BU Versicherung ohne Gesundheitsprüfung – Gibt’s das wirklich?

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Ronny Knorr

ISO zertifizierter Sachverständiger & registrierter Versicherungsmakler (IHK)

Strausberg, Deutschland
Tätig seit: 2006
Deutsch
geprüfter Experte

BU Versicherung ohne Gesundheitsprüfung – Gibt’s das wirklich?

Du denkst darüber nach, wie du dich absichern kannst, falls du mal nicht mehr arbeiten kannst? Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist da eine super Sache. Aber was ist, wenn du schon ein paar gesundheitliche Baustellen hast? Dann kommt schnell die Frage auf: Gibt es eine BU Versicherung ohne Gesundheitsprüfung? Klingt ja erstmal total entspannt, oder? Keine lästigen Fragen, kein Stress. Aber lass uns mal ehrlich sein: So einfach ist das meistens nicht. Wir schauen uns das mal genauer an.

Schlüssel-Erkenntnisse

  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) komplett ohne Gesundheitsfragen gibt es auf dem freien Markt praktisch nicht. Versicherer müssen dein Risiko einschätzen können, um überhaupt kalkulieren zu können.
  • Angebote, die mit ‚ohne Gesundheitsprüfung‘ werben, sind oft Sonderaktionen mit starken Einschränkungen, wie geringen Rentenhöhen oder kurzen Laufzeiten, und nicht für jeden geeignet.
  • Vereinfachte Gesundheitsfragen sind eine echte Alternative. Manche Tarife stellen nur wenige Fragen und erhöhen so die Chance auf eine Absicherung, auch bei leichten Vorerkrankungen.
  • Kollektivverträge für Mitarbeiter großer Unternehmen können eine Ausnahme darstellen, da hier oft eine vereinfachte Erklärung statt umfassender Gesundheitsfragen verlangt wird. Aber Achtung: Diese Verträge haben oft Haken.
  • Ehrlichkeit im Antragsprozess ist super wichtig. Falsche Angaben können dazu führen, dass du im Leistungsfall leer ausgehst, selbst wenn Vorerkrankungen nicht immer ein Ausschlusskriterium sind.

Die Illusion der BU ohne Gesundheitsprüfung

Mal ehrlich, die Vorstellung von einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), bei der du einfach so unterschreibst, ohne lästige Fragen zu deiner Gesundheit – das klingt erstmal super verlockend, oder? Wer will schon gerne seine Krankengeschichte offenlegen, vielleicht über Dinge sprechen, die unangenehm sind, oder sich Sorgen machen, dass eine alte Wehwehchen die ganze Absicherung platzen lässt. Aber lass uns da mal realistisch sein: So eine BU ohne Gesundheitsprüfung ist schlichtweg eine Illusion.

Warum eine BU ohne Gesundheitsfragen nicht existiert

Versicherungen, und gerade die BU, sind keine Lotterie. Sie zahlen nicht nur einmalig einen kleinen Betrag aus, sondern können im Ernstfall über viele Jahre hinweg erhebliche Summen leisten. Denk mal drüber nach: Bei einer monatlichen Rente von 2.000 Euro und einer Laufzeit von 30 Jahren reden wir hier schnell über fast eine Million Euro, die der Versicherer im schlimmsten Fall zahlen muss. Kein seriöses Unternehmen kann und wird dieses Risiko einfach so eingehen, ohne zu wissen, worauf es sich einlässt. Das ist einfach wirtschaftlich nicht tragbar. Eine BU ohne Gesundheitsprüfung, die dir eine echte Absicherung bietet, gibt es auf dem freien Markt schlichtweg nicht.

Das Versicherungsprinzip und die Risikobewertung

Das ganze System einer Versicherung basiert auf dem Prinzip der Risikostreuung. Viele zahlen ein, damit im Fall der Fälle die wenigen, die es trifft, abgesichert sind. Damit das Ganze aber fair und kalkulierbar bleibt, muss der Versicherer das Risiko einschätzen können. Stell dir vor, jeder könnte einfach eine BU abschließen, egal wie krank er ist. Dann würden sich natürlich alle mit schweren Vorerkrankungen genau dort versichern. Das würde die Beiträge für alle anderen ins Unermessliche treiben. Die Gesundheitsprüfung ist also kein Schikanieren, sondern ein notwendiges Werkzeug, um das Risiko für das Kollektiv überhaupt erst einschätzbar zu machen und die Beiträge stabil zu halten.

Die Rolle der Gesundheitsfragen für die Kalkulierbarkeit

Die Gesundheitsfragen sind das Herzstück dieser Risikobewertung. Sie helfen dem Versicherer dabei, ein Bild von deinem individuellen Gesundheitszustand zu bekommen. Geht es um:

  • Aktuelle Beschwerden und Diagnosen
  • Frühere Krankheiten und Behandlungen
  • Regelmäßige Medikamenteneinnahme
  • Psychische Belastungen oder Behandlungen

Nur mit diesen Informationen kann der Versicherer entscheiden, ob er dich zu den Standardkonditionen versichern kann, ob ein Beitragszuschlag nötig ist, bestimmte Leistungen ausgeschlossen werden müssen oder ob er den Antrag im schlimmsten Fall ablehnen muss. Ohne diese Angaben wäre eine seriöse Kalkulation unmöglich und das gesamte System würde wackeln.

Sonderfälle und ihre Einschränkungen

Geringe Rentenhöhen und kurze Laufzeiten

Manchmal denken Leute, dass bei kleinen Rentensummen oder kurzen Laufzeiten die Gesundheitsfragen nicht so streng genommen werden. Das ist aber ein Trugschluss. Auch bei einer eher geringen Absicherung prüft der Versicherer die Angaben. Wenn du also denkst, dass ein kleiner Betrag oder eine kurze Dauer dich von der Wahrheitspflicht entbindet, liegst du falsch. Die Gesundheitsprüfung ist immer ein wichtiger Teil des Antrags, egal wie hoch die Rente ist. Stell dir vor, du hast nur eine kleine BU-Rente für ein paar Jahre abgeschlossen, aber verschweigst eine chronische Erkrankung. Wenn diese Erkrankung dann der Grund für deine Berufsunfähigkeit wird, kann der Versicherer trotzdem Probleme machen. Es geht dem Versicherer darum, das Risiko einzuschätzen, und das tut er anhand deiner Gesundheitshistorie. Selbst kleine "Vergesslichkeiten" können hier zu Problemen führen, wenn sie später relevant werden.

Begrenzte Zielgruppen und Sonderaktionen

Manchmal gibt es spezielle Angebote, die sich an bestimmte Gruppen richten, zum Beispiel Berufsanfänger oder bestimmte Berufsgruppen. Diese Aktionen können manchmal vereinfachte Gesundheitsfragen haben. Aber Achtung: Das bedeutet nicht, dass die Prüfung komplett entfällt. Oft sind diese Angebote zeitlich begrenzt oder gelten nur für bestimmte Konstellationen. Wenn du also eine solche Aktion siehst, lies das Kleingedruckte genau. Es kann sein, dass die Vereinfachung nur für bestimmte, unkritische Vorerkrankungen gilt oder dass die Versicherungssumme nach oben hin gedeckelt ist. Es ist also eher eine Erleichterung für Leute mit wenigen oder gar keinen Vorerkrankungen, aber keine Freikarte für jeden.

Nachprüfungen im Leistungsfall

Das ist ein Punkt, der oft unterschätzt wird. Selbst wenn du den Antragsprozess mit deinen Gesundheitsangaben erfolgreich durchlaufen hast, heißt das nicht, dass alles für immer erledigt ist. Wenn du dann tatsächlich berufsunfähig wirst und Leistungen von der Versicherung beanspruchst, wird dein Fall ganz genau geprüft. Der Versicherer schaut sich dann noch einmal deine ursprünglichen Angaben an und vergleicht sie mit deinen Arztunterlagen und der Krankengeschichte, die zur Berufsunfähigkeit geführt hat. Hier zeigt sich, wie wichtig Ehrlichkeit von Anfang an ist. Wenn bei dieser Nachprüfung Unstimmigkeiten auftauchen, die du vielleicht im Antrag übersehen oder bewusst verschwiegen hast, kann das gravierende Folgen haben. Es kann dazu kommen, dass die Leistung gekürzt wird oder im schlimmsten Fall ganz verweigert wird. Das ist besonders bitter, weil es genau dann passiert, wenn du das Geld am dringendsten brauchst.

Vereinfachte Gesundheitsfragen als Alternative

Manchmal scheint es, als gäbe es keine BU-Versicherung ohne Gesundheitsfragen. Aber das stimmt so nicht ganz. Es gibt durchaus Wege, den Prozess zu vereinfachen, besonders wenn du dir Sorgen wegen bestimmter Vorerkrankungen machst. Versicherer bieten immer wieder zeitlich begrenzte Aktionen an, bei denen die Gesundheitsfragen deutlich kürzer ausfallen. Das ist keine komplett "gesundheitsgeprüfte" BU, aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Zeitlich begrenzte Aktionen mit verkürzten Fragen

Diese Aktionen sind oft wie ein zeitlich begrenztes Angebot im Supermarkt – sie sind nicht ewig verfügbar. Versicherer nutzen sie, um neue Kunden zu gewinnen oder bestimmte Zielgruppen anzusprechen. Die Fragen sind dann oft auf die wichtigsten Punkte beschränkt, zum Beispiel auf schwere Krankheiten der letzten Jahre oder aktuelle Behandlungen. Das kann eine echte Chance sein, wenn du denkst, dass du wegen Kleinigkeiten abgelehnt werden könntest. Aber Achtung: Auch hier musst du ehrlich sein. Spätestens im Leistungsfall wird genau geprüft, ob alles seine Richtigkeit hatte.

Intelligente Gestaltung vereinfachter Prüfungen

Nicht jede vereinfachte Prüfung ist gleich gut. Manche Versicherer gestalten ihre Fragen wirklich clever. Sie konzentrieren sich auf die Risiken, die statistisch gesehen am häufigsten zu einer Berufsunfähigkeit führen. Das können zum Beispiel schwere psychische Erkrankungen oder bestimmte chronische Leiden sein. Andere Anbieter sind da weniger durchdacht und schaffen eher Probleme für die Zukunft. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen, welche Fragen gestellt werden und wie sie formuliert sind. Eine Risikovoranfrage kann hier helfen, die Reaktionen verschiedener Versicherer anonym zu testen.

Chancen für Personen mit leichten Vorerkrankungen

Wenn du nur leichte, gut behandelte Vorerkrankungen hast, die vielleicht schon länger zurückliegen, können diese vereinfachten Fragen eine echte Erleichterung sein. Statt einer detaillierten Abfrage deiner gesamten Krankengeschichte, die vielleicht zu einer Ablehnung oder einem hohen Zuschlag führen würde, konzentriert sich die Prüfung auf das Wesentliche. Das bedeutet nicht, dass du deine Gesundheit verschweigen sollst – das wäre fatal. Aber es gibt dir eine bessere Chance, eine passende Absicherung zu finden, ohne dass jede kleine Sache sofort zum Ausschlusskriterium wird. Denk daran: Ehrlichkeit ist immer der beste Weg, auch bei vereinfachten Fragen.

Kollektivverträge: Eine kleine Ausnahme?

Gesundheitskarte in der Hand

Manchmal hört man ja von Berufsunfähigkeitsversicherungen, bei denen die Gesundheitsfragen angeblich wegfallen. Das klingt erstmal super, oder? Aber ganz so einfach ist das meistens nicht. Eine echte Ausnahme, die dem nahekommt, sind Kollektivverträge. Stell dir vor, du arbeitest bei einem richtig großen Unternehmen, so mit tausenden von Leuten. Diese Firmen handeln oft spezielle Verträge mit Versicherern aus, die dann für alle Mitarbeiter gelten. Das nennt man dann Kollektivverträge.

BU-Versicherung für Mitarbeiter großer Unternehmen

Bei diesen Kollektivverträgen ist das Prinzip dahinter ziemlich clever. Der Versicherer bekommt auf einmal eine riesige Menge an Neukunden. Darunter sind dann natürlich gesunde Leute, aber eben auch welche mit Vorerkrankungen. Die Hoffnung ist, dass sich das Ganze im großen Pool ausgleicht. So soll das Risiko für den Versicherer kalkulierbar bleiben und die Beiträge stabil. Das ist quasi die Idee, wie man auch ohne viele individuelle Gesundheitsfragen eine Absicherung anbieten kann.

Dienstobliegenheitserklärungen statt Gesundheitsfragen

Statt der üblichen, detaillierten Gesundheitsfragen gibt es hier oft nur eine sogenannte Dienstobliegenheitserklärung. Das ist zwar auch eine Art Prüfung, aber eben stark vereinfacht. Meistens geht es nur darum, ob du aktuell noch dienstfähig bist. Die meisten Leute können das mit Ja beantworten. Aber Achtung: Das ist keine vollständige Befreiung von jeglicher Prüfung, nur eine deutliche Vereinfachung.

Potenzielle Fallstricke bei Kollektivverträgen

Auch wenn das erstmal nach einer tollen Sache klingt, gibt es ein paar Dinge, auf die du achten solltest. Oft kannst du den Vertrag nicht einfach behalten, wenn du das Unternehmen wechselst. Dann stehst du plötzlich ohne die vereinbarte Absicherung da. Außerdem sind die Verträge manchmal technisch nicht ganz so gut ausgestattet. Das kann bedeuten, dass die Rentensteigerung im Leistungsfall nicht so toll ist oder es Einschränkungen bei der Dynamik gibt. Manchmal sind die Abzüge im Leistungsfall auch höher. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen, was da im Kleingedruckten steht.

Wer sucht eine BU ohne Gesundheitsprüfung?

Mal ehrlich, wer will schon freiwillig über seine Krankheiten reden? Niemand, oder? Aber die Vorstellung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ohne diese lästigen Gesundheitsfragen zu bekommen, ist eben oft nur ein Wunschtraum. Die Leute, die verzweifelt nach so einer Lösung suchen, haben meistens schon einiges hinter sich. Oft sind es erhebliche Vorerkrankungen, die ihnen im Weg stehen.

Erhebliche Vorerkrankungen als Hauptgrund

Wenn du merkst, dass du wegen einer Krankheit oder eines Unfalls deinen Job nicht mehr machen kannst, ist die BU Gold wert. Aber was, wenn du schon vorher gesundheitliche Probleme hattest? Genau dann wird die Sache knifflig. Versicherer wollen wissen, was sie sich da ins Haus holen. Sie kalkulieren Risiken, und wenn du schon vorbelastet bist, ist das Risiko für die Versicherung natürlich höher. Das führt dann oft dazu, dass die normalen Anträge abgelehnt werden. Und dann fängt die Suche nach Alternativen an.

Häufige Diagnosen, die eine Ablehnung zur Folge haben

Es gibt bestimmte Diagnosen, bei denen die Versicherer ziemlich schnell abwinken. Das sind oft Sachen wie:

  • Chronische Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. Angina Pectoris, Herzinfarkt in der Vorgeschichte)
  • Neurologische Leiden (z.B. Multiple Sklerose, Parkinson, Schlaganfall)
  • Psychische Erkrankungen, die länger andauern oder schwerwiegend waren (z.B. Burn-out-Syndrom, schwere Depressionen, PTBS)
  • Diabetes, besonders wenn er schlecht eingestellt ist oder Komplikationen auftreten
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates, die zu dauerhaften Einschränkungen führen
  • Manche Krebserkrankungen in der Vorgeschichte

Das ist natürlich keine vollständige Liste, aber es gibt dir eine Idee, welche Themen für Versicherer besonders heikel sind. Die Angst ist hierbei, dass die Wahrscheinlichkeit, dass du berufsunfähig wirst, einfach zu hoch ist.

Die Suche nach einer Absicherung trotz gesundheitlicher Hürden

Wenn du also zu dieser Gruppe gehörst, die wegen Vorerkrankungen Schwierigkeiten hat, eine BU zu bekommen, bist du nicht allein. Viele suchen dann nach Wegen, wie sie trotzdem eine Absicherung finden können. Manchmal gibt es vereinfachte Gesundheitsprüfungen bei bestimmten Aktionen, aber die sind oft mit Einschränkungen verbunden, wie geringeren Rentenhöhen oder kürzeren Laufzeiten. Manchmal muss man auch einfach hartnäckig bleiben, sich gut vorbereiten und vielleicht die Hilfe eines spezialisierten Maklers in Anspruch nehmen, der die Risiken gut einschätzen und die richtigen Versicherer finden kann. Es ist ein echter Kampf, aber nicht immer hoffnungslos.

Die Bedeutung der Ehrlichkeit im Antragsprozess

Person denkt über Krankenversicherung nach

Arglistige Täuschung und ihre Konsequenzen

Mal ehrlich, wer hat nicht schon mal versucht, eine kleine Unannehmlichkeit im Lebenslauf zu beschönigen? Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist das aber keine gute Idee. Stell dir vor, du hast vor ein paar Jahren mal wegen Rückenschmerzen zum Arzt geschaut, das war aber schnell wieder gut. Du denkst dir: „Ach, das ist doch nichts Wichtiges, das erwähne ich lieber nicht im Antrag.“ Das Problem ist: Versicherer fragen nach bestimmten Zeiträumen, und wenn diese Rückenschmerzen in diesen Zeitraum fallen, dann musst du sie angeben. Wenn du das bewusst verschweigst, kann das ernste Folgen haben. Das nennt man dann arglistige Täuschung. Und die kann dazu führen, dass der Versicherer den Vertrag im Leistungsfall nicht anerkennt. Das ist dann richtig bitter, denn genau dann brauchst du das Geld ja am dringendsten.

Gerichtsurteile als mahnende Beispiele

Es gibt tatsächlich immer wieder Fälle, die vor Gericht landen, weil jemand im Antrag nicht ganz ehrlich war. Stell dir vor, du hast wegen Prüfungsangst mal ein Gespräch mit einem Therapeuten geführt. Das war nur einmal und hatte nichts mit deiner späteren Krankheit zu tun. Aber im Antrag hast du psychologische Behandlungen der letzten zehn Jahre nicht angegeben. Der Versicherer findet das später raus und sagt: Vertrag ungültig. Oder denk an die Rückenprobleme, die du schon vergessen hattest. Selbst wenn die eigentliche Ursache für deine Berufsunfähigkeit etwas ganz anderes ist, kann das Verschweigen einer früheren Beschwerde dazu führen, dass der Vertrag angefochten wird. Das sind keine Einzelfälle, sondern zeigt, wie wichtig es ist, wirklich alles anzugeben, was gefragt wird. Auch kleine Dinge zählen.

Warum Vorerkrankungen nicht immer ein Ausschlusskriterium sind

Jetzt denkst du vielleicht: „Wenn ich alles angebe, lehnen die mich sowieso ab!“ Aber das stimmt so nicht. Viele Leute haben Vorerkrankungen, und das ist menschlich. Versicherer wissen das. Sie fragen nicht, um dich auszusperren, sondern um das Risiko einzuschätzen. Wenn du ehrlich bist, gibt es oft trotzdem Möglichkeiten:

  • Zuschläge: Du zahlst einfach etwas mehr Prämie.
  • Ausschlüsse: Bestimmte Krankheiten oder Körperteile sind dann nicht versichert.
  • Anpassung der Leistung: Vielleicht bekommst du nicht die volle Rente, die du wolltest.

Das Wichtigste ist, dass du überhaupt eine Absicherung hast. Eine BU ohne Gesundheitsprüfung gibt es nicht, aber eine BU mit Vorerkrankungen ist oft machbar, wenn du offen und ehrlich im Antragsprozess bist. Die Mühe, alle Informationen zusammenzutragen und korrekt anzugeben, lohnt sich am Ende immer.

Was wird bei der Gesundheitsprüfung abgefragt?

Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließen willst, kommst du um die Gesundheitsfragen nicht herum. Das ist quasi der erste Schritt, damit der Versicherer überhaupt einschätzen kann, wie hoch dein persönliches Risiko ist, berufsunfähig zu werden. Stell dir das wie ein Kennenlernen vor: Der Versicherer möchte wissen, wer du bist und wie es um deine Gesundheit bestellt ist, um dir dann ein passendes Angebot machen zu können.

Einschätzung des individuellen Risikos

Der Kern der Gesundheitsprüfung ist die Risikobewertung. Der Versicherer will wissen, ob du vielleicht schon Vorerkrankungen hast, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Das ist keine Schikane, sondern dient dazu, die Beiträge für alle Versicherten fair zu halten. Wenn jeder mit bekannten schweren Krankheiten ohne Aufschlag versichert würde, müssten die Gesunden die Zeche zahlen. Deshalb sind ehrliche und vollständige Antworten so wichtig.

Abfrage von Vorerkrankungen und Risikofaktoren

Die Fragen sind ziemlich konkret und zielen auf verschiedene Bereiche ab:

  • Behandlungen und Diagnosen: Hier geht es darum, welche Ärzte du in den letzten Jahren besucht hast, welche Diagnosen gestellt wurden und ob du Medikamente nimmst. Das kann sich auf ambulante Behandlungen (oft die letzten 5 Jahre), stationäre Aufenthalte und Operationen (oft die letzten 10 Jahre) oder auch psychologische/psychiatrische Behandlungen beziehen.
  • Chronische Leiden: Gibt es Krankheiten, die dich schon länger begleiten?
  • Unfallfolgen: Hast du nach Unfällen bleibende Einschränkungen?
  • Risikoverhalten: Manchmal wird auch nach Hobbys gefragt, die als risikoreich gelten, oder ob du rauchst.

Es ist wichtig, hier wirklich alles anzugeben, was abgefragt wird. Selbst wenn dir eine Sache unwichtig erscheint, kann sie für den Versicherer relevant sein. Denk dran: Die Arztakten sind oft detaillierter, als du dich erinnerst. Es lohnt sich, vorher mal deine Unterlagen durchzugehen oder bei deinem Arzt nachzufragen, was dort so alles vermerkt ist.

Warum junge Leute oft profitieren

Gerade wenn du noch jung bist, hast du oft einen Vorteil. Meistens bist du dann noch topfit und hast keine größeren Vorerkrankungen, die du angeben müsstest. Das macht dich für die Versicherer zu einem geringeren Risiko. Folglich sind die Beiträge für junge Leute oft deutlich günstiger. Das ist eine gute Gelegenheit, sich frühzeitig abzusichern, bevor vielleicht doch mal etwas auftritt, das die Versicherung teurer machen könnte.

Beitragsbefreiung als ergänzende Absicherung

Manchmal denkst du vielleicht, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) allein nicht ausreicht, oder du hast bereits eine Altersvorsorge und möchtest diese im Fall der Fälle absichern. Hier kommt die Beitragsbefreiung ins Spiel, oft als eine Art "BU-Schutz" in anderen Verträgen. Stell dir vor, du schließt eine Rentenversicherung oder eine ähnliche Altersvorsorge ab. Wenn du dann berufsunfähig wirst, kannst du dir vorstellen, dass es schwierig wird, die laufenden Beiträge weiter zu zahlen. Genau hier setzt die Beitragsbefreiung an.

BU-Schutz in Altersvorsorgeverträgen

Viele Versicherer bieten mittlerweile an, dass sie deine Beiträge zur Altersvorsorge übernehmen, wenn du berufsunfähig wirst. Das ist oft bis zu einer bestimmten Höhe möglich, zum Beispiel 250 oder 300 Euro im Monat. Das Coole daran ist, dass du dafür nicht immer eine volle Gesundheitsprüfung durchlaufen musst. Manchmal gibt es nur ein paar vereinfachte Fragen, die sich meist auf deine aktuelle Arbeitsfähigkeit und kürzliche Ausfallzeiten beziehen. Das kann eine echte Erleichterung sein, wenn du dir Sorgen wegen Vorerkrankungen machst.

Fortführung der Rentenzahlungen im Leistungsfall

Wenn du dann tatsächlich berufsunfähig wirst und die Beitragsbefreiung greift, bedeutet das, dass deine Altersvorsorge weiterläuft, ohne dass du selbst noch Geld einzahlen musst. Die Versicherung übernimmt das für dich. Das ist super wichtig, denn so wird deine Altersvorsorge nicht unterbrochen und du vermeidest, dass du im Alter weniger Geld zur Verfügung hast, nur weil du zwischendurch nicht arbeiten konntest. Es ist quasi eine Art Rettungsanker für deine langfristige finanzielle Planung.

Sinnvolle Ergänzung zur klassischen BU

Die Beitragsbefreiung ist aber nicht nur für Leute, die keine klassische BU bekommen. Sie kann auch eine tolle Ergänzung sein. Stell dir vor, deine BU-Rente reicht nicht ganz aus, um deine Lebenshaltungskosten zu decken, und deine Altersvorsorge ist auch noch betroffen. Mit der Beitragsbefreiung sorgst du dafür, dass zumindest die Beiträge für deine Altersvorsorge weitergezahlt werden. Das gibt dir zusätzliche Sicherheit und hilft, deine finanzielle Situation stabiler zu halten, falls das Schlimmste eintritt. Es ist also eine clevere Möglichkeit, deine Absicherung abzurunden.

Die Rolle des Versichererkollektivs

Ausgleich von Risiken für stabile Beiträge

Stell dir vor, du bist bei einem Versicherer. Der Versicherer muss ja irgendwie kalkulieren, wie viel er von allen seinen Kunden verlangen kann, damit er am Ende auch alle auszahlen kann, wenn sie krank werden. Das funktioniert am besten, wenn er eine bunte Mischung hat. Wenn nur supergesunde Leute versichert wären, die nie krank werden, dann wären die Beiträge für alle niedriger. Aber das ist ja nicht die Realität. Es gibt immer Leute, die Pech haben oder schon Vorerkrankungen mitbringen. Das Kollektiv, also die Gemeinschaft aller Versicherten, dient dazu, diese unterschiedlichen Risiken auszugleichen. Wenn viele Leute einzahlen, aber nur wenige tatsächlich krank werden und eine Leistung brauchen, dann bleibt Geld übrig, das dann für die anderen verwendet werden kann. So bleiben die Beiträge für alle stabil und nicht nur für die Gesunden.

Folgen einer zu leichten Annahme von Anträgen

Was passiert, wenn ein Versicherer zu locker bei der Annahme von Anträgen ist, also kaum Gesundheitsfragen stellt? Dann lockt er vielleicht viele Kunden an, weil es einfach ist, eine Versicherung zu bekommen. Aber das Problem ist: Wenn dann plötzlich viele Leute mit ernsthaften Vorerkrankungen in die Versicherung kommen, die der Versicherer vorher nicht kannte, dann muss er viel mehr Geld auszahlen, als er eingenommen hat. Das kann dazu führen, dass der Versicherer Verluste macht. Und das ist schlecht für alle, auch für die, die eigentlich gesund sind. Die Beiträge müssten dann stark steigen, um das auszugleichen. Manchmal werden dann auch die Bedingungen im Leistungsfall strenger, weil das Geld einfach fehlt.

Schutz vor extrem steigenden Prämien

Das Prinzip des Kollektivs ist also ein wichtiger Schutzmechanismus. Es sorgt dafür, dass die Beiträge nicht für einzelne Personen unbezahlbar werden, nur weil sie vielleicht ein höheres Risiko haben. Stell dir vor, du hast eine leichte Vorerkrankung. Ohne das Kollektiv müsstest du vielleicht einen extrem hohen Beitrag zahlen oder würdest gar nicht erst versichert werden. Durch die Masse der Versicherten, die sich gegenseitig absichern, wird das Risiko verteilt. Das bedeutet für dich: Du kannst eine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen, die du dir auch leisten kannst, und die dir im Ernstfall wirklich hilft. Es ist ein bisschen wie eine Gemeinschaftskasse, in die alle einzahlen, damit im Notfall jeder etwas davon hat.

Fazit: Was bleibt am Ende übrig?

Also, wenn wir das mal so zusammenfassen: Eine echte Berufsunfähigkeitsversicherung ganz ohne jegliche Gesundheitsfragen, das gibt es auf dem freien Markt schlichtweg nicht. Das ist keine böse Absicht der Versicherer, sondern einfach wirtschaftlich notwendig. Stell dir vor, jeder könnte sich ohne Fragen absichern – die Beiträge würden explodieren, weil eben auch Leute mit schweren Vorerkrankungen reinrutschen würden. Klar, es gibt diese Aktionen mit stark vereinfachten Fragen oder Kollektivverträge bei großen Arbeitgebern, aber das sind eben oft nur Teillösungen mit Einschränkungen. Am Ende des Tages ist Ehrlichkeit bei den Gesundheitsfragen wirklich das A und O. Schummeln rächt sich später, wenn du die Leistung wirklich brauchst. Also, lieber einmal gründlich durchatmen und die Fragen ehrlich beantworten, statt später dumm dazustehen.

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