Ab 2026 müssen sich Hausbesitzer und Unternehmen auf spürbar höhere Prämien für ihre Gebäudeversicherung einstellen. Grund dafür sind gestiegene Baukosten, die sich in neuen Indexwerten widerspiegeln. Dies ist ein wichtiger Zeitpunkt für Eigentümer, ihre bestehenden Policen zu überprüfen und gegebenenfalls neu auszurichten, um unerwartete Kostensteigerungen zu vermeiden und den Versicherungsschutz zu optimieren.
Key Takeaways
- Die Prämien für Gebäudeversicherungen steigen ab 2026 deutlich.
- Ursache sind gestiegene Baukosten, die in neuen Indexwerten abgebildet werden.
- Eigentümer sollten ihre Policen jetzt überprüfen, um Unterversicherung und unnötige Kosten zu vermeiden.
- Eine strategische Neubewertung der Versicherung kann helfen, Kosten zu optimieren und den Schutz zu verbessern.
Gründe für die Beitragserhöhung
Die Baupreise sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Faktoren wie Materialengpässe, hohe Energiekosten und anhaltende Inflation haben die Kosten für Baumaterialien und Arbeitslöhne seit 2020 um mehr als 30 Prozent erhöht. Um im Schadensfall weiterhin den realistischen Wiederaufbauwert eines Gebäudes abzudecken, müssen die Versicherer diese Preisentwicklung in ihre Kalkulationen einbeziehen. Dies führt zu einer automatischen Anhebung der Versicherungssumme und damit auch der Versicherungsprämie.
Typische Schwachstellen in bestehenden Policen
Viele bestehende Gebäudeversicherungen basieren auf veralteten Annahmen. Häufig sind die Versicherungswerte nicht mehr aktuell, da sie auf Bauwerten von vor vielen Jahren beruhen. Ohne regelmäßige Indexierung besteht die Gefahr der Unterversicherung. Auch nach Um- oder Anbauten wird die Versicherungssumme oft nicht angepasst, was im Schadensfall zu erheblichen Deckungslücken führen kann. Zudem verlängern sich viele Verträge automatisch, ohne dass geprüft wird, ob es inzwischen günstigere oder bessere Konditionen auf dem Markt gibt. Doppelversicherungen oder nicht korrekt erfasste Nebengebäude und technische Anlagen können ebenfalls zu Problemen führen.
Was Eigentümer jetzt prüfen sollten
Es ist ratsam, die aktuelle Police genau zu prüfen. Ein Vergleich mit aktuellen Marktangeboten kann Aufschluss über Einsparpotenziale geben. Dabei sollte nicht nur der Preis, sondern auch die Leistungen und Ausschlüsse betrachtet werden. Eine kritische Überprüfung der Gebäudebewertung ist ebenfalls wichtig: Sind die hinterlegten Bauwerte noch korrekt? Wurden Modernisierungen oder Erweiterungen berücksichtigt? Eine Abstimmung verschiedener Versicherungsarten wie Gebäude-, Inhalts- und Betriebsunterbrechungsversicherung kann helfen, Lücken zu vermeiden und Kosten zu optimieren.
Warum 2026 ein guter Zeitpunkt für eine Neubewertung ist
Die anstehenden Indexanpassungen schaffen eine neue Grundlage für die Berechnung der Gebäudeversicherung. Sie spiegeln die tatsächlichen Wiederaufbaukosten wider. Daher ist 2026 ein idealer Zeitpunkt, um Versicherungssummen, Risikoabdeckungen und Tarife grundsätzlich neu zu bewerten. Angesichts zunehmender klimabedingter Schäden und sich ändernder regulatorischer Anforderungen (z.B. ESG-Kriterien) entwickeln Versicherer auch neue Modelle und erweiterte Deckungskonzepte. Eine durchdachte Neubewertung kann langfristig für mehr Sicherheit und Kontrolle über das eigene Risiko sorgen, ohne zwangsläufig höhere Kosten bedeuten zu müssen.
Quellen
- Gebäudeversicherung verteuert sich 2026: Warum Eigentümer jetzt handeln sollten, http://www.cash-online.de/.
- Teure Zeiten für Eigentümer: Gebäudeversicherung steigt 2026 deutlich, Immowelt.

