BU Versicherung Stundung – Wie kannst du Beiträge pausieren?

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Ronny Knorr

ISO zertifizierter Sachverständiger & registrierter Versicherungsmakler (IHK)

Strausberg, Deutschland
Tätig seit: 2006
Deutsch
geprüfter Experte

BU Versicherung Stundung – Wie kannst du Beiträge pausieren?

Manchmal läuft das Geld einfach nicht so, wie man es gerne hätte. Ob unerwartete Ausgaben, eine Gehaltseinbuße oder einfach eine Phase, in der alles teurer wird – es kann schnell passieren, dass man finanzielle Engpässe hat. Wenn du dann eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) hast, fragst du dich vielleicht, ob du die Beiträge pausieren kannst, anstatt gleich zu kündigen. Die gute Nachricht: Das ist oft möglich! Wir schauen uns an, wie eine BU Versicherung Stundung funktioniert und was du dabei beachten solltest.

Schlüsselbotschaften

  • Eine BU Versicherung Stundung erlaubt dir, deine Beitragszahlungen für eine bestimmte Zeit auszusetzen, ohne deinen Versicherungsschutz sofort zu verlieren.
  • Im Gegensatz zur Beitragsfreistellung, bei der der Schutz oft ruht, musst du bei einer Stundung die ausgesetzten Beiträge später nachzahlen.
  • Wenn du während der Stundungsphase berufsunfähig wirst, kann deine Rentenzahlung reduziert sein, bis die nachzuzahlenden Beiträge beglichen sind.
  • Prüfe immer deine Versicherungsbedingungen für die genauen Regeln zur Stundung, wie mögliche Mindestvertragslaufzeiten oder ob eine erneute Gesundheitsprüfung nötig ist.
  • Bevor du dich für eine Stundung oder Freistellung entscheidest, erwäge Alternativen wie die Senkung der Rentenhöhe oder die Anpassung der Beitragsdynamik, um deinen Schutz zu erhalten.

Was bedeutet die BU Versicherung Stundung?

Beratung zur BU Versicherung Stundung im Büro

Stell dir vor, du steckst gerade in einer finanziellen Klemme. Vielleicht ist der Job weggefallen, die Miete gestiegen oder es gab unerwartete Ausgaben. In so einer Situation kann es schnell eng werden, die laufenden Kosten zu decken, und dazu gehört eben auch die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Aber keine Panik! Bevor du gleich ans Kündigen denkst, gibt es oft eine bessere Option: die Stundung.

Beiträge pausieren statt kündigen

Die Idee hinter der Stundung ist ziemlich einfach: Du darfst deine Beiträge für eine bestimmte Zeit aussetzen. Das ist wie eine kleine Atempause für deinen Geldbeutel. Der Clou dabei ist, dass dein Versicherungsschutz während dieser Zeit bestehen bleibt. Das ist ein riesiger Unterschied zur Kündigung, bei der du sofort ohne jegliche Absicherung dastehst. Wenn du also deine BU-Versicherung stunden lässt, behältst du deine BU-Rente im Auge und bist im Ernstfall weiterhin abgesichert. Das ist gerade dann wichtig, wenn du vielleicht schon länger eingezahlt hast und von den Vorteilen deines Vertrags profitieren möchtest, wie einem günstigen Beitrag oder einem bereits gesicherten Gesundheitszustand.

Die Unterschiede zwischen Stundung und Freistellung

Es ist wichtig, Stundung und Freistellung auseinanderzuhalten, auch wenn beides eine Art Pause bedeutet. Bei der Stundung setzt du die Zahlungen aus, aber die ausstehenden Beiträge musst du später nachzahlen. Stell dir das wie einen zinslosen Kredit vor, den dir die Versicherung gewährt. Dein Versicherungsschutz bleibt dabei in der Regel voll erhalten. Bei der Freistellung hingegen zahlst du ebenfalls keine Beiträge, aber die ausgefallenen Beträge musst du nicht zurückzahlen. Das klingt erstmal besser, hat aber oft einen Haken: Dein Versicherungsschutz kann während der Freistellung eingeschränkt sein oder sogar ganz wegfallen, und deine versicherte BU-Rente kann sich dadurch verringern. Es ist also eine Art Notlösung, die gut überlegt sein will.

Wann greift die Stundung bei finanziellen Engpässen?

Die Stundung ist primär für kurzfristige finanzielle Schwierigkeiten gedacht. Wenn du also absehen kannst, dass du nur für eine begrenzte Zeit weniger Geld zur Verfügung hast, ist die Stundung eine gute Wahl. Die genauen Bedingungen, wie lange du stunden kannst und welche Voraussetzungen dafür gelten, findest du in deinen Versicherungsbedingungen. Oftmals musst du schon eine gewisse Mindestlaufzeit deines Vertrags erfüllt haben, bevor du eine Stundung beantragen kannst. Es ist also keine Option, die du direkt nach Vertragsabschluss nutzen kannst. Aber wenn du schon eine Weile dabei bist und plötzlich Geld fehlt, kann die Stundung dir helfen, den Vertrag zu retten und deine Absicherung zu behalten.

Wie funktioniert die Beitragsstundung bei der BU?

Ausgesetzte Beiträge später nachzahlen

Wenn du gerade knapp bei Kasse bist, musst du deine BU-Versicherung nicht gleich kündigen. Eine Möglichkeit ist die Beitragsstundung. Stell dir das so vor: Du sagst deinem Versicherer Bescheid, dass du für eine bestimmte Zeit keine Beiträge zahlen kannst. Das ist quasi ein Aufschub. Die ausgesetzten Beiträge zahlst du dann aber später nach. Das ist der große Unterschied zur Beitragsfreistellung, wo die Beiträge oft einfach verfallen.

Zeitrahmen für die Stundung

Wie lange du deine Beiträge stunden kannst, das hängt von deinem Vertrag ab. Manche Versicherer erlauben das für ein paar Monate, andere bis zu einem Jahr oder sogar länger. Schau am besten in deinen Versicherungsbedingungen nach oder frag direkt bei deiner Versicherung nach. Oft reicht ein formloses Schreiben mit deiner Vertragsnummer, um die Stundung zu beantragen. Wichtig ist, dass du die genauen Fristen kennst, wann die Nachzahlung fällig wird.

Auswirkungen auf den Versicherungsschutz

Das Coole an der Stundung ist: Dein Versicherungsschutz bleibt in der Regel bestehen. Das heißt, wenn du während der Stundungszeit berufsunfähig wirst, hast du weiterhin Anspruch auf deine BU-Rente. Allerdings gibt es einen Haken: Die Höhe der Rente kann erstmal niedriger ausfallen, weil du ja Beiträge schuldest. Sobald du die ausgesetzten Beiträge nachgezahlt hast, sollte aber auch deine volle Rentenhöhe wiederhergestellt sein. Es ist also ratsam, die Nachzahlung so schnell wie möglich zu regeln, um im Ernstfall keine bösen Überraschungen zu erleben.

Was passiert, wenn du während der Stundung berufsunfähig wirst?

Stell dir vor, du hast deine BU-Beiträge gestundet, weil es finanziell gerade eng ist. Und dann passiert es: Du wirst berufsunfähig. Was nun? Grundsätzlich läuft dein Versicherungsschutz während der Stundung weiter, das ist ja der Sinn der Sache. Aber die Sache hat einen Haken, und der ist nicht zu unterschätzen.

Reduzierte Rentenzahlung im Leistungsfall

Wenn du während der Stundungsphase berufsunfähig wirst, bekommst du in der Regel nicht die volle vereinbarte BU-Rente ausgezahlt. Die Versicherer sehen das so: Du hast ja eine Zeit lang keine Beiträge gezahlt. Deshalb wird die Leistung entsprechend angepasst. Das bedeutet, die Rente, die du bekommst, ist niedriger als ursprünglich geplant. Wie stark sie gekürzt wird, hängt von deinem Vertrag ab. Manche Versicherer zahlen dann nur einen Bruchteil, andere orientieren sich an den bisher eingezahlten Beiträgen.

Die Wichtigkeit der Nachzahlung von Beiträgen

Um die volle Rentenhöhe im Leistungsfall doch noch zu bekommen, ist es super wichtig, die gestundeten Beiträge nachzuzahlen. Sobald du das getan hast, wird dein Versicherungsschutz in der Regel wieder auf das ursprüngliche Niveau angehoben. Das heißt, die vereinbarte BU-Rente steht dir dann wieder vollumfänglich zu. Je schneller du die ausstehenden Beiträge nachzahlst, desto besser. Das ist quasi die Bedingung dafür, dass die Stundung nicht zu deinen Lasten geht, falls doch etwas passiert.

Risikominimierung bei Zahlungsrückstand

Was kannst du also tun, um das Risiko zu minimieren? Zuerst einmal: Schau dir deine Versicherungsbedingungen genau an. Dort steht, wie lange du die Beiträge maximal stunden kannst und welche Fristen für die Nachzahlung gelten. Wenn du absehen kannst, dass du bald wieder zahlungsfähig bist, ist die Stundung eine gute Sache. Aber wenn absehbar ist, dass die finanzielle Durststrecke länger dauert, solltest du über Alternativen nachdenken, wie zum Beispiel eine Beitragsfreistellung oder eine Anpassung der Rentenhöhe. Es ist immer besser, proaktiv zu handeln und mit deinem Versicherer zu sprechen, bevor es zu spät ist. So vermeidest du böse Überraschungen im Ernstfall.

Voraussetzungen für eine BU Versicherung Stundung

Blick in die Versicherungsbedingungen

Bevor du überhaupt daran denkst, deine Beiträge bei der BU-Versicherung zu pausieren, solltest du unbedingt einen Blick in deine Versicherungsbedingungen werfen. Das ist echt wichtig, denn nicht jeder Vertrag erlaubt eine Stundung oder Freistellung. Manchmal gibt es da Klauseln, die du kennen musst. Die genauen Regeln und Möglichkeiten findest du nur dort. Stell dir vor, du gehst davon aus, dass du stunden kannst, und dann sagt der Versicherer: ‚Nö, bei dir geht das nicht.‘ Das wäre ärgerlich, oder?

Mindestlaufzeit des Vertrags

Viele Versicherer verlangen, dass dein Vertrag schon eine gewisse Zeit läuft, bevor du eine Stundung beantragen kannst. Das ist so eine Art Hürde, die du nehmen musst. Es gibt keine feste Regel, wie lange das sein muss, das variiert von Anbieter zu Anbieter. Manchmal sind es ein paar Monate, manchmal auch ein Jahr oder länger. Schau also nach, ob dein Vertrag diese Mindestlaufzeit schon erreicht hat. Ohne diese Mindestlaufzeit gibt’s oft keine Stundung.

Mögliche erneute Gesundheitsprüfung

Das ist ein Punkt, der oft übersehen wird und echt ins Gewicht fallen kann. Wenn du deine Beiträge für eine längere Zeit stundest und dann wieder aufnehmen willst, kann es sein, dass der Versicherer eine erneute Gesundheitsprüfung verlangt. Das bedeutet, du musst wieder deine Gesundheit offenlegen, so als würdest du die Versicherung neu abschließen. Wenn sich seit dem letzten Mal etwas verschlechtert hat, kann das dazu führen, dass deine Beiträge steigen oder die Versicherung dich gar nicht mehr zu den alten Konditionen versichern will. Manchmal ist das aber auch nur eine Formalität, aber sicher ist sicher: Frag vorher nach, ob und wann so eine Prüfung fällig werden könnte.

Alternativen zur Beitragsstundung bei der BU

Manchmal ist die Beitragsstundung nicht die einzige Option, wenn das Geld mal knapp wird. Bevor du gleich ans Kündigen denkst, gibt es ein paar andere Wege, wie du deine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) retten kannst. Es ist echt wichtig, dass du deinen Schutz nicht verlierst, denn die Wahrscheinlichkeit, berufsunfähig zu werden, ist höher, als man denkt. Stell dir vor, du hast einen finanziellen Engpass, sei es wegen einer längeren Lernphase im Studium, einer Elternzeit oder weil du gerade ein Haus baust und die Kreditraten hoch sind. In solchen Fällen musst du nicht sofort deine BU aufgeben.

Die Beitragsfreistellung als Notlösung

Eine Möglichkeit ist die Beitragsfreistellung. Das klingt erstmal gut, weil du deine Zahlungen pausieren kannst. Aber Achtung: In der Zeit, in der du die Beiträge nicht zahlst, hast du in der Regel keinen Versicherungsschutz. Das ist ein wichtiger Punkt, den du dir merken solltest. Wenn dir also etwas passiert, während der Vertrag beitragsfrei gestellt ist, greift die Versicherung nicht. Das ist wirklich nur eine Notlösung, wenn es gar nicht anders geht.

Senkung der Beiträge und Rentenhöhe

Eine andere Idee ist, die Beiträge zu senken. Das geht oft, indem du die vereinbarte BU-Rente herabsetzt. Klar, das bedeutet weniger Geld im Ernstfall, wenn du wirklich berufsunfähig wirst. Aber immerhin bleibst du versichert. Manche Tarife erlauben es auch, die Beitragsdynamik, also die jährliche Erhöhung von Beitrag und Rente, einfach mal auszusetzen. Das kannst du oft jedes Jahr neu entscheiden. Schau aber genau in deine Unterlagen, wie oft du das machen darfst und wie lange du Zeit hast, dem Ganzen zu widersprechen. Manchmal ist nach drei Pausierungen Schluss mit lustig.

Anpassung der Beitragsdynamik

Die Beitragsdynamik ist eigentlich dafür da, dass deine Rente mit der Zeit Schritt hält und nicht an Wert verliert. Aber wenn das Geld gerade knapp ist, kannst du diese Dynamik auch mal pausieren. Das bedeutet, dein Beitrag und deine Rente steigen für eine Weile nicht. Das spart dir kurzfristig Geld. Aber denk dran: Wenn du das zu oft machst, kann es sein, dass du die Dynamik später gar nicht mehr aktivieren kannst. Und das kann langfristig dazu führen, dass deine Rente im Ernstfall nicht mehr genug wert ist, um deinen Lebensstandard zu halten. Es ist also ein zweischneidiges Schwert.

Die Beitragsfreistellung im Detail

Kein Versicherungsschutz während der Freistellung

Wenn du deine BU-Beiträge vorübergehend nicht zahlen kannst, ist die Beitragsfreistellung eine Option. Stell dir das so vor: Du legst deinen Vertrag für eine Weile auf Eis. Das bedeutet aber auch, dass während dieser Pause dein Versicherungsschutz ruht. Wenn du also in dieser Zeit berufsunfähig werden solltest, greift deine Versicherung nicht. Das ist ein wichtiger Punkt, den du dir gut überlegen musst. Es ist quasi eine Zwangspause für deinen Schutz.

Herabstufung der BU-Rente

Solltest du während der Beitragsfreistellung doch berufsunfähig werden, bekommst du in der Regel nur eine stark reduzierte BU-Rente ausgezahlt. Die Höhe dieser Rente orientiert sich dann an den Beiträgen, die du bis zum Zeitpunkt der Freistellung tatsächlich eingezahlt hast. Das kann bedeuten, dass die Rente deutlich niedriger ausfällt, als du es dir ursprünglich vorgestellt hast. Es ist also wichtig, dass du dir bewusst bist, dass die Leistung im Ernstfall stark abnimmt.

Mögliche Mindestbeträge und Vertragskündigung

Manche Versicherer haben bestimmte Regeln, was die Beitragsfreistellung angeht. Es kann sein, dass dein Vertrag nur dann beitragsfrei gestellt werden kann, wenn die bisher eingezahlten Beiträge einen bestimmten Mindestbetrag erreichen. Wenn du deinen Vertrag noch nicht lange hast, könnte es passieren, dass du diese Schwelle noch nicht erreicht hast. In so einem Fall kann es sogar dazu kommen, dass der Versicherer den Vertrag komplett auflöst. Das wäre natürlich das Schlimmste, denn dann verlierst du deinen gesamten Schutz und alle bisherigen Vorteile.

Wie beantragst du eine BU Versicherung Stundung oder Freistellung?

Beratung zur BU Versicherung Stundung

Wenn du merkst, dass es finanziell mal eng wird und du deine Beiträge für die BU-Versicherung nicht mehr zahlen kannst, ist das erstmal kein Grund zur Panik. Du musst nicht gleich kündigen. Stattdessen gibt es ja die Optionen der Stundung oder der Freistellung. Aber wie genau stellst du das an?

Kontakt mit dem Versicherer aufnehmen

Der erste und wichtigste Schritt ist, dass du dich bei deinem Versicherer meldest. Warte nicht, bis die Beiträge überfällig sind. Ruf an oder schreib eine E-Mail. Erkläre deine Situation und dass du vorübergehend deine Beiträge nicht zahlen kannst. Die meisten Versicherer sind da recht kooperativ, besonders wenn du schon länger Kunde bist. Sie wollen dich ja behalten.

Formloses Schreiben als Antrag

Für die Beantragung einer Stundung oder Freistellung brauchst du in der Regel keine komplizierten Formulare. Ein formloses Schreiben reicht meistens aus. Darin erklärst du, was du möchtest – also ob du die Beiträge stunden oder freistellen lassen willst – und für welchen Zeitraum das gelten soll. Manchmal gibt es auch spezielle Formulare auf der Webseite des Versicherers, aber ein einfacher Brief oder eine E-Mail tut es oft auch.

Angabe der Vertragsnummer

Egal, ob du schreibst oder anrufst, halte immer deine Vertragsnummer bereit. Das ist super wichtig, damit der Versicherer deinen Vertrag schnell findet und deine Anfrage bearbeiten kann. Ohne die Nummer geht gar nichts. Also, such sie dir vorher raus!

Was du noch wissen solltest:

  • Zeitrahmen klären: Frag genau nach, wie lange die Stundung oder Freistellung maximal dauern kann und bis wann du die Beiträge nachzahlen musst (bei Stundung) oder wann du wieder mit der Zahlung beginnen kannst.
  • Auswirkungen prüfen: Lass dir schriftlich bestätigen, wie sich die Stundung oder Freistellung auf deinen Versicherungsschutz auswirkt. Was passiert, wenn du währenddessen berufsunfähig wirst? Bekommst du dann eine volle oder eine reduzierte Rente?
  • Gesundheitsprüfung: Erkundige dich, ob nach der Pause eine erneute Gesundheitsprüfung nötig ist, besonders wenn du die Zahlungen länger aussetzt oder die Wiederaufnahmefrist verpasst.

Was sind die langfristigen Folgen einer BU Versicherung Stundung?

Wiederaufnahme der Beitragszahlungen

Nachdem du deine Beiträge bei der BU-Versicherung gestundet hast, steht die Wiederaufnahme der Zahlungen an. Das ist ein wichtiger Schritt, um deinen Versicherungsschutz wieder vollständig zu aktivieren. Stell dir vor, du hast eine Pause eingelegt, um durchzuatmen – jetzt ist es Zeit, wieder in den Takt zu kommen. Die Versicherung erwartet, dass du die vereinbarten Beiträge wieder pünktlich zahlst. Das ist meist unkompliziert, aber es ist gut, sich darauf einzustellen.

Zeitrahmen für die Wiederaufnahme

Die genauen Fristen, wann du die Zahlungen wieder aufnehmen musst, sind nicht immer gleich. Sie hängen stark von deinem individuellen Vertrag und den Vereinbarungen ab, die du mit deinem Versicherer getroffen hast. Manchmal gibt es eine klare Frist, manchmal mehr Flexibilität. Es ist wirklich wichtig, dass du dir diese Details notierst oder direkt beim Versicherer nachfragst. Ein verpasster Zeitpunkt kann dazu führen, dass dein Schutz nicht mehr so greift, wie du es dir wünschst. Also, Augen auf bei den Fristen!

Mögliche erneute Gesundheitsprüfung bei verspäteter Wiederaufnahme

Das ist ein Punkt, der oft übersehen wird: Wenn du die Wiederaufnahme der Beitragszahlungen überziehst oder die Stundung sehr lange gedauert hat, kann es sein, dass der Versicherer eine erneute Gesundheitsprüfung verlangt. Das ist kein Spaß, denn dein aktueller Gesundheitszustand wird dann wieder genau unter die Lupe genommen. Sollten sich seit dem ursprünglichen Vertragsabschluss gesundheitliche Probleme ergeben haben, könnte das Auswirkungen auf deinen Vertrag haben, zum Beispiel auf die Beiträge oder sogar auf den Versicherungsschutz selbst. Deshalb ist es so wichtig, die vereinbarten Fristen einzuhalten und die Zahlungen rechtzeitig wieder aufzunehmen, um dir diese unangenehme Prüfung zu ersparen.

BU Versicherung Stundung vs. Kündigung

Wenn das Geld mal knapp wird, denkst du vielleicht sofort ans Kündigen deiner Berufsunfähigkeitsversicherung. Aber halt! Bevor du diesen Schritt gehst, lass uns mal kurz überlegen, was das eigentlich bedeutet und warum eine Stundung oft die bessere Wahl ist.

Nachteile einer vorzeitigen Kündigung

Eine Kündigung ist wie ein Schlussstrich. Du verlierst damit nicht nur deinen Schutz, sondern auch all die Vorteile, die du dir über die Jahre aufgebaut hast. Stell dir vor, du hast deine BU schon als junger Mensch abgeschlossen – dann war dein Beitrag wahrscheinlich super günstig. Kündigst du jetzt, zahlst du später für eine neue Versicherung wahrscheinlich deutlich mehr. Außerdem verlierst du die Möglichkeit, deine BU-Rente später mal ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Und ganz wichtig: Dein Gesundheitszustand, der zu Beginn des Vertrags mal geprüft wurde, ist für immer festgeschrieben. Wenn sich dein Gesundheitszustand verschlechtert hat, bekommst du später vielleicht gar keine neue BU-Versicherung mehr oder nur zu sehr ungünstigen Konditionen. Eine Kündigung ist also meistens ein echter Verlust.

Verlust von Vorteilen des bestehenden Vertrags

Was genau verlierst du also? Denk mal drüber nach:

  • Günstige Beiträge: Gerade wenn du jung angefangen hast, sind deine Beiträge oft niedriger als für Neukunden.
  • Nachversicherungsgarantien: Viele Verträge erlauben es dir, die BU-Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, zum Beispiel bei Heirat oder Geburt eines Kindes. Das fällt bei einer Kündigung weg.
  • Gesundheitsstatus: Dein einmal festgestellter Gesundheitszustand bleibt im Vertrag bestehen. Bei einer neuen Versicherung musst du dich wieder komplett neu prüfen lassen.

Die BU Versicherung Stundung als Schutz vor Kündigung

Die Stundung ist im Grunde dein Rettungsanker. Sie gibt dir die Möglichkeit, deine Beiträge vorübergehend auszusetzen, ohne gleich alles aufzugeben. Dein Versicherungsschutz bleibt bestehen, und du verlierst nicht die hart erarbeiteten Vorteile deines Vertrags. Wenn du deine finanzielle Situation wieder im Griff hast, kannst du einfach wieder mit den Zahlungen beginnen. Das ist viel besser, als die Versicherung komplett aufzugeben und dann im Ernstfall ohne Absicherung dazustehen.

Was du mitnehmen solltest

Also, wenn du merkst, dass es finanziell mal eng wird, ist eine Kündigung deiner BU-Versicherung echt das Letzte, was du tun solltest. Es gibt ja zum Glück Alternativen wie die Beitragsstundung oder die Freistellung. Schau dir deine Vertragsbedingungen genau an oder frag direkt bei deiner Versicherung nach, was da für dich drin ist. So bleibst du im Ernstfall abgesichert, auch wenn du mal eine Pause brauchst. Denk dran, die BU ist wichtig, also finde die Lösung, die am besten zu deiner Situation passt.

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