Gesundheitslexikon

Asthma: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Asthma: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

5 Min. Lesezeit
Kontrast
Schrift

Fakt: 87% sind nicht auf den med. Notfall vorbereitet!

Im Notfall zählt jede Sekunde. Mit deinem Nothilfepass hast du alle lebenswichtigen Daten griffbereit – ob Allergien, Medikamente oder Notkontakte. Erstelle jetzt kostenlos deinen digitalen Nothilfepass und gib dir und deinen Liebsten ein Stück mehr Sicherheit im Alltag! Mehr erfahren

Asthma: Symptome, Ursachen und Behandlung

Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege. Typisch sind anfallsartige Beschwerden, bei denen sich die Atemwege verengen und das Atmen erschwert wird. Die Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und durch Allergene, Reizstoffe, Infektionen, körperliche Belastung oder Stress ausgelöst werden. Ziel der Behandlung ist, Beschwerden zu kontrollieren, akute Verschlechterungen zu vermeiden und dir einen möglichst aktiven Alltag zu ermöglichen.

Typische Symptome

  • Atemnot, häufig anfallsartig
  • Engegefühl in der Brust
  • Husten, besonders nachts oder am frühen Morgen
  • Pfeifende oder keuchende Atemgeräusche
  • Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung

Die Beschwerden können vorübergehend auftreten oder länger anhalten. Bei Kindern zeigt sich Asthma nicht immer eindeutig. Wiederkehrender nächtlicher Husten, pfeifendes Atmen oder Atemnot beim Spielen und Sport sollten deshalb ärztlich abgeklärt werden.

Ursachen und Auslöser

Asthma kann allergisch oder nicht-allergisch bedingt sein. Beim allergischen Asthma lösen beispielsweise Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze die Beschwerden aus. Nicht-allergisches Asthma kann unter anderem durch Zigarettenrauch, Abgase, chemische Dämpfe, Luftverschmutzung oder virale Infektionen verschlechtert werden. Auch eine familiäre Veranlagung kann eine Rolle spielen.

Weitere mögliche Auslöser sind kalte oder trockene Luft, plötzliche Wetterwechsel, Stress und körperliche Belastung. Bestimmte Medikamente können Beschwerden verstärken. Welche Faktoren relevant sind, ist individuell verschieden. Ein Symptomtagebuch kann dir helfen, Zusammenhänge zwischen Beschwerden und möglichen Auslösern zu erkennen.

Diagnose von Asthma

Für die Diagnose sind deine Beschwerden, deren Verlauf und mögliche Auslöser wichtig. Ärztinnen und Ärzte fragen außerdem nach Vorerkrankungen und der Familiengeschichte. Lungenfunktionstests zeigen, wie gut die Atemwege funktionieren. Je nach Verdacht können Allergietests, Blutuntersuchungen oder ein Provokationstest hinzukommen.

Bei Kindern ist die Diagnose manchmal schwieriger, weil Beschwerden nicht immer eindeutig beschrieben werden können. Eltern sollten deshalb auf wiederkehrenden Husten, pfeifende Atmung und Atemnot bei Belastung achten. Die Diagnose und die regelmäßige Verlaufskontrolle gehören in ärztliche Hände.

Asthma behandeln

Arzt empfiehlt medikamentöse Therapie bei Asthma

Die Therapie richtet sich nach der Stärke und Häufigkeit der Beschwerden sowie nach den individuellen Auslösern. Medikamente werden häufig über ein Inhalationssystem angewendet. Entscheidend ist, dass du die richtige Inhalationstechnik beherrschst und die Behandlung nicht eigenständig veränderst.

Medikamente

  • Schnell wirksame Bronchodilatatoren erweitern die Atemwege und können bei akuten Beschwerden eingesetzt werden. Beispiele aus dem Ausgangstext sind Salbutamol und Terbutalin.
  • Entzündungshemmende Medikamente, insbesondere inhalative Kortikosteroide, reduzieren die Entzündung der Atemwege und werden häufig regelmäßig angewendet.
  • Langwirksame Bronchodilatatoren halten die Atemwege länger offen und werden oft mit anderen Wirkstoffen kombiniert.
  • Kombinationspräparate enthalten beispielsweise einen Bronchodilatator und ein Kortikosteroid in einem Inhalator.
  • Biologische Medikamente beziehungsweise monoklonale Antikörper kommen bei bestimmten schweren Asthmaformen infrage.

Bei allergischem Asthma kann zusätzlich eine spezifische Immuntherapie geprüft werden. Dabei wird das Immunsystem kontrolliert an bestimmte Allergene gewöhnt. Ob diese Behandlung geeignet ist, entscheidet die behandelnde Fachperson.

Auslöser reduzieren

Wenn du deine persönlichen Auslöser kennst, kannst du die Belastung gezielt verringern. Meide möglichst Zigarettenrauch, starke Düfte und bekannte Allergene. Achte auf die Luftqualität und passe Aktivitäten bei hoher Schadstoff- oder Pollenbelastung an. Kalte Luft kann die Atemwege reizen; beim Sport kann ein sorgfältiges Aufwärmen hilfreich sein.

Sport ist bei gut kontrolliertem Asthma grundsätzlich möglich. Geeignete Belastung und notwendige Anpassungen solltest du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen. Auch Atemübungen, Rehabilitation und Maßnahmen zur Stressbewältigung können das Selbstmanagement unterstützen.

Asthma im Kindesalter

Asthma gehört zu den häufigen chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Die Behandlung umfasst je nach Situation Inhalationsmedikamente, die Vermeidung von Auslösern und regelmäßige Kontrolltermine. Eltern und Kinder sollten gemeinsam lernen, wie das Inhalationssystem richtig verwendet wird und wann ärztliche Hilfe erforderlich ist. Ein individueller Behandlungs- und Notfallplan schafft im Alltag Orientierung.

Asthma im Alltag kontrollieren

  • Führe bei Bedarf ein Symptomtagebuch und notiere Beschwerden, Belastungen und mögliche Auslöser.
  • Nimm deine Medikamente nach ärztlicher Anweisung ein und überprüfe regelmäßig die Inhalationstechnik.
  • Halte einen ausreichenden Medikamentenvorrat bereit.
  • Besprich neue oder zunehmende Beschwerden zeitnah mit deiner Arztpraxis.
  • Erstelle gemeinsam mit deiner behandelnden Fachperson einen Notfallplan. Darin sollten die vorgesehenen Medikamente, Dosierungen und Hinweise zum weiteren Vorgehen stehen.
  • Informiere Angehörige oder Trainingspartner darüber, wie sie dich im Notfall unterstützen können.

Regelmäßige Kontrollen helfen, die Therapie an den Krankheitsverlauf anzupassen. Das Ziel besteht darin, Symptome zu lindern, die körperliche Belastbarkeit zu erhalten, akute Verschlechterungen zu vermeiden und deine Lebensqualität zu verbessern. Bei schwerer oder rasch zunehmender Atemnot solltest du sofort medizinische Hilfe holen.

Beruf und Versicherung

Frau mit Asthma arbeitet an der frischen Luft.

Staub, Chemikalien, Rauch und körperlich belastende Tätigkeiten können Asthmabeschwerden am Arbeitsplatz verschlimmern. Wenn du einen Zusammenhang zwischen deiner Arbeit und den Beschwerden vermutest, solltest du ihn ärztlich abklären lassen und das Gespräch mit dem Arbeitgeber oder einer zuständigen Beratungsstelle suchen. Bei erheblichen Einschränkungen können auch Rehabilitationsmaßnahmen relevant sein.

Asthma kann bei einer Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherung in die Risikoprüfung einfließen. Ausschlüsse, Zuschläge und Annahmebedingungen unterscheiden sich jedoch je nach Versicherer, Vertragsart und Krankheitsverlauf. Lies die Bedingungen sorgfältig und mache bei Gesundheitsfragen vollständige und korrekte Angaben. Ärztliche Unterlagen zu Verlauf, Behandlung und Medikation können für die Prüfung benötigt werden. Eine unabhängige Beratung kann bei bestehenden Vorerkrankungen sinnvoll sein.

Wichtig

Asthma lässt sich häufig gut kontrollieren, erfordert aber eine individuell abgestimmte Behandlung und regelmäßige Verlaufskontrolle. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Therapieempfehlung. Wenn sich deine Beschwerden verändern, solltest du das weitere Vorgehen mit deiner behandelnden Fachperson besprechen.

Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität: Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Eine Haftung ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Solltest du Fragen haben, schreib unserem Support.

Gesetzliche Krankenkasse

Vielleicht zahlst du zu viel - oder bekommst zu wenig.

Gesetzliche Krankenkasse

Wie groß sind die Unterschiede zwischen den Krankenkassen wirklich?

Tipp: Tarife ohne Gesundheitsfragen

Schnell abgesichert – auch mit Vorerkrankungen. Erfahre, welche Lösungen wirklich Sinn machen.

Befristete Aktionen

Sichere dir Mega-Rabatte, Sonderdeals und vieles mehr. Jetzt zuschlagen

Kostenlose Finanz-App

Starte jetzt mit der Finanzapp und behalte einen Überblick über deine Verträge.

Steven

Wendewerk Support