Die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 07-2025 von „Stiftung Warentest Finanzen“ erneut Zahnzusatzversicherungen verglichen. Untersucht wurden 285 Tarife, davon erhielten 125 die Gesamtnote „Sehr Gut“. Die absolute Bestnote 0,5 erreichten 2025 noch 13 Tarife. Im Vorjahr waren es 35.
Das Ranking bietet eine erste Orientierung, ersetzt aber keinen Blick in die Tarifbedingungen. Entscheidend ist, ob ein Tarif zu deinem Bedarf, deinem Budget und deiner persönlichen Zahnsituation passt.
Die wichtigsten Ergebnisse des Rankings 2025
- Im Test wurden 285 Zahnzusatztarife bewertet.
- 125 Tarife erhielten die Note „Sehr Gut“.
- 13 Tarife erreichten die Bestnote 0,5; 2024 waren es noch 35.
- Viele der abgewerteten Tarife erhielten 2025 die Note 0,6.
- Tarife mit Wartezeiten werden seit 2021 mit einem Abzug von 0,1 Punkten bewertet.
- Zahnersatz macht mit 90 Prozent den größten Anteil an der Bewertung aus.
Dass die Zahl der Tarife mit der Bestnote deutlich gesunken ist, bedeutet nicht automatisch, dass sich der Markt insgesamt verschlechtert hat. Laut dem vorliegenden Ergebnis erhielten weiterhin viele Angebote die Gesamtnote „Sehr Gut“. Die konkrete Rangfolge hängt jedoch stark von der Testmethodik und der Gewichtung einzelner Leistungen ab.
Welche Tarife 2025 zur Spitzengruppe zählen
Im Bereich „Rundum Sorglos“ werden mehrere Tarife aus dem Testumfeld besonders hervorgehoben. Dazu gehören die Barmenia-Tarife Mehr Zahn 100 sowie Mehr Zahn 100 + Mehr Zahnvorsorge. Ebenfalls genannt werden Württembergische Zahnersatz 100, Württembergische Zahnersatz 100 + Zahnbehandlung und Württembergische ZahnSchutz Premium.
Weitere hervorgehobene Angebote sind:
- Astra Zahn Sieger
- Europa E-ZP+E-ZB
- Münchener Verein ZahnGesund 100
- Continentale CEZE
- DFV Zahnschutz Exklusiv 100
- Janitos JA dental 100plus
- Die Bayerische ZAHN Prestige
Mit der Note 0,6 werden im Ausgangsmaterial außerdem die Tarife Allianz MeinZahnschutz 100, Allianz MeinZahnschutz 100 AR, Concordia ZT + ZB + ZahnPlus (ZahnSorglos) und Ergo DS75 + DS90 + DS100 genannt. Auch der Tarif ottonova Zahn 100 erreichte im aktuellen Test eine 0,6.
Die Aufzählung zeigt, welche Angebote im Zusammenhang mit dem Ranking genannt werden. Sie belegt jedoch nicht, dass jeder aufgeführte Tarif zu den 13 Angeboten mit der Bestnote 0,5 gehört. Eine eindeutige Zuordnung ist anhand der vorliegenden Informationen nicht möglich.
So bewertet Stiftung Warentest die Tarife
Die Bewertung konzentriert sich vor allem auf Zahnersatz und Zahnbehandlungen. Zahnersatz wird mit 90 Prozent besonders stark gewichtet. Dazu zählen beispielsweise Kronen, Brücken und Implantate. Leistungen für Zahnbehandlungen und Prophylaxe fließen im Vergleich dazu weniger stark in die Gesamtnote ein.
Bei Zahnersatz ist nicht allein der Erstattungssatz entscheidend. Auch folgende Punkte können den Leistungsumfang beeinflussen:
- ob die Leistung der gesetzlichen Krankenkasse bereits eingerechnet ist oder zusätzlich gezahlt wird,
- ob Implantate, Knochenaufbau und Funktionsanalysen eingeschlossen sind,
- ob es Begrenzungen für bestimmte Materialien oder Behandlungen gibt,
- ob in den ersten Versicherungsjahren Erstattungshöchstgrenzen gelten.
Ein weiterer Bewertungsfaktor sind Wartezeiten. Sie legen fest, ab wann du bestimmte Leistungen beanspruchen kannst. Seit 2021 führt eine Wartezeit bei Stiftung Warentest zu einer Abwertung um 0,1 Punkte. Das kann erklären, warum Tarife wie die Hanse Merkur EZL nicht mehr in der höchsten Bewertung liegen. Tarife ohne Wartezeit können dafür andere Einschränkungen oder höhere Beiträge haben.
Auch die Beitragsentwicklung solltest du prüfen. Je nach Tarif können Beiträge im Alter angepasst werden oder sich aufgrund vertraglicher Regelungen verändern. Ein günstiger Einstiegsbeitrag sagt daher wenig über die langfristigen Kosten aus.
Warum der Testsieger nicht automatisch zu dir passt
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Ein Testergebnis bewertet Tarife nach festgelegten Kriterien. Deine Prioritäten können davon abweichen. Wenn dir beispielsweise Zahnerhalt und professionelle Zahnreinigung besonders wichtig sind, sagt eine gute Gesamtnote mit hoher Gewichtung des Zahnersatzes nicht automatisch etwas über die Qualität dieser Leistungen aus.
Prüfe vor dem Abschluss insbesondere:
- Zahnersatz: Wie hoch ist die Erstattung für Kronen, Brücken und Implantate? Werden Kosten für Knochenaufbau oder bestimmte Materialien übernommen?
- Zahnbehandlungen: Sind Füllungen, Wurzelbehandlungen und Parodontosebehandlungen eingeschlossen?
- Prophylaxe: Gibt es eine Erstattung für professionelle Zahnreinigung? Wie hoch ist sie und wie oft kann sie genutzt werden?
- Leistungsgrenzen: Wie hoch sind die Erstattungsgrenzen in den ersten Vertragsjahren?
- Wartezeiten: Kannst du Leistungen sofort nutzen oder musst du zunächst eine Frist abwarten?
- Annahmeregeln: Ist der Tarif bei fehlenden Zähnen, angeratenen Behandlungen oder bestehenden Zahnproblemen überhaupt abschließbar?
- Beiträge: Wie entwickelt sich der Beitrag mit zunehmendem Alter und unter welchen Voraussetzungen darf er angepasst werden?
Ein Tarif mit 100 Prozent Erstattung kann für dich sinnvoll sein, wenn du einen möglichst umfassenden Schutz für Zahnersatz suchst. Wenn du vor allem regelmäßige Vorsorge und Zahnerhalt absichern möchtest, kann ein anders gewichteter Tarif besser passen. Auch ein Angebot mit 80 oder 90 Prozent Erstattung kann ausreichend sein, wenn Beitrag und Leistungsumfang in einem passenden Verhältnis stehen.
Andere Vergleichsansätze neben Stiftung Warentest
Stiftung Warentest ist nicht die einzige Quelle für einen Tarifvergleich. Die Waizmanntabelle legt neben Zahnersatz auch Wert auf Zahnerhalt und Vorsorge. Dadurch kann sie für dich eine zusätzliche Perspektive bieten, wenn professionelle Zahnreinigung oder zahnerhaltende Behandlungen eine wichtige Rolle spielen.
Auch Vergleiche von Focus Money und Öko-Test setzen teilweise andere Schwerpunkte. Öko-Test bewertete in früheren Untersuchungen beispielsweise Tarife anhand einer modellierten Kostenstruktur mit Behandlungen wie Inlays, Kronen, Implantaten und Wurzelbehandlungen.
Die Ergebnisse verschiedener Tests sind deshalb nicht immer direkt vergleichbar. Unterschiede können unter anderem daraus entstehen, dass Leistungen für Zahnerhalt und Prophylaxe unterschiedlich gewichtet werden oder Implantatleistungen nach verschiedenen Annahmen beurteilt werden. Nutze mehrere Quellen, wenn du die Stärken und Grenzen eines Tarifs besser einschätzen möchtest.
Fazit: So nutzt du das Ranking 2025 richtig
Das Zahnzusatzversicherung-Ranking 2025 von Stiftung Warentest zeigt eine große Zahl gut bewerteter Tarife: 125 von 285 Angeboten erhielten die Note „Sehr Gut“. Gleichzeitig sank die Zahl der Tarife mit der Bestnote 0,5 von 35 auf 13.
Die genannten Tarife von Barmenia, Württembergische, Astra, Europa, Münchener Verein, Continentale, DFV, Janitos und Die Bayerische gehören zu den im Zusammenhang mit der Spitzengruppe hervorgehobenen Angeboten. Für deine Entscheidung solltest du aber nicht nur die Gesamtnote betrachten. Vergleiche Erstattung, Wartezeiten, Leistungsgrenzen, Annahmeregeln, Prophylaxe und langfristige Beiträge.
Das beste Angebot ist nicht zwingend der Tarif mit der höchsten Testnote, sondern derjenige, dessen Bedingungen zu deinem Bedarf und deiner finanziellen Planung passen.

