Der Campingurlaub erfreut sich wachsender Beliebtheit. Immer mehr Deutsche entscheiden sich für die Freiheit auf Rädern. Doch wer mit Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs ist, sollte sich auch über den passenden Versicherungsschutz Gedanken machen. Denn im Gegensatz zu Hotelaufenthalten sind Diebstahl und Schäden am Inventar oft nicht durch die herkömmliche Hausratversicherung abgedeckt. Eine gute Vorbereitung kann teure Überraschungen vermeiden.
Wichtige Versicherungen für Camper
- Die Hausratversicherung deckt in der Regel keine Schäden oder Diebstähle auf Campingplätzen ab.
- Eine Inhaltsversicherung für das Wohnmobil ist sinnvoll, um das mobile Hab und Gut zu schützen.
- Kfz-Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben, Teil- oder Vollkasko sind empfehlenswert.
- Eine private Haftpflichtversicherung ist auch im Urlaub unerlässlich.
- Bei Auslandsreisen sind eine Auslandskrankenversicherung und ggf. ein Auslandsschadenschutz ratsam.
Die Tücken der Hausratversicherung
Wer seinen Urlaub im Wohnwagen oder Wohnmobil verbringt, sollte wissen, dass die übliche Hausratversicherung hier oft nicht greift. Sie deckt zwar Gegenstände in Fahrzeugen ab, aber in der Regel nur in regulären Pkw. Gepäck, das auf dem Campingplatz abgestellt wird, ist meist nicht versichert. Auch Reisegepäckversicherungen sind für Campingurlaube ungeeignet, da sie nur während der Beförderung gelten und oft niedrige Entschädigungssummen sowie Ausschlüsse für Elektrogeräte haben.
Inhaltsversicherung: Schutz für das mobile Hab und Gut
Eine spezielle Inhaltsversicherung für das Wohnmobil oder eine Campingversicherung ist daher eine sinnvolle Ergänzung. Diese Police deckt lose Gegenstände im Fahrzeug ab, die durch Diebstahl, Feuer, Blitzschlag, Hagel, Überschwemmung oder Explosion beschädigt oder zerstört werden. Wichtig ist jedoch zu prüfen, was genau versichert ist: Oft sind Gegenstände im Vorzelt nicht abgedeckt, und Wertsachen wie Bargeld oder Schmuck sind meist ausgeschlossen. Die Versicherung kann als Jahresvertrag abgeschlossen werden, was sich für häufige Camper lohnt.
Fahrzeugversicherung: Mehr als nur Haftpflicht
Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung, die Schäden bei Dritten abdeckt, ist eine Teil- oder Vollkaskoversicherung für das eigene Fahrzeug dringend zu empfehlen. Diese schützt vor Schäden am Wohnwagen oder Wohnmobil selbst, sei es durch Diebstahl, Brand, Unwetter oder selbstverschuldete Unfälle. Bei Kaskoversicherungen ist auf die Versicherungssumme und die Selbstbeteiligung zu achten.
Private Haftpflicht: Ein Muss für jeden Urlauber
Auch im Campingurlaub ist eine private Haftpflichtversicherung unverzichtbar. Sie schützt vor den finanziellen Folgen, wenn man versehentlich anderen einen Schaden zufügt – sei es durch ein Grillfeuer, das ein Vorzelt beschädigt, oder einen anderen Missgeschick. Die Versicherung prüft Ansprüche und wehrt unberechtigte Forderungen ab.
Ausland: Zusätzlicher Schutz ist ratsam
Bei Reisen ins Ausland sollten Camper nicht auf eine Auslandskrankenversicherung verzichten. Diese deckt Kosten für Heilbehandlungen ab, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen werden, und sollte idealerweise auch einen medizinisch sinnvollen Rücktransport beinhalten. Ein Auslandsschadenschutz kann ebenfalls sinnvoll sein, falls man unverschuldet in einen Unfall verwickelt wird und die gegnerische Versicherungssumme nicht ausreicht.
Quellen
- Versicherungen fürs Camping: Diese sind für Urlauber sinnvoll, RP Online.
- Tourismus – Wie sie den mobilen Hausrat im Wohnwagen versichern – Reise, SZ.de.
- Versicherungstipp: Richtig versichert im Campingurlaub, www.cash-online.de.
- Camping-Police: Auch der Inhalt eines Wohnmobils kann versichert werden, Mitteldeutsche Zeitung.

