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Hüftdysplasie: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Hüftdysplasie: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Bei einer Hüftdysplasie ist die Hüftpfanne nicht ausreichend ausgebildet. Dadurch sitzt der Hüftkopf nicht sicher im Gelenk. Die Hüfte kann instabil sein und in schweren Fällen auskugeln. Die Fehlbildung kann bei Neugeborenen bestehen oder sich in der frühen Entwicklung zeigen. Eine frühe Diagnose verbessert die Möglichkeiten der Behandlung und hilft, spätere Beschwerden zu vermeiden.

Hüftdysplasie bei Babys und Kindern

Hüftdysplasie gehört zu den häufigsten Fehlbildungen des Skeletts bei Neugeborenen. Im Ausgangstext wird genannt, dass ungefähr 3 von 100 Babys betroffen sind. Mädchen erkranken häufiger als Jungen. Der Schweregrad reicht von einer verzögerten Reifung der Hüfte über eine ausgeprägte Fehlbildung bis zur Hüftluxation, bei der der Hüftkopf vollständig aus der Pfanne gerutscht ist.

Mögliche Symptome

Bei Neugeborenen verursacht eine Hüftdysplasie oft keine eindeutigen Beschwerden. Mögliche Hinweise sind:

  • asymmetrische Gesäß- oder Oberschenkelfalten

  • eine scheinbare Differenz der Beinlängen

  • eine eingeschränkte Beweglichkeit, wenn sich ein Bein schlechter abspreizen lässt

Bei Kleinkindern können ein Hinken, ein unsicheres Gangbild oder eine auffällige Auswärtsdrehung des Beins hinzukommen. Diese Zeichen beweisen keine Hüftdysplasie und können andere Ursachen haben. Wenn du solche Veränderungen bemerkst oder unsicher bist, solltest du dein Kind ärztlich untersuchen lassen.

Risikofaktoren und Ursachen

Die Entstehung hat meist mehrere mögliche Einflussfaktoren. Eine familiäre Vorbelastung erhöht das Risiko. Auch die Lage des Babys im Mutterleib spielt eine Rolle, insbesondere eine Steißlage. Beengte Platzverhältnisse, etwa bei Mehrlingsschwangerschaften, können die Entwicklung beeinflussen. Im Ausgangstext werden außerdem Frühgeburt, hormonelle Einflüsse und weitere genetische Faktoren als mögliche Zusammenhänge genannt. Die Erkrankung wird nicht durch ein einzelnes sicher bestimmendes Gen erklärt; derzeit gibt es keinen Standard-Gentest, mit dem sich eine Hüftdysplasie zuverlässig vorhersagen lässt.

Diagnose im Säuglingsalter

Der Arzt untersucht die Beweglichkeit und Stabilität der Hüfte. Die Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere U2 und U3, bieten die Möglichkeit, Auffälligkeiten früh zu erkennen. Bei Babys ist die Ultraschalluntersuchung besonders wichtig: Sie ist schmerzfrei und kommt ohne Strahlenbelastung aus. Dabei lässt sich beurteilen, wie die Hüftpfanne ausgebildet ist und ob der Hüftkopf richtig sitzt.

Bei älteren Kindern und Erwachsenen wird die Bildgebung dem Alter und der Fragestellung angepasst. Röntgenbilder zeigen vor allem die Knochenstruktur und mögliche arthrotische Veränderungen. Eine MRT kann Weichteile wie Knorpel und die Gelenklippe (Labrum) darstellen sowie Formveränderungen und Abnutzungserscheinungen näher beurteilen. In bestimmten Fällen kann eine CT zur genaueren Beurteilung der Knochenstruktur eingesetzt werden.

Symptome bei Erwachsenen

Arzt in einer hellen Arztpraxis behandelt Symptome der Hüftdysplasie

Eine Hüftdysplasie kann bis ins Erwachsenenalter unbemerkt bleiben. Beschwerden entstehen dann möglicherweise erst bei Belastung. Typisch sind Schmerzen in der Leiste, die bis zum Knie ausstrahlen können, ein Gefühl der Instabilität und eine eingeschränkte Beweglichkeit, besonders bei Drehbewegungen. Auch ein unsicherer Gang, ein Watschelgang oder eine veränderte Belastung können auftreten.

Bleibt eine Hüftdysplasie unbehandelt, kann sie eine frühzeitige Arthrose des Hüftgelenks begünstigen. Die Folge können chronische Schmerzen und zunehmende Bewegungseinschränkungen sein. Bei neuen oder anhaltenden Hüft-, Leisten- oder Knieschmerzen ist deshalb eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Behandlung der Hüftdysplasie

Welche Behandlung infrage kommt, hängt vom Alter, vom Schweregrad und von der Stabilität des Gelenks ab. Die Therapie wird ärztlich geplant und regelmäßig kontrolliert.

Konservative Behandlung bei Babys

Bei leichten Formen kann die natürliche Reifung der Hüfte unterstützt werden. Als mögliche Maßnahme wird breites Wickeln genannt. Dabei bleiben die Beine in einer abgespreizten Position. Lass dir die Technik von einem Arzt oder einer Hebamme zeigen, da eine falsche Anwendung die Hüftstellung ungünstig beeinflussen kann.

Reicht das nicht aus, kommen Schienen oder Bandagen zum Einsatz, etwa eine Pavlik-Bandage oder eine Tübinger Schiene. Sie halten die Beine in einer für die Hüftentwicklung günstigen Position. Tragedauer und Anpassung richten sich nach dem Befund. Regelmäßige Ultraschallkontrollen zeigen, ob die Behandlung anschlägt. Bei Kindern können je nach Alter und Ausprägung außerdem eine Gipsbehandlung oder weitere orthopädische Maßnahmen erforderlich sein.

Operation

Eine Operation kann notwendig werden, wenn die Hüfte trotz konservativer Behandlung instabil bleibt, sich nicht ausreichend entwickelt oder die Fehlbildung erst später entdeckt wird. Je nach Befund kommen arthroskopische oder offene Verfahren infrage. Bei einer Umstellungsosteotomie wird die Ausrichtung des Gelenks korrigiert. Bei fortgeschrittener Arthrose und starken Beschwerden kann bei Erwachsenen eine Hüftprothese erwogen werden.

Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen Risiken, etwa Infektionen oder Probleme bei der Wundheilung. Das behandelnde Team klärt dich über das passende Verfahren, mögliche Komplikationen und die zu erwartende Erholungszeit auf.

Nachbehandlung, Physiotherapie und Alltag

Hüftdysplasie: Patient und Arzt in einer hellen Arztpraxis.

Nach einer Behandlung sind Verlaufskontrollen wichtig, auch wenn zunächst keine Beschwerden mehr bestehen. Physiotherapie kann helfen, die Muskulatur rund um die Hüfte zu kräftigen, die Beweglichkeit zu verbessern und die Koordination zu trainieren. Welche Übungen geeignet sind, hängt vom Alter, der Behandlung und dem individuellen Befund ab. Übungen wie seitliches Beinheben, Theraband-Training oder Kniebeugen sollten deshalb nur nach Anleitung durchgeführt werden.

Nach einer Operation werden Belastung und Bewegung meist schrittweise gesteigert. Schmerzmittel, Wundpflege und Rehabilitationsmaßnahmen sollten sich nach den ärztlichen Anweisungen richten. Bei Erwachsenen können ein angepasstes Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung und Pausen bei längeren Belastungen helfen, die Hüfte im Alltag zu entlasten. Schwimmen, Radfahren oder Wandern werden im Ausgangstext als mögliche gelenkschonende Aktivitäten genannt. Ob und wann du Sport treiben kannst, solltest du mit deinem Arzt oder deiner Physiotherapeutin beziehungsweise deinem Physiotherapeuten besprechen. Sportarten mit starken Stößen oder schnellen Drehbewegungen können je nach Befund ungünstig sein.

Wichtig für die Prognose

Je früher eine Hüftdysplasie erkannt und passend behandelt wird, desto besser sind meist die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung. Trotzdem können auch nach abgeschlossener Therapie regelmäßige Kontrollen erforderlich sein. Bei Erwachsenen hängt der Verlauf unter anderem davon ab, wie ausgeprägt die Fehlbildung ist, ob bereits Knorpelschäden bestehen und wie gut die Behandlung auf die Beschwerden wirkt.

Alternative Verfahren wie Akupunktur, Homöopathie oder Osteopathie werden teilweise zur Begleitung von Beschwerden genutzt. Ihre Wirksamkeit bei Hüftdysplasie ist nicht für alle Verfahren wissenschaftlich belegt. Sie sollten eine fachärztliche Diagnostik und Behandlung nicht ersetzen. Bei Verdacht, Schmerzen oder auffälligen Bewegungen ist eine Untersuchung in einer ärztlichen Praxis der richtige nächste Schritt.

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