Zahnzusatzversicherung für Implantate Testsieger – welcher Tarif lohnt sich?

Zahnarzt lächelt in heller Praxis

Zahnzusatzversicherung für Implantate Testsieger – welcher Tarif lohnt sich?

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Zahnzusatzversicherung für Implantate: Welcher Tarif lohnt sich?

Bei Implantaten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung in der Regel nur den Festzuschuss für die Regelversorgung. Die tatsächlichen Kosten für Implantat, Aufbau und Krone können deutlich höher liegen. Eine Zahnzusatzversicherung kann deinen Eigenanteil deshalb erheblich senken – vorausgesetzt, der Tarif versichert Implantate tatsächlich in ausreichender Höhe und die Behandlung war bei Vertragsabschluss noch nicht angeraten.

Als konkrete Tarifbeispiele werden im Ausgangsmaterial die Barmenia Mehr Zahn 100 mit 100 Prozent Erstattung für Implantate und etwa 9,50 Euro Monatsbeitrag für eine 30-jährige Person sowie der Allround-Tarif SDK Zahn 70 mit 7,65 Euro monatlich genannt. Beiträge und Bedingungen hängen unter anderem von Alter, Tarifumfang und Gesundheitsangaben ab. Prüfe daher immer die aktuellen Versicherungsbedingungen.

Wie viel übernimmt die gesetzliche Krankenkasse?

Die GKV zahlt bei Zahnersatz einen Festzuschuss, der sich an der Regelversorgung orientiert. Das ist häufig nicht die Implantatversorgung selbst, sondern beispielsweise eine Brücke. Im Ausgangstext werden für Implantat und Krone Gesamtkosten von etwa 1.800 bis 2.800 Euro genannt; an anderer Stelle werden für ein Implantat etwa 1.600 bis 2.500 Euro angesetzt. Der Festzuschuss wird beispielhaft mit rund 450 bis 470 Euro angegeben. Wie hoch dein Eigenanteil ausfällt, hängt vom Befund, der Versorgung und dem konkreten Heil- und Kostenplan ab.

Die Zahnzusatzversicherung soll die Lücke zwischen dem GKV-Zuschuss und den erstattungsfähigen Kosten schließen. Je nach Tarif übernimmt sie beispielsweise 70, 80, 90 oder 100 Prozent. Entscheidend ist, ob sich der Prozentsatz auf die Gesamtkosten bezieht oder ob der GKV-Festzuschuss bereits eingerechnet wird.

Diese Leistungen sind bei Implantattarifen wichtig

  • Implantat und Zahnersatz: Prüfe, ob sowohl der Implantatkörper als auch der Aufbau und die darauf befestigte Krone oder Brücke versichert sind. Manche Tarife leisten nur für einzelne Bestandteile.
  • Vorbehandlungen: Ein Knochenaufbau oder eine Zahnfleischtransplantation kann für die Implantation notwendig sein, ist aber nicht automatisch in jedem Vertrag enthalten.
  • Anzahl der Implantate: Einige Tarife begrenzen die Zahl der bezuschussten Implantate. Bei mehreren fehlenden Zähnen ist ein Vertrag ohne entsprechende Einschränkung besonders relevant.
  • Erstattungshöhe: Ein hoher Prozentsatz ist nur dann aussagekräftig, wenn keine niedrigen Höchstbeträge, Preisverzeichnisse oder anderen Begrenzungen greifen.
  • GKV-Anrechnung: Lies nach, ob der Festzuschuss auf die Versicherungsleistung angerechnet wird oder zusätzlich zur tariflichen Erstattung fließt.

Testsieger richtig einordnen

Stiftung Warentest beziehungsweise Finanztest, Focus Money und andere Vergleichsmedien bewerten Zahnzusatzversicherungen anhand mehrerer Kriterien. Ein Testsieger ist deshalb nicht automatisch der beste Tarif für deine Situation. Für Implantate sind vor allem diese Punkte entscheidend:

  • Erstattet der Tarif Implantate, Abutments, Kronen und notwendige Vorbehandlungen?
  • Wie hoch ist die prozentuale Erstattung und worauf bezieht sie sich?
  • Gibt es Wartezeiten oder eine Leistungsstaffel für die ersten Versicherungsjahre?
  • Welche Höchstbeträge gelten anfangs oder insgesamt?
  • Wie entwickeln sich die Beiträge mit dem Alter?
  • Übernimmt der Tarif auch Zahnbehandlungen und Prophylaxe?

Im Ausgangstext wird außerdem auf Vergleiche mit mehr als 280 Tarifen verwiesen. Solche Tests können dir eine Vorauswahl erleichtern. Bevor du einen Tarif als Testsieger übernimmst, solltest du jedoch das Testdatum, die zugrunde gelegten Bedingungen und die aktuelle Tarifversion prüfen.

Reiner Implantatschutz oder Allround-Tarif?

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Reine Zahnersatztarife konzentrieren sich auf Implantate, Kronen, Brücken und Inlays. Allround-Tarife schließen zusätzlich Zahnbehandlungen und Vorsorge ein, etwa Wurzel- oder Parodontosebehandlungen, hochwertige Kunststofffüllungen und professionelle Zahnreinigungen.

Ein Allround-Tarif kann sinnvoll sein, wenn du neben Implantaten auch regelmäßige Zahnreinigungen und allgemeine Behandlungen absichern möchtest. Im Ausgangstext wird der SDK Zahn 70 als Beispiel für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit 7,65 Euro monatlich genannt. Umfassendere Tarife kosten häufig mehr als reine Zahnersatztarife. Vergleiche deshalb nicht nur den Monatsbeitrag, sondern auch die tatsächlich nutzbaren Leistungen und deren Höchstgrenzen.

Als weiteres Beispiel wird der Tarif „Mein Zahnschutz 90“ der Allianz genannt, der eine hohe Erstattung für Zahnersatz bieten und auf eine Wartezeit verzichten soll. Ob diese Angaben weiterhin gelten, musst du anhand der aktuellen Tarifunterlagen kontrollieren.

Beiträge, Wartezeiten und Leistungsstaffeln

Der Beitrag hängt vom Eintrittsalter, vom Leistungsumfang und vom Erstattungsniveau ab. Im Ausgangstext werden günstige Tarife mit weniger als 10 Euro monatlich genannt; für einfache Angebote werden auch Beiträge unter 5 Euro erwähnt, während eine umfassende Absicherung eher 10 Euro oder mehr kosten kann. Diese Angaben sind nur Beispiele und keine allgemeine Beitragszusage.

Viele Verträge sehen Wartezeiten von etwa drei bis acht Monaten vor. Bei Unfallfolgen kann die Wartezeit entfallen. Zusätzlich begrenzen manche Versicherer die Erstattung in den ersten Jahren. Ein Tarif kann beispielsweise langfristig 90 oder 100 Prozent leisten, anfangs aber nur einen festgelegten Höchstbetrag übernehmen. Prüfe daher die Staffelung für jedes einzelne Versicherungsjahr.

Was gilt bei einer bereits angeratenen Behandlung?

Wenn dein Zahnarzt bereits zu einem Implantat geraten hat, ein Heil- und Kostenplan vorliegt oder die Behandlung begonnen wurde, ist diese Versorgung bei vielen Tarifen ausgeschlossen. Das gilt häufig auch für Verträge ohne Gesundheitsfragen. Eine Zahnlücke allein kann anders bewertet werden, wenn noch keine Behandlung angeraten wurde; trotzdem können dafür besondere Beiträge, Wartezeiten oder Einschränkungen gelten.

Einige wenige Tarife leisten unter bestimmten Voraussetzungen auch bei einer bereits angeratenen Behandlung. Solche Angebote können teurer sein oder erst nach längeren Fristen zahlen. Im Ausgangstext wird als mögliche Einschränkung eine Leistung erst nach zwei Jahren genannt. Verlasse dich nicht auf Werbeaussagen, sondern kläre den konkreten Befund vor Vertragsabschluss wahrheitsgemäß mit dem Versicherer.

Heil- und Kostenplan vorab einreichen

Für Zahnersatzleistungen ist meist ein Heil- und Kostenplan erforderlich. Dein Zahnarzt führt darin die geplanten Maßnahmen und die voraussichtlichen Kosten auf. Reiche den Plan vor Beginn der Behandlung beim Versicherer ein und warte die Prüfung beziehungsweise Kostenbestätigung ab. Andernfalls kann es passieren, dass die Versicherung die Leistung nicht oder nur teilweise übernimmt.

Fazit: Darauf kommt es bei deiner Auswahl an

Ein sinnvoller Tarif für Implantate muss nicht einfach den höchsten Prozentsatz ausweisen. Entscheidend ist, dass Implantat, Aufbau, Krone und mögliche Vorbehandlungen versichert sind, die GKV-Anrechnung klar geregelt ist und keine zu niedrigen Anfangs- oder Gesamthöchstbeträge gelten. Ebenso wichtig sind Wartezeiten, Leistungsstaffeln, Beitragsentwicklung und der Ausschluss bereits angeratener Behandlungen.

Wenn du zusätzlich Zahnreinigung und allgemeine Zahnbehandlungen absichern möchtest, kann ein Allround-Tarif besser passen. Hast du bereits eine Empfehlung für ein Implantat oder einen Heil- und Kostenplan, solltest du vor einem Abschluss besonders sorgfältig prüfen, ob überhaupt Versicherungsschutz möglich ist.

Autor & Experte

Ronny Knorr
Zertifizierter Sachverständiger

Experte für gesundheitliche Absicherung und Risikovorsorge

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Steven

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