Investoren, die ihr Vermögen in ETFs anlegen, stehen oft vor der Frage, wie sie ihre Steuerlast minimieren können. Angesichts steigender Kapitalertragssteuern und der Vorabpauschale suchen viele nach Wegen, ihre Rendite zu maximieren. Dieser Artikel beleuchtet Strategien, um Steuern auf ETF-Erträge zu sparen, von der optimalen Nutzung des Sparerpauschbetrags bis hin zu cleveren Verkaufsstrategien.
Wichtige Erkenntnisse
- Nutzen Sie den Sparerpauschbetrag voll aus.
- Verstehen Sie die Vorabpauschale und ihre Anrechnung.
- Wählen Sie ETFs strategisch aus.
- Vermeiden Sie häufige Irrtümer bei der Altersvorsorge.
Den Sparerpauschbetrag optimal nutzen
Ein zentraler Punkt beim Steuernsparen mit ETFs ist die effektive Nutzung des Sparerpauschbetrags. Dieser Freibetrag für Kapitalerträge beträgt 1.000 Euro pro Person und Jahr. Wer diesen nicht ausschöpft, verschenkt bares Geld. Ein Trick besteht darin, ETFs gezielt zu verkaufen, um Kursgewinne bis zur Höhe des Freibetrags zu realisieren. Dies ist besonders relevant, wenn man sein Depot über die Jahre aufbaut und später im Entsparen ist.
Die Vorabpauschale verstehen
Die Vorabpauschale ist eine Art Vorauszahlung auf die Kapitalertragsteuer, die auf die Erträge von ETFs erhoben wird, auch wenn diese nicht ausgeschüttet werden. Sie wird jährlich fällig und mindert die spätere Steuerlast beim Verkauf. Expertinnen und Experten betonen, dass die Vorabpauschale zwar zu zahlen ist, aber letztlich die Erträge sowieso versteuert werden müssen. Die vorab gezahlten Beträge werden bei der endgültigen Versteuerung angerechnet.
Strategische ETF-Auswahl und Verkaufszeitpunkte
Die Wahl der richtigen ETFs kann ebenfalls steuerliche Auswirkungen haben. Anleger sollten nicht nur auf die Rendite, sondern auch auf die steuerliche Behandlung achten. Beim Verkauf von ETFs ist es ratsam, den Jahreswechsel für Verkäufe zu nutzen, um den Sparerpauschbetrag optimal auszuschöpfen. Ein Depotcheck zum Jahresende kann helfen, diese Strategien umzusetzen.
Irrtümer bei der Altersvorsorge und ETFs
Manche Werbeversprechen suggerieren, dass man mit ETF-Sparplänen direkt Steuern sparen kann. Expertinnen räumen auf: Private ETF-Sparbeiträge sind nicht steuerlich absetzbar. Sogenannte Rürup-Renten oder Nettopolicen, die mit Steuervorteilen beworben werden, bergen oft Nachteile wie mangelnde Flexibilität oder hohe versteckte Kosten. Der Fokus sollte auf der finanziellen Bedarfsdeckung im Alter liegen, nicht primär auf dem Steuersparen, da dies zu falschen Anlageentscheidungen führen kann.
Quellen
- ETFs Steuern sparen: Mit diesem Trick sparen Sie Tausende Euro an Geld, STERN.de.
- ETF: Tricks, wie Sie die Steuer senken, FAZ.
- Steuern sparen: So sparen Anleger in diesem Jahr noch Steuern, DIE ZEIT.
- ETF und Steuern sparen? Expertin räumt mit Irrtümern auf, Berliner Morgenpost.
- Steuern sparen mit ETF-Verkauf: Freistellungsauftrag optimal nutzen, Capital.de.

