BU Versicherung Absicherung für Handwerker – Spezialtarife im Überblick!

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Ronny Knorr

ISO zertifizierter Sachverständiger & registrierter Versicherungsmakler (IHK)

Strausberg, Deutschland
Tätig seit: 2006
Deutsch
geprüfter Experte

BU Versicherung Absicherung für Handwerker – Spezialtarife im Überblick!

Versicherungsberater und Kunde im Gespräch im Büro

Als Handwerker bist du jeden Tag körperlich gefordert. Das ist super für die Fitness, aber wenn du mal nicht mehr arbeiten kannst, wird’s knifflig. Die BU Versicherung Absicherung für Handwerker ist da ein Thema, das viele beschäftigt. Aber mal ehrlich, die Angebote sind oft teuer und nicht immer passend. Wir schauen uns das mal genauer an, was es so gibt und worauf du achten solltest.

Schlüsselerkenntnisse

  • Für Handwerker ist die BU-Versicherung oft teuer, weil das Risiko, berufsunfähig zu werden, als höher eingeschätzt wird. Moderne Tarife bieten zwar viel Leistung, das schlägt sich aber im Preis nieder.
  • Spezielle Tarife für Handwerker gibt es, aber sie sind nicht immer günstiger oder bieten wirklich mehr Vorteile als Standard-BUs. Manchmal wird Leistung bewusst reduziert, um den Preis zu senken.
  • Anbieter wie LV 1871 mit der ‚Golden BU‘ oder der Münchener Verein mit der ‚Deutschen Handwerker BU‘ versuchen, auf die Bedürfnisse von Handwerkern einzugehen, aber die Akzeptanz und der Nutzen sind unterschiedlich.
  • Manchmal ist es besser, über alternative Absicherungen wie die Grundfähigkeitsversicherung oder die Erwerbsunfähigkeitsversicherung nachzudenken, besonders wenn die BU-Beiträge zu hoch sind.
  • Ein früher Einstieg in die BU, zum Beispiel über eine Schüler-BU, kann sich lohnen, um sich günstigere Konditionen zu sichern, auch wenn man später einen körperlich anstrengenden Beruf ausübt.

Die Herausforderungen der BU-Absicherung für Handwerker

Versicherungsberater und Kunde im Gespräch im Büro

Warum BU-Schutz für Handwerker trotz Fortschritt teuer bleibt

Mal ehrlich, wenn du als Handwerker über eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nachdenkst, stößt du schnell an finanzielle Grenzen. Obwohl sich die Arbeitsbedingungen in vielen Gewerken verbessert haben und die Technik uns viel abnimmt, bleiben die Beiträge für dich oft astronomisch hoch. Das liegt nicht daran, dass dein Job weniger wertvoll ist, sondern an der Art, wie Versicherer Risiken einschätzen. Sie schauen auf Statistiken, und die zeigen eben, dass körperlich Tätige ein höheres Risiko haben, ihren Beruf nicht mehr ausüben zu können. Selbst kleine Einschränkungen können da schon das Aus bedeuten, während ein Büroangestellter mit derselben Diagnose vielleicht noch weiterarbeiten kann. Das ist frustrierend, aber leider die Realität im BU-Markt.

Das hohe Leistungsniveau moderner BU-Tarife und seine Kosten

Moderne BU-Tarife bieten dir heute echt viel. Sie verzichten oft auf die sogenannte abstrakte Verweisung – das heißt, die Versicherung kann dich nicht einfach auf einen anderen Job verweisen, den du theoretisch machen könntest. Dazu kommen oft Nachversicherungsgarantien, mit denen du deine Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen kannst. Das klingt super, keine Frage. Aber genau diese Top-Leistungen haben ihren Preis. Für Versicherer bedeutet das ein höheres Risiko, und das schlägt sich direkt in den Prämien nieder. Gerade für dich als Handwerker, wo das Risiko für körperliche Einschränkungen statistisch höher ist, wird das schnell unbezahlbar. Es ist ein ständiger Spagat zwischen dem Wunsch nach bestmöglicher Absicherung und dem, was dein Geldbeutel hergibt.

Die Hürde der Prämienhöhe für körperlich Tätige

Die Beitragsgestaltung ist oft der Knackpunkt. Viele Handwerker und andere körperlich Tätige können sich eine wirklich gute BU-Absicherung schlichtweg nicht leisten. Die Prämien sind so hoch, dass der Abschluss oft daran scheitert. Das ist ein echtes Problem, denn gerade du bist auf diesen Schutz angewiesen. Wenn du deinen Beruf wegen Krankheit oder einem Unfall nicht mehr ausüben kannst, bricht dir schnell die Haupteinnahmequelle weg. Es ist eine Zwickmühle: Die Versicherung, die du dringend brauchst, ist wegen der Risikobewertung für deinen Beruf zu teuer. Deshalb suchen Versicherer und auch wir nach Lösungen, die bezahlbar bleiben, ohne dich im Ernstfall im Stich zu lassen. Das kann bedeuten, dass man über alternative Tarife oder Leistungsumfänge nachdenkt, die besser zu deiner Lebenssituation passen.

Spezialtarife im Fokus: Was Handwerker-BUs leisten

Zielgruppenspezifische Erweiterungen in Handwerker-BUs

Manche Versicherer haben sich gedacht: "Hey, Handwerker brauchen doch auch eine BU, aber die normalen Tarife sind oft zu teuer oder passen nicht richtig." Deshalb gibt’s jetzt spezielle Tarife, die auf euch zugeschnitten sind. Das sind oft keine komplett neuen Produkte, sondern eher die bekannten BU-Tarife mit ein paar Extras, die für Handwerker Sinn machen. Denk da an Dinge wie flexiblere Regelungen, wenn du dich weiterbildest, zum Beispiel für den Meister. Manche Tarife erlauben dir, die Beiträge für eine Weile auszusetzen, während du die Schulbank drückst, und das oft für eine ordentliche Zeitspanne. Das ist schon praktisch, denn so bleibst du geschützt, ohne dass es dich finanziell komplett aus den Socken haut.

Anpassungsmöglichkeiten für Weiterbildungen und Berufseinstieg

Gerade im Handwerk ist es ja oft so, dass man nach der Ausbildung noch den Meister macht oder sich anderweitig weiterbildet. Das ist eine super Sache, aber was passiert mit deiner BU-Versicherung? Bei den Spezialtarifen gibt es oft die Möglichkeit, die Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung hochzusetzen, wenn du deinen Meisterbrief in der Tasche hast. Das ist ein Riesenvorteil, weil du ja dann vielleicht mehr verdienst oder einfach besser abgesichert sein willst. Stell dir vor, du machst deinen Meister und kannst einfach deine BU-Rente erhöhen, ohne dass du wieder zum Arzt musst und deine Krankheiten von früher angegeben werden müssen. Das spart Nerven und Zeit.

Vergleich von Spezialtarifen mit Standard-BU-Produkten

Wenn man sich die Spezialtarife für Handwerker mal genauer anschaut, merkt man schnell: Sie sind nicht immer die günstigste Option, nur weil sie "Handwerker" im Namen tragen. Manchmal sind die Beiträge gar nicht so viel niedriger als bei einem guten Standard-BU-Tarif. Der Clou bei den Spezialtarifen ist oft, dass sie bestimmte Leistungen anbieten, die für Handwerker wichtig sind, wie eben die Weiterbildungsoptionen. Aber Achtung: Manche dieser Tarife sparen auch bei den Leistungen, um den Preis zu drücken. Das kann dann bedeuten, dass du im Ernstfall nicht die volle Rente bekommst, wenn die Berufsunfähigkeit zum Beispiel durch eine psychische Erkrankung oder Krebs ausgelöst wird. Da muss man genau hinschauen, was man für sein Geld bekommt und ob die eingeschränkten Leistungen wirklich zu deiner Lebenssituation passen. Es ist also ein Abwägen zwischen Preis und dem, was dir im Ernstfall wirklich hilft.

Ein Blick auf ausgewählte Handwerker-BU-Angebote

Die ‚Golden BU‘ der LV 1871: Chancen und Grenzen

Die LV 1871 hat mit ihrer "Golden BU" einen Tarif im Angebot, der sich speziell an Handwerker und Leute aus dem Industriebereich richtet. Die Idee dahinter ist, dass du als Handwerker bestimmte Vorteile nutzen kannst, die auf deinen Berufsalltag zugeschnitten sind. Stell dir vor, du machst gerade deinen Meister – für diese Zeit kannst du deine BU-Versicherung quasi auf Eis legen, und das bis zu 48 Monate lang. Wenn du dann deinen Meisterbrief in der Tasche hast, kannst du deine Versicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung aufstocken. Das klingt erstmal gut, oder? Man kann auch prüfen lassen, ob man nicht doch in eine günstigere Berufsgruppe eingestuft werden kann, was die Beiträge senken würde. Klingt nach einem fairen Deal, aber die Meinungen dazu gehen auseinander. Manche sagen, die Vorteile sind nicht so riesig, wie man vielleicht hoffen würde, und dass weder Handwerker noch Makler davon wirklich begeistert sind. Es ist also nicht alles Gold, was glänzt.

Die ‚Deutsche Handwerker BU‘ des Münchener Vereins: Ein alternativer Ansatz

Der Münchener Verein verfolgt mit seiner "Deutschen Handwerker BU" einen etwas anderen Weg. Hier geht es darum, die Beiträge für dich als Handwerker bezahlbar zu halten. Das machen sie, indem sie bei manchen Leistungen etwas abspecken. Die "Aktiv-Variante" ist ein Beispiel dafür. Sie ist deutlich günstiger als andere Tarife. Aber Achtung: Die volle BU-Rente gibt’s hier nur, wenn du wegen Problemen mit dem Bewegungsapparat oder durch Unfälle berufsunfähig wirst. Bei Krankheiten wie Krebs oder psychischen Problemen bekommst du nur einen Bruchteil der Rente. Das ist ein bewusster Schritt, um die Kosten zu senken. Ob das für dich passt, hängt stark von deiner persönlichen Situation und deinen Prioritäten ab.

Die Rolle von Maklern bei der Vermittlung von Spezialtarifen

Makler spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, den richtigen BU-Schutz für Handwerker zu finden. Manchmal zögern sie aber, diese speziellen Tarife zu empfehlen. Warum? Ganz einfach: Sie haben oft Angst vor Haftungsrisiken. Wenn sie dir einen Tarif anbieten, der vom üblichen Standard abweicht, und dann doch etwas schiefgeht, könnten sie dafür zur Verantwortung gezogen werden. Das ist ein Grund, warum viele Makler lieber bei den "Standardprodukten" bleiben, auch wenn diese vielleicht teurer sind. Es ist also nicht immer nur eine Frage des Tarifs, sondern auch, wie gut der Vermittler bereit ist, neue Wege zu gehen und dich umfassend zu beraten.

Leistungsumfang und Beitragsgestaltung bei Spezialtarifen

Bewusste Leistungseinschränkungen zur Beitragsreduzierung

Bei Spezialtarifen für Handwerker wird oft ein cleverer Schachzug angewendet, um die Beiträge bezahlbar zu halten: Man schraubt am Leistungsumfang. Das klingt erstmal nicht toll, aber denk mal drüber nach. Wenn du weißt, dass die meisten Risiken in deinem Job mit körperlichen Einschränkungen oder Unfällen zusammenhängen, warum dann für Leistungen zahlen, die du vielleicht nie brauchst? Manche Tarife konzentrieren sich genau auf diese Kernrisiken. Das kann bedeuten, dass die volle BU-Rente nur bei bestimmten Ursachen gezahlt wird.

Die ‚Aktiv-Variante‘ der Deutschen Handwerker BU im Detail

Ein gutes Beispiel dafür ist die ‚Aktiv-Variante‘ der Deutschen Handwerker BU. Hier wird die Prämie deutlich gesenkt, indem die Leistung eingeschränkt wird. Stell dir vor, du hast einen Meisterkurs vor dir – für bis zu 36 Monate kannst du deine Beiträge pausieren, aber der Schutz bleibt bestehen. Das ist schon ziemlich praktisch. Aber Achtung: Die volle Rente gibt’s nur, wenn die Berufsunfähigkeit auf Probleme mit dem Bewegungsapparat oder auf Unfälle zurückzuführen ist. Bei anderen Sachen, wie zum Beispiel psychischen Erkrankungen oder Krebs, bekommst du nur einen Bruchteil der vereinbarten Summe. Das ist ein Kompromiss, der sich für manche lohnen kann, aber man muss sich der Einschränkungen bewusst sein.

Die Bedeutung des Bedingungswerks für Handwerker

Das Kleingedruckte, also das Bedingungswerk, ist bei jeder BU-Versicherung super wichtig, aber für Handwerker nochmal extra. Hier steht drin, was genau abgedeckt ist und was nicht. Bei Spezialtarifen für Handwerker solltest du besonders darauf achten:

  • Verzicht auf abstrakte Verweisung: Das ist ein Muss. Es bedeutet, dass der Versicherer dich nicht einfach auf einen anderen Job verweisen kann, nur weil du den theoretisch auch ausüben könntest.
  • Leistung bei bestimmten Krankheiten: Wie gerade bei der ‚Aktiv-Variante‘ gesehen, kann es hier Einschränkungen geben. Prüfe genau, welche Krankheiten abgedeckt sind und in welchem Umfang.
  • Regelungen für Weiterbildungen: Viele Handwerker machen Meisterkurse oder andere Fortbildungen. Gute Tarife bieten hier flexible Lösungen, wie Beitragsstundungen oder die Möglichkeit, die Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.
  • Nachversicherungsgarantien: Diese erlauben es dir, deine BU-Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, zum Beispiel bei Heirat, Geburt eines Kindes oder Gehaltserhöhung. Das ist gerade für Handwerker, deren Einkommen sich im Laufe des Berufslebens stark ändern kann, ein wichtiger Punkt.

Alternative Absicherungsmöglichkeiten für körperlich Tätige

Die Grundfähigkeitsversicherung als Option

Manchmal ist die klassische Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für Handwerker einfach zu teuer. Das liegt oft daran, dass die Tarife auf ein breites Spektrum an Risiken ausgelegt sind, die bei körperlich anstrengenden Berufen eben stärker ins Gewicht fallen. Aber keine Sorge, es gibt Alternativen! Eine davon ist die Grundfähigkeitsversicherung. Stell dir vor, du schließt eine Versicherung ab, die dir Geld auszahlt, wenn du bestimmte, für deinen Beruf wichtige Fähigkeiten verlierst. Das kann zum Beispiel das Heben schwerer Lasten sein, das Stehen über längere Zeit oder auch das Bedienen von Maschinen. Der Clou dabei ist, dass diese Versicherung oft deutlich günstiger ist als eine BU. Das liegt daran, dass sie sich auf konkrete, physische Einschränkungen konzentriert und nicht auf die abstrakte Frage, ob du deinen Beruf überhaupt noch ausüben kannst. Das macht sie zu einer interessanten Option, wenn die BU-Beiträge dein Budget sprengen würden.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU) als Ergänzung

Eine weitere Möglichkeit, die du dir anschauen solltest, ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, kurz EU. Im Grunde ist das eine Art ‚kleine Schwester‘ der BU. Während die BU dich absichert, wenn du deinen aktuellen Beruf nicht mehr ausüben kannst, greift die EU, wenn du irgendeinen Beruf auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr ausüben kannst. Das ist natürlich eine deutlich höhere Hürde. Aber genau das macht sie auch günstiger. Für Handwerker kann das eine sinnvolle Ergänzung sein, besonders wenn die BU-Beiträge zu hoch sind. Stell dir vor, du kannst wegen einer Rückenverletzung nicht mehr schwer heben und auch keine Maschinen mehr bedienen. Vielleicht könntest du aber theoretisch noch als Pförtner arbeiten. In diesem Fall würde eine reine BU vielleicht nicht zahlen, eine EU aber schon, wenn du auch diesen Job nicht mehr machen könntest. Es ist wichtig zu verstehen, dass die EU nicht dasselbe ist wie die BU, aber sie kann eine wichtige Lücke schließen, gerade wenn es ums Geld geht.

Die Bedeutung der individuellen Situation bei der Wahl der Absicherung

Letztendlich ist es wie bei so vielen Dingen im Leben: Es gibt keine Einheitslösung, die für jeden passt. Deine persönliche Situation ist entscheidend. Bist du jung und gerade erst im Handwerk gestartet? Oder hast du schon Jahrzehnte auf dem Buckel und deine körperliche Belastung ist entsprechend hoch? Hast du vielleicht schon eine Vorerkrankung, die die Antragsstellung erschwert? All diese Fragen spielen eine Rolle. Eine Grundfähigkeitsversicherung mag für den einen super sein, während für den anderen die EU die bessere Wahl ist. Und manchmal ist es auch eine Kombination aus verschiedenen Absicherungen. Es lohnt sich wirklich, sich Zeit zu nehmen und verschiedene Optionen durchzuspielen, vielleicht auch mit der Hilfe eines Experten. Nur so stellst du sicher, dass du am Ende den Schutz hast, den du wirklich brauchst, ohne dabei dein Konto zu plündern. Denk dran: Eine Absicherung, die du dir nicht leisten kannst, nützt dir im Ernstfall auch nichts.

Die Rolle der Berufsgruppeneinstufung im BU-Markt

Die zunehmende Aufsplittung von Berufsgruppen

Früher war das Ganze einfacher, oder? Man hat sich die BU-Versicherung angeschaut und gut war’s. Aber heute? Die Versicherer haben gemerkt, dass nicht jeder Beruf gleich ist. Das ist ja auch logisch, oder? Ein Büromensch hat andere Risiken als jemand, der auf dem Bau arbeitet. Deshalb gibt es immer mehr feinere Abstufungen bei den Berufsgruppen. Das Ziel dahinter ist eigentlich ganz simpel: Die Prämien sollen gerechter verteilt werden. Wer ein höheres Risiko hat, zahlt mehr, wer weniger hat, zahlt weniger. Klingt fair, oder?

Der Preiskampf um ‚gute Risiken‘

Diese Aufsplittung hat aber auch eine Kehrseite. Die Versicherer buhlen regelrecht um die sogenannten ‚guten Risiken‘. Das sind die Leute, die als besonders ungefährlich eingestuft werden und somit weniger kosten. Stell dir vor, du bist ein Versicherer und siehst, dass du mit einem bestimmten Tarif viele junge, gesunde Handwerker anziehen könntest, die aber vielleicht doch ein höheres Risiko haben als ein reiner Büroangestellter. Da wird dann natürlich versucht, diese Leute mit besonders attraktiven Angeboten zu locken. Das kann dazu führen, dass die Preise für bestimmte Gruppen künstlich niedrig gehalten werden, während andere vielleicht draufzahlen.

Warum eine solidarische Mischkalkulation unrealistisch ist

Früher hat man oft von einer Art ’solidarischer Mischkalkulation‘ gesprochen. Das hieß, dass alle in einen Topf geworfen wurden und die Beiträge so kalkuliert wurden, dass es für alle irgendwie passt. Aber wie du siehst, funktioniert das in der heutigen Zeit kaum noch. Wenn die Risiken so stark auseinanderdriften und die Versicherer um die ‚guten Risiken‘ kämpfen, ist eine pauschale Mischkalkulation einfach nicht mehr realistisch. Jeder Versicherer versucht, sein eigenes Portfolio zu optimieren. Das bedeutet für dich als Handwerker, dass du genau hinschauen musst, welcher Tarif wirklich zu deiner spezifischen Tätigkeit passt und nicht nur auf den ersten Blick günstig erscheint. Die genaue Einstufung deiner Berufsgruppe ist daher entscheidend für die Beitragsgestaltung deiner BU-Versicherung.

Früher Einstieg in die BU-Absicherung

Die Schüler-BU als strategischer Vorteil

Mal ehrlich, wer denkt schon an eine Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn man noch zur Schule geht? Die meisten von uns haben da ganz andere Sachen im Kopf, oder? Aber genau hier liegt ein riesiger Vorteil, den viele übersehen. Wenn du dich frühzeitig absicherst, zum Beispiel mit einer Schüler-BU, sicherst du dir einen günstigeren Beitragssatz. Stell dir vor, du sicherst dir heute einen Beitrag, der auf deiner aktuellen, noch relativ risikoarmen Berufsgruppe basiert. Das ist super, denn dieser Satz bleibt dann oft bestehen, auch wenn du später einen Beruf ergreifst, der als risikoreicher eingestuft wird – zum Beispiel im Handwerk.

Vorteile einer frühen Berufsgruppensicherung

Das Coole daran ist, dass du dir damit quasi den "Einstieg" in die BU-Welt zu Top-Konditionen sicherst. Je jünger und gesünder du bist, desto besser sind die Chancen, dass du ohne große Probleme oder teure Zuschläge versichert wirst. Mit einer Schüler-BU umgehst du oft die Hürden, die später im Leben auftauchen können, wie zum Beispiel Vorerkrankungen, die die Beiträge in die Höhe treiben oder sogar zu Leistungsausschlüssen führen. Das ist wie ein Frühbucherrabatt fürs Leben, nur eben für deine finanzielle Absicherung.

Herausforderungen bei der Beratung von Schülern und Eltern

Klar, das Ganze hat auch seine Tücken. Die größte Hürde ist oft, dass die jungen Leute selbst noch nicht so weit denken. Und auch die Eltern müssen mitspielen. Es ist nicht immer einfach, ihnen zu vermitteln, warum eine Versicherung, die erst in vielen Jahren relevant wird, jetzt schon wichtig ist. Man muss ihnen erklären, dass es darum geht, sich langfristig finanzielle Nachteile zu ersparen und sich eine Absicherung zu sichern, die später vielleicht gar nicht mehr oder nur zu deutlich schlechteren Konditionen erhältlich wäre. Es ist ein bisschen wie beim Sparen: Je früher du anfängst, desto einfacher ist es, ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Besonderheiten bei der BU-Absicherung für Selbstständige

Als Selbstständiger stehst du vor ganz eigenen Herausforderungen, wenn es um die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) geht. Anders als Angestellte, bei denen der Arbeitgeber oft schon eine gewisse Basis absichert, bist du hier ganz auf dich allein gestellt. Das bedeutet aber auch, dass du die Kontrolle hast und den Schutz genau auf deine Bedürfnisse zuschneiden kannst.

Unternehmensseitiger BU-Schutz für Selbstständige

Eine interessante Option für dich als Selbstständiger ist der sogenannte unternehmensseitige BU-Schutz. Stell dir vor, deine eigene Firma schließt die BU-Versicherung für dich ab. Das kann steuerliche Vorteile haben und die Beiträge für dich als Person attraktiver machen. Es ist quasi eine Investition deines Unternehmens in deine Arbeitskraft. So sicherst du nicht nur deinen persönlichen Lebensstandard, sondern auch die Fortführung deines Betriebs ab. Es ist wichtig, hier genau hinzuschauen, wie das Ganze strukturiert ist und welche Regelungen gelten, damit es wirklich für alle Seiten passt.

Möglichkeiten zur Beitragsoptimierung

Die Beiträge für eine BU können, gerade wenn du körperlich arbeitest, ganz schön ins Geld gehen. Aber keine Sorge, es gibt Wege, wie du die Kosten im Griff behalten kannst. Denk mal über folgende Punkte nach:

  1. Grundfähigkeitsversicherung: Manchmal ist es sinnvoller, bestimmte Grundfähigkeiten abzusichern, statt direkt die volle Berufsunfähigkeit. Das kann günstiger sein.
  2. Tarife mit angepassten Leistungen: Nicht jeder Tarif muss das Rundum-Sorglos-Paket sein. Manche Versicherer bieten spezielle Tarife für Selbstständige an, bei denen du bewusst auf bestimmte Leistungen verzichtest, um den Beitrag zu senken.
  3. Frühzeitiger Abschluss: Je jünger und gesünder du bist, desto besser sind die Konditionen. Das gilt natürlich auch für Selbstständige. Wenn du also noch keine BU hast, ist jetzt vielleicht der beste Zeitpunkt, dich darum zu kümmern.

Alternative Modelle im BU-Fall

Was passiert eigentlich, wenn du wirklich berufsunfähig wirst? Als Selbstständiger ist das eine besonders knifflige Frage. Die gesetzliche Absicherung ist oft nicht ausreichend. Aber es gibt Alternativen, die du dir ansehen solltest:

  • Die ‚Gehalt-Plus‘-Option: Manche Tarife erlauben es dir, im Falle einer Berufsunfähigkeit nicht nur die vereinbarte BU-Rente zu erhalten, sondern unter bestimmten Umständen auch weiterhin für deinen aktuellen Arbeitgeber tätig zu sein und dein Gehalt zu beziehen. Das ist eine spannende Möglichkeit, die finanzielle Lücke zu schließen.
  • Stufenweise Rentensteigerung: Überlege, ob eine Rente, die sich über die Zeit steigert, für dich sinnvoll ist. Das kann helfen, die Inflation auszugleichen und deinen Lebensstandard langfristig zu sichern.
  • Fokus auf Kernfähigkeiten: Manche Modelle konzentrieren sich auf die Absicherung der wesentlichen Fähigkeiten, die du für deine Selbstständigkeit brauchst. Das kann eine gute Balance zwischen Schutz und Kosten sein.

Umgang mit Vorerkrankungen bei der BU-Versicherung

Versicherungsberater und Kunde im Gespräch im Büro

Herausforderungen bei psychischen Erkrankungen

Wenn du wegen psychischer Probleme deinen Job nicht mehr machen kannst, ist das eine echt knifflige Situation für die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Früher wurde das vielleicht nicht so ernst genommen, aber heute sind psychische Leiden ein riesiger Grund für Berufsunfähigkeit. Das macht es für Versicherer nicht einfacher, weil die Verläufe oft schwer vorhersehbar sind. Viele Tarife haben da strenge Klauseln oder schließen psychische Erkrankungen sogar ganz aus. Das ist frustrierend, wenn du genau wegen so etwas deinen Job nicht mehr machen kannst. Es ist wichtig, dass du genau hinschaust, was dein Vertrag dazu sagt. Manchmal gibt es aber auch spezielle Klauseln oder Zusatzversicherungen, die dir trotzdem helfen können.

Suche nach passendem BU-Schutz trotz Vorerkrankung

Eine Vorerkrankung kann die Suche nach einer BU-Versicherung ganz schön erschweren. Stell dir vor, du hattest mal was Ernstes oder hast eine chronische Sache – das macht die Versicherer nervös. Sie fürchten natürlich, dass du schneller berufsunfähig wirst. Das kann dazu führen, dass sie dich gar nicht erst versichern wollen, oder nur mit saftigen Aufschlägen und vielen Ausschlüssen. Aber lass dich davon nicht entmutigen! Es gibt durchaus Versicherer, die sich auf solche Fälle spezialisiert haben oder zumindest flexibler sind. Hier sind ein paar Punkte, die du beachten solltest:

  • Offenheit ist Trumpf: Sei bei der Antragsstellung ehrlich über deine Gesundheit. Verheimlichst du etwas, kann das später zum Problem werden.
  • Spezialtarife prüfen: Manche Versicherer bieten spezielle Tarife für Leute mit bestimmten Vorerkrankungen an. Die sind zwar nicht immer die günstigsten, aber sie sind eine Option.
  • Gesundheitsfragen genau lesen: Verstehe jede Frage und beantworte sie präzise. Manchmal sind die Formulierungen knifflig.
  • Beratung suchen: Ein guter Versicherungsmakler, der sich mit solchen Fällen auskennt, kann Gold wert sein. Er weiß, wo du die besten Chancen hast.

Alternative Lösungen bei Ablehnung eines Antrags

Wenn dein Antrag auf eine BU-Versicherung abgelehnt wurde, weil du eine Vorerkrankung hast, ist das erstmal ein Dämpfer. Aber keine Sorge, es gibt immer noch Wege, dich abzusichern. Die klassische BU ist nicht die einzige Option. Denk mal über diese Alternativen nach:

  1. Grundfähigkeitsversicherung: Hier geht es darum, ob du bestimmte körperliche oder geistige Fähigkeiten noch ausüben kannst (z.B. Gehen, Heben, Lesen). Wenn du eine wichtige Fähigkeit verlierst, bekommst du eine Rente. Das ist oft einfacher zu bekommen als eine BU, gerade mit Vorerkrankungen.
  2. Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU): Die EU zahlt nur, wenn du gar nicht mehr arbeiten kannst, egal in welchem Beruf. Das ist eine engere Absicherung als die BU, aber sie ist oft leichter zu bekommen und günstiger.
  3. Unfallversicherung: Eine Unfallversicherung zahlt bei Invalidität nach einem Unfall. Sie deckt zwar keine Krankheiten ab, aber sie kann eine sinnvolle Ergänzung sein, um das Risiko eines Unfalls abzudecken, das ja auch zu Berufsunfähigkeit führen kann.

Es lohnt sich wirklich, diese Optionen genau zu prüfen, denn oft findet sich eine passende Lösung, auch wenn die erste Tür verschlossen bleibt.

Fazit: Was bleibt für dich als Handwerker?

Also, wenn du im Handwerk tätig bist, ist die Sache mit der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nicht ganz einfach. Klar, es gibt spezielle Tarife, die auf dich zugeschnitten sein sollen, aber die sind oft trotzdem nicht gerade billig. Manchmal wird sogar an Leistungen gespart, damit der Preis stimmt. Das ist dann vielleicht besser als nichts, aber ob es wirklich das ist, was du brauchst, musst du genau prüfen. Manchmal sind andere Wege, wie die Grundfähigkeitsversicherung, eine günstigere Alternative. Oder du denkst frühzeitig darüber nach, vielleicht schon als Schüler, um dir gute Konditionen zu sichern. Am Ende des Tages ist es wichtig, dass du dich informierst und nicht einfach irgendeinen Vertrag unterschreibst. Sprich mit Leuten, die sich auskennen, und vergleiche genau, was die verschiedenen Angebote für dich bedeuten. Nur so findest du den Schutz, der wirklich zu dir und deinem Job passt.

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