Viele Eltern fragen sich, ob eine Zahnzusatzversicherung für ihr Kind wirklich nötig ist. Angesichts der Tatsache, dass schätzungsweise die Hälfte aller Kinder im Laufe der Zeit eine Zahnspange braucht, ist das eine berechtigte Frage. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt oft nur das Nötigste, und das kann schnell teuer werden. Wir schauen uns mal an, wann sich so eine Versicherung lohnt und worauf du achten solltest.
Darum lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung für Kinder
- Fast jedes zweite Kind benötigt im Laufe seiner Entwicklung eine Zahnspange oder eine ähnliche kieferorthopädische Behandlung. Eine Zusatzversicherung kann hier vor hohen Kosten schützen, die schnell mehrere tausend Euro betragen können.
- Die gesetzliche Krankenversicherung deckt oft nur die medizinisch notwendigen Grundleistungen ab. Mit einer Zahnzusatzversicherung sicherst du deinem Kind aber auch höherwertige Behandlungen und zusätzliche Leistungen wie professionelle Zahnreinigungen oder Versiegelungen.
- Es ist ratsam, die Versicherung frühzeitig abzuschließen, idealerweise schon im Alter von drei bis fünf Jahren. Wenn bereits eine Zahnfehlstellung diagnostiziert wurde oder eine Behandlung empfohlen wird, ist ein Abschluss oft nicht mehr möglich oder Leistungen werden ausgeschlossen.
- Achte bei der Auswahl eines Tarifs genau auf den Leistungsumfang. Günstige Angebote unter zehn Euro pro Monat sind oft nicht ausreichend. Besser ist es, etwas mehr zu zahlen, um eine umfassende Absicherung zu gewährleisten, besonders bei kieferorthopädischen Behandlungen (KIG-Stufen).
- Neben Zahnspangen können auch Kosten für Unfälle, die zu Zahnschäden führen, oder für vorbeugende Maßnahmen wie Fissurenversiegelungen relevant sein. Manche Tarife decken auch diese Bereiche ab, was deine Kinder zusätzlich schützt.
Die Notwendigkeit einer Zahnzusatzversicherung für Kinder
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Es ist eine Frage, die sich viele Eltern stellen: Braucht mein Kind wirklich eine Zahnzusatzversicherung? Die kurze Antwort ist: Ja, oft lohnt es sich. Stell dir vor, dein Kind entwickelt eine Zahn- oder Kieferfehlstellung. Das ist gar nicht so selten; tatsächlich benötigt etwa jedes zweite Kind im Laufe seiner Kindheit eine Zahnspange oder eine ähnliche kieferorthopädische Behandlung. Die gesetzliche Krankenversicherung deckt zwar die medizinisch notwendigen Grundleistungen ab, aber das ist oft nur ein kleiner Teil der Gesamtkosten.
Was du wissen solltest:
- Zahnfehlstellungen sind häufig: Das Gebiss deines Kindes entwickelt sich ständig weiter. Dabei können Fehlstellungen auftreten, die später korrigiert werden müssen.
- Gesetzliche Kassen leisten nur das Nötigste: Bei kieferorthopädischen Behandlungen übernimmt die Krankenkasse nur die Kosten für die medizinisch notwendige Basisversorgung. Alles, was darüber hinausgeht – wie zum Beispiel spezielle Zahnspangen, ästhetisch unauffälligere Brackets oder zusätzliche Behandlungen zur Kariesprävention – musst du selbst zahlen.
- Kosten können schnell steigen: Eine Zahnspange kann schnell mehrere tausend Euro kosten. Ohne zusätzliche Versicherung kann das eine erhebliche finanzielle Belastung sein, besonders wenn unerwartete Probleme auftreten oder eine aufwendigere Behandlung nötig wird.
Eine Zahnzusatzversicherung kann dir helfen, diese Kosten abzudecken und deinem Kind die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, ohne dass dein Budget stark strapaziert wird. Es geht darum, für den Fall der Fälle gut vorbereitet zu sein.
Kostenfaktoren und finanzielle Aspekte
Wenn es um die Kosten für die Zahngesundheit deines Kindes geht, ist es gut zu wissen, was auf dich zukommen kann. Die Ausgaben können sich je nach Behandlung stark unterscheiden.
Potenzielle Kosten für kieferorthopädische Behandlungen
Die vielleicht größten Kostenpunkte bei Kindern sind kieferorthopädische Behandlungen, also Zahnspangen. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt zwar einen Teil, aber eben nicht alles. Je nachdem, wie stark die Zahn- oder Kieferfehlstellung ist – das wird in sogenannten Kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) eingeteilt – kann der Eigenanteil für dich als Elternteil erheblich sein. Bei leichten Fehlstellungen (KIG 1 und 2), bei denen die Kasse gar nicht zahlt, können Kosten von etwa 1.000 bis 7.000 Euro auf dich zukommen. Selbst bei stärkeren Fehlstellungen (KIG 3 bis 5), wo die Kasse mehr übernimmt, können immer noch Mehrkosten von bis zu 3.000 Euro entstehen, wenn du eine hochwertigere Behandlung wünschst.
Monatliche Beitragsgestaltung und Preisspannen
Die Beiträge für eine Zahnzusatzversicherung für Kinder sind meist überschaubar. Sie hängen vom Alter des Kindes und dem gewählten Leistungsumfang ab. Du findest Tarife, bei denen die Beiträge für Kinder unter 19 Jahren oft im Bereich von etwa 10 bis 20 Euro pro Monat liegen. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Beiträge oft mit dem Alter steigen, da das Risiko für Behandlungen zunimmt. Manche Tarife haben gestaffelte Beiträge, die sich über die Jahre ändern.
Vergleich mit alternativen Sparmodellen
Man könnte natürlich auch versuchen, die potenziellen Kosten für kieferorthopädische Behandlungen oder andere Zahnbehandlungen einfach selbst anzusparen. Das erfordert aber Disziplin und die Einsicht, dass man eventuell nicht genug Geld zur Seite legt, falls doch eine teure Behandlung nötig wird. Eine Zahnzusatzversicherung bietet hier eine Art Risikomanagement. Sie verteilt das finanzielle Risiko auf viele Schultern und sichert dich gegen unerwartet hohe Ausgaben ab. Es ist eine Abwägung zwischen dem regelmäßigen, aber kalkulierbaren Beitrag und dem potenziellen, aber unkalkulierbaren Kostenrisiko.
Zeitpunkt des Vertragsabschlusses
Wenn es um den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung für dein Kind geht, ist der richtige Zeitpunkt wirklich entscheidend. Stell dir vor, du wartest zu lange und dann wird eine Zahn- oder Kieferfehlstellung festgestellt – dann ist es für eine Absicherung oft schon zu spät. Die Versicherer sehen das als bereits eingetretenen Versicherungsfall und zahlen dann nicht mehr. Deshalb ist es ratsam, sich frühzeitig zu informieren und den Vertrag abzuschließen, idealerweise schon, wenn dein Kind noch klein ist, so im Alter von drei bis fünf Jahren. Damals ist eine Fehlstellung meist noch kein Thema und die Chancen auf einen reibungslosen Abschluss sind am höchsten.
Bedeutung des frühzeitigen Abschlusses
Früh dran sein lohnt sich, denn viele Tarife haben Wartezeiten, oft so um die acht Monate, bis die Leistungen voll greifen. Manche Tarife schränken die Leistungen in den ersten Jahren auch noch ein, zum Beispiel mit einer Summenstaffel. Das heißt, im ersten Versicherungsjahr gibt es nur einen bestimmten Höchstbetrag, der sich dann in den Folgejahren erhöht. Wenn du also früh abschließt, kann dein Kind die vollen Leistungen eher in Anspruch nehmen, wenn sie gebraucht werden. Außerdem ist es gut, wenn du schon frühzeitig einen Blick auf die familiäre Vorbelastung wirfst. Gibt es in deiner Familie öfter Zahn- oder Kieferprobleme, ist eine frühe Absicherung umso sinnvoller.
Auswirkungen von Diagnosen und Behandlungsempfehlungen
Sobald dein Zahnarzt oder Kieferorthopäde eine Zahnfehlstellung diagnostiziert und eine Behandlung empfiehlt, ist es für den Abschluss einer neuen Zahnzusatzversicherung in der Regel zu spät. Die Versicherung greift dann nicht mehr für diese spezifische Behandlung. Es ist also wichtig, dass du den Vertrag abschließt, bevor eine solche Diagnose gestellt wird. Wenn du dir unsicher bist, sprich am besten mit dem behandelnden Zahnarzt deines Kindes. Die Versicherer prüfen das oft erst im Leistungsfall, und wenn dann herauskommt, dass die Fehlstellung schon vorher bekannt war, kann die Leistung verweigert werden.
Wartezeiten und Leistungseinschränkungen in den ersten Vertragsjahren
Bei vielen Zahnzusatzversicherungen gibt es eine Wartezeit, besonders für kieferorthopädische Behandlungen. Diese liegt oft bei mehreren Monaten, manchmal sogar acht. Das bedeutet, dass du nach Vertragsabschluss erst einmal warten musst, bis die Versicherung für solche Behandlungen zahlt. Zusätzlich gibt es oft eine sogenannte Summenstaffel. Das bedeutet, dass die maximalen Erstattungsbeträge in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss begrenzt sind. Zum Beispiel:
- Im 1. Versicherungsjahr: bis zu 1.000 Euro
- In den ersten beiden Versicherungsjahren: bis zu 3.000 Euro
- In den ersten drei Versicherungsjahren: bis zu 6.000 Euro
Diese Staffelung gilt meist für das Kalenderjahr. Wenn die Behandlung aber auf einen Unfall zurückzuführen ist, der nach Vertragsabschluss passiert ist, entfallen diese Einschränkungen oft. Es ist also gut zu wissen, dass man durch einen frühen Abschluss diese Einschränkungen schneller hinter sich lässt.
Leistungsumfang und Tarifgestaltung
Wenn du dich für eine Zahnzusatzversicherung für dein Kind entscheidest, ist es wichtig, genau hinzuschauen, was der Tarif eigentlich abdeckt. Nicht jede Police ist gleich, und die Unterschiede können ziemlich groß sein.
Abdeckung von Zahnspangen und Kieferorthopädie
Das ist oft der Hauptgrund, warum Eltern eine Zusatzversicherung abschließen. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt bei Kindern zwar einen Teil der Kosten für kieferorthopädische Behandlungen, aber eben nur, wenn eine bestimmte Schwere der Fehlstellung vorliegt (KIG 3-5). Selbst dann werden oft nur 80% der Kosten erstattet, und du musst die restlichen 20% vorstrecken, die du erst nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung zurückbekommst. Eine gute Zusatzversicherung kann hier die Lücke schließen und die Kosten für Zahnspangen, Brackets oder andere kieferorthopädische Apparaturen deutlich reduzieren. Achte darauf, wie hoch die Erstattung ist und ob es Begrenzungen gibt, zum Beispiel eine maximale Summe pro Behandlungsfall oder über die gesamte Vertragslaufzeit.
Bedeutung von Indikationsgruppen (KIG) und Leistungsgrenzen
Die Indikationsgruppen (KIG) sind entscheidend, wenn es um kieferorthopädische Behandlungen geht. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt nur bei KIG 3, 4 und 5. Wenn dein Kind eine Fehlstellung hat, die als weniger schwer eingestuft wird (KIG 1 oder 2), übernimmt die Kasse gar nichts. Hier kann die Zusatzversicherung greifen, aber auch hier gibt es Unterschiede. Manche Tarife zahlen nur, wenn die Kasse auch leistet, andere übernehmen die Kosten neutral von der KIG-Einstufung. Lies dir genau durch, welche Leistungsgrenzen gelten. Manche Tarife haben eine Summenstaffelung in den ersten Jahren, das heißt, die maximalen Erstattungsbeträge sind anfangs begrenzt. Das kann zum Beispiel so aussehen:
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- Versicherungsjahr: bis zu X Euro
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- Versicherungsjahr: bis zu Y Euro
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- Versicherungsjahr: bis zu Z Euro
Diese Staffelung ist wichtig zu kennen, besonders wenn eine Behandlung absehbar ist.
Versicherung von Prophylaxe und Fissurenversiegelung
Neben den großen Posten wie Zahnspangen sind auch die kleineren, aber wichtigen Leistungen für die Zahngesundheit deines Kindes relevant. Dazu gehören professionelle Zahnreinigungen, die helfen, Karies vorzubeugen, und Fissurenversiegelungen, die die Kauflächen der Backenzähne schützen. Viele Tarife bieten hierfür eine Erstattung, oft sogar ohne Wartezeit. Das ist super, denn so bleiben die Zähne deines Kindes länger gesund und teure Behandlungen werden vermieden. Prüfe, ob diese Leistungen im gewählten Tarif enthalten sind und in welcher Höhe sie übernommen werden.
Besondere Risiken und zusätzliche Leistungen
Manchmal passieren unerwartete Dinge mit den Zähnen deines Kindes, und dafür gibt es spezielle Absicherungen. Ein Sturz beim Spielen kann schnell zu einem Zahnschaden führen. Eine gute Zahnzusatzversicherung deckt auch solche unfallbedingten Schäden ab, damit du dir keine Sorgen um die Kosten machen musst, wenn mal etwas passiert.
Darüber hinaus gibt es zusätzliche Leistungen, die über die reine Behandlung von Fehlstellungen hinausgehen und die Zahngesundheit deines Kindes fördern:
- Professionelle Zahnreinigung: Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen helfen, Karies und Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Manche Tarife übernehmen die Kosten dafür komplett.
- Versiegelung von Zähnen: Besonders die Kauflächen der Backenzähne sind anfällig für Karies. Eine Versiegelung mit einem speziellen Kunststoff schützt diese Bereiche. Das ist eine sinnvolle Maßnahme zur Kariesprävention, die von einigen Zusatzversicherungen abgedeckt wird.
- Mini-Brackets oder transparente Spangen: Manche Versicherungen berücksichtigen auch modernere kieferorthopädische Behandlungsmethoden, die für dein Kind angenehmer sein können oder die Behandlungsdauer verkürzen.
Vergleich und Auswahlkriterien für Tarife
Wenn du die beste Zahnzusatzversicherung für dein Kind finden möchtest, ist ein guter Vergleich unerlässlich. Es gibt viele Anbieter und Tarife auf dem Markt, und die Unterschiede können erheblich sein. Es lohnt sich, die Details genau anzuschauen, bevor du dich entscheidest.
Worauf du bei der Tarifprüfung achten solltest:
- Leistungsprozentsatz: Wie viel Prozent der Kosten für kieferorthopädische Behandlungen oder andere zahnärztliche Leistungen übernimmt der Tarif? Achte auf Tarife, die mindestens 90% abdecken, besonders wenn es um Zahnspangen geht.
- Höchstgrenzen: Gibt es eine maximale Erstattungssumme pro Jahr oder über die gesamte Vertragslaufzeit? Manche Tarife begrenzen die Kostenübernahme für Kieferorthopädie, zum Beispiel auf einen bestimmten Betrag für bestimmte Indikationsgruppen (KIG).
- Wartezeiten: Viele Tarife haben Wartezeiten, bevor Leistungen in Anspruch genommen werden können. Für kieferorthopädische Behandlungen sind diese oft länger. Suche nach Tarifen mit geringen oder gar keinen Wartezeiten, besonders wenn du eine baldige Behandlung erwartest.
- Leistungsumfang: Welche Leistungen sind abgedeckt? Geht es nur um Zahnspangen, oder sind auch Prophylaxe, Fissurenversiegelung oder Zahnbehandlungen wie Füllungen und Wurzelbehandlungen enthalten?
- Mitversicherung von Eltern: Manche Tarife sind nur abschließbar, wenn auch ein Elternteil mitversichert wird. Das kann die Kosten beeinflussen.
- Kosten: Vergleiche die monatlichen Beiträge. Bedenke aber, dass der günstigste Tarif nicht immer der beste ist. Manchmal sind höhere Beiträge gerechtfertigt, wenn dafür der Leistungsumfang deutlich besser ist.
Ein gründlicher Vergleich hilft dir, ein Angebot zu finden, das wirklich zu den Bedürfnissen deines Kindes und deinem Budget passt. Nimm dir die Zeit, die verschiedenen Optionen durchzugehen, um die beste Entscheidung zu treffen.
Individuelle Entscheidungsgrundlagen für Eltern
Bei der Entscheidung für oder gegen eine Zahnzusatzversicherung für dein Kind spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Es ist keine Einheitslösung, die für jede Familie passt. Denk darüber nach, was für euch am wichtigsten ist.
- Kosten-Nutzen-Abwägung: Überlege dir, ob du die potenziellen Kosten für kieferorthopädische Behandlungen – die schnell mehrere tausend Euro betragen können – ohne Weiteres stemmen könntest. Wenn eine solche Ausgabe eine finanzielle Belastung darstellen würde, ist eine Versicherung eine gute Absicherung.
- Familiäre Vorbelastungen: Gibt es in deiner Familie häufiger Zahnfehlstellungen oder Kieferprobleme? Genetische Faktoren können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass auch dein Kind eine kieferorthopädische Behandlung benötigt. Sprich am besten mit deinem Zahnarzt oder Kieferorthopäden über mögliche Risiken.
- Deine finanzielle Situation und Risikobereitschaft: Wie stehst du generell zu Versicherungen? Bist du eher jemand, der sich gegen viele Eventualitäten absichern möchte, oder gehst du lieber kalkulierte Risiken ein? Die monatlichen Beiträge sind zwar oft überschaubar, aber es ist dennoch eine laufende Ausgabe, die du dir leisten können musst.
Es ist wichtig, dass du dir diese Fragen ehrlich stellst, um eine Entscheidung zu treffen, die zu deiner Familiensituation passt. Manchmal lohnt es sich, etwas mehr für einen Tarif auszugeben, der breiter abdeckt, um später keine bösen Überraschungen zu erleben.
Langfristige Perspektiven und Vertragsüberprüfung
Wenn du dich für eine Zahnzusatzversicherung für dein Kind entscheidest, ist es wichtig, auch an die Zukunft zu denken. Das Gebiss deines Kindes entwickelt sich ja ständig weiter, und was heute passt, ist vielleicht in ein paar Jahren nicht mehr ganz aktuell. Deshalb solltest du deinen Vertrag regelmäßig überprüfen.
Was bedeutet das konkret für dich?
- Entwicklung des Gebisses im Kindesalter: Denk daran, dass sich die Zähne und Kiefer deines Kindes noch stark verändern. Eine Zahnfehlstellung, die heute vielleicht noch gering ist, kann sich im Laufe der Jahre verschlimmern. Oder umgekehrt: Eine anfängliche Fehlstellung kann sich von selbst verbessern. Die Versicherung, die du heute abschließt, sollte also flexibel genug sein, um diese Entwicklungen mitzumachen.
- Anpassung der Versicherung im Erwachsenenalter: Wenn dein Kind älter wird, ändern sich oft auch die Bedürfnisse. Was für ein Kind wichtig ist, ist für einen jungen Erwachsenen vielleicht nicht mehr die oberste Priorität. Manche Tarife erlauben es, den Vertrag anzupassen oder in einen Erwachsenentarif zu wechseln, ohne dass neue Wartezeiten oder Gesundheitsprüfungen nötig sind. Das ist praktisch, falls sich die Lebensumstände ändern oder neue Behandlungsbedürfnisse auftauchen.
- Bedeutung von Retainern zur Stabilisierung des Behandlungserfolgs: Nach einer kieferorthopädischen Behandlung, zum Beispiel mit einer Zahnspange, kommen oft Retainer zum Einsatz. Das sind spezielle Schienen oder Drähte, die verhindern, dass sich die Zähne wieder verschieben. Manche Zahnzusatzversicherungen übernehmen auch die Kosten für diese Retainer. Es ist gut zu wissen, ob dein Vertrag das abdeckt, denn die Stabilisierung des Ergebnisses ist ja das Wichtigste nach einer abgeschlossenen Behandlung.
Häufige Missverständnisse und Fallstricke
Manchmal stolpert man über Dinge, die man vorher nicht bedacht hat, wenn es um Versicherungen geht. Bei der Zahnzusatzversicherung für Kinder gibt es da ein paar typische Fallen, in die man leicht tappen kann.
Versicherungsschutz bei bereits diagnostizierten Fehlstellungen
Das ist ein ganz wichtiger Punkt: Wenn dein Kind schon eine Zahn- oder Kieferfehlstellung hat, die vom Zahnarzt oder Kieferorthopäden festgestellt wurde, und du dann erst eine Versicherung abschließt, wird diese Fehlstellung oft nicht mehr übernommen. Stell dir vor, du kaufst eine Hausratversicherung, nachdem dein Haus schon abgebrannt ist – das funktioniert natürlich nicht. Die Versicherer wollen das Risiko absichern, bevor es eintritt. Deshalb ist es so wichtig, sich frühzeitig zu informieren und den Vertrag abzuschließen, bevor Probleme offensichtlich sind.
Risiken bei sehr günstigen Tarifen mit eingeschränkten Leistungen
Klar, man schaut aufs Geld. Aber ein Tarif, der extrem günstig ist, hat oft auch Haken. Das können lange Wartezeiten sein, hohe Selbstbehalte oder eben Leistungsgrenzen, die schnell erreicht sind. Gerade bei kieferorthopädischen Behandlungen, die ja schnell mal mehrere tausend Euro kosten können, reicht eine Absicherung mit geringen Höchstgrenzen oft nicht aus. Lies dir genau durch, was abgedeckt ist und bis zu welcher Summe. Manchmal ist es besser, ein paar Euro mehr im Monat zu zahlen, dafür aber wirklich abgesichert zu sein.
Die Bedeutung der Antragsprüfung durch Versicherer
Wenn du den Antrag für die Zahnzusatzversicherung stellst, musst du alle Fragen zu Vorerkrankungen und Behandlungen wahrheitsgemäß beantworten. Das ist keine Schikane, sondern dient der Risikobewertung für den Versicherer. Wenn du hier etwas verschweigst oder falsch angibst, kann das im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Versicherer die Leistung verweigert, wenn der Schaden eintritt. Das ist dann wirklich ärgerlich. Nimm dir Zeit für den Antrag und sei ehrlich bei den Angaben.
Spezielle Angebote und Ausnahmen
Manche Versicherer haben sich auf Familien und Kinder spezialisiert und bieten deshalb besondere Tarife an. Diese können sich in verschiedenen Punkten von Standardtarifen unterscheiden. Manchmal gibt es zum Beispiel Tarife, die sofortige Leistungen für kieferorthopädische Behandlungen anbieten, ohne dass eine lange Wartezeit eingehalten werden muss. Das ist natürlich praktisch, wenn eine Zahnspange schon bald nötig wird.
Außerdem gibt es Angebote, bei denen Kinder kostenlos mitversichert werden, wenn ein Elternteil einen Vertrag abschließt. Das kann die Kosten für die Familie deutlich senken. Manchmal sind auch zusätzliche Leistungen wie eine professionelle Zahnreinigung oder die Versiegelung von Fissuren ohne zusätzliche Kosten im Paket enthalten. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen, welche speziellen Konditionen es gibt.
Einige Versicherer werben auch mit Tarifen, die eine verkürzte Wartezeit für bestimmte Behandlungen haben. Das ist besonders bei kieferorthopädischen Maßnahmen relevant, da diese oft schon frühzeitig geplant werden müssen. Achte aber immer genau auf die Details:
- Sofortleistungen: Prüfe, ob und unter welchen Bedingungen sofortige Leistungen für kieferorthopädische Behandlungen möglich sind.
- Familienrabatte oder kostenlose Mitversicherung: Manche Tarife sind günstiger, wenn mehrere Familienmitglieder versichert werden.
- Zusatzleistungen: Achte auf Extras wie professionelle Zahnreinigungen oder Fissurenversiegelungen, die oft in speziellen Kindertarifen enthalten sind.
- Wartezeiten: Vergleiche die Wartezeiten für verschiedene Behandlungen, insbesondere für die Kieferorthopädie. Manche Tarife verzichten hier ganz auf Wartezeiten.
Fazit: Lohnt sich die Zahnzusatzversicherung für Ihr Kind?
Wenn Sie sich fragen, ob eine Zahnzusatzversicherung für Ihr Kind sinnvoll ist, dann lautet die Antwort meistens ja. Viele Kinder brauchen irgendwann eine Zahnspange, und die Kosten dafür können schnell hoch werden. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt zwar einen Teil, aber oft bleiben erhebliche Beträge übrig, besonders bei speziellen Behandlungen oder wenn die Zahnfehlstellung nicht als sehr schwer eingestuft wird. Eine gute Zusatzversicherung kann hier eine große Hilfe sein und Ihnen viel Geld sparen. Wichtig ist, dass Sie nicht zu lange warten. Sobald ein Zahnarzt oder Kieferorthopäde eine Zahnfehlstellung feststellt und eine Behandlung empfiehlt, ist es oft zu spät, eine Versicherung abzuschließen, die diese Kosten dann noch übernimmt. Achten Sie bei der Auswahl auf die Leistungen, besonders bei Kieferorthopädie, und vergleichen Sie verschiedene Anbieter. So stellen Sie sicher, dass Ihr Kind die bestmögliche Behandlung bekommt, ohne dass es für Sie finanziell zu einer großen Belastung wird.

