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Tuberkulose: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Tuberkulose: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Tuberkulose (TB) ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Verursacht wird sie meist durch Mycobacterium tuberculosis. Die Lunge ist am häufigsten betroffen, die Erreger können sich jedoch auch in anderen Organen ausbreiten. Eine Tuberkulose kann schleichend beginnen und ist mit einer konsequenten Behandlung in vielen Fällen heilbar.

Welche Symptome hat Tuberkulose?

Eine Lungentuberkulose entwickelt sich oft über Wochen. Typische Beschwerden sind:

  • Husten, der länger anhält und häufig mit Auswurf verbunden ist
  • leichtes oder wiederkehrendes Fieber
  • starker Nachtschweiß
  • ungeklärter Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit, Schwäche und ein allgemeines Krankheitsgefühl
  • Brustschmerzen oder Atemnot, besonders bei fortgeschrittener Erkrankung

Blutiger Auswurf ist ein ernstes Warnzeichen. Auch Atemnot oder starke Brustschmerzen solltest du sofort medizinisch abklären lassen. Die genannten Symptome beweisen keine Tuberkulose, da sie auch bei anderen Lungenerkrankungen vorkommen können. Wenn mehrere Beschwerden zusammen auftreten oder der Husten länger anhält, solltest du ärztliche Hilfe suchen.

Wie wird Tuberkulose übertragen?

Eine ansteckende Lungentuberkulose kann über die Luft übertragen werden. Beim Husten, Niesen, Sprechen oder Singen gelangen erregerhaltige Partikel in die Umgebung. Eine Ansteckung ist vor allem bei längerem und engem Kontakt in schlecht belüfteten Räumen möglich. Nicht jeder Mensch, der sich infiziert, erkrankt sofort: Bei einer latenten Infektion bleiben die Bakterien zunächst inaktiv, ohne typische Beschwerden zu verursachen. Bei einer späteren Schwächung des Immunsystems kann die Erkrankung reaktiviert werden.

Das Erkrankungsrisiko ist unter anderem erhöht bei:

  • engem Kontakt zu einer Person mit aktiver Tuberkulose
  • einem geschwächten Immunsystem, etwa durch HIV, Diabetes, Mangelernährung oder bestimmte Medikamente
  • beengten und schlecht belüfteten Wohn- oder Arbeitsverhältnissen
  • längerem Aufenthalt in Regionen, in denen Tuberkulose häufig vorkommt
  • Rauchen und starkem Alkoholkonsum, die die Lungengesundheit beziehungsweise die Behandlung beeinträchtigen können

Wie wird Tuberkulose diagnostiziert?

Zu Beginn erfragt die Ärztin oder der Arzt Beschwerden, mögliche Kontakte zu Erkrankten, Aufenthalte in Risikoregionen, Vorerkrankungen und eingenommene Medikamente. Eine körperliche Untersuchung und eine Röntgenaufnahme der Lunge können Veränderungen sichtbar machen. Ein unauffälliges Röntgenbild schließt eine Tuberkulose insbesondere im frühen Stadium jedoch nicht sicher aus.

Für die Diagnose ist der direkte Erregernachweis wichtig. Dafür wird meist Sputum, also abgehusteter Auswurf, untersucht. Im Labor kommen je nach Situation verschiedene Verfahren zum Einsatz:

  • Mikroskopie
  • Anzucht in einer Kultur
  • PCR zum Nachweis von Erbmaterial

Die Laboruntersuchung kann zusätzlich zeigen, ob die Bakterien gegen bestimmte Medikamente resistent sind. Ein Tuberkulin-Hauttest oder ein Interferon-Gamma-Release-Assay (IGRA) weist dagegen vor allem auf eine frühere Infektion hin. Diese Tests können nicht allein unterscheiden, ob eine aktuell behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt. Außerdem können sie je nach Zeitpunkt und Immunstatus falsch negativ ausfallen.

Verlauf und mögliche Komplikationen

Krankheitsverlauf der Tuberkulose: Patient und Arzt in heller Arztpraxis bei Beratung

Unbehandelt können sich die Beschwerden verstärken. Der Husten kann zunehmen, Atemnot und Brustschmerzen können hinzukommen. Die Bakterien können sich außerdem über die Blut- oder Lymphbahnen in andere Organe ausbreiten. Mögliche Folgen sind beispielsweise eine Tuberkulose der Knochen oder Nieren sowie eine Hirnhautentzündung. Wie schwer die Erkrankung verläuft, hängt unter anderem vom betroffenen Organ, dem allgemeinen Gesundheitszustand und dem Immunsystem ab.

Wie wird Tuberkulose behandelt?

Eine aktive Tuberkulose wird mit einer Kombination mehrerer Antibiotika behandelt. Die Therapie dauert meist etwa sechs Monate, bei bestimmten Formen oder Resistenzen auch länger. Die genaue Auswahl und Dauer legt das Behandlungsteam anhand der Befunde fest.

Du solltest die Medikamente genau nach ärztlicher Anweisung einnehmen und die Behandlung nicht eigenständig abbrechen, auch wenn du dich bereits besser fühlst. Eine unvollständige oder falsche Therapie kann dazu führen, dass sich resistente Erreger entwickeln. Resistente Tuberkulose erfordert andere Medikamente, dauert häufig länger und kann mit mehr Nebenwirkungen verbunden sein.

Übelkeit, Müdigkeit oder Hautreaktionen können als Nebenwirkungen auftreten. Informiere deine behandelnde Praxis über neue oder starke Beschwerden. Kontrolluntersuchungen dienen dazu, die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Therapie zu überwachen. Auch nach Abschluss der Behandlung kann eine Nachsorge sinnvoll sein.

Besondere Situationen: HIV und Schwangerschaft

Bei einer HIV-Infektion oder einer anderen Immunschwäche kann Tuberkulose schneller und schwerer verlaufen. Die Diagnose kann zudem schwieriger sein. Wenn beide Erkrankungen vorliegen, müssen die Medikamente sorgfältig aufeinander abgestimmt werden, weil Wechselwirkungen möglich sind.

Auch während der Schwangerschaft sollte ein Tuberkuloseverdacht rasch abgeklärt werden. Untersuchungen und Medikamente werden an die Situation angepasst. Eine unbehandelte Erkrankung kann für die Schwangere und das ungeborene Kind belastend sein. Ob und wie du stillen kannst, solltest du mit deinem Behandlungsteam besprechen.

Kann man Tuberkulose vorbeugen?

Wenn du Kontakt zu einer Person mit ansteckender Tuberkulose hattest, solltest du dich medizinisch beraten und gegebenenfalls testen lassen. Bei Verdacht auf eine ansteckende Lungentuberkulose ist es sinnvoll, vor dem Besuch einer Praxis telefonisch anzurufen, damit Schutzmaßnahmen organisiert werden können. Gute Belüftung und das Befolgen ärztlicher beziehungsweise behördlicher Anweisungen helfen, Übertragungen zu begrenzen.

Die BCG-Impfung ist die einzige derzeit verfügbare Tuberkuloseimpfung. Sie schützt vor allem Kinder vor schweren Verlaufsformen, verhindert eine Infektion aber nicht zuverlässig. In Deutschland wird sie nicht allgemein empfohlen. Ob sie in besonderen Situationen infrage kommt, hängt vom individuellen Risiko und den Empfehlungen vor Ort ab.

Patient und Arzt in einer hellen Arztpraxis.

Wie ist die Prognose?

Bei frühzeitiger Diagnose und vollständiger Behandlung sind die Aussichten häufig gut. Unbehandelte Tuberkulose kann dagegen lebensbedrohlich werden. Rückfälle oder bleibende Veränderungen der Lunge sind insbesondere dann möglich, wenn die Erkrankung spät erkannt, die Therapie nicht vollständig durchgeführt oder das Immunsystem stark geschwächt ist.

Bei anhaltendem Husten, ungeklärtem Gewichtsverlust, Nachtschweiß oder Fieber solltest du ärztlichen Rat einholen. Blutiger Auswurf, starke Atemnot oder heftige Brustschmerzen sind Gründe für eine sofortige medizinische Abklärung.

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