Eine aktuelle Umfrage von Check24 in Zusammenarbeit mit Norstat beleuchtet das Versicherungsverhalten von Katzen- und Hundebesitzern. Die Ergebnisse zeigen, dass ein signifikanter Teil der Haustierbesitzer, insbesondere Katzenhalter, keinen ausreichenden Versicherungsschutz für ihre Tiere hat. Dies birgt finanzielle Risiken bei unerwarteten Krankheiten oder Schäden.
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Großteil der Katzenbesitzer (69%) hat keine Krankenversicherung für ihre Tiere abgeschlossen.
- Hundebesitzer sind im Allgemeinen besser abgesichert, aber auch hier ist das Potenzial nicht ausgeschöpft.
- Die Hundehaftpflichtversicherung ist bei Hundebesitzern beliebter als eine Krankenversicherung.
- Bei der Wahl einer Versicherung legen Tierhalter Wert auf Leistungsumfang und Deckung, weniger auf den Preis.
Versicherungsverhalten im Vergleich
Die Umfrage offenbart deutliche Unterschiede im Versicherungsverhalten zwischen Katzen- und Hundebesitzern. Während 69% der Katzenbesitzer keine Krankenversicherung für ihre Tiere haben, sind es bei Hundebesitzern nur 11%. Von den versicherten Hunden haben 42% eine Hundehaftpflichtversicherung, und fast die Hälfte davon kombiniert dies mit einem Krankenvollschutz oder OP-Schutz. Dies deutet darauf hin, dass Hundebesitzer, die eine Haftpflichtversicherung besitzen, eher auch eine Krankenversicherung abschließen.
Versicherungstrends nach Alter
Bei jüngeren Hundehaltern (18-34 Jahre) steht die Hundehaftpflichtversicherung im Vordergrund, während jüngere Katzenhalter häufiger einen Vollschutz wählen. Mit zunehmendem Alter steigt die Tendenz zur Hundehaftpflichtversicherung, während der Abschluss einer Katzenkrankenversicherung in älteren Altersgruppen abnimmt. Ältere Tierhalter schließen häufiger eine Hundehaftpflicht ab als jüngere, während junge Tierhalter eher eine umfassende Krankenversicherung wählen.
Hundehaftpflicht: Pflicht und Bewusstsein
In Bundesländern mit einer gesetzlichen Pflicht zur Hundehaftpflichtversicherung liegt der Anteil der abgeschlossenen Versicherungen bei 77%, in Bundesländern ohne Pflicht bei 69%. Dies zeigt, dass die gesetzliche Regelung zwar einen Einfluss hat, aber nicht der allein entscheidende Faktor ist. Interessanterweise haben in Berlin, wo die Versicherung verpflichtend ist, die wenigsten Hundebesitzer (54%) eine solche abgeschlossen.
Versicherungsbewusstsein und Kriterien
Die Mehrheit der Tierhalter, die eine Versicherung als wichtig erachten, hat diese auch abgeschlossen. Bei Katzenversicherungen liegt dieser Wert bei etwa 73%, bei der Hundehaftpflicht bei 76%. Dennoch haben 42% der Befragten, die eine Hundeversicherung für wichtig halten, keine Hundekrankenversicherung abgeschlossen.
Bei der Auswahl einer Tierkranken- oder Hundehaftpflichtversicherung legen Tierhalter Wert auf den Leistungsumfang und die Deckung. Der Preis ist zwar wichtig, aber nachrangig. Der Kundenservice spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle, während Faktoren wie Bekanntheit des Versicherers oder Kundenbewertungen weniger ausschlaggebend sind.
Quellen
- Umfrage zu Tierversicherung | CHECK24, Check24.

