Was ist eine Amalgamfüllung?
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Eine Amalgamfüllung ist eine Zahnfüllung aus einer Metallmischung. Sie enthält vor allem Quecksilber sowie Silber, Zinn und Kupfer. Das Material wird seit mehr als 150 Jahren in der Zahnmedizin verwendet und gilt als belastbar und langlebig.
Amalgam kommt überwiegend bei Backenzähnen und größeren Kariesdefekten zum Einsatz. Dort muss die Füllung hohen Kaubelastungen standhalten. Im Vergleich zu Komposit oder Keramik ist Amalgam meist kostengünstiger und weniger unauffällig, weil es eine silberfarbene Oberfläche hat.
Vorteile und Nachteile
- Vorteile: Amalgam ist widerstandsfähig, vergleichsweise günstig und bei stark beanspruchten Backenzähnen gut geeignet. Die Verarbeitung ist meist weniger aufwendig als bei anderen Materialien.
- Nachteile: Die silberne Farbe wird häufig als störend empfunden. Außerdem bestehen Diskussionen über den Quecksilbergehalt, seltene allergische Reaktionen und die umweltgerechte Entsorgung.
Ob Amalgam, Komposit, Keramik, Gold oder ein anderes Material infrage kommt, hängt unter anderem von der Lage und Größe des Defekts, der Belastung des Zahns und deinen persönlichen Prioritäten ab.
Wie läuft die Behandlung ab?
Zunächst entfernt der Zahnarzt die Karies und reinigt den Zahn. Falls erforderlich, wird der Bereich örtlich betäubt. Danach wird das zunächst weiche Amalgam in die vorbereitete Kavität eingebracht und an die Form des Zahns angepasst. Der Zahnarzt achtet darauf, dass die Füllung dicht sitzt, und kontrolliert anschließend den Biss.
Nach der Behandlung solltest du den Zahn sorgfältig pflegen. Putze deine Zähne regelmäßig und reinige die Zahnzwischenräume mit Zahnseide. Bei Schmerzen, anhaltender Empfindlichkeit, Rissen oder einer beschädigten Füllung solltest du deine Zahnarztpraxis kontaktieren.
Kosten und Erstattung
Die im Ausgangstext genannten Kosten für eine Amalgamfüllung liegen je nach Zahnarzt und Region bei etwa 50 bis 150 Euro pro Zahn. Als Vergleich werden für Komposit etwa 80 bis 250 Euro und für Keramik etwa 300 bis 800 Euro genannt. Die tatsächliche Rechnung hängt vom Befund, dem Aufwand und der gewählten Versorgung ab.
| Material | Kosten pro Zahn (ca.) |
|---|---|
| Amalgam | 50–150 Euro |
| Komposit | 80–250 Euro |
| Keramik | 300–800 Euro |
Im Ausgangstext wird angegeben, dass gesetzliche Krankenkassen die Kosten für Amalgamfüllungen in Deutschland in der Regel vollständig übernehmen. Prüfe die für dich geltenden Regelungen vor der Behandlung. Auch bei einer privaten Versicherung oder einer Zahnzusatzversicherung hängt die Erstattung vom jeweiligen Tarif ab.
Eine persönliche Beratung zu Zahnzusatzversicherungen kann Tarife mit oder ohne Wartezeit sowie Angebote ohne Gesundheitsfragen vergleichen. Je nach Tarif ist eine Erstattung von bis zu 100 Prozent möglich; bei bis zu 4 fehlende Zähne können besondere Bedingungen gelten.
Haltbarkeit und Pflege
Amalgamfüllungen halten laut den genannten Vergleichswerten durchschnittlich etwa 10 bis 15 Jahre, teils auch länger. Zum Vergleich werden für Komposit etwa 5 bis 7 Jahre und für Keramik bis zu 20 Jahre angegeben. Die tatsächliche Lebensdauer hängt unter anderem von Mundhygiene, Ernährung, regelmäßigen Kontrollen und Zähneknirschen ab.
Putze deine Zähne zweimal täglich, verwende täglich Zahnseide und lasse deine Füllungen regelmäßig kontrollieren. Eine gute Mundhygiene hilft, Sekundärkaries und Schäden früh zu erkennen. Harte oder klebrige Lebensmittel können die Belastung erhöhen.
Gesundheitsrisiken und besondere Situationen
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Quecksilber ist ein Bestandteil von Amalgam. Die gesundheitliche Bewertung seiner Freisetzung wird unterschiedlich diskutiert. Bei manchen Menschen können außerdem seltene allergische Reaktionen auf Bestandteile der Füllung auftreten, etwa Reizungen oder Schwellungen im Mundbereich. Wenn du solche Beschwerden bemerkst, solltest du sie zahnärztlich abklären lassen.
Bei Kindern und während der Schwangerschaft wird im Ausgangstext zu einer individuellen Abwägung und gegebenenfalls zu quecksilberfreien Alternativen wie Komposit oder Glasionomerzement geraten. Eine Füllung solltest du nicht eigenständig entfernen lassen. Besprich die geeignete Versorgung mit deiner Zahnärztin oder deinem Zahnarzt.
Umwelt und Alternativen
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Amalgamabfälle müssen wegen des Quecksilbergehalts fachgerecht gesammelt und entsorgt werden. Zahnärztliche Praxen verwenden dafür unter anderem Amalgamabscheider. Als quecksilberfreie Alternativen werden Komposit, Keramik, Gold und Glasionomerzement genannt. Komposit und Keramik sind zahnfarben, können aber teurer sein und sich bei Haltbarkeit und Einsatzgebiet unterscheiden.
Die wichtigsten Punkte im Überblick
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- Amalgam ist eine robuste, silberfarbene Füllung für häufig stark belastete Zähne.
- Die genannten Kosten liegen bei etwa 50 bis 150 Euro pro Zahn; die Erstattung hängt von den geltenden Kassen- und Tarifbedingungen ab.
- Die Haltbarkeit wird mit etwa 10 bis 15 Jahren angegeben, kann aber individuell abweichen.
- Bei Bedenken zu Quecksilber, Allergien, Schwangerschaft oder Kindern solltest du die Materialwahl mit deiner Zahnarztpraxis besprechen.

