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Herzinfarkte in Bayern deutlich zurückgegangen – Gesundheitsatlas zeigt positive Entwicklung

Herzinfarkte in Bayern deutlich zurückgegangen – Gesundheitsatlas zeigt positive Entwicklung

In Bayern ist die Zahl der Herzinfarkte in den vergangenen Jahren spürbar gesunken, wie aktuelle Zahlen der AOK Bayern zeigen. Während das Risiko für Herzerkrankungen durch Volksleiden wie Diabetes und Bluthochdruck weiter steigt, ist die Prävention offenbar wirksam – und besonders die Stadt Rosenheim glänzt mit erfreulich niedrigen Raten.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Im Zeitraum 2017 bis 2024 sind die Herzinfarktfälle in Bayern um knapp 14 Prozent zurückgegangen.
  • Rosenheim hat bundesweit die niedrigste Herzinfarkt-Rate unter den über 30-Jährigen.
  • Männer sind deutlich häufiger von Herzinfarkten betroffen als Frauen.
  • Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck nehmen weiter zu und erhöhen das Herzinfarktrisiko.

Bayern im Bundesvergleich bei Herzinfarkten vorn

Die aktuelle Auswertung des Gesundheitsatlas der AOK Bayern für das Jahr 2024 belegt: Bayern zählt bei Herzinfarkten zu den Vorzeigeländern Deutschlands, gemeinsam mit Sachsen und Berlin (jeweils 290 Fälle je 100.000 über 30-Jährige). Noch besser schneidet nur Hamburg ab (270 Fälle). Schlusslicht ist Thüringen mit einer Rate von 370.

Spitzenreiter Rosenheim überzeugt besonders: Mit nur 180 Herzinfarkten je 100.000 Einwohner ab 30 Jahren liegt die Stadt bundesweit auf Platz eins. Insgesamt wurden in den bayerischen Krankenhäusern 2024 rund 26.700 Herzinfarktfälle registriert – das sind fast 4.000 weniger als im Jahr 2017.

Jahr Herzinfarkte in Bayern Rate je 100.000 (ab 30 J.)
2017 30.400 340
2024 26.700 290

Alters- und Geschlechterunterschiede bei Infarkten

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für einen Herzinfarkt deutlich an. Die Statistiken der AOK Bayern zeigen dabei einen klaren Unterschied zwischen den Geschlechtern:

  • Bei Männern lag die Herzinfarkt-Rate 2024 bei 410 je 100.000.
  • Für Frauen betrug sie lediglich 180 je 100.000.

Der Unterschied bleibt über alle Altersgruppen bestehen und verdeutlicht die Notwendigkeit, gezielte Präventionsmaßnahmen unter besonderer Berücksichtigung der Risikogruppen durchzuführen.

Diabetes und Bluthochdruck weiterhin im Aufwind

Während die Zahl der akuten Herzinfarkte gesunken ist, sind die relevanten Risikofaktoren Diabetes mellitus Typ 2 und Bluthochdruck weiter auf dem Vormarsch. So erhöhte sich der Anteil der Diabetes-Patienten ab 20 Jahren in Bayern von 9,7 Prozent (2017) auf 10,3 Prozent (2024). Menschen mit Bluthochdruck machten zuletzt sogar 27,9 Prozent der erwachsenen Bevölkerung aus (2017: 26,6 Prozent).

Diese Entwicklungen unterstreichen den Handlungsbedarf bei der Gesundheitsprävention. Insbesondere Programme zur Förderung gesunder Ernährung und Bewegung werden bayernweit weiter ausgebaut – nicht nur in Schulen und Betrieben, sondern auch flächendeckend in den Kommunen.

Prävention als Schlüssel

Die Ergebnisse des Gesundheitsatlas bestätigen, dass vorbeugende Maßnahmen wirken und gezielte Prävention einen positiven Einfluss auf das Krankheitsgeschehen haben kann. Die AOK Bayern setzt daher weiterhin auf gesundheitliche Aufklärung und Prävention – mit Programmen, die Menschen aller Altersgruppen erreichen sollen. Das Ziel bleibt ein längeres und gesünderes Leben für alle Bürgerinnen und Bürger.

Quellen

Autor & Experte

Ronny Knorr
Zertifizierter Sachverständiger

Experte für gesundheitliche Absicherung und Risikovorsorge

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