Du überlegst, wie du bei Zahnersatz Kosten sparen kannst? Das ist eine super Idee, denn die Rechnung vom Zahnarzt kann ganz schön hoch ausfallen, wenn die gesetzliche Krankenkasse nur einen Teil übernimmt. Eine Zahnzusatzversicherung kann da echt helfen, deinen Eigenanteil zu senken und dir auch hochwertigen Zahnersatz zu ermöglichen. Aber wie funktioniert das genau und worauf solltest du achten, um das Beste rauszuholen? Lass uns das mal genauer anschauen.
Key Takeaways
- Die gesetzliche Krankenkasse zahlt nur einen Festzuschuss für Zahnersatz, der sich nach der Regelversorgung richtet. Dein Bonusheft kann diesen Zuschuss erhöhen.
- Eine Zahnzusatzversicherung kann die Kosten für hochwertigen Zahnersatz, Füllungen und Zahnreinigungen deutlich reduzieren, oft bis zu 100%.
- Die Beiträge für eine Zahnzusatzversicherung hängen von deinem Alter, deinen Gewohnheiten und dem Zustand deiner Zähne ab. Früh abschließen lohnt sich, da es dann günstiger ist.
- Du kannst Beiträge sparen, indem du eine Selbstbeteiligung wählst. Das bedeutet, du trägst einen kleinen Teil der Kosten selbst, aber dein monatlicher Beitrag sinkt.
- Wähle deinen Tarif sorgfältig aus, damit er zu deinen persönlichen Bedürfnissen und Risiken passt. So maximierst du dein Sparpotenzial und bist gut abgesichert.
Die Rolle der gesetzlichen Krankenversicherung bei Zahnersatz
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) spielt eine wichtige Rolle, wenn es um Zahnersatz geht, aber sie deckt bei Weitem nicht alle Kosten ab. Stell dir vor, du brauchst eine neue Krone oder eine Brücke. Die Kasse zahlt dir einen sogenannten Festzuschuss. Dieser Zuschuss ist aber an die sogenannte Regelversorgung gebunden. Das ist quasi die Standardlösung, die medizinisch notwendig, aber nicht unbedingt die hochwertigste oder ästhetischste Option ist.
Der Festzuschuss der Krankenkasse für Zahnersatz
Grundsätzlich erstattet deine gesetzliche Krankenkasse 60 % der Kosten für die Regelversorgung. Das bedeutet, wenn die Standardbehandlung beispielsweise 800 Euro kostet, bekommst du 480 Euro zurück. Aber Achtung: Dieser Zuschuss bleibt gleich, auch wenn du dich für eine teurere Lösung entscheidest. Wählst du also eine Keramikkrone statt einer einfachen Metallkrone, die vielleicht 1.500 Euro kostet, erhältst du immer noch nur die 480 Euro von der Kasse. Den Rest, also 1.020 Euro, musst du selbst zahlen.
Die Bedeutung des Bonushefts für höhere Zuschüsse
Hier kommt das Bonusheft ins Spiel. Wenn du regelmäßig zum Zahnarzt gehst und deine Vorsorgetermine dort eintragen lässt, kannst du deinen Festzuschuss erhöhen. Hast du dein Bonusheft fünf Jahre lang lückenlos geführt, steigt der Zuschuss auf 65 %. Nach zehn Jahren sogar auf 70 % der Regelversorgung. Das ist eine nette Erhöhung, aber denk dran: Es bezieht sich immer noch nur auf die Kosten der Regelversorgung. Bei einem höherwertigen Zahnersatz bleibt dein Eigenanteil trotzdem erheblich.
Die Regelversorgung als Basis der Kostenerstattung
Die Regelversorgung ist also die Basis, auf der die Krankenkasse ihre Zuschüsse berechnet. Sie legt fest, welche Art von Zahnersatz als Standard gilt. Ein Beispiel: Wenn du bis zu drei Zähne verlierst, sieht die Regelversorgung oft eine Brücke vor. Fehlen dir aber vier oder mehr Zähne, sieht die Regelversorgung eher eine herausnehmbare Prothese vor. Entscheidest du dich für eine Brücke oder ein Implantat, was oft die bessere, aber teurere Lösung ist, musst du die Differenz zur Regelversorgung komplett selbst tragen. Die GKV leistet also nur einen Grundbetrag, der dir helfen soll, die notwendigste Versorgung zu finanzieren.
Umfangreiche Leistungen von Zahnzusatzversicherungen
Eine Zahnzusatzversicherung kann dir weit mehr als nur die Kosten für den eigentlichen Zahnersatz abnehmen. Denk zum Beispiel an hochwertigen Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Implantate – die können ganz schön ins Geld gehen. Aber auch bei kleineren Dingen wie Zahnfüllungen oder speziellen Inlays springt die Versicherung oft mit ein. Viele Tarife decken sogar die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung ab, was ja auch wichtig ist, um deine Zähne gesund zu halten.
Das Tolle ist, dass du dir die Leistungen oft selbst zusammenstellen kannst. Wenn du zum Beispiel weißt, dass du eher selten Probleme mit Zahnersatz hast, aber Wert auf gute Füllungen legst, kannst du deinen Tarif entsprechend anpassen. So zahlst du nur für das, was du wirklich brauchst.
Die Leistungen, die eine Zahnzusatzversicherung abdeckt, sind also ziemlich vielfältig:
- Hochwertiger Zahnersatz: Hierzu zählen Kronen, Brücken, Prothesen und vor allem Implantate. Die Versicherung kann einen großen Teil der Kosten übernehmen, die sonst bei dir hängen bleiben würden.
- Zahnfüllungen und Inlays: Auch für diese Behandlungen, die oft aus Keramik oder Kunststoff gemacht werden, gibt es Unterstützung.
- Professionelle Zahnreinigung: Viele Tarife beinhalten die Kosten für eine oder mehrere Zahnreinigungen pro Jahr.
Kostenfaktoren und Beitragsgestaltung von Zahnzusatzversicherungen
Wenn du überlegst, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, spielen natürlich die Kosten eine große Rolle. Diese werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst, die du kennen solltest, um die richtige Wahl zu treffen. Dein Alter bei Vertragsabschluss ist einer der wichtigsten Punkte, der die monatlichen Beiträge beeinflusst. Generell gilt: Je jünger du bist, desto günstiger sind die Tarife. Wer beispielsweise mit Anfang 20 eine Versicherung abschließt, zahlt oft nur um die 10 Euro im Monat. Wenn du aber erst mit 40 oder 50 Jahren darüber nachdenkst, können die Beiträge schnell auf 20 bis 30 Euro steigen. Und wer erst mit 60 oder älter eine Police abschließt, muss oft mit 50 Euro oder mehr rechnen.
Aber nicht nur dein Alter zählt. Auch deine persönlichen Gewohnheiten können sich auf die Beiträge auswirken. Raucher zahlen zum Beispiel oft höhere Prämien als Nichtraucher. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Zustand deines Gebisses zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Wenn du bereits viele Baustellen hast oder absehen kannst, dass bald teure Behandlungen anstehen, wird sich das ebenfalls in den Kosten niederschlagen. Die Versicherer kalkulieren hier das Risiko.
Der Leistungsumfang, den du wählst, ist natürlich ebenfalls entscheidend. Möchtest du nur eine Basisabsicherung für Zahnersatz oder sollen auch Kosten für Zahnfüllungen, Inlays oder professionelle Zahnreinigungen übernommen werden? Je mehr Leistungen du abdecken möchtest, desto höher wird der monatliche Beitrag ausfallen. Du kannst aber auch gezielt Tarife wählen, die sich nur auf Zahnersatz konzentrieren, wenn das dein Hauptanliegen ist. So kannst du die Kosten besser steuern und auf deine Bedürfnisse abstimmen.
Strategien zur Beitragsreduktion durch Selbstbeteiligung
Eine Selbstbeteiligung in deiner Zahnzusatzversicherung kann eine clevere Methode sein, um deine monatlichen Beiträge zu senken. Aber wie funktioniert das genau und wann lohnt es sich für dich?
Funktionsweise und Modelle der Selbstbeteiligung
Bei einer Selbstbeteiligung (SB) übernimmst du einen Teil der Kosten für zahnärztliche Behandlungen selbst, anstatt dass die Versicherung jeden Posten zu 100 % abdeckt. Im Gegenzug reduziert der Versicherer deinen monatlichen Beitrag. Es gibt dabei hauptsächlich zwei Modelle:
- Prozentuale Selbstbeteiligung: Hier zahlst du bei jeder Leistung einen festgelegten Prozentsatz der Kosten, zum Beispiel 20 %. Das ist oft eine gute Wahl, wenn du generell eine gute Zahnsubstanz hast und selten größere Behandlungen benötigst.
- Pauschale Selbstbeteiligung: Bei diesem Modell zahlst du einen festen Betrag pro Kalenderjahr, bis dieser erreicht ist. Das kann sich lohnen, wenn du eher mit planbaren Kosten rechnest und hohe Rechnungen erwartest, die den Pauschalbetrag schnell übersteigen.
Ein Tarif mit 20 % Selbstbeteiligung kann deinen Beitrag spürbar reduzieren. Stell dir vor, dein Beitrag sinkt von 25 € auf 21 € im Monat – das macht eine jährliche Ersparnis von fast 50 € aus.
Konkrete Auswirkungen der Selbstbeteiligung auf Monatsbeiträge
Die Höhe deiner Ersparnis hängt vom gewählten Tarif und dem Modell der Selbstbeteiligung ab. Ein Beispiel: Ein Komfort-Schutz, der ohne SB 18 € im Monat kostet, kann mit einer 20 %igen SB auf etwa 14 € sinken. Das ist eine monatliche Ersparnis von 4 €, was über das Jahr gerechnet 48 € ausmacht. Bei einem Premium-Schutz mit 90 % Erstattung könnte der Beitrag von 25 € auf 21 € fallen, ebenfalls eine Ersparnis von 4 € pro Monat.
Wann sich eine Selbstbeteiligung finanziell lohnt
Eine Selbstbeteiligung ist besonders dann eine gute Idee, wenn:
- Deine Zähne gesund sind: Wenn du selten teuren Zahnersatz benötigst und kleinere Rechnungen gut selbst tragen kannst, ist das Risiko überschaubar.
- Du finanzielle Rücklagen hast: Wenn Eigenanteile bis zu einem bestimmten Betrag pro Jahr dein Budget nicht belasten, ist die SB eine sinnvolle Option.
- Du flexible Tarife wählst: Manche Versicherer erlauben es dir, die Selbstbeteiligung später anzupassen oder ganz zu streichen, falls doch größere Behandlungen anstehen. Das gibt dir zusätzliche Sicherheit.
Es ist wichtig zu wissen, dass die Selbstbeteiligung auf den Anteil angewendet wird, der nach Abzug von eventuellen Zahnstaffeln oder anderen Begrenzungen übrig bleibt. Auch das Bonusheft deiner Krankenkasse beeinflusst die Selbstbeteiligung in der Zusatzversicherung nicht.
Die Bedeutung der individuellen Bedürfnisse bei der Tarifwahl
Deine Zahngesundheit ist ja das eine, aber wie du deine Rechnung am Ende wirklich senkst, hängt stark davon ab, was du brauchst und was du bereit bist, dafür zu zahlen. Es ist nicht so, dass es eine Einheitslösung gibt, die für jeden passt. Stell dir vor, du brauchst nur ab und zu eine professionelle Zahnreinigung, während dein Nachbar vielleicht schon weiß, dass er bald eine Brücke oder Implantate braucht. Da macht es Sinn, dass ihr unterschiedliche Tarife wählt.
Deine individuellen Bedürfnisse sind der Schlüssel zur richtigen Tarifwahl. Das bedeutet, du solltest dir genau überlegen, welche Risiken du siehst und welche Leistungen dir am wichtigsten sind. Geht es dir primär um die Kostenübernahme für hochwertigen Zahnersatz, oder sind dir auch kleinere Dinge wie Füllungen oder eben die regelmäßige Zahnreinigung wichtig? Manche Tarife haben auch Wartezeiten, das heißt, du kannst die Leistung erst nach einer bestimmten Zeit in Anspruch nehmen. Wenn du also jetzt schon weißt, dass du bald eine Behandlung brauchst, ist ein Tarif mit sofortiger Leistung vielleicht besser, auch wenn er etwas mehr kostet.
Um das Sparpotenzial wirklich auszuschöpfen, solltest du dir also folgende Fragen stellen:
- Welche Zahnbehandlungen stehen bei mir wahrscheinlich in Zukunft an?
- Wie wichtig ist mir die Abdeckung von ästhetischen Behandlungen wie Veneers?
- Bin ich bereit, eine Selbstbeteiligung in Kauf zu nehmen, um den monatlichen Beitrag zu senken?
- Wie lange möchte ich auf die Leistungen warten, bevor ich sie in Anspruch nehmen kann?
Besondere Regelungen für Geringverdiener und Härtefälle
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Wenn dein Einkommen eher gering ist oder du staatliche Unterstützung beziehst, gibt es spezielle Regelungen, die dir helfen können, die Kosten für Zahnersatz zu stemmen. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat dafür die sogenannte Härtefallregelung eingeführt. Diese soll sicherstellen, dass niemand wegen der Kosten auf notwendige zahnärztliche Behandlungen verzichten muss.
Die Härtefallregelung der Krankenkassen
Die Härtefallregelung greift, wenn du dir die Zuzahlung für Zahnersatz nicht leisten kannst. Das ist oft der Fall, wenn du bestimmte staatliche Leistungen erhältst oder dein Einkommen unter einer bestimmten Grenze liegt. Die GKV verdoppelt in solchen Fällen den Festzuschuss, den sie normalerweise für die Regelversorgung gewährt. Das bedeutet, dass dein Eigenanteil für den Zahnersatz deutlich geringer ausfällt, manchmal sogar komplett entfällt.
Einkommensgrenzen für die Härtefallregelung
Um als Härtefall zu gelten, musst du bestimmte Einkommensgrenzen unterschreiten. Diese Grenzen beziehen sich auf dein monatliches Bruttoeinkommen und werden jährlich angepasst. Für das Jahr 2024 gelten folgende Richtwerte:
- Alleinstehende Personen: Bis zu 1.414 € brutto im Monat.
- Personen mit einem Angehörigen (z.B. Ehepartner): Bis zu 1.944,25 € brutto im Monat.
- Für jeden weiteren Angehörigen (z.B. Kinder): Zusätzlich 353,50 € brutto im Monat.
Wenn du also beispielsweise Bürgergeld, BAföG, Sozialhilfe, Kriegsopferfürsorge oder Grundsicherung im Alter beziehst, erfüllst du in der Regel die Voraussetzungen. Auch wenn du arbeitest, aber dein Haushaltseinkommen unter diesen Grenzen liegt, kannst du die Regelung beantragen.
Verdoppelung des Festzuschusses bei Erfüllung der Kriterien
Wenn du die Kriterien der Härtefallregelung erfüllst und dies bei deiner Krankenkasse beantragst (oft gibt es dafür ein spezielles Formular), wird der übliche Festzuschuss verdoppelt. Normalerweise übernimmt die GKV 60 % der Kosten für die Regelversorgung (also die einfachste Form des Zahnersatzes). Mit der Härtefallregelung steigt dieser Zuschuss auf 120 %, was praktisch einer vollständigen Übernahme der Kosten für die Regelversorgung entspricht. Für höherwertigen Zahnersatz, den du vielleicht bevorzugst, reduziert sich dein Eigenanteil ebenfalls erheblich, auch wenn die Verdoppelung sich nur auf die Regelversorgung bezieht.
Vergleich verschiedener Zahnersatzmodelle und deren Kosten
Wenn es um Zahnersatz geht, stehst du vor einer Reihe von Optionen, die sich nicht nur in der Optik, sondern auch im Preis stark unterscheiden. Die Wahl des richtigen Modells ist entscheidend, um langfristig Kosten zu sparen und gleichzeitig eine gute Versorgung zu erhalten.
Schauen wir uns mal die gängigsten Varianten an:
- Kronen: Das sind im Grunde Kappen, die auf einen beschädigten Zahn gesetzt werden, um ihn zu schützen und seine Form wiederherzustellen. Die Kosten variieren je nach Material. Eine einfache Metallkrone ist meist günstiger als eine Keramikkrone, die aber oft besser aussieht und verträglicher ist. Preise können hier von etwa 600 bis über 1.200 Euro reichen.
- Brücken: Wenn dir ein Zahn fehlt, kann eine Brücke die Lücke schließen. Dabei werden die Nachbarzähne beschliffen, um die Brücke zu tragen. Eine dreigliedrige Brücke aus Keramik kann schnell 1.500 bis 1.900 Euro kosten, während eine größere Brücke für mehrere Zähne auch mal 14.000 Euro übersteigen kann.
- Implantate: Das ist oft die hochwertigste und teuerste Lösung. Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel, auf die dann eine Krone oder Brücke gesetzt wird. Sie sind sehr langlebig und schonen die Nachbarzähne. Rechne hier mit Kosten ab 1.800 Euro pro Zahn, die aber je nach Aufwand auch deutlich höher ausfallen können.
- Prothesen: Das sind herausnehmbare Lösungen, die oft bei größeren Zahnlücken oder wenn Implantate nicht möglich sind, zum Einsatz kommen. Sie sind meist günstiger als Brücken oder Implantate, können aber im Tragekomfort und Aussehen variieren. Die Preise liegen hier oft zwischen 500 und 900 Euro.
Bei der Entscheidung spielen nicht nur die Anschaffungskosten eine Rolle. Denk auch an die Lebensdauer und den Pflegeaufwand. Ein Implantat mag anfangs teuer sein, kann sich aber über die Jahre durch seine Langlebigkeit rechnen. Günstigere Lösungen müssen vielleicht öfter repariert oder ersetzt werden, was dann doch wieder ins Geld geht. Es lohnt sich, mit deinem Zahnarzt über alle Optionen zu sprechen und einen Heil- und Kostenplan zu erstellen, um die genauen Kosten und die Erstattung durch deine Krankenkasse und Zusatzversicherung zu verstehen.
Vorteile einer frühzeitigen Absicherung durch Zusatzversicherungen
Wenn du dir frühzeitig eine Zahnzusatzversicherung sicherst, kannst du langfristig einiges an Geld sparen. Stell dir vor, du wartest erst, bis du wirklich eine teure Behandlung brauchst – dann sind die Beiträge oft schon deutlich höher. Wer jung ist, zahlt in der Regel weniger. Das ist doch logisch, oder? Die Versicherer kalkulieren das Risiko ein, und mit jedem Jahr, das du älter wirst, steigt dieses Risiko für sie.
Ein weiterer Punkt ist der Schutz vor zukünftigen Behandlungsrisiken. Niemand weiß genau, was die Zukunft bringt. Vielleicht brauchst du morgen schon ein neues Implantat oder eine aufwendige Brücke. Wenn du dann schon versichert bist, musst du dir keine Sorgen um die Kosten machen. Das gibt einfach ein gutes Gefühl.
Hier sind ein paar Vorteile, wenn du nicht lange wartest:
- Geringere Beiträge im jungen Erwachsenenalter: Je früher du abschließt, desto günstiger sind die monatlichen Kosten. Das kann sich über die Jahre summieren.
- Schutz vor zukünftigen Behandlungsrisiken: Du bist abgesichert, falls unerwartet eine größere Zahnbehandlung ansteht.
- Langfristige Kosteneinsparungen: Durch die frühen, niedrigeren Beiträge und die Absicherung von Behandlungen sparst du am Ende oft mehr Geld, als du eingezahlt hast.
Optimale Nutzung von Bonusprogrammen und Zusatzleistungen
Deine gesetzliche Krankenkasse belohnt dich oft, wenn du regelmäßig zur Vorsorge gehst. Das kennst du bestimmt vom Bonusheft, das du bei jedem Zahnarztbesuch abstempeln lassen kannst. Wenn du das Heft lückenlos führst, bekommst du von deiner Kasse einen höheren Zuschuss für Zahnersatz. Das ist schon mal ein guter Anfang, um Kosten zu sparen.
Aber es gibt noch mehr, was du tun kannst, um deine Rechnung zu drücken und gleichzeitig gut versorgt zu sein. Viele Zusatzversicherungen bieten nämlich nicht nur Schutz bei teurem Zahnersatz, sondern auch für Dinge wie professionelle Zahnreinigungen. Wenn du dir regelmäßig eine solche Reinigung gönnst, kann sich eine Zusatzversicherung richtig lohnen. Manche Tarife übernehmen die Kosten dafür sogar zu 100 %, oft schon ab etwa 10 Euro im Monat. Achte dabei auf eine kurze Wartezeit, damit du die Leistung auch bald in Anspruch nehmen kannst.
Manche Zahnärzte bieten auch Pakete an, zum Beispiel für zwei Zahnreinigungen im Jahr zum Festpreis. Das ist nicht nur praktisch für die Planung, sondern kann auch günstiger sein als einzelne Termine. Außerdem ist es gut zu wissen, dass regelmäßige Vorsorge und Reinigung oft helfen, teure Behandlungen später zu vermeiden. Das ist doch mal eine gute Nachricht, oder?
Und noch ein Tipp: Bewahre deine Rechnungen gut auf. Manchmal kannst du Kosten, die deine Versicherung nicht übernimmt, in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung angeben. Frag am besten mal deinen Steuerberater dazu.
Die Rolle des Zahnarztes bei der Kostensenkung
Dein Zahnarzt spielt eine Schlüsselrolle dabei, wie viel du am Ende für deine Zahngesundheit ausgibst. Er ist nicht nur derjenige, der die Behandlung durchführt, sondern auch dein wichtigster Berater, wenn es um Kosten und Optionen geht.
Beratung zu Heil- und Kostenplänen
Bevor eine größere Behandlung wie Zahnersatz ansteht, erstellt dein Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan. Dieser Plan ist dein wichtigstes Dokument, um die Kosten zu verstehen und Zuschüsse zu beantragen. Er listet detailliert auf, welche Maßnahmen notwendig sind, welche Materialien verwendet werden und welche Kosten dafür anfallen. Nimm dir unbedingt Zeit, diesen Plan genau zu prüfen und alle Fragen zu stellen, die dir auf dem Herzen liegen. Dein Zahnarzt sollte dir die verschiedenen Versorgungsmöglichkeiten erklären, zum Beispiel Regelversorgung, gleichartige und andersartige Versorgung, und dir aufzeigen, wie sich diese auf die Kosten auswirken.
Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten
Manchmal sind die Kosten für Zahnersatz oder andere Behandlungen hoch, und nicht jeder kann sie sofort aus eigener Tasche bezahlen. Dein Zahnarzt kann dich über verschiedene Finanzierungsoptionen informieren. Das kann eine Ratenzahlung direkt über die Praxis sein oder Hinweise auf externe Finanzierungsdienstleister. Es ist wichtig, dass du die Konditionen genau verstehst, bevor du dich für eine Finanzierung entscheidest.
Aufklärung über individuelle Behandlungsrisiken
Jede Behandlung birgt gewisse Risiken, und dein Zahnarzt ist verpflichtet, dich darüber aufzuklären. Das betrifft nicht nur die Behandlung selbst, sondern auch die Langlebigkeit des Zahnersatzes oder mögliche Komplikationen. Wenn du zum Beispiel eine hochwertigere Versorgung wählst, kann dein Zahnarzt dir erklären, warum diese teurer ist, aber vielleicht länger hält oder besser aussieht. Diese Aufklärung hilft dir, eine informierte Entscheidung zu treffen, die nicht nur deine aktuellen, sondern auch deine zukünftigen Kosten im Blick hat.
Zusammenfassend: Was du jetzt tun solltest
Also, wenn du dir wirklich Gedanken machst, wie du bei Zahnersatz Kosten sparen kannst, dann ist eine Zahnzusatzversicherung echt eine Überlegung wert. Denk dran, die gesetzlichen Kassen zahlen nur einen Teil, und der Rest bleibt an dir hängen. Mit so einer Versicherung kannst du diesen Eigenanteil ordentlich drücken, manchmal sogar auf Null. Aber Achtung: Nicht jede Versicherung ist gleich. Schau genau hin, was drin ist und wann die Leistungen greifen. Wenn du jetzt gerade einen Zahnersatz brauchst, bringt dir eine Police, die erst in drei Jahren zahlt, natürlich nichts. Überleg dir, was du brauchst – geht’s nur um Zahnersatz oder auch um Zahnreinigung und Füllungen? Und denk über die Selbstbeteiligung nach. Ein kleiner eigener Anteil kann die monatlichen Beiträge spürbar senken. So findest du einen Tarif, der zu dir passt und dein Portemonnaie schont. Informier dich gut, sprich vielleicht auch mal mit deinem Zahnarzt, und dann triff deine Entscheidung. So bist du auf der sicheren Seite, wenn es um deine Zähne geht.
