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Pest: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Pest: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Die Pest ist eine schwere bakterielle Infektionskrankheit. Erreger ist Yersinia pestis. Je nach Form betrifft die Infektion vor allem die Lymphknoten, die Lunge oder den Blutkreislauf. Heute kommt die Pest deutlich seltener vor als bei den historischen Pandemien, bleibt aber eine ernsthafte Erkrankung. Bei einem entsprechenden Verdacht brauchst du sofort medizinische Hilfe.

Welche Symptome verursacht die Pest?

Die Beschwerden beginnen häufig plötzlich und können zunächst einer schweren Grippe ähneln. Typisch sind hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, starke Schwäche und Müdigkeit. Die weiteren Symptome hängen von der Form der Pest ab.

Beulenpest

Bei der Beulenpest schwellen die Lymphknoten an. Diese schmerzhaften Schwellungen – die sogenannten Beulen – entstehen besonders häufig in der Leiste, unter den Achseln oder am Hals. Die Haut darüber kann gerötet, heiß und trocken sein; später kann sie sich dunkel verfärben.

Lungenpest

Die Lungenpest betrifft die Atemwege und kann sich schnell verschlimmern. Mögliche Anzeichen sind Husten, Brustschmerzen, Atemnot sowie blutiger oder eitriger Auswurf. Bei dieser Form ist unter bestimmten Umständen auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch durch beim Husten oder Niesen freigesetzte Tröpfchen möglich. Deshalb sind eine schnelle Behandlung und geeignete Schutzmaßnahmen besonders wichtig.

Pestsepsis und weitere Formen

Bei einer Pestsepsis gelangen die Bakterien in den Blutkreislauf. Fieber, ausgeprägte Schwäche, Verwirrtheit und eine Beeinträchtigung mehrerer Organe können auftreten. Möglich sind außerdem Hautveränderungen, eine Meningitis oder örtlich begrenzte Hautinfektionen mit Geschwüren, Wunden und Schwellungen. Bei Kindern können die Beschwerden unspezifischer ausfallen, etwa mit Erbrechen, Bauchschmerzen, Krämpfen oder Unruhe.

Schwere Verläufe können zu Sepsis, Lungenentzündung, Meningitis und Organversagen führen. Auch nach einer überstandenen Infektion können Beschwerden wie Narben, Gelenkschmerzen, neurologische oder psychische Probleme bestehen bleiben. Das lässt sich nicht pauschal für jede betroffene Person vorhersagen und sollte ärztlich kontrolliert werden.

Wie wird die Pest übertragen?

Die Pest ist vor allem eine Erkrankung von Tieren und ihren Flöhen. Infizierte Nagetiere können Flöhe mit Yersinia pestis anstecken. Bei einem späteren Stich kann der Erreger auf Menschen übertragen werden. Zu den möglichen Reservoirtieren gehören unter anderem Ratten, Mäuse, Streifenhörnchen und Präriehunde.

Eine Ansteckung ist außerdem durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren möglich, etwa beim Jagen, Häuten oder Zubereiten von Wildtieren. Tote oder auffällig erkrankte Tiere solltest du deshalb nicht anfassen und den zuständigen Stellen melden. Bei der Lungenpest kann die Übertragung zwischen Menschen über Tröpfchen erfolgen.

Das Risiko hängt von der jeweiligen Region und der dortigen Tier- und Flohpopulation ab. Aufenthalte in ländlichen Gebieten mit vielen Nagetieren, Kontakt zu Wild- oder streunenden Tieren, bestimmte Tätigkeiten im Labor oder in der Tiermedizin sowie Reisen in Gebiete mit Pestvorkommen können die Exposition erhöhen. Auch ein geschwächtes Immunsystem oder bestimmte Vorerkrankungen können einen schweren Verlauf begünstigen.

Wie wird die Pest diagnostiziert?

Diagnose der Pest: Doctor with a tablet in a medical environment.

Die Diagnose beginnt mit einer klinischen Untersuchung. Dabei achtet die Ärztin oder der Arzt unter anderem auf Fieber, geschwollene Lymphknoten und Atemwegsbeschwerden. Da ähnliche Symptome auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, sind der Reiseverlauf, Tierkontakte, mögliche Flohstiche und der Beginn der Beschwerden besonders wichtig.

Zur Bestätigung werden je nach Krankheitsbild Proben untersucht. Dazu gehören Blut, Sputum und Material aus geschwollenen Lymphknoten oder Beulen. Labortests können das Bakterium oder Bestandteile davon nachweisen. Blutuntersuchungen können zusätzlich Hinweise auf eine Immunreaktion liefern. Bei Verdacht auf Lungenpest können Röntgenaufnahmen oder eine Computertomografie der Lunge Veränderungen sichtbar machen.

Zu den Erkrankungen, die ähnliche Beschwerden verursachen können, zählen unter anderem Tularämie, schwere Grippe, Lungenentzündung, Meningokokkeninfektionen und Malaria. Ein begründeter Verdacht auf Pest muss dem Gesundheitsamt gemeldet werden, damit schnell geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können.

Wie wird die Pest behandelt?

Die Pest wird mit Antibiotika behandelt. Entscheidend ist, dass die Therapie möglichst früh beginnt. Welches Antibiotikum eingesetzt wird, hängt unter anderem von der Form und Schwere der Erkrankung sowie der ärztlichen Einschätzung ab. Im Ausgangstext werden Aminoglykoside als mögliche Wirkstoffgruppe genannt. Die Behandlung dauert häufig ungefähr zehn Tage, kann aber je nach Verlauf abweichen.

Du solltest eine verordnete Antibiotikatherapie nicht eigenständig abbrechen, auch wenn die Beschwerden nachlassen. Bei einer Lungenpest können zusätzlich Maßnahmen zur Isolation erforderlich sein, um andere Menschen zu schützen. Je nach Zustand kommen außerdem Fiebersenker, Schmerzmittel, Flüssigkeitstherapie und weitere intensivmedizinische Maßnahmen infrage.

Nach der Akutbehandlung können Kontrolltermine notwendig sein. Dabei wird geprüft, ob die Infektion abgeklungen ist und ob Komplikationen oder bleibende Beschwerden behandelt werden müssen. Alternative Heilmethoden ersetzen bei Pest keine wirksame Antibiotikatherapie.

Wie kannst du einer Pestinfektion vorbeugen?

  • Vermeide Kontakt mit wilden, streunenden oder toten Tieren, insbesondere mit Nagetieren.

  • Trage bei beruflichem oder unvermeidbarem Tierkontakt geeignete Schutzkleidung und Handschuhe.

  • Schütze dich in bekannten Risikogebieten vor Flohstichen und kontrolliere Haustiere sowie die Umgebung auf Flohbefall.

  • Halte Lebensmittel und Abfälle so unter Verschluss, dass Nagetiere nicht angelockt werden.

  • Wasche deine Hände nach Tierkontakt und nach dem Aufenthalt in potenziell belasteten Umgebungen.

  • Informiere dich vor einer Reise über die aktuelle Lage und besprich besondere Risiken mit einer Ärztin oder einem Arzt.

Eine Impfung wird im Ausgangstext nur für bestimmte Risikogruppen beziehungsweise beruflich besonders exponierte Personen erwähnt und ist nicht allgemein verbreitet. Ob sie oder andere vorbeugende Maßnahmen für dich infrage kommen, solltest du individuell medizinisch klären.

Historische und heutige Bedeutung

Pest: Patient und Arzt in einer hellen Arztpraxis.

Historische Pestwellen hatten massive gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen. Die Justinianische Pest trat vom 6. bis zum 8. Jahrhundert im Byzantinischen Reich und darüber hinaus wiederholt auf. Die als Schwarzer Tod bezeichnete Pestwelle des Mittelalters forderte zwischen 1347 und 1349 in Europa und im Nahen Osten nach den Angaben des Ausgangstextes etwa 25 Millionen Menschenleben.

Auch heute gibt es noch lokale Ausbrüche. Moderne Diagnostik und Antibiotika ermöglichen jedoch eine wirksame Behandlung, wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt wird. Für die öffentliche Gesundheit bleiben die Überwachung von Nagetierpopulationen, die Erfassung von Verdachtsfällen und die schnelle Versorgung Erkrankter wichtig.

Wann solltest du ärztliche Hilfe suchen?

Wenn du nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet, einem Flohstich oder Kontakt mit einem möglicherweise infizierten Tier plötzlich hohes Fieber, schmerzhafte Lymphknotenschwellungen, Husten, Atemnot oder blutigen Auswurf entwickelst, brauchst du sofort medizinische Abklärung. Informiere medizinisches Personal über Reise-, Tier- und Flohkontakte. Warte nicht auf eine Verschlechterung und behandle den Verdacht nicht selbst.

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