Ein Hakenwurmbefall kann zunächst unauffällig bleiben. Typisch sind Hautreaktionen an der Eintrittsstelle, später können Bauchschmerzen, Durchfall, Müdigkeit und Eisenmangel auftreten. Besonders nach einem Aufenthalt in tropischen oder subtropischen Regionen solltest du ungeklärte Beschwerden ärztlich abklären lassen.
Welche Symptome verursacht ein Hakenwurmbefall?
Die Beschwerden hängen unter anderem davon ab, wie viele Larven oder Würmer vorhanden sind und in welcher Phase sich die Infektion befindet. Manche Infektionen verlaufen mit wenigen oder keinen Beschwerden.
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Haut: Dringen Larven durch die Haut ein, können Rötung, Juckreiz und ein Ausschlag entstehen. Die Hautreaktion tritt häufig an den Füßen oder an anderen Stellen mit Bodenkontakt auf.
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Magen-Darm-Trakt: Bauchschmerzen, Krämpfe und Durchfall sind mögliche Beschwerden.
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Allgemeinzustand: Müdigkeit, Schwäche und Leistungsabfall können durch den Befall und insbesondere durch Blut- beziehungsweise Eisenverlust entstehen.
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Blutarmut: Bei stärkerem oder länger bestehendem Befall kann ein Eisenmangel bis hin zu einer Anämie auftreten. Hinweise sind unter anderem blasse Haut, Schwindel oder Kurzatmigkeit.
Bei Kindern kann ein ausgeprägter Eisenmangel die körperliche Entwicklung und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Wenn dein Kind anhaltend müde ist, Bauchschmerzen hat, Gewicht verliert oder blass wirkt, solltest du es ärztlich untersuchen lassen. Auch in der Schwangerschaft ist ein Verdacht wichtig, weil eine Anämie besondere Risiken für die Schwangere und das ungeborene Kind bedeuten kann. Nimm in dieser Situation keine Wurmmittel ohne ärztliche Rücksprache ein.
Wie wird Hakenwurmbefall übertragen?
Die häufigste Übertragung erfolgt über kontaminierten Boden. Die Larven können in warmen, feuchten Böden überleben und beim Barfußlaufen durch die Haut in den Körper gelangen. Das Risiko ist deshalb in Regionen mit tropischem oder subtropischem Klima und unzureichenden sanitären Bedingungen höher.
Eine Infektion kann außerdem durch die Aufnahme von Larven über verunreinigte Lebensmittel oder verschmutzte Hände möglich sein. Gute Sanitärversorgung und der hygienische Umgang mit menschlichen und tierischen Ausscheidungen reduzieren das Risiko. Weitere Informationen zu möglichen Übertragungswegen und verwandten Infektionen findest du auch unter Hakenwurmbefall.
Gefährdet sind vor allem Menschen, die barfuß auf belasteten Böden laufen, im Freien arbeiten oder in Risikogebieten leben beziehungsweise dorthin reisen. In Deutschland sind Infektionen selten und werden häufig bei Reiserückkehrern festgestellt. Bei einer juckenden Hautreaktion nach Bodenkontakt kann auch eine andere Ursache infrage kommen, etwa eine andere Hauterkrankung.
Wie wird die Infektion diagnostiziert?
Bei Verdacht fragt die Ärztin oder der Arzt nach Beschwerden, Reisen, Bodenkontakt und möglichen Vorerkrankungen. Für den Nachweis werden meist Stuhlproben im Labor auf Wurmeier untersucht. Weil die Ausscheidung nicht immer gleichmäßig erfolgt, können mehrere Proben erforderlich sein.
Eine Blutuntersuchung kann ergänzende Hinweise liefern. Dabei lassen sich unter anderem Eisenmangel oder Veränderungen des Blutbilds feststellen. Antikörpertests können in bestimmten Situationen hilfreich sein, reichen allein aber nicht immer für eine sichere Diagnose aus. Bildgebende Untersuchungen wie Röntgen oder Ultraschall sind bei einem unkomplizierten Hakenwurmbefall nicht die üblichen Nachweisverfahren. Sie können eingesetzt werden, wenn starke oder ungewöhnliche Beschwerden andere Ursachen vermuten lassen.
Die Symptome können auch bei anderen Wurminfektionen, Magen-Darm-Erkrankungen oder einer Lebensmittelinfektion auftreten. Eine genaue Diagnose ist daher wichtig.
Wie wird Hakenwurmbefall behandelt?
Die Behandlung erfolgt in der Regel mit einem verschreibungspflichtigen oder ärztlich empfohlenen Antihelminthikum. Häufig genannte Wirkstoffe sind Mebendazol und Albendazol. Welches Mittel geeignet ist, hängt unter anderem von Alter, Gesundheitszustand, Befund und einer möglichen Schwangerschaft ab. Halte dich genau an die ärztliche Dosierung und Dauer.
Ein Eisenmangel oder eine Anämie muss gegebenenfalls zusätzlich behandelt werden. Ob Eisenpräparate erforderlich sind, sollte anhand des Blutbilds und der ärztlichen Einschätzung entschieden werden. Bei wiederkehrenden Beschwerden kann eine Kontrolluntersuchung, etwa mit einer weiteren Stuhlprobe, sinnvoll sein.
Unbewiesene pflanzliche oder homöopathische Verfahren ersetzen keine wirksame Behandlung. Besprich zusätzliche Mittel mit einer Ärztin, einem Arzt oder in der Apotheke, damit es nicht zu Wechselwirkungen oder einer Verzögerung der Therapie kommt.
Wie kannst du einem Befall vorbeugen?
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Trage in Risikogebieten geschlossene Schuhe und vermeide es, barfuß auf feuchtem oder sandigem Boden zu laufen.
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Wasche deine Hände gründlich mit Seife, besonders nach dem Toilettengang, nach Gartenarbeit und vor dem Essen.
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Wasche Obst und Gemüse sorgfältig, bevor du es roh verzehrst, und achte auf saubere Küchenutensilien.
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Vermeide den Kontakt mit möglicherweise verunreinigtem Boden und entsorge menschliche sowie tierische Ausscheidungen hygienisch.
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Informiere dich vor Reisen über die Gesundheitsrisiken am Zielort. Eine Impfung gegen Hakenwürmer gibt es nicht; ob weitere Reiseimpfungen oder eine medizinische Beratung sinnvoll sind, hängt vom Reiseziel und deinen individuellen Umständen ab.
Eine ausgewogene Ernährung kann den Körper unterstützen, verhindert den Befall aber nicht und beseitigt keine Würmer. Wenn nach einer Reise Hautjucken, Bauchbeschwerden, starke Müdigkeit oder Gewichtsverlust auftreten, solltest du den Reiseaufenthalt beim Arzt ausdrücklich erwähnen.
Hakenwürmer bei Hunden und Katzen
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Auch Hunde und Katzen können Hakenwürmer bekommen. Eine Ansteckung ist vor allem bei Tieren mit viel Außenkontakt möglich. Hinweise können Gewichtsverlust, Durchfall – manchmal mit Blut –, ein stumpfes Fell, Schwäche und blasse Schleimhäute sein. Bei solchen Anzeichen gehört das Tier in tierärztliche Behandlung.
Der Tierarzt kann eine Kotuntersuchung veranlassen und ein geeignetes Entwurmungsmittel empfehlen. Brich die Behandlung nicht eigenständig ab. Sammle Kot im Garten und unterwegs möglichst sofort auf, entsorge ihn hygienisch und verhindere, dass dein Tier den Kot anderer Tiere frisst. Regelmäßige Kotkontrollen und Entwurmungen sollten sich nach dem individuellen Risiko und der tierärztlichen Empfehlung richten. Nach dem Kontakt mit Tierkot solltest du dir die Hände waschen. Weitere Hinweise zu Haustieren und Hygiene können dabei helfen, das Übertragungsrisiko zu senken.
Wann solltest du ärztliche Hilfe suchen?
Suche ärztlichen Rat, wenn Beschwerden nach einer Reise in ein Risikogebiet auftreten, eine juckende Hautreaktion nach Bodenkontakt anhält oder Bauchschmerzen, Durchfall und Müdigkeit nicht abklingen. Besonders bei Kindern und Schwangeren sollte ein Verdacht zeitnah abgeklärt werden. Bei ausgeprägter Schwäche, Atemnot, Kreislaufproblemen oder Blut im Stuhl ist eine schnelle medizinische Einschätzung erforderlich.
Ob die Behandlungskosten übernommen werden, hängt von deiner Versicherung und der konkreten Versorgungssituation ab. Kläre Fragen zur Krankenversicherung direkt mit deiner Kasse. Rechtliche Ansprüche, etwa mögliche Schadensersatzansprüche, lassen sich nicht allgemein beurteilen und erfordern gegebenenfalls eine individuelle Beratung.
Ein Hakenwurmbefall ist meist behandelbar. Entscheidend sind eine gesicherte Diagnose, die passende Therapie und konsequente Maßnahmen gegen eine erneute Ansteckung.
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