Du überlegst, ob ein Premiumtarif bei der Zahnzusatzversicherung wirklich das Richtige für dich ist? Das ist eine gute Frage, denn die Unterschiede können schon gravierend sein. Wir schauen uns mal an, was so ein Premiumtarif alles zu bieten hat und ob sich das Upgrade für dich lohnt. Dabei geht es nicht nur um die reinen Leistungen, sondern auch um versteckte Kosten und wie flexibel du bleibst.
Zahnzusatzversicherung Premiumtarif – Lohnt sich das Upgrade?
- Der Premiumtarif der Zahnzusatzversicherung deckt in der Regel Zahnersatz, Implantate, hochwertigere Zahnbehandlungen und auch Kieferorthopädie ab. Oft sind auch Leistungen wie professionelle Zahnreinigung (PZR) oder sogar Narkosebehandlungen enthalten.
- Achte genau auf Wartezeiten und die sogenannte Zahnstaffel. Manche Tarife schließen Leistungen in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss aus oder begrenzen die Erstattung, was bei einem Premiumtarif aber eher unüblich ist.
- Die Beiträge für Premiumtarife sind natürlich höher. Vergleiche das Preis-Leistungs-Verhältnis genau und überlege, ob die zusätzlichen Leistungen den höheren Preis für dich rechtfertigen, besonders im Vergleich zu günstigeren Optionen.
- Gesundheitsfragen sind oft ein Stolperstein. Tarife ohne Gesundheitsprüfung sind zwar verlockend, aber meist teurer und haben oft Leistungseinschränkungen. Sei bei der Beantwortung immer ehrlich, sonst riskierst du deinen Versicherungsschutz.
- Besondere Tarife wie der ERGO Dental-Schutz 100 + Dentalvorsorge Premium locken mit Aktionen wie halbierten Beiträgen am Anfang und Extras wie einer PZR-Flatrate. Stiftung Warentest hat solche Tarife oft gut bewertet, was ein guter Anhaltspunkt sein kann.
Umfang der Leistungen im Zahnzusatzversicherung Premiumtarif
Wenn du überlegst, dir eine Zahnzusatzversicherung im Premiumtarif zuzulegen, fragst du dich sicher, was genau da eigentlich alles drinsteckt. Bei diesen Top-Tarifen ist der Umfang der Leistungen oft ziemlich breit gefächert, damit du dir wirklich keine Sorgen mehr um deine Zahngesundheit machen musst.
Abdeckung von Zahnersatz und Implantaten
Das ist oft der Kernpunkt, wenn es um die Zusatzversicherung geht. Bei einem Premiumtarif kannst du damit rechnen, dass die Kosten für Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder auch Prothesen zu einem sehr hohen Prozentsatz übernommen werden. Das gilt oft auch für hochwertigen Zahnersatz, wie zum Beispiel Keramikkronen oder eben Implantate. Wenn du also ein Implantat brauchst, das schnell mal ein paar tausend Euro kosten kann, dann schnürt dir das mit einem guten Premiumtarif nicht gleich die Kehle zu. Die Erstattung liegt hier häufig bei 90% oder sogar 100%, nachdem die gesetzliche Krankenkasse ihren Anteil geleistet hat. Das ist ein riesiger Unterschied im Vergleich zu dem, was du ohne Zusatzversicherung selbst zahlen müsstest.
Wartezeiten und Zahnstaffel im Premiumtarif
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Wenn du eine Zahnzusatzversicherung abschließt, ist es wichtig, sich mit den Themen Wartezeiten und Zahnstaffel auseinanderzusetzen. Das sind nämlich zwei Punkte, die beeinflussen, wann und wie viel die Versicherung für dich zahlt.
Bedeutung von Wartezeiten bei Zahnzusatzversicherungen
Viele Tarife haben Wartezeiten. Das bedeutet, dass du nach dem Abschluss des Vertrags eine bestimmte Zeit warten musst, bevor du Leistungen in Anspruch nehmen kannst. Diese Zeiten sind meistens dafür da, dass Leute nicht erst dann eine Versicherung abschließen, wenn sie schon genau wissen, dass sie eine teure Behandlung brauchen. Bei Zahnersatz ist das oft der Fall, aber bei der ERGO Dental-Schutz 100 + Dentalvorsorge Premium gibt es hier eine gute Nachricht: Für Zahnersatz gibt es keine Wartezeit. Das ist ziemlich praktisch, falls doch mal etwas Unvorhergesehenes passiert.
Auswirkungen der Zahnstaffel auf die Erstattung
Neben den Wartezeiten gibt es oft auch eine sogenannte Zahnstaffel. Das ist im Grunde eine Begrenzung der Leistungshöhe in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss. Stell dir das wie ein Budget vor, das sich jedes Jahr erhöht. Bei der ERGO Dental-Schutz 100 + Dentalvorsorge Premium sieht das so aus:
- Zahnersatz und Implantate: Im ersten Jahr sind die Leistungen auf 1.000 € begrenzt, im zweiten auf 2.000 €, im dritten auf 3.000 € und ab dem vierten Jahr auf 4.000 €.
- Zahnbehandlungen: Hier gibt es erfreulicherweise keine anfängliche Begrenzung. Das heißt, für Dinge wie Prophylaxe oder Füllungen kannst du direkt im vollen Umfang des Tarifs Leistungen erwarten.
- Kieferorthopädie: Auch hier gibt es eine Staffelung, ähnlich wie beim Zahnersatz, beginnend mit 500 € im ersten Jahr und ansteigend bis 1.500 € im dritten Jahr.
Es ist wichtig zu wissen, dass diese Staffelung nicht gilt, wenn die Behandlung auf einen Unfall zurückzuführen ist. Dann greifen die vollen Leistungen sofort.
Beitragsgestaltung und Preis-Leistungs-Verhältnis
Monatliche Beiträge und deren Entwicklung
Wenn du über die Kosten einer Zahnzusatzversicherung nachdenkst, ist es wichtig, nicht nur den aktuellen Beitrag zu betrachten. Manche Tarife locken mit niedrigen Einstiegspreisen, die aber mit der Zeit deutlich ansteigen können. Das liegt oft daran, ob der Tarif Altersrückstellungen bildet oder nicht. Tarife mit Altersrückstellungen haben anfangs höhere Beiträge, da ein Teil davon gespart wird, um spätere Beitragserhöhungen abzufedern. Das bedeutet, deine Beiträge bleiben über die Jahre stabiler. Bei Tarifen ohne Altersrückstellungen sind die Anfangsbeiträge meist niedriger, dafür musst du aber mit regelmäßigen Erhöhungen rechnen, wenn du älter wirst. Es lohnt sich also, die langfristige Beitragsentwicklung im Auge zu behalten.
Analyse des Preis-Leistungs-Verhältnisses
Um das Preis-Leistungs-Verhältnis einer Zahnzusatzversicherung zu beurteilen, schaust du am besten auf die Details der Leistungen im Verhältnis zum Beitrag. Frag dich: Was bekommst du für dein Geld? Achte darauf, wie hoch die Erstattungssätze für Zahnersatz, Inlays, Wurzelbehandlungen oder auch für die professionelle Zahnreinigung sind. Manche Tarife haben auch eine Zahnstaffel, die die Leistung in den ersten Jahren begrenzt. Ein guter Tarif bietet hier faire Konditionen oder verzichtet ganz auf eine solche Staffel. Es ist auch sinnvoll zu prüfen, ob der Versicherer auf sein ordentliches Kündigungsrecht verzichtet. Das gibt dir mehr Sicherheit, dass der Vertrag nicht einfach vom Versicherer beendet wird.
Vergleich mit günstigeren Tarifen
Wenn du dir verschiedene Angebote ansiehst, wirst du schnell merken, dass es große Unterschiede gibt. Günstigere Tarife haben oft weniger Leistungsumfang. Das kann bedeuten, dass sie zum Beispiel nur einen Teil der Kosten für Zahnersatz übernehmen oder bestimmte Behandlungen wie Kieferorthopädie gar nicht abdecken. Manchmal sind auch die Wartezeiten länger oder die Zahnstaffel schränkt die Erstattung in den ersten Jahren stärker ein. Überlege dir gut, welche Leistungen dir persönlich wichtig sind. Manchmal ist es besser, etwas mehr zu zahlen, um dafür im Ernstfall besser abgesichert zu sein und sich keine Sorgen um hohe Zuzahlungen machen zu müssen.
Gesundheitsfragen und deren Relevanz
Wenn du eine Zahnzusatzversicherung abschließen möchtest, wirst du fast immer mit Gesundheitsfragen konfrontiert. Das ist kein Schikane, sondern dient dem Schutz der Versichertengemeinschaft. Stell dir vor, jeder könnte eine Versicherung abschließen, kurz bevor eine teure Behandlung ansteht – das wäre für die Versicherer nicht tragbar und die Beiträge würden explodieren. Deshalb fragen die Versicherer nach deinem aktuellen Zahnstatus, um das Risiko besser einschätzen zu können.
Notwendigkeit von Gesundheitsfragen
Diese Fragen sind wichtig, damit der Versicherer das Risiko einschätzen kann. Typische Fragen könnten sein:
- Fehlen dir bereits Zähne?
- Trägst du Zahnersatz wie Brücken oder Implantate?
- Wurde dir eine Behandlung bereits angeraten oder hast du sie begonnen?
- Hast du Zahnfleischerkrankungen wie Parodontose?
- Befindest du dich gerade in zahnärztlicher oder kieferorthopädischer Behandlung?
Die ehrliche Beantwortung dieser Fragen ist entscheidend, um deinen Versicherungsschutz nicht zu gefährden. Falsche Angaben können dazu führen, dass der Versicherer im Leistungsfall nicht zahlt.
Tarife ohne Gesundheitsprüfung und deren Nachteile
Es gibt zwar Tarife, bei denen auf Gesundheitsfragen verzichtet wird. Das klingt erstmal verlockend, gerade wenn du vielleicht schon ein paar Baustellen im Mund hast. Aber Vorsicht: Diese Tarife sind oft teurer. Außerdem haben sie häufig Leistungseinschränkungen in den ersten Jahren. Das bedeutet, dass du für die ersten ein bis drei Jahre weniger Leistung bekommst oder bestimmte Behandlungen gar nicht abgedeckt sind. Und selbst bei diesen Tarifen sind meistens bereits angeratene oder laufende Behandlungen ausgeschlossen.
Ehrlichkeit bei der Beantwortung von Gesundheitsfragen
Wie schon gesagt: Sei bei den Gesundheitsfragen immer ehrlich. Das ist das A und O. Eine Untersuchung beim Zahnarzt ist dafür in der Regel nicht nötig. Es reicht, wenn du die Fragen im Antrag nach bestem Wissen und Gewissen beantwortest. Wenn du dir bei einer Frage unsicher bist, frag lieber beim Versicherer nach oder sprich mit deinem Zahnarzt, bevor du den Antrag abschickst. So vermeidest du spätere böse Überraschungen.
Besonderheiten des ERGO Dental-Schutz 100 + Dentalvorsorge Premium
Wenn du nach einem wirklich umfassenden Schutz für deine Zähne suchst, dann ist der ERGO Dental-Schutz 100 + Dentalvorsorge Premium eine Option, die du dir genauer ansehen solltest. Was diesen Tarif besonders macht, sind einige Features, die ihn von vielen anderen abheben.
Attraktive Einstiegsaktion mit halbiertem Beitrag
Damit der Start leichter fällt, bietet die ERGO eine Aktion: In den ersten sechs Monaten zahlst du nur die Hälfte des Beitrags. Das gilt allerdings nur für die Teile des Tarifs, die Zahnersatz abdecken. Das ist eine nette Geste, um dir den Einstieg zu erleichtern.
Besondere Leistungen wie Narkose und PZR-Flatrate
Was diesen Tarif wirklich interessant macht, sind die Extras. Stell dir vor, du brauchst eine Behandlung unter Vollnarkose – dafür gibt es nicht nur die Kostenübernahme, sondern auch eine Pauschale für die Fahrtkosten. Das ist nicht selbstverständlich. Außerdem gibt es eine echte PZR-Flatrate, das heißt, du kannst deine professionelle Zahnreinigung so oft machen lassen, wie du möchtest, ohne dass es eine jährliche Obergrenze gibt. Das ist super für die regelmäßige Vorsorge.
Bewertung des Tarifs durch Stiftung Warentest
Auch die Experten haben sich das Ganze angesehen. Die Stiftung Warentest hat den Tarif in ihrer Ausgabe vom Juli 2025 mit der Note "Sehr Gut" (0,6) bewertet. Das ist eine starke Auszeichnung, die zeigt, dass der Tarif in den Bereichen Zahnersatz, Zahnbehandlung und Zahnreinigung wirklich gut abschneidet. Diese neutrale Bewertung kann dir bei deiner Entscheidung helfen.
Beitragsstabilität im Alter: Tarife mit und ohne Altersrückstellungen
Wenn du dich fragst, ob deine Beiträge für die Zahnzusatzversicherung auch im Alter stabil bleiben, dann ist das ein wichtiger Punkt. Grundsätzlich gibt es zwei Wege, wie Versicherer die Beiträge kalkulieren, und das hat direkte Auswirkungen auf deine Finanzen über die Jahre.
Funktionsweise von Tarifen mit Altersrückstellungen
Tarife, die mit Altersrückstellungen arbeiten, sind so aufgebaut, dass du von Anfang an etwas mehr zahlst. Dieser Aufschlag landet auf einem separaten Konto, quasi als Sparschwein für später. Die Idee dahinter ist, dass diese Rücklagen später die steigenden Kosten im Alter ausgleichen sollen. So sollen deine Beiträge über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg möglichst gleich bleiben. Das ist ein bisschen wie bei einer Lebensversicherung, wo auch für die Zukunft vorgesorgt wird. Der Vorteil ist klar: Du hast eine bessere Planbarkeit, weil altersbedingte Beitragserhöhungen hier eigentlich ausgeschlossen sind. Der Nachteil ist, dass der Einstieg teurer ist, selbst wenn du jung und gesund bist. Du zahlst also mehr, um dir später Stabilität zu sichern.
Risiken von Tarifen ohne Altersrückstellungen
Viele Anbieter setzen mittlerweile auf Tarife ohne diese Altersrückstellungen. Das bedeutet, der Beitrag wird zu Beginn niedriger angesetzt, weil eben keine Rücklagen für das Älterwerden gebildet werden. Stattdessen werden die Beiträge regelmäßig angepasst, und zwar mit deinem steigenden Alter. Das kann dazu führen, dass die Kosten im Laufe der Zeit, besonders im Rentenalter, spürbar anziehen. Manchmal passiert das jährlich, manchmal in größeren Abständen, zum Beispiel alle fünf oder zehn Jahre. Der Vorteil ist hier der günstigere Start, aber du musst dich auf steigende Kosten einstellen.
Auswirkungen auf die Beitragsentwicklung im Lebensverlauf
Die Wahl zwischen diesen beiden Modellen hat also direkte Folgen für deine Beitragsentwicklung. Mit Altersrückstellungen hast du höhere, aber stabile Kosten. Ohne Altersrückstellungen startest du günstiger, aber deine Beiträge werden mit der Zeit wahrscheinlich deutlich ansteigen. Es ist wichtig zu wissen, dass es bei beiden Varianten immer auch das Risiko von allgemeinen Beitragsanpassungen geben kann, zum Beispiel wenn sich die Kosten für Behandlungen oder die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern. Das ist aber neutral von der Frage der Altersrückstellungen.
Die Bedeutung des GOZ-Satzes für die Erstattung
Wenn du dich mit dem Thema Zahnzusatzversicherung beschäftigst, wirst du früher oder später auf die Gebührenordnung für Zahnärzte, kurz GOZ, stoßen. Das ist im Grunde die Preisliste für zahnärztliche Leistungen, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Der Zahnarzt hat hier einen gewissen Spielraum, was die Abrechnung angeht. Jede Leistung ist mit einem Basissatz versehen, aber der Zahnarzt kann diesen Satz erhöhen, und zwar bis zum sogenannten Regelhöchstsatz von 2,3. Wenn es einen triftigen Grund gibt, kann er sogar bis zum Höchstsatz von 3,5 gehen. Manche Tarife erstatten dir dann die Kosten bis zu einem bestimmten Satz, zum Beispiel bis zum 3,5-fachen Satz. Das ist wichtig, denn je höher der Satz ist, den dein Tarif abdeckt, desto mehr Kosten bleiben für dich übrig, wenn der Zahnarzt die GOZ-Sätze ausschöpft.
Was bedeutet das konkret für dich?
- Der GOZ-Satz bestimmt die Obergrenze: Dein Versicherer legt fest, bis zu welchem Faktor der GOZ-Gebühren er die Kosten übernimmt. Ein Tarif, der bis zum 5-fachen Satz erstattet, ist also großzügiger als einer, der nur bis zum 2,3-fachen Satz zahlt.
- Mehrkosten können entstehen: Wenn dein Zahnarzt über den von deinem Tarif abgedeckten Satz hinaus abrechnet, musst du die Differenz selbst tragen. Das kann bei aufwendigeren Behandlungen schnell ins Geld gehen.
- Vergleich ist entscheidend: Achte bei der Tarifwahl genau darauf, welcher GOZ-Satz vereinbart ist. Das ist ein wichtiger Punkt, um versteckte Kosten zu vermeiden und sicherzustellen, dass du im Ernstfall gut abgesichert bist. Manche Tarife decken sogar spezielle Zuschläge ab, zum Beispiel für den Einsatz eines Lasers oder eines Operationsmikroskops, was die Erstattung weiter verbessern kann.
Versicherungsschutz für bereits vorhandene Zahnersatzmaßnahmen
Du fragst dich vielleicht, was passiert, wenn du schon eine Krone, Brücke oder Füllung hast, wenn du eine Zahnzusatzversicherung abschließen möchtest. Das ist eine gute Frage, denn die Versicherer schauen da genau hin. Grundsätzlich gilt: Wenn eine Behandlung bereits angeraten oder geplant war, bevor du den Vertrag unterschrieben hast, dann ist das ein sogenannter Versicherungsfall, der vom Schutz ausgeschlossen ist. Das bedeutet, dass die Versicherung für diese spezifischen, bereits bekannten Probleme nicht aufkommt.
Umgang mit bestehenden Kronen, Brücken und Füllungen
Wenn du bereits Zahnersatz oder Füllungen hast, ist das erstmal kein Hinderungsgrund. Die Tarife, die wir uns anschauen, versichern oft auch Behandlungen an Zähnen, die schon eine Krone, Brücke oder Füllung haben. Aber Achtung: Die Kosten werden nur übernommen, wenn diese vorhandenen Versorgungen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch in einem guten Zustand waren. Hat dein Zahnarzt also schon eine Reparatur oder eine neue Versorgung empfohlen, bevor du den Vertrag abgeschlossen hast, wird das schwierig mit der Erstattung.
Voraussetzungen für die Erstattung bei Vorerkrankungen
Die wichtigste Voraussetzung ist, dass zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses keine Behandlung angeraten oder geplant war. Stell dir vor, du hast Zahnschmerzen und der Zahnarzt sagt: "Wir müssen da eine Krone drauf machen." Wenn du dann erst danach die Versicherung abschließt, wird diese spezielle Kronenbehandlung wahrscheinlich nicht übernommen. Es geht darum, dass du keine Behandlung absicherst, die du bereits kanntest und die quasi schon auf dem Weg war.
Ausschluss angeratener Behandlungen
Das ist der Knackpunkt: Alles, was dein Zahnarzt dir bereits empfohlen hat, bevor du die Versicherung abgeschlossen hast, ist in der Regel vom Versicherungsschutz ausgenommen. Das gilt für alle Arten von Behandlungen, egal ob es um Zahnersatz, Füllungen oder auch um Prophylaxe geht. Fehlende Zähne, die schon vor Vertragsabschluss nicht ersetzt waren, sind ebenfalls meistens ausgeschlossen. Du solltest also ehrlich zu dir selbst und zum Versicherer sein und alle bekannten Zahnprobleme im Blick haben.
Kündigungsrechte im Versicherungsvertrag
Wenn du überlegst, deine Zahnzusatzversicherung zu wechseln oder einfach nur die Bedingungen besser verstehen willst, ist das Thema Kündigung wichtig. Stell dir vor, du hast einen Vertrag, der dir nicht mehr zusagt oder bei dem die Beiträge stark steigen. Was dann?
Ordentliches Kündigungsrecht des Versicherers
Grundsätzlich hat der Versicherer das Recht, einen Vertrag zu kündigen. Das nennt man das "ordentliche Kündigungsrecht". Das bedeutet, der Anbieter könnte theoretisch den Vertrag ohne Angabe von Gründen beenden. Aber keine Sorge, die meisten Versicherer verzichten auf dieses Recht. Das ist gut für dich, denn so bist du vor einer plötzlichen Kündigung durch den Anbieter geschützt. Es ist aber immer ratsam, die genauen Vertragsbedingungen zu prüfen, ob dieser Verzicht auch für deinen speziellen Tarif gilt.
Kündigungsmöglichkeiten für den Versicherungsnehmer
Du als Versicherungsnehmer hast natürlich auch Rechte, deinen Vertrag zu beenden. Hier gibt es verschiedene Wege:
- Ordentliche Kündigung: Das ist die normale Kündigung zum Ende der Vertragslaufzeit. Meistens musst du eine Frist einhalten, oft sind das drei Monate zum Ende des Versicherungsjahres. Manchmal gibt es auch eine Mindestvertragslaufzeit von ein oder zwei Jahren, bevor du erstmals kündigen kannst.
- Außerordentliche Kündigung: Wenn der Versicherer die Beiträge erhöht, die Leistungen kürzt oder es einen Schadenfall gab, hast du oft ein Sonderkündigungsrecht. Hier sind die Fristen meist kürzer, oft nur ein Monat.
- Sonderkündigungsrecht: Es gibt auch spezielle Fälle, wie zum Beispiel, wenn du in die gesetzliche Krankenversicherung wechselst. Dann kannst du deinen Vertrag ebenfalls vorzeitig beenden.
Es ist immer eine gute Idee, die Kündigung schriftlich einzureichen, am besten per Einschreiben oder über das Online-Kundenportal, falls der Anbieter das anbietet. So hast du einen Nachweis und bist auf der sicheren Seite.
Die Rolle von Zusatzleistungen wie Bleaching und Fahrtkosten
Manchmal denkst du vielleicht über Extras nach, die über die reine medizinische Notwendigkeit hinausgehen. Da wären zum Beispiel kosmetische Behandlungen wie das Bleaching, also das Aufhellen deiner Zähne. Das ist ja eher für die Optik gedacht, und die gesetzliche Krankenkasse zahlt dafür in der Regel nichts. Bei Zahnzusatzversicherungen ist das ähnlich: Manche Tarife schließen Bleaching komplett aus, andere übernehmen einen Teil der Kosten, aber oft nur bis zu einem bestimmten Betrag pro Jahr oder mit Einschränkungen. Du solltest also genau hinschauen, ob und wie viel dein Premiumtarif hier abdeckt, wenn dir ein strahlend weißes Lächeln wichtig ist.
Dann gibt es noch die Sache mit den Fahrtkosten. Das klingt erstmal seltsam, aber es kann vorkommen, dass du für eine Zahnbehandlung, die zum Beispiel unter Narkose stattfindet, weiter fahren musst. Manche Tarife berücksichtigen das und erstatten dann auch die Fahrtkosten. Das ist aber eher eine seltene Zusatzleistung, die du nicht in jedem Vertrag findest. Es lohnt sich also, die Details zu prüfen, wenn du solche Eventualitäten absichern möchtest.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Zusatzleistungen wie Bleaching und Fahrtkosten oft die Unterschiede zwischen einem Standard- und einem Premiumtarif ausmachen können. Sie sind zwar nicht immer medizinisch notwendig, können aber deinen Komfort und deine Zufriedenheit mit der Behandlung erhöhen.
Fazit: Lohnt sich der Premium-Tarif?
Also, wenn du wirklich das Rundum-sorglos-Paket für deine Zähne willst, dann schau dir den Premium-Tarif mal genauer an. Gerade wenn du Wert auf Sachen wie Implantate, Knochenaufbau oder auch eine professionelle Zahnreinigung legst, die oft extra kosten, kann sich das schon lohnen. Denk dran, dass die gesetzliche Kasse da nur einen Teil übernimmt und der Rest schnell ins Geld geht. Der ERGO Dental-Schutz 100 + Dentalvorsorge Premium scheint da einiges abzudecken, sogar mit Extras wie einer Narkose-Pauschale. Aber hey, schau dir die Beiträge genau an, die steigen ja mit dem Alter. Ob sich das Upgrade für dich persönlich lohnt, hängt echt davon ab, was du brauchst und wie deine Zähne so drauf sind. Lass dich am besten mal von deinem Zahnarzt beraten und vergleiche die Angebote, bevor du dich entscheidest.

