinen Lebensstandard zu halten, wenn du wegen Burnout nicht mehr arbeiten kannst. Psychische Erkrankungen sind ein häufiger Grund für Berufsunfähigkeit.
  • Nach 6 Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber und 72 Wochen Krankengeld von der Kasse wird es ohne BU-Schutz finanziell eng. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht oft nicht aus.
  • Damit deine BU-Versicherung bei Burnout zahlt, muss die Berufsunfähigkeit ärztlich festgestellt und im Vertrag anerkannt sein. Achte auf Klauseln zu psychischen Erkrankungen.
  • Der Antragsprozess kann bei psychischen Leiden kompliziert sein. Oft sind detaillierte Nachweise nötig, und manchmal hilft ein Anwalt für Versicherungsrecht.
  • Eine spezielle Burnout-Zusatzversicherung, wie sie SIMTAL anbot, ist keine BU-Absicherung, sondern eine Ergänzung, die z.B. Therapiekosten deckt. Sie ist vor allem für gesetzlich Versicherte interessant.

Die Rolle der BU-Versicherung bei Burnout

Was bedeutet Burnout im Kontext der Berufsunfähigkeit?

Burnout ist mehr als nur ein vorübergehendes Gefühl der Erschöpfung. Im Grunde ist es ein Zustand, der durch chronischen Stress am Arbeitsplatz entsteht und nicht erfolgreich bewältigt wurde. Wenn du unter Burnout leidest, fühlst du dich oft ausgelaugt, zynisch gegenüber deinem Job und hast das Gefühl, nichts mehr leisten zu können. Das kann dazu führen, dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst, und genau hier kommt die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ins Spiel. Sie soll dich absichern, wenn du wegen einer Krankheit, und dazu zählt auch Burnout, deinen Job nicht mehr machen kannst.

Warum ist eine BU-Versicherung bei Burnout so wichtig?

Psychische Erkrankungen, und Burnout ist eine davon, sind mittlerweile die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Das ist eine ernste Sache, denn wenn du nicht mehr arbeiten kannst, fällt dein Einkommen weg. Ohne eine BU-Versicherung stehst du dann ziemlich schnell ohne Geld da. Die Versicherung zahlt dir dann eine monatliche Rente, die dir hilft, deinen Lebensstandard zu halten. Das ist besonders wichtig, weil die staatliche Absicherung oft nicht ausreicht, um deine laufenden Kosten zu decken. Stell dir vor, du kannst nicht mehr arbeiten – die BU-Rente ist dann dein finanzielles Sicherheitsnetz.

Die BU-Versicherung als Absicherung des Lebensstandards

Wenn du berufsunfähig wirst, ist das nicht nur ein gesundheitliches Problem, sondern auch ein finanzielles. Deine monatlichen Ausgaben laufen ja weiter, egal ob Miete, Kredite oder einfach nur der tägliche Bedarf. Eine BU-Versicherung hilft dir dabei, genau diesen Lebensstandard zu halten. Sie zahlt dir eine vereinbarte Rente, die du flexibel einsetzen kannst. Das gibt dir die Sicherheit, dich auf deine Genesung konzentrieren zu können, ohne dir ständig Sorgen um Geld machen zu müssen. Ohne diese Absicherung kann eine Berufsunfähigkeit schnell zu einer finanziellen Katastrophe führen, und das will ja niemand.

Leistungen im Ernstfall: Wer zahlt bei Burnout?

Wenn du an Burnout erkrankst, stellt sich natürlich die Frage, wer dich finanziell auffängt. Das ist ein wichtiger Punkt, denn die Genesung kann dauern und du bist vielleicht eine Weile nicht arbeitsfähig.

Zuerst einmal springt dein Arbeitgeber ein. Für die ersten sechs Wochen deiner Krankschreibung zahlt er dir dein normales Gehalt weiter. Das ist eine gute erste Unterstützung.

Danach übernimmt die gesetzliche Krankenkasse. Sie zahlt dir Krankengeld für bis zu 72 Wochen. Das ist schon eine ganze Menge Zeit, aber rechne damit, dass das Krankengeld meist niedriger ist als dein volles Gehalt. Wenn du privat versichert bist, ist eine Krankentagegeldversicherung hier Gold wert, denn die gesetzliche Kasse greift dann nicht.

Und dann wird es knifflig: Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Die ist oft nicht mehr als 30 bis 40 Prozent deines letzten Bruttogehalts. Das reicht für viele nicht aus, um ihren Lebensstandard zu halten. Gerade bei psychischen Erkrankungen wie Burnout kann es sein, dass du diese Rente bekommst, aber sie ist eben kein Luxus. Deshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) so wichtig, um diese Lücke zu schließen.

Kurz zusammengefasst, was du erwarten kannst:

  • Arbeitgeber: Zahlt die ersten 6 Wochen dein volles Gehalt.
  • Krankenkasse (gesetzlich): Zahlt danach Krankengeld für bis zu 72 Wochen.
  • Private Krankentagegeldversicherung: Springt ein, wenn du privat versichert bist und die Krankenkasse nicht zahlt.
  • Gesetzliche Erwerbsminderungsrente: Ein Auffangnetz, aber oft mit deutlich weniger Geld.

Es ist also ein gestaffeltes System, und die BU-Versicherung ist dein wichtigster Partner, wenn die anderen Leistungen nicht mehr ausreichen.

Voraussetzungen für die Leistung der BU-Versicherung

Okay, lass uns mal Klartext reden: Wann zahlt deine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) eigentlich, wenn du wegen Burnout nicht mehr arbeiten kannst? Das ist nicht immer so einfach, wie man denkt. Die Versicherer haben da ihre ganz eigenen Regeln und Kriterien, die du kennen solltest.

Diagnose Burnout und ihre Anerkennung

Das Wichtigste zuerst: Dein Burnout muss als Berufsunfähigkeit anerkannt werden. Das heißt, ein Arzt muss das diagnostizieren und bestätigen, dass du deinen Job deswegen nicht mehr ausüben kannst. Aber Achtung: Nicht jede Diagnose reicht automatisch aus. Die Versicherer schauen da genau hin. Manchmal ist es sogar schwierig, überhaupt eine BU abzuschließen, wenn du schon mal psychische Probleme hattest oder eine Therapie gemacht hast. Manche Versicherer schließen dann psychische Erkrankungen als Leistungsgrund aus – du zahlst zwar weiter, aber im Ernstfall gibt’s kein Geld. Das ist zwar besser als gar keine Absicherung, aber eben auch nicht ideal.

Mindestdauer und Schweregrad der Berufsunfähigkeit

Die Versicherer wollen wissen, ob deine Berufsunfähigkeit auch wirklich dauerhaft ist. Eine kleine Auszeit, weil du mal ein paar Tage platt bist, reicht da nicht. In der Regel musst du nachweisen können, dass du deinen Beruf zu mindestens 50 Prozent für eine bestimmte Zeit, oft mindestens sechs Monate, nicht mehr ausüben kannst. Das ist eine ärztliche Einschätzung, aber der Versicherer kann auch eigene Gutachter beauftragen. Es geht also nicht nur darum, dass du krank bist, sondern auch wie lange und wie stark dich das Ganze einschränkt.

Vertragsprüfung: Ausschluss psychischer Erkrankungen

Das ist ein Knackpunkt, gerade bei Burnout. Viele BU-Verträge haben Klauseln, die psychische Erkrankungen entweder ganz ausschließen oder nur unter bestimmten Bedingungen leisten. Das musst du unbedingt im Kleingedruckten checken! Wenn du eine BU abschließt, solltest du genau darauf achten, ob psychische Leiden mitversichert sind oder ob es da Einschränkungen gibt. Manchmal ist es möglich, einen Vertrag mit einem solchen Ausschluss zu bekommen, aber das bedeutet eben, dass du im Falle eines Burnouts leer ausgehst. Es ist also super wichtig, dass du deinen Vertrag kennst und weißt, was drinsteht, bevor du ihn unterschreibst.

Der Prozess der BU-Leistungsbeantragung bei Burnout

Nachweis der Berufsunfähigkeit bei psychischen Leiden

Wenn du wegen eines Burnouts oder einer ähnlichen psychischen Erkrankung nicht mehr arbeiten kannst, ist der Prozess, um Leistungen von deiner Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zu erhalten, oft knifflig. Anders als bei einem Beinbruch, wo ein Gips und ein Arztzeugnis reichen, sind psychische Leiden schwerer zu belegen. Du musst deiner Versicherung glaubhaft machen, dass du wirklich nicht mehr in der Lage bist, deinen Beruf auszuüben. Das bedeutet, du brauchst detaillierte ärztliche Gutachten, die den Schweregrad deiner Erkrankung und die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit klar darlegen. Oftmals sind das nicht nur ein paar Seiten Papier, sondern eine ganze Akte, die du zusammenstellen musst. Das kann, gerade wenn du dich eh schon schlecht fühlst, eine echte Hürde sein.

Herausforderungen bei der Antragsstellung

Die Antragsstellung selbst kann schon eine Herausforderung darstellen. Stell dir vor, du kämpfst mit Erschöpfung, Antriebslosigkeit und Konzentrationsproblemen – und dann sollst du detaillierte Formulare ausfüllen, die oft sehr spezifische Fragen stellen. Viele Versicherer sehen psychische Erkrankungen mit Skepsis, was den Prozess zusätzlich erschwert. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Anträge abgelehnt werden, weil die Nachweise nicht ausreichen oder die Versicherung die Diagnose anzweifelt. Manchmal wird auch argumentiert, dass die Krankheit nicht schwer genug ist oder eine baldige Genesung erwartet wird. Das kann frustrierend sein, besonders wenn du dich wirklich am Ende deiner Kräfte fühlst.

Die Rolle eines Anwalts im Versicherungsrecht

Wenn du merkst, dass der Prozess zu kompliziert wird oder deine Versicherung sich querstellt, ist es oft ratsam, sich professionelle Hilfe zu holen. Ein Anwalt, der sich auf Versicherungsrecht spezialisiert hat, kann dir dabei helfen, deine Ansprüche durchzusetzen. Sie kennen die Tücken der Verträge und die typischen Argumente der Versicherer. Ein Anwalt kann:

  • Deine Unterlagen prüfen und sicherstellen, dass alles vollständig und korrekt ist.
  • Mit der Versicherung kommunizieren und deine Situation klar darstellen.
  • Dich im Falle einer Ablehnung vertreten und gegebenenfalls Klage einreichen.

Das Ziel ist, dass du dich auf deine Genesung konzentrieren kannst, während jemand anderes sich um den Papierkram und die Auseinandersetzung mit der Versicherung kümmert. Das kann dir viel Stress ersparen und deine Chancen auf eine Leistung erhöhen.

Die SIMTAL Burnout-Versicherung: Eine Ergänzung

Was die SIMTAL-Versicherung leistet

Okay, lass uns mal über die SIMTAL Burnout-Versicherung sprechen. Das ist kein Ersatz für eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), sondern eher eine Art Zusatzversicherung. Stell dir das so vor: Wenn du merkst, dass es dir psychisch nicht gut geht, vielleicht Richtung Burnout, dann soll diese Versicherung dir schnell helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Sie übernimmt zum Beispiel die Kosten für bis zu 24 Therapiesitzungen, und das als Privatpatient. Das ist ein ziemlicher Vorteil, denn die Wartezeiten für einen Therapieplatz bei der gesetzlichen Krankenkasse können ja ewig dauern, manchmal 6 bis 12 Monate. Mit SIMTAL soll es oft nur einen Monat dauern, bis du mit einem Spezialisten sprechen kannst. Sie helfen dir auch bei der Suche nach einem Therapeuten, der sich wirklich mit Burnout auskennt.

Abgrenzung zur klassischen BU-Versicherung

Der Hauptunterschied zur BU ist, dass die SIMTAL-Versicherung nicht deine Arbeitskraft absichert, wenn du wirklich berufsunfähig wirst. Sie zahlt dir also keine monatliche Rente, wenn du deinen Job nicht mehr machen kannst. Stattdessen liegt der Fokus klar auf der Prävention und schnellen Behandlung. Das Ziel ist, dass du gar nicht erst in die Situation kommst, berufsunfähig zu werden. Sie ist also eher eine Art Soforthilfe-Paket für deine Psyche, das dir hilft, gesund zu bleiben oder schnell wieder gesund zu werden. Eine BU-Versicherung zahlt bei Berufsunfähigkeit, die SIMTAL-Versicherung unterstützt dich bei der Bewältigung psychischer Belastungen.

Für wen ist diese Zusatzversicherung sinnvoll?

Diese Versicherung ist vor allem für Leute interessant, die in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind. Warum? Weil du dort oft lange auf einen Therapieplatz warten musst. Wenn du privat versichert bist und deine Versicherung Psychotherapie abdeckt, brauchst du das wahrscheinlich nicht. Grundsätzlich kann sie jeder Berufstätige, Student oder Auszubildende zwischen 18 und 55 Jahren abschließen. Nicht geeignet ist sie für Arbeitslose, Rentner oder Hausfrauen. Die Beiträge sind übrigens ziemlich stabil und nicht vom Alter oder Gesundheitszustand abhängig, was sie recht zugänglich macht. Es gibt aber ein paar Gesundheitsfragen, die sich nur auf die Psyche beziehen. Wenn du da in den letzten Jahren bestimmte Probleme hattest, könnte es sein, dass du abgelehnt wirst.

Prävention und die Bedeutung für Versicherer

Versicherungsberater und Kunde im Gespräch im Büro.

Die Rolle von Präventionsmaßnahmen

Manchmal fühlt es sich an, als würden wir erst dann aktiv, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, oder? Bei Burnout und psychischen Erkrankungen ist das oft nicht anders. Viele Menschen scheuen sich davor, Präventionsangebote wahrzunehmen, vielleicht weil sie die Problematik noch nicht ganz wahrhaben wollen oder weil sie denken, es betrifft sie eh nicht. Das ist schade, denn gerade bei solchen Themen ist Vorbeugen Gold wert.

Vorteile für Versicherungsnehmer und Versicherer

Eigentlich ist es doch eine Win-Win-Situation, oder? Wenn Versicherer mehr in Präventionsprogramme investieren, profitieren davon alle. Für dich als Versicherungsnehmer bedeutet das, dass du vielleicht gar nicht erst in die Situation kommst, deine BU-Versicherung in Anspruch nehmen zu müssen. Du bekommst Unterstützung, bevor es richtig schlimm wird. Und für die Versicherung? Weniger Fälle von Berufsunfähigkeit bedeuten auch weniger Auszahlungen. Langfristig kann sich das sogar positiv auf die Beiträge auswirken.

  • Weniger Krankheitsfälle: Durch gezielte Maßnahmen können psychische Belastungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.
  • Stabilere Beiträge: Wenn weniger Menschen berufsunfähig werden, müssen die Versicherer weniger Geld auszahlen, was die Beiträge stabil halten oder sogar senken kann.
  • Gesündere Gesellschaft: Prävention fördert das allgemeine Wohlbefinden und kann zu einer gesünderen Arbeitswelt beitragen.

Wie Prävention die Beiträge beeinflussen kann

Stell dir vor, deine Versicherung würde dir nicht nur im Ernstfall helfen, sondern dich auch aktiv dabei unterstützen, gesund zu bleiben. Das ist die Idee hinter Präventionsangeboten. Wenn Versicherer merken, dass ihre Kunden durch solche Programme seltener ausfallen, könnten sie theoretisch die Beiträge für alle senken. Das ist ein starkes Argument dafür, dass Versicherungen sich mehr als reine Absicherer und weniger als reine Geldzahler sehen sollten. Sie könnten zu echten Partnern für deine Gesundheit werden. Das Ziel sollte sein, dass die Erkrankung gar nicht erst entsteht.

Abschluss einer BU-Versicherung trotz Vorerkrankung

Versicherungsberater spricht mit Kunde im Büro

Die Haltung von Versicherern zu psychischen Vorerkrankungen

Wenn du schon mal mit Burnout oder einer anderen psychischen Erkrankung zu kämpfen hattest, dann weißt du wahrscheinlich, wie schwierig es sein kann, überhaupt an den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zu denken. Viele Versicherer sehen das ähnlich und winken bei bekannten psychischen Vorerkrankungen erstmal ab. Das ist echt frustrierend, denn gerade dann wäre eine Absicherung doch so wichtig, oder?

Umdenken bei BU-Versicherern gefordert

Es ist schon so, dass die Versicherungsbranche hier ein bisschen hinterherhinkt. Früher waren psychische Leiden oft gar kein Thema, heute werden sie zwar anerkannt, aber die Hürden für den Abschluss einer BU sind trotzdem hoch. Manchmal ist es fast unmöglich, eine Versicherung zu bekommen, wenn du in den letzten Jahren wegen einer psychischen Erkrankung in Behandlung warst. Das gilt oft neutral davon, wie schlimm es war oder wie die Behandlung verlief.

Manchmal gibt es aber doch noch Wege:

  • Leistungsausschluss für psychische Erkrankungen: Einige wenige Versicherer bieten dir eine BU an, aber mit der Einschränkung, dass sie nicht zahlt, wenn du wegen einer psychischen Erkrankung berufsunfähig wirst. Das ist zwar nicht ideal, aber besser als gar keine Absicherung. Die Beiträge sind dann meist normal, aber im Ernstfall eben ohne Leistung für psychische Leiden.
  • Gesundheitsprüfung genau nehmen: Sei bei der Antragsstellung ehrlich und beantworte alle Fragen zu deiner Gesundheit so genau wie möglich. Wenn du etwas verschweigst und es später rauskommt, kann das im Leistungsfall richtig Ärger geben.

Die Bedeutung einer erfolgreichen Therapie

Wenn du eine psychische Erkrankung hinter dir hast, ist eine abgeschlossene und erfolgreiche Therapie Gold wert. Das zeigt dem Versicherer, dass du dich aktiv um deine Gesundheit gekümmert hast und stabil bist. Das kann die Chancen erhöhen, doch noch eine BU zu bekommen, vielleicht sogar ohne zu viele Einschränkungen. Es ist also wichtig, dass du nachweisen kannst, dass es dir wieder besser geht und du stabil im Leben stehst. Das ist zwar keine Garantie, aber es verbessert deine Situation ungemein.

Kosten und Bedingungen der SIMTAL-Versicherung

Monatliche Beiträge und Beitragsanpassungen

Wenn du über die SIMTAL Burnout-Versicherung nachdenkst, fragst du dich sicher zuerst, was das Ganze kostet. Die gute Nachricht ist: Die Beiträge sind ziemlich stabil und nicht vom Alter abhängig. Das bedeutet, egal ob du 30 oder 50 bist, der Grundpreis bleibt gleich. Das ist schon mal ein Pluspunkt, finde ich. Der Basisbeitrag liegt bei schlappen 11,90 Euro im Monat. Aber Achtung, es gibt ein paar Aufschläge:

  • Führungsposition: Bist du in einer leitenden Rolle tätig, erhöht sich der Beitrag auf 13,90 Euro pro Monat.
  • Bestimmte Branchen: Arbeitest du zusätzlich in Bereichen wie Pflege, Sozialwesen, Callcenter, Dialogmarketing oder im Vertrieb, zahlst du 14,90 Euro im Monat.

Was den Beitrag nicht beeinflusst, ist dein aktueller Gesundheitszustand. Hier gibt es nur ein Ja oder Nein – entweder du wirst angenommen oder abgelehnt. Eine Anpassung der Beiträge im Laufe der Zeit ist bei dieser speziellen Versicherung nicht vorgesehen, was die Planung erleichterert.

Wartezeiten und Vertragslaufzeiten

Bevor du die Leistungen der SIMTAL Burnout-Versicherung in Anspruch nehmen kannst, gibt es eine Wartezeit. Diese beträgt in der Regel drei Monate. Das ist eine übliche Praxis bei solchen Versicherungen, um Missbrauch zu vermeiden. Nach Ablauf dieser drei Monate bist du dann aber abgesichert.

Die Vertragslaufzeit ist ziemlich flexibel gestaltet. Nach den ersten zwölf Monaten kannst du den Vertrag jederzeit zum Ende des jeweiligen Monats kündigen. Das gibt dir eine gute Flexibilität, falls sich deine Situation ändert oder du mit dem Angebot nicht mehr zufrieden bist. Der Vertrag endet auch, wenn du die vereinbarten Therapiestunden (bis zu 24 im ersten Jahr, danach weitere 24 nach einem Jahr Pause) in Anspruch genommen hast oder im Todesfall. Das Wichtigste hierbei ist, dass diese Versicherung keine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung ist, sondern eine Ergänzung, die dir helfen soll, schnell wieder gesund zu werden.

Gesundheitsfragen und Annahmepolitik

Bei der Beantragung der SIMTAL Burnout-Versicherung werden Gesundheitsfragen gestellt, die sich allerdings ausschließlich auf deine psychische Gesundheit beziehen. Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen Versicherungen. Du wirst zum Beispiel gefragt, ob du in den letzten fünf Jahren wegen psychischer Probleme beraten oder behandelt wurdest, wie viele Therapiesitzungen du hattest oder ob dir Medikamente verschrieben wurden. Auch die Krankschreibung wegen psychischer Leiden spielt eine Rolle.

Einige Antworten können zur Ablehnung führen. Dazu gehören beispielsweise geplante psychische Behandlungen, eine Krankengeschichte mit mehr als fünf Tagen Krankschreibung wegen psychischer Probleme in den letzten fünf Jahren oder eine Behandlung wegen Drogen- oder Alkoholkonsums. Die Annahmepolitik ist also nicht ganz unproblematisch, aber im Vergleich zu einer BU-Versicherung oft weniger streng, wenn es um Vorerkrankungen geht. Wenn du diese Hürden meisterst, erhältst du Versicherungsschutz. Vorerkrankungen in anderen gesundheitlichen Bereichen sind für diese spezielle Burnout-Versicherung nicht relevant.

Was bleibt also?

Also, wenn du dir Sorgen um deine Arbeitskraft machst, besonders wegen Dingen wie Burnout, ist es echt wichtig, dass du dich absicherst. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist da ein guter Anfang, aber du musst genau hinschauen, was drinsteht. Die Sache mit der separaten Burnout-Versicherung von SIMTAL scheint ja vom Tisch zu sein, was schade ist, aber es zeigt, dass die Versicherer langsam aufwachen müssen. Denk dran: Prävention ist das A und O. Wenn du dich gut um dich selbst kümmerst, ist das am besten für alle. Aber falls doch mal was passiert, brauchst du eben die richtige Absicherung. Also, informier dich gut und triff eine Entscheidung, die zu dir passt.

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