Welche Zahnzusatzversicherung ist gut bewertet und passt zu dir? Für die Auswahl zählen nicht nur Noten oder ein niedriger Monatsbeitrag. Entscheidend ist, welche Kosten dein Tarif für Zahnersatz, Zahnbehandlungen, Prophylaxe und Kieferorthopädie übernimmt. Im Vergleich stehen vier Tarife von Allianz und DKV mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Die wichtigsten Tarife im Überblick
- Allianz DentalBest: 90 Prozent Erstattung für Zahnersatz, 100 Prozent für Zahnbehandlungen, bis zu 120 Euro jährlich für professionelle Zahnreinigung und 90 Prozent für Kieferorthopädie. Laut Originalangaben gibt es keine Wartezeit.
- Allianz ZahnPlus: Eine preisgünstigere Lösung mit mindestens 70 Prozent Erstattung und Mitversicherung von bis zu drei fehlenden Zähnen. Der Tarif konzentriert sich auf Zahnersatz und bietet keine Leistungen für mehrere wichtige Zusatzbereiche.
- DKV KDTP100+KDBP: 100 Prozent für Zahnersatz und Zahnbehandlungen, 300 Euro jährlich für professionelle Zahnreinigung sowie Zuschüsse für Bleaching. Die Wartezeit beträgt acht Monate.
- DKV KDBE: Ein Ergänzungstarif für Zahnerhaltung und Prophylaxe. Zahnersatz wie Kronen oder Brücken ist nicht versichert.
Allianz DentalBest: umfassender Schutz
Der Tarif DentalBest deckt laut den vorliegenden Angaben zahlreiche kostenintensive Bereiche ab. Für Zahnersatz wie Kronen und Brücken werden 90 Prozent erstattet. Hochwertige Kunststofffüllungen und Wurzelbehandlungen sind mit 100 Prozent angegeben. Für professionelle Zahnreinigungen stehen jährlich bis zu 120 Euro zur Verfügung.
Auch Kieferorthopädie ist eingeschlossen: Für Kinder und Erwachsene werden laut Originalinhalt 90 Prozent übernommen, bei Kindern für die KIG 1 bis 5. Ein weiterer Vorteil ist die fehlende Wartezeit, sobald der Vertrag gültig ist. Der Tarif wurde laut den vorliegenden Angaben von Stiftung Warentest und Finanztest mit „sehr gut“ bewertet. DentalBest kommt daher vor allem infrage, wenn du einen breiten Leistungsumfang suchst und dafür einen höheren Beitrag akzeptierst.
Allianz ZahnPlus: günstiger, aber mit deutlichen Lücken
ZahnPlus ist als Einsteiger- beziehungsweise preisbewusster Tarif auf Zahnersatz ausgerichtet. Er erstattet mindestens 70 Prozent der versicherten Leistungen und ermöglicht laut den vorliegenden Angaben die Mitversicherung von bis zu drei fehlenden Zähnen. Für Kronen oder Brücken kann das den Eigenanteil deutlich reduzieren.
Der Tarif wurde von Finanztest mit „Gut“ (2,1) bewertet. Du solltest allerdings die Ausschlüsse beachten: Für hochwertige Kunststofffüllungen, Wurzel- und professionelle Zahnreinigungen ist keine Leistung vorgesehen. Auch Kieferorthopädie für Kinder und Erwachsene sowie Knirscherschienen werden nicht erstattet. ZahnPlus passt deshalb eher zu dir, wenn der Schutz von Zahnersatz im Mittelpunkt steht und du andere Behandlungen selbst finanzieren kannst.
DKV KDTP100+KDBP: hohe Erstattung und Extras
Der DKV-Tarif KDTP100+KDBP übernimmt laut Originalangaben 100 Prozent der Kosten für Zahnersatz wie Kronen, Brücken und Inlays, auch bei Privatleistungen. Knochenaufbauten für Implantate sind ebenfalls mit 100 Prozent angegeben. Bei Zahnbehandlungen umfasst die Leistung unter anderem hochwertige Kunststofffüllungen sowie Wurzel- und Parodontosebehandlungen.
Für professionelle Zahnreinigungen stehen jährlich 300 Euro zur Verfügung. Kieferorthopädische Behandlungen werden bei Kindern für KIG 1 bis 5 und bei Erwachsenen unfallbedingt mit bis zu 100 Prozent übernommen. Zusätzlich erstattet der Tarif bis zu 200 Euro alle zwei Jahre für Bleaching.
Zu beachten sind die Wartezeit von acht Monaten und die Möglichkeit, bis zu drei fehlende Zähne mitzuversichern. Die monatlichen Beiträge beginnen laut den vorliegenden Angaben bei etwa 20,71 Euro. Stiftung Warentest bewertete den Tarif dem Originalinhalt zufolge mit „sehr gut“.
DKV KDBE: Schwerpunkt Zahnerhaltung
Der Tarif KDBE ist kein umfassender Zahnersatztarif. Sein Schwerpunkt liegt auf der Zahnerhaltung und Prophylaxe. Für Wurzel- und Parodontosebehandlungen sind 100 Prozent Kostenübernahme angegeben. Für professionelle Zahnreinigungen und weitere zahnerhaltende Maßnahmen stehen bis zu 150 Euro pro Jahr zur Verfügung.
Bei Kindern übernimmt KDBE kieferorthopädische Behandlungen für KIG 1 bis 5 mit 100 Prozent, allerdings höchstens bis zu 1.500 Euro. Für Kronen, Brücken, Inlays und Veneers leistet der Tarif laut Originalinhalt nicht. KDBE kann daher als Ergänzung interessant sein, wenn du vor allem Zahnerhaltung und Vorsorge absichern möchtest. Eine Bewertung durch Stiftung Warentest oder Finanztest liegt für diesen Tarif laut Ausgangstext nicht vor.
Worauf du beim Abschluss achten solltest
Vergleiche nicht nur den Monatsbeitrag, sondern den gesamten Leistungsumfang. Prüfe insbesondere folgende Punkte:
- Zahnersatz: Wie hoch ist die Erstattung für Kronen, Brücken, Implantate, Inlays und hochwertige Materialien? Gibt es eine Begrenzung auf die Regelversorgung?
- Zahnbehandlungen: Sind Kunststofffüllungen, Wurzelbehandlungen und Parodontosebehandlungen eingeschlossen?
- Prophylaxe: Wie hoch ist das jährliche Budget für professionelle Zahnreinigungen und zahnerhaltende Maßnahmen?
- Kieferorthopädie: Gilt der Schutz für Kinder, Erwachsene oder nur bei einem Unfall? Werden KIG 1 und 2 berücksichtigt, und gibt es eine maximale Erstattung?
- Wartezeiten und Ausschlüsse: Wann beginnt der Schutz? Sind bereits bekannte, angeratene oder absehbare Behandlungen ausgeschlossen?
- Eigenanteil und Beitragsentwicklung: Wie viel musst du trotz Versicherung selbst zahlen? Prüfe außerdem altersabhängige Beiträge und mögliche Preisstaffelungen.
Ein niedriger Beitrag ist nicht automatisch günstig, wenn wichtige Behandlungen ausgeschlossen sind oder die Erstattung begrenzt wird. Lies deshalb die konkreten Tarifbedingungen, bevor du dich entscheidest.
Für wen lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?
Eine Zahnzusatzversicherung kann sinnvoll sein, wenn du die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung für Zahnersatz, moderne Zahnbehandlungen oder Vorsorge ergänzen möchtest. Besonders wichtig ist der Zeitpunkt des Abschlusses: Wenn eine Behandlung bereits angeraten oder absehbar ist, kann der Versicherer die Kostenübernahme ausschließen. Je früher du vergleichst, desto größer ist die Auswahl.
Für Kinder und Jugendliche kann der Schutz bei Kieferorthopädie eine besondere Rolle spielen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Basisversorgung abhängig von der KIG-Einstufung; kleinere Korrekturen und bestimmte Zusatzleistungen sind nicht immer abgedeckt. Prüfe daher, ob ein Tarif auch KIG 1 und 2 sowie gewünschte Materialien und Behandlungsformen einschließt.
Auch für Erwachsene kann eine Absicherung interessant sein. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt kieferorthopädische Behandlungen bei Erwachsenen in der Regel nicht. Bei einer Zahnzusatzversicherung solltest du deshalb auf die Voraussetzungen, den Erstattungsanteil und eine mögliche Höchstsumme achten.
Professionelle Zahnreinigung und Kosten
Bei einer professionellen Zahnreinigung werden Beläge und Zahnstein entfernt, die Zähne poliert und häufig fluoridiert. Ob und in welcher Höhe die Versicherung die Kosten übernimmt, hängt vom jeweiligen Tarif ab. Im Vergleich reichen die Angaben in diesem Beitrag von 120 Euro jährlich bei Allianz DentalBest über 150 Euro bei DKV KDBE bis zu 300 Euro beim DKV-Tarif KDTP100+KDBP.
Die Beiträge für Zahnzusatzversicherungen liegen laut Originalinhalt häufig zwischen 5 und 40 Euro monatlich. Für Kinder werden etwa 5 bis 20 Euro genannt. Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von Alter, Gesundheitszustand, Leistungsumfang, Selbstbeteiligung und Erstattungshöhe ab.
Kieferorthopädie für Erwachsene und Kinder
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Bei Erwachsenen können Zahnfehlstellungen neben ästhetischen auch funktionelle Probleme beim Kauen, Sprechen oder bei der Zahnpflege verursachen. Da die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten in der Regel nicht übernimmt, solltest du prüfen, ob dein Tarif die gewünschte Behandlung abdeckt. Wichtig sind die Art der Zahnspange, der Erstattungsanteil, mögliche Wartezeiten und eine maximale Gesamtsumme.
Bei Kindern hängt die Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung unter anderem von der KIG-Einstufung ab. Zusatzversicherungen können insbesondere bei KIG 1 und 2 oder bei kostenintensiveren Materialien eine Lücke schließen. Ein Abschluss sollte erfolgen, bevor eine Fehlstellung festgestellt oder eine Behandlung angeraten wurde.
Fazit
DentalBest und DKV KDTP100+KDBP bieten laut den vorliegenden Angaben den umfassendsten Schutz der hier verglichenen Tarife. Allianz ZahnPlus ist stärker auf Zahnersatz und einen niedrigeren Beitrag ausgerichtet. DKV KDBE konzentriert sich auf Zahnerhaltung und Prophylaxe, schließt Zahnersatz aber aus. Entscheide dich nicht allein nach einer Testnote, sondern vergleiche Erstattung, Ausschlüsse, Wartezeiten, Höchstgrenzen und deinen möglichen Eigenanteil.
Bei der professionellen Zahnreinigung verweist der Zahnbelag-Abschnitt im Ausgangstext auf die Entfernung von Belägen als Teil der Behandlung.

