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Askaridose: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Askaridose: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Askaridose ist eine parasitäre Erkrankung des Pferdes, die durch Askariden, also Spulwürmer, verursacht wird. Besonders häufig sind Fohlen und junge Pferde betroffen. Die Infektion kann zunächst unauffällig verlaufen, bei stärkerem Befall aber die Verdauung, die Nährstoffaufnahme und den Allgemeinzustand beeinträchtigen. Bei Verdacht solltest du dein Pferd tierärztlich untersuchen lassen.

Ursachen und Übertragung

Askaridose wird meist über die Aufnahme von Wurmeiern übertragen. Diese werden mit dem Kot infizierter Pferde ausgeschieden und können auf Weiden, im Stall, an Futterstellen oder in Wassertrögen haften. Nimmt ein Pferd die Eier über kontaminiertes Futter, Wasser oder direkten Kontakt mit verunreinigten Flächen auf, können sich daraus Larven entwickeln. Diese wandern zunächst durch den Körper und siedeln sich später im Darm an.

Die Übertragung erfolgt überwiegend fäkal-oral. Eine mangelhafte Stallhygiene und ein nicht abgestimmtes Entwurmungskonzept erhöhen das Risiko. Junge Pferde sind besonders anfällig, weil ihre Abwehr noch nicht vollständig entwickelt ist. Auch erwachsene Pferde können betroffen sein oder die Parasiten ohne deutliche Symptome tragen. Stress durch Transporte oder Turniere kann den Allgemeinzustand zusätzlich belasten, ist aber nicht die eigentliche Ursache der Infektion.

Symptome beim Pferd

Die Beschwerden hängen unter anderem von der Stärke des Befalls und dem Alter des Pferdes ab. Mögliche Anzeichen sind:

  • Gewichtsverlust trotz unverändertem oder gutem Appetit

  • stumpfes Fell, Mattigkeit oder geringere Leistungsfähigkeit

  • ein aufgeblähter Bauch und Verdauungsprobleme

  • Husten oder Atemprobleme während der Larvenwanderung durch die Lunge

Die Symptome sind nicht eindeutig und können auch bei anderen Wurminfektionen oder Magen-Darm-Erkrankungen auftreten. Beobachtest du bei deinem Pferd mehrere dieser Anzeichen, solltest du den Verlauf notieren und den Tierarzt informieren. Bei Fohlen kann ein unbehandelter Befall die Entwicklung und das Wachstum beeinträchtigen.

Diagnose: Kotuntersuchung und weitere Verfahren

Für die Diagnose ist eine tierärztliche Untersuchung erforderlich. Eine Kotuntersuchung gehört zu den wichtigsten Verfahren, weil dabei nach Wurmeiern gesucht wird. Ein positives Ergebnis spricht für eine Infektion. Ein negatives Ergebnis schließt einen Befall laut Ausgangstext nicht in jedem Fall aus; je nach Beschwerden und Befund können weitere Untersuchungen notwendig sein.

Blutuntersuchungen können den allgemeinen Gesundheitszustand beurteilen, bestätigen die Askaridose aber nicht allein. Bei besonderen Beschwerden oder dem Verdacht auf Komplikationen können bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Röntgen eingesetzt werden. Der Tierarzt berücksichtigt außerdem andere Wurmarten und Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen.

Behandlung der Askaridose

Zur Behandlung werden in der Regel Anthelminthika, also Wurmmittel, eingesetzt. Welches Präparat geeignet ist, richtet sich nach dem Alter, dem Gewicht, dem Gesundheitszustand und dem vermuteten Befall. Du solltest das Mittel nicht eigenständig auswählen oder dosieren, sondern die Therapie mit dem Tierarzt abstimmen. Bei mehreren Wurmarten kann eine besondere Behandlungsplanung erforderlich sein. Eine gezielte Therapie hilft außerdem, unnötige Behandlungen und das Risiko von Resistenzen zu vermeiden.

Nach der Behandlung ist eine Kontrolle wichtig. Der Tierarzt kann festlegen, wann eine weitere Kotuntersuchung sinnvoll ist und ob eine erneute Behandlung notwendig wird. Achte in dieser Zeit besonders auf Gewicht, Fressverhalten, Kotabsatz, Husten und allgemeine Aktivität deines Pferdes.

Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Fütterung und ausreichend sauberes Wasser unterstützen den Allgemeinzustand, ersetzen aber keine antiparasitäre Behandlung. Für Akupunktur, Homöopathie und andere alternative Methoden nennt der Ausgangstext nur begrenzte wissenschaftliche Belege. Sie sollten eine tierärztlich empfohlene Behandlung nicht ersetzen. Auch Kräuter oder Ergänzungsfuttermittel solltest du vor der Gabe fachlich abklären.

Vorbeugung: Hygiene und abgestimmtes Entwurmungskonzept

Prävention von Askaridose: Tierarzt behandelt Pferd

Eine konsequente Hygiene senkt den Infektionsdruck. Dazu gehören:

  • regelmäßiges Ausmisten und Reinigen der Boxen

  • saubere Futter- und Wassertröge

  • eine möglichst kotarme Fütterungsumgebung

  • die Pflege und, soweit möglich, der Wechsel belasteter Weideflächen

Entwurmungen sollten nicht pauschal, sondern nach einem passenden Plan erfolgen. Der richtige Rhythmus hängt unter anderem vom Alter des Pferdes, der Haltung und dem Infektionsdruck ab. Besprich die Strategie mit deinem Tierarzt und nutze Kotuntersuchungen, um die Behandlung gezielt auszurichten. Für Fohlen und Jungpferde ist eine besonders sorgfältige Überwachung wichtig.

Wann solltest du den Tierarzt rufen?

Ruf den Tierarzt, wenn dein Pferd an Gewicht verliert, matt wirkt, hustet, Atemprobleme zeigt oder einen auffällig aufgeblähten Bauch hat. Halte für den Termin fest, seit wann die Beschwerden bestehen, wann zuletzt entwurmt wurde, welche Medikamente oder Ergänzungsfuttermittel du gibst und wie die aktuelle Fütterung und Haltung aussehen. Nach der Behandlung solltest du die Anweisungen zur Medikamentengabe, Beobachtung und Nachkontrolle genau befolgen.

Askaridose und Tierarztbesuche

Behandlungskosten und Versicherungsschutz

Die Kosten hängen vom Untersuchungsumfang, dem eingesetzten Medikament und dem Verlauf ab. Im Ausgangstext werden für eine Behandlung mit Wurmmitteln Richtwerte von 20 bis 50 Euro genannt; ein Tierarztbesuch kann ab etwa 50 Euro kosten. Blutuntersuchungen, Ultraschall, Klinikaufenthalte oder eine notwendige Operation können die Rechnung deutlich erhöhen. Die tatsächlichen Gebühren können abweichen.

Eine Pferdekrankenversicherung oder OP-Versicherung kann je nach Tarif Kosten für ambulante Behandlungen, Diagnostik, Medikamente, Operationen und Klinikaufenthalte übernehmen. Prüfe vor dem Abschluss insbesondere:

  • Wartezeiten und mögliche Ausschlüsse

  • Höhe der Selbstbeteiligung und Erstattungsgrenzen

  • Leistungsumfang für Diagnostik, Medikamente und Nachsorge

  • Regelungen zu bereits bestehenden Erkrankungen und Vorsorgemaßnahmen

Ob sich ein Tarif lohnt, hängt von deinem Budget, dem Alter und der Vorgeschichte deines Pferdes sowie dem gewünschten Schutz ab. Vergleiche die Bedingungen mehrerer Anbieter und verlasse dich nicht allein auf die Beitragshöhe. Eine Haftpflichtversicherung deckt dagegen grundsätzlich Schäden ab, die dein Pferd anderen Menschen, Tieren oder deren Eigentum zufügt; sie ist nicht mit einer Kranken- oder OP-Versicherung für Behandlungskosten gleichzusetzen.

Das Wichtigste im Überblick

Askaridose wird durch Spulwürmer verursacht und über Wurmeier aus der Umgebung übertragen. Gewichtsverlust, Mattigkeit, Verdauungsbeschwerden, Husten oder Atemprobleme können Hinweise sein, sind aber nicht beweisend. Eine Kotuntersuchung und die tierärztliche Beurteilung schaffen die Grundlage für die Behandlung. Anthelminthika, gute Stall- und Weidehygiene sowie ein auf das Pferd abgestimmtes Entwurmungskonzept sind zentrale Maßnahmen. Gerade bei Fohlen und jungen Pferden solltest du Veränderungen früh abklären lassen.

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