Berufsunfähigkeitsversicherung bei psychischen Erkrankungen – Was solltest du wissen?

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Ronny Knorr

ISO zertifizierter Sachverständiger & registrierter Versicherungsmakler (IHK)

Strausberg, Deutschland
Tätig seit: 2006
Deutsch
geprüfter Experte

Berufsunfähigkeitsversicherung bei psychischen Erkrankungen – Was solltest du wissen?

Versicherungsberater spricht mit Kunde über psychische Erkrankungen.

Hey du! Wenn du dir Gedanken über eine Berufsunfähigkeitsversicherung machst und vielleicht schon mal psychische Probleme hattest oder gerade in Behandlung bist, dann bist du hier genau richtig. Das Thema ist gar nicht so einfach, denn Versicherer schauen da oft genauer hin. Aber keine Panik, wir klären dich auf, was du wissen musst und wie du trotzdem eine gute Absicherung bekommen kannst. Lass uns mal schauen, was wichtig ist, damit du am Ende nicht dumm dastehst.

Key Takeaways

  • Psychische Erkrankungen sind ein häufiger Grund für Berufsunfähigkeit. Eine frühzeitige Absicherung, bevor Probleme auftreten, ist daher am besten.
  • Ein laufende Psychotherapie macht den Abschluss einer BU-Versicherung schwierig. Oft ist nur eine Police mit einem Ausschluss für psychische Leiden möglich.
  • Ehrlichkeit im Antrag ist super wichtig. Gib alle psychischen Vorerkrankungen und Behandlungen an, auch wenn sie nur kurz waren. Falsche Angaben können im Leistungsfall zum Problem werden.
  • Eine saubere Aufbereitung deiner Gesundheitsdaten und professionelle Beratung durch Experten sind entscheidend, um die Chancen auf eine Annahme zu erhöhen.
  • Auch mit einer psychischen Vorerkrankung ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung oft möglich, manchmal mit einem Leistungsausschluss. Eine Absicherung ist meist besser als gar keine.

Die Relevanz psychischer Erkrankungen für die Berufsunfähigkeit

Psychische Leiden als häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit

Manchmal fühlt es sich an, als würde die Arbeitswelt immer schneller und fordernder. Das bleibt nicht ohne Folgen für unsere Psyche. Tatsächlich sind psychische Erkrankungen mittlerweile die häufigste Ursache dafür, dass Menschen ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Das ist eine Zahl, die man erstmal sacken lassen muss: Über ein Drittel aller Berufsunfähigkeitsfälle gehen auf das Konto von psychischen Problemen. Das ist ein deutlicher Anstieg in den letzten Jahren, und es zeigt, wie wichtig dieses Thema ist.

Die Zunahme psychischer Erkrankungen in der Arbeitswelt

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Immer mehr Menschen leiden unter psychischen Belastungen. Stress, Leistungsdruck und ständige Erreichbarkeit hinterlassen Spuren. Das führt dazu, dass immer mehr Arbeitsunfähigkeitstage auf psychische Ursachen zurückzuführen sind. Depressionen und Angststörungen sind da nur die Spitze des Eisbergs. Es ist ein Trend, der uns alle betrifft, ob direkt oder indirekt.

Die Bedeutung der Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Vorerkrankung

Gerade weil psychische Erkrankungen so häufig sind, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) umso wichtiger. Aber was, wenn man schon eine psychische Vorerkrankung hat oder gerade in Therapie ist? Viele denken dann, dass eine BU-Versicherung sowieso nicht mehr möglich ist. Das stimmt so nicht ganz. Auch mit einer psychischen Vorgeschichte gibt es Wege, sich abzusichern. Es ist zwar nicht immer einfach, aber es ist machbar. Wichtig ist, dass man sich gut informiert und ehrlich ist. Die gute Nachricht ist: Selbst wenn eine Absicherung mit Einschränkungen erfolgt, ist das oft besser als gar keine Absicherung zu haben.

Herausforderungen beim Abschluss einer BU-Versicherung mit psychischer Vorerkrankung

Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließen möchtest und bereits Erfahrungen mit psychischen Problemen gemacht hast, stehst du vor einigen Hürden. Versicherer sehen bei psychischen Erkrankungen oft genauer hin, und das kann den Antragsprozess komplizierter machen. Es ist nicht immer einfach, hier eine passende Absicherung zu finden, aber lass uns mal schauen, woran das liegt und was du wissen solltest.

Warum Psychotherapie oft zur Ablehnung führt

Eine laufende oder erst kürzlich abgeschlossene Psychotherapie ist für Versicherer ein klares Signal, dass ein erhöhtes Risiko besteht. Sie fragen sich: Könnte diese Erkrankung dazu führen, dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst? Die bloße Tatsache, dass du Hilfe gesucht hast, kann schon zu einer Ablehnung führen, auch wenn es dir heute wieder gut geht. Das liegt daran, dass die Versicherer oft auf die Vergangenheit schauen und das Risiko einer Wiedererkrankung nicht ganz ausschließen können. Es ist, als würdest du versuchen, eine Versicherung für dein Auto abzuschließen, nachdem du gerade einen kleinen Unfall hattest – die Prämie steigt oder die Versicherung will dich gar nicht erst versichern.

Die Rolle der Krankenakte bei der Antragsprüfung

Deine Krankenakte ist quasi dein medizinisches Tagebuch, und die Versicherer wollen da natürlich reinschauen. Sie fordern in der Regel Auskünfte von deinen Ärzten an, um ein klares Bild von deinem Gesundheitszustand zu bekommen. Wenn dort Einträge über psychische Behandlungen zu finden sind, wird das genau geprüft. Die Art der Erkrankung, die Dauer der Therapie, ob Medikamente eingenommen wurden und wie stabil dein Zustand ist – all das spielt eine Rolle. Eine lückenlose und ehrliche Darstellung deiner Krankengeschichte ist hier Gold wert, auch wenn es unangenehm sein mag, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Manchmal sind es nur wenige Sitzungen wegen einer akuten Lebenskrise, manchmal eine längere Behandlung wegen einer Depression. Der Versicherer muss das einschätzen können.

Die Tücken wiederholter Antragsablehnungen

Wenn dein Antrag mehrmals abgelehnt wird, kann das frustrierend sein. Jede Ablehnung wird nämlich auch von anderen Versicherern registriert, wenn du das Pech hast, dass sie diese Information weitergeben. Das kann es dann noch schwieriger machen, überhaupt noch eine Versicherung zu finden. Manche Versicherer fragen auch nach, ob du schon mal eine Ablehnung erhalten hast. Es ist daher wichtig, von Anfang an gut vorbereitet zu sein und die richtigen Schritte zu gehen, um unnötige Ablehnungen zu vermeiden. Manchmal ist es besser, erst einmal eine anonyme Risikovoranfrage zu stellen, bevor man den offiziellen Antrag einreicht. So erfährst du, wie die Versicherer deine Situation einschätzen, ohne dass es in deiner Akte vermerkt wird.

Offenheit und Ehrlichkeit im Antragsprozess

Welche psychischen Erkrankungen müssen angegeben werden?

Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließen möchtest und in der Vergangenheit psychische Probleme hattest oder aktuell damit kämpfst, ist Ehrlichkeit im Antragsprozess das A und O. Es reicht nicht, nur die Diagnosen anzugeben, die dir gerade einfallen. Du musst alle bekannten Beschwerden und Diagnosen offenlegen, auch wenn sie dir vielleicht nicht mehr so relevant erscheinen. Denk daran, dass Versicherer oft nach der Art der Erkrankung, der Dauer der Behandlung und der eingenommenen Medikamente fragen. Selbst wenn du nur ein Beratungsgespräch hattest oder eine Überweisung zu einem Therapeuten bekommen hast, kann das schon relevant sein. Im Zweifel lieber zu viel als zu wenig angeben.

Die Wichtigkeit wahrheitsgemäßer Angaben im Gesundheitsfragebogen

Der Gesundheitsfragebogen ist dein wichtigstes Dokument im Antragsprozess. Hier gibst du Auskunft über deinen Gesundheitszustand. Wenn du hier etwas verschweigst oder falsch angibst, kann das gravierende Folgen haben. Stell dir vor, du hast eine psychische Erkrankung verschwiegen und bekommst später eine BU-Rente wegen genau dieser Erkrankung. Der Versicherer kann dir dann die Leistung verweigern, den Vertrag anfechten oder sogar kündigen. Das ist nicht nur finanziell ärgerlich, sondern kann auch bedeuten, dass du nie wieder eine BU-Versicherung bekommen wirst. Versicherer tauschen sich übrigens über ein System namens HIS (Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft) aus. Wenn ein Antrag abgelehnt wurde, wissen das andere Gesellschaften oft auch. Sei also lieber von Anfang an transparent.

Konsequenzen von Falschangaben im Leistungsfall

Die Konsequenzen von Falschangaben im Antrag können wirklich übel sein. Wenn du im Leistungsfall, also wenn du berufsunfähig wirst und die Rente beantragst, falsche Angaben machst oder etwas verschwiegen hast, kann das dazu führen, dass der Versicherer die Zahlung verweigert. Das ist besonders bitter, wenn du wirklich auf die Rente angewiesen bist. Aber es geht noch weiter: Der Versicherer kann den Vertrag rückwirkend anfechten, wenn er nachweisen kann, dass er bei korrekten Angaben den Vertrag gar nicht oder nur mit anderen Konditionen (z.B. höheren Beiträgen oder einem Ausschluss) abgeschlossen hätte. Im schlimmsten Fall kann der Vertrag sogar komplett aufgelöst werden. Das bedeutet dann nicht nur keine Rente, sondern auch, dass du das eingezahlte Geld vielleicht nicht oder nur teilweise zurückbekommst. Und wie gesagt, die Chance, danach noch eine BU zu bekommen, sinkt gegen Null.

Die Situation bei laufender Psychotherapie

Wenn du dich gerade mitten in einer Psychotherapie befindest, ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) eine echte Herausforderung. Die Versicherer sehen das oft kritisch, denn eine laufende Behandlung deutet für sie auf ein bestehendes Risiko hin. Das bedeutet in der Regel, dass du die psychischen Leiden bei Vertragsabschluss nicht mitversichern kannst.

Warum ein Abschluss während der Therapie schwierig ist

Stell dir vor, du bist mitten in einem Prozess, der dir helfen soll, wieder gesund zu werden. Genau in dieser Phase fragst du bei einer Versicherung an. Die Versicherer sehen das so: Wenn du gerade in Behandlung bist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du berufsunfähig wirst, höher. Sie wollen kein Risiko eingehen, das sie nicht einschätzen können. Daher ist es fast immer so, dass du eine BU nur mit einem Ausschluss für psychische Erkrankungen bekommen kannst. Das heißt, wenn du wegen einer psychischen Sache berufsunfähig wirst, zahlt die Versicherung nicht. Das ist natürlich nicht ideal, aber besser als gar keine Absicherung.

Die Notwendigkeit einer Ausschlussklausel für psychische Leiden

Eine Ausschlussklausel für psychische Leiden ist bei einer laufenden Therapie fast unvermeidlich. Das ist wie ein kleiner Vermerk im Vertrag, der sagt: "Für diese Dinge zahlen wir nicht." Das kann sich auf verschiedene psychische Erkrankungen beziehen, je nachdem, was in deiner Akte steht. Manchmal gibt es die Möglichkeit, dass diese Klausel nach einer gewissen Zeit der Stabilität überprüft wird. Das ist aber nicht garantiert und hängt stark vom Versicherer und deiner individuellen Situation ab. Es ist wichtig, dass du verstehst, was dieser Ausschluss bedeutet, bevor du den Vertrag unterschreibst.

Die Unsicherheit bezüglich der Prognose

Das Hauptproblem bei einer laufenden Therapie ist die fehlende Prognose. Niemand kann genau sagen, wie lange die Therapie dauern wird und wie erfolgreich sie sein wird. Versicherer arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten und Statistiken. Wenn die Behandlung noch läuft, ist die Zukunft ungewiss. Das macht es für sie schwierig, das Risiko einzuschätzen. Deshalb ist es oft ratsam, mit dem Antrag zu warten, bis die Therapie abgeschlossen ist und du eine Weile stabil warst. Wenn du aber sofort eine Absicherung brauchst, ist die BU mit einem Ausschluss für psychische Leiden oft die einzige Option. Es ist ein Kompromiss, aber einer, der dir zumindest einen gewissen Schutz bietet.

Strategien für den BU-Abschluss trotz psychischer Vorerkrankung

Okay, lass uns mal ehrlich sein: Wenn du eine psychische Vorerkrankung hast oder hattest, kann der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sich anfühlen wie ein Spießrutenlauf. Versicherer schauen da ganz genau hin, und das ist auch verständlich, denn psychische Leiden sind tatsächlich die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Aber keine Panik! Es gibt Wege, wie du trotzdem eine gute Absicherung bekommen kannst. Es ist nicht unmöglich, nur anders.

Die Bedeutung einer sauberen und transparenten Aufbereitung der Daten

Das Wichtigste zuerst: Sei ehrlich. Das ist keine Option, das ist Pflicht. Aber Ehrlichkeit allein reicht oft nicht. Du musst deine Situation so gut wie möglich aufbereiten. Stell dir vor, du bist der Sachbearbeiter bei der Versicherung. Was würde dir helfen, deine Entscheidung zu treffen? Wahrscheinlich klare Fakten und eine nachvollziehbare Geschichte.

  • Dokumentiere alles: Sammle alle relevanten Unterlagen. Das können Arztberichte, Therapieprotokolle (natürlich anonymisiert, wenn du sie selbst aufbereitest) und Entlassungsberichte sein. Je mehr du vorlegen kannst, desto besser kann die Versicherung deine Situation einschätzen.
  • Zeitlicher Abstand ist dein Freund: Wenn deine Behandlung schon eine Weile zurückliegt und du stabil bist, sind deine Chancen deutlich besser. Zeige auf, dass du seitdem beschwerdefrei bist und dein Leben wieder im Griff hast.
  • Klarheit über die Diagnose: Manchmal ist eine kurze Krise anders zu bewerten als eine chronische Erkrankung. Sei dir im Klaren darüber, was genau diagnostiziert wurde und wie die Prognose aussieht.

Die Rolle professioneller Beratung und anonymisierter Risikovoranfragen

Du musst das nicht alleine durchstehen. Ein guter Versicherungsmakler, der sich auf BU spezialisiert hat, ist Gold wert. Die kennen die Tücken und wissen, welche Versicherer bei welchen Vorerkrankungen kulanter sind.

  • Anonymisierte Risikovoranfragen: Das ist ein super Werkzeug. Dein Makler fragt bei verschiedenen Versicherern an, wie sie deinen Fall einschätzen würden – und das, ohne dass deine Daten direkt auftauchen. So siehst du, wo du überhaupt eine Chance hast, ohne dass es in deiner Akte vermerkt wird.
  • Gezielte Antragsstellung: Basierend auf den Ergebnissen der Voranfragen kann dein Makler dann den Antrag bei dem Versicherer stellen, der die besten Chancen bietet oder die günstigsten Bedingungen hat.
  • Beratung zu Ausschlussklauseln: Oft wirst du bei psychischen Vorerkrankungen eine Klausel bekommen, die psychische Leiden vom Versicherungsschutz ausschließt. Das ist zwar nicht ideal, aber besser als gar keine Versicherung. Manchmal gibt es auch Klauseln mit einer Nachprüfungsoption nach ein paar Jahren.

Möglichkeiten durch Sonderaktionen der Versicherer

Manchmal haben Versicherer spezielle Aktionen, die den Abschluss für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen erleichtern. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass sie die Gesundheitsfragen verkürzen oder bestimmte Erkrankungen anders bewerten.

  • Verkürzte Gesundheitsfragen: Gerade für jüngere Leute, bei denen die letzte Behandlung schon länger zurückliegt, gibt es manchmal Angebote mit vereinfachten Gesundheitsfragen. Das kann die Hürde deutlich senken.
  • Kulanz bei bestimmten Diagnosen: Manche Versicherer sind bei Diagnosen wie Burnout oder leichten depressiven Episoden, die lange zurückliegen, kulanter als bei anderen. Das hängt stark vom Einzelfall ab.
  • Frühzeitiger Abschluss: Wenn du noch jung bist und keine psychischen Probleme hattest, ist das der beste Zeitpunkt für eine BU. Dann sind die Hürden am niedrigsten. Aber auch wenn du jetzt eine Vorerkrankung hast, lohnt es sich, die Optionen zu prüfen.

Unterschiedliche Schweregrade psychischer Erkrankungen

Abgrenzung zwischen kurzfristiger Unterstützung und chronischen Leiden

Nicht jede psychische Herausforderung ist gleichzusetzen. Stell dir vor, du hattest eine Phase, in der du dich einfach überfordert gefühlt hast und ein paar Gespräche mit einem Therapeuten dir geholfen haben, wieder auf Kurs zu kommen. Das ist eine ganz andere Situation, als wenn jemand über Jahre hinweg mit wiederkehrenden Depressionen oder Angststörungen kämpft. Versicherer schauen sich das genau an. Die Dauer und die Intensität deiner Behandlung sind entscheidend. Eine kurzfristige Unterstützung, um eine schwierige Lebensphase zu meistern, wird anders bewertet als eine chronische Erkrankung, die dich dauerhaft beeinträchtigt.

Die Relevanz des Zeitabstands zur Behandlung

Der zeitliche Abstand zu einer psychischen Behandlung spielt eine große Rolle. Wenn du beispielsweise eine Therapie abgeschlossen hast und seit einiger Zeit stabil und beschwerdefrei bist, sieht die Sache für den Versicherer oft besser aus. Es zeigt, dass du die Krise überwunden hast und dein Berufsleben wieder aufnehmen kannst. Ein langer Zeitraum ohne Rückfälle oder erneute Behandlungsnotwendigkeit kann die Chancen auf eine Annahme des Antrags erhöhen, vielleicht sogar ohne einen Ausschluss für psychische Leiden.

Die offizielle Anerkennung von Erkrankungen wie Burnout

Manche Zustände, die früher vielleicht als „nur“ stressbedingt abgetan wurden, sind mittlerweile offiziell als Krankheiten anerkannt. Ein gutes Beispiel ist Burnout. Seit die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Burnout als Krankheit anerkennt, ist es für Versicherer einfacher, dies als Ursache für eine Berufsunfähigkeit zu akzeptieren. Das bedeutet aber nicht, dass jede Diagnose automatisch zu einer Annahme führt. Die genauen Umstände und die Schwere der Erkrankung bleiben immer im Fokus der Risikoprüfung. Es ist wichtig zu wissen, dass die Anerkennung einer Erkrankung durch offizielle Stellen wie die WHO die Bewertung durch den Versicherer beeinflussen kann.

Mögliche Ergebnisse der Risikoprüfung

Versicherungsberater und Kunde im Gespräch im Büro

Nachdem du deinen Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) eingereicht hast, steht die Risikoprüfung an. Das ist der Moment, in dem der Versicherer deine Angaben genau unter die Lupe nimmt, besonders wenn psychische Vorerkrankungen im Spiel sind. Aber keine Sorge, es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß. Die Ergebnisse können ganz unterschiedlich ausfallen:

Annahme mit Leistungsausschluss für psychische Erkrankungen

Das ist wahrscheinlich die häufigste Variante, wenn du eine psychische Vorerkrankung hattest oder hast. Der Versicherer sagt im Grunde: "Okay, wir versichern dich, aber nur, wenn es nicht um eine Berufsunfähigkeit geht, die direkt mit deiner psychischen Gesundheit zusammenhängt." Das bedeutet, wenn du berufsunfähig wirst, weil du zum Beispiel eine schwere Depression hast, zahlt die Versicherung nicht. Bei allen anderen Ursachen für eine Berufsunfähigkeit, die nichts mit deiner Psyche zu tun haben, greift der Schutz aber.

Die Möglichkeit einer Ausschlussklausel mit Nachprüfungsoption

Manchmal ist der Ausschluss für psychische Leiden nicht für immer in Stein gemeißelt. Einige Versicherer bieten an, dass die Klausel nach einer bestimmten Zeit (z.B. drei oder fünf Jahre) überprüft werden kann. Voraussetzung dafür ist meist, dass du in dieser Zeit vollständig beschwerdefrei warst und keine psychotherapeutische Behandlung mehr hattest. Das ist eine gute Option, wenn du dir sicher bist, dass es dir langfristig gut gehen wird und du deine psychische Gesundheit stabilisiert hast. Es gibt dir eine Perspektive, den vollen Schutz doch noch zu bekommen.

Die Akzeptanz einer BU mit Ausschlussklausel als sinnvolle Option

Auch wenn ein Ausschluss für psychische Erkrankungen erstmal enttäuschend klingt, kann es trotzdem eine gute Idee sein, diesen Vertrag anzunehmen. Denk mal drüber nach: Die meisten Ursachen für Berufsunfähigkeit sind gar nicht psychischer Natur. Wenn du also durch einen Unfall, eine körperliche Erkrankung oder etwas Ähnliches berufsunfähig wirst, bist du trotzdem abgesichert. Ein teilweiser Schutz ist oft besser als gar kein Schutz. Gerade wenn du Schwierigkeiten hast, überhaupt ein Angebot zu bekommen, ist das eine realistische und oft auch die einzige Möglichkeit, eine gewisse finanzielle Absicherung zu erhalten. Es lohnt sich, die Bedingungen genau zu prüfen und abzuwägen, ob dieser Kompromiss für dich passt.

Die Bedeutung des richtigen Zeitpunkts für den BU-Abschluss

Der ideale Zeitpunkt vor dem Auftreten psychischer Probleme

Mal ehrlich, wer denkt schon an eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), solange alles im Lot ist? Die meisten schieben das Thema auf, bis es vielleicht schon zu spät ist. Aber genau hier liegt der Hase im Pfeffer: Der perfekte Zeitpunkt für den Abschluss einer BU ist, bevor psychische Probleme überhaupt erst auftauchen. Stell dir vor, du bist gesund und munter, hast keine Diagnosen, die Versicherer stutzig machen könnten, und deine Lebenssituation ist stabil. Das ist die goldene Zeit, um dich abzusichern. Dann sind die Gesundheitsfragen meist ein Klacks und die Versicherer sehen dich als unkomplizierten Kunden. Das bedeutet oft bessere Konditionen und weniger Kopfzerbrechen.

Warum eine frühe Absicherung vorteilhaft ist

Wenn du jung bist und noch keine Vorerkrankungen hast, ist das ein riesiger Vorteil. Versicherer mögen junge, gesunde Leute. Sie kalkulieren, dass das Risiko, dass du früh berufsunfähig wirst, geringer ist. Das schlägt sich in niedrigeren Beiträgen nieder. Außerdem sind die Gesundheitsfragen oft einfacher gehalten, wenn du noch keine langen Krankengeschichten vorzuweisen hast. Denk mal drüber nach: Eine BU ist eine Absicherung für die Zukunft. Je früher du anfängst, desto länger zahlst du vergleichsweise wenig ein und desto länger bist du geschützt. Es ist wie ein Sparschwein für den Notfall, nur eben für deine Arbeitskraft. Und mal ehrlich, wer will schon im Ernstfall da stehen und sich ärgern, dass er es nicht früher gemacht hat?

Die Nachteile eines Abschlusses nach dem Auftreten von Vorerkrankungen

Wenn du erst eine psychische Erkrankung hattest oder gerade mitten drin steckst, wird es komplizierter. Versicherer sehen das als erhöhtes Risiko. Das kann dazu führen, dass:

  1. Die Beiträge steigen: Du zahlst deutlich mehr als jemand ohne Vorerkrankung.
  2. Leistungsausschlüsse vereinbart werden: Bestimmte Risiken, gerade im Bereich psychischer Leiden, werden einfach nicht mehr versichert. Das kann bedeuten, dass deine BU im Ernstfall nicht zahlt, wenn es dich wegen genau dieser Probleme trifft.
  3. Der Antrag komplett abgelehnt wird: Manche Versicherer sagen auch einfach ‚Nein‘, weil ihnen das Risiko zu hoch ist.

Das ist natürlich frustrierend. Manchmal muss man dann auf eine anonymisierte Risikovoranfrage zurückgreifen, um überhaupt eine Chance zu haben. Aber das kostet Zeit und Nerven. Deshalb: Wenn du noch keine Probleme hast, mach es jetzt. Es ist wirklich einfacher, als du denkst.

Die Rolle von ärztlichen Stellungnahmen und Berichten

Ergänzende Dokumente zur Unterstützung des Antrags

Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchtest und eine psychische Vorerkrankung hast, können ärztliche Stellungnahmen und Berichte Gold wert sein. Sie helfen dem Versicherer, deine Situation besser einzuschätzen und deine Genesungschancen realistisch zu bewerten. Stell dir vor, du bewirbst dich für einen Job und legst deinem Lebenslauf noch ein Empfehlungsschreiben bei – so ähnlich ist das hier auch, nur eben für deine Gesundheit.

Die Bedeutung eines Abschlussberichts der Psychotherapie

Ein Abschlussbericht von deinem Therapeuten oder Psychiater ist besonders wichtig, wenn die Behandlung bereits abgeschlossen ist. Darin sollte idealerweise Folgendes stehen:

  • Eine klare Diagnose und die Begründung, warum die Therapie notwendig war.
  • Eine Beschreibung der angewandten Therapiemethoden und des Verlaufs.
  • Eine Einschätzung des Therapeuten zur aktuellen psychischen Stabilität und zur Prognose für die Zukunft.

Dieser Bericht kann dem Versicherer zeigen, dass du die Krise überwunden hast und stabil im Berufsleben stehst.

Nachweis psychischer Stabilität nach der Behandlung

Nach einer abgeschlossenen Therapie ist es entscheidend, dem Versicherer zu beweisen, dass du stabil bist. Das bedeutet nicht nur, dass du dich gut fühlst, sondern auch, dass du Strategien entwickelt hast, um mit möglichen Belastungen umzugehen. Wenn du zum Beispiel nach der Therapie wieder voll im Berufsleben stehst, keine Medikamente mehr benötigst und keine Rückfälle hattest, sind das gute Zeichen. Manchmal kann auch eine Eigenerklärung, in der du deine aktuelle Lebenssituation und deine Bewältigungsstrategien beschreibst, sehr hilfreich sein. Das zeigt dem Versicherer, dass du dich aktiv um deine Gesundheit kümmerst und gut aufgestellt bist.

Verkürzte Abfragezeiträume bei Versicherern

Versicherungsberater und Kunde im Gespräch

Früher war das ja oft so eine Sache: Wenn du wegen psychischer Probleme mal beim Therapeuten warst, haben die Versicherer das gefühlt ewig im Hinterkopf behalten. Manchmal wurden da 10 Jahre oder sogar länger zurückgefragt. Das hat den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) echt schwierig gemacht, weil die Wahrscheinlichkeit, dass da was Relevantes auftaucht, einfach hoch war.

Aber hey, die Zeiten ändern sich! Mittlerweile gibt es immer mehr Versicherer, die ihre Abfragezeiträume für psychische Erkrankungen verkürzen. Das ist eine echt gute Nachricht für dich, falls du in der Vergangenheit mal psychische Probleme hattest.

Der Trend zu kürzeren Fristen für psychische Vorerkrankungen

Viele Versicherer haben gemerkt, dass die Psyche eine immer größere Rolle spielt und dass man nicht jeden kleinen Vorfall ewig nachverfolgen muss. Deshalb fragen einige jetzt nur noch nach den letzten 3 oder 5 Jahren. Das ist ein riesiger Unterschied! Stell dir vor, du hattest vor 6 Jahren mal eine depressive Phase, die gut behandelt wurde. Früher hättest du das wahrscheinlich angeben müssen, und es hätte zu Problemen beim Antrag geführt. Heute musst du das bei manchen Anbietern gar nicht mehr erwähnen.

Die Vorteile verkürzter Abfragezeiträume

Was bedeutet das konkret für dich?

  1. Einfachere Antragsstellung: Weniger Fragen bedeuten weniger potenzielle Hürden. Deine Chancen, ohne große Probleme oder Ausschlussklauseln angenommen zu werden, steigen.
  2. Bessere Konditionen: Wenn du weniger Vorerkrankungen angeben musst, sind die Versicherer oft bereit, dir bessere Tarife anzubieten. Das kann sich über die Laufzeit deiner Versicherung richtig summieren.
  3. Mehr Auswahl: Du hast einfach mehr Versicherer zur Auswahl, die für dich infrage kommen. Statt dich auf wenige, kulante Anbieter zu konzentrieren, kannst du aus einem größeren Pool schöpfen.

Die Suche nach Versicherern mit kulanteren Bedingungen

Natürlich sind nicht alle Versicherer gleich. Manche sind da immer noch sehr streng, andere gehen lockerer damit um. Deshalb ist es so wichtig, dass du dich nicht auf den erstbesten Anbieter stürzt. Nutze die Möglichkeit einer anonymen Risikovoranfrage. So kannst du herausfinden, welche Versicherer deine Situation mit kürzeren Abfragezeiträumen positiv bewerten, ohne dass deine Daten schon irgendwo vermerkt sind. Das gibt dir eine viel bessere Verhandlungsposition und erhöht die Chance auf eine passende Absicherung erheblich.

Was bleibt also?

So, wir haben uns jetzt durch das Thema Berufsunfähigkeitsversicherung und psychische Erkrankungen gearbeitet. Es ist schon ein ziemliches Minenfeld, das muss man sagen. Aber hey, es ist nicht hoffnungslos! Wenn du dich gut vorbereitest, ehrlich bist und dir vielleicht sogar professionelle Hilfe holst, stehen die Chancen gar nicht so schlecht. Denk dran, eine Versicherung mit einem Ausschluss für psychische Leiden ist immer noch besser als gar keine. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja sogar ohne diesen Ausschluss. Wichtig ist, dass du dich nicht entmutigen lässt. Informier dich, sprich mit Experten und mach den Schritt – deine Zukunft wird es dir danken.

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