Ein Unfallbericht hält den Unfallhergang und die beteiligten Personen, Fahrzeuge und Schäden fest. Er erleichtert die spätere Klärung mit Polizei und Versicherung. Schreibe ihn sachlich, vollständig und ohne Schuldzuweisungen.
Was du direkt nach dem Unfall beachten solltest
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Sichere die Unfallstelle, schalte die Warnblinkanlage ein und stelle das Warndreieck auf, sofern dies gefahrlos möglich ist.
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Prüfe, ob jemand verletzt ist. Rufe bei Verletzten den Rettungsdienst unter 112 und leiste Erste Hilfe, ohne dich selbst in Gefahr zu bringen.
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Verständige bei Verletzten, größeren Sachschäden oder Streit über den Unfallhergang die Polizei unter 110.
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Tausche die erforderlichen Personal-, Fahrzeug- und Versicherungsdaten mit den anderen Beteiligten aus.
Die 5 W-Fragen im Unfallbericht
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Orientiere dich beim Ausfüllen an den fünf W-Fragen. So vergisst du auch in einer stressigen Situation keine wichtigen Angaben.
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Was ist passiert? Beschreibe den Unfall, zum Beispiel eine Auffahrunfall oder eine Kollision, sowie sichtbare Schäden und besondere Umstände.
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Wer war beteiligt? Notiere Namen, Anschriften, Kennzeichen, Versicherungsdaten und gegebenenfalls die Kennzeichen aller Fahrzeuge. Halte außerdem die Kontaktdaten von Zeugen fest.
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Wann und wo ist der Unfall passiert? Gib Datum und Uhrzeit sowie Straße, Kreuzung oder einen möglichst genauen Ort an.
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Wie kam es zum Unfall? Beschreibe die Fahrtrichtung, die Position und Reihenfolge der Fahrzeuge, Verkehrszeichen oder Ampeln sowie Wetter- und Sichtverhältnisse.
Bleibe bei beobachtbaren Tatsachen. Vermutungen, emotionale Formulierungen und Aussagen zur Schuldfrage gehören nicht in den Bericht. Eine Unterschrift bestätigt nicht automatisch die Schuld am Unfall; unterschreibe nur Angaben, die du geprüft hast und für korrekt hältst.
Beweise und Fahrzeugdaten sichern
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Fotografiere die Unfallstelle, die Fahrzeugschäden, die Umgebung, Verkehrszeichen und mögliche Sichtbehinderungen aus mehreren Perspektiven.
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Fertige eine Skizze an, auf der Fahrzeugpositionen, Fahrtrichtungen, Straßenverlauf und relevante Verkehrszeichen erkennbar sind.
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Notiere die Aussagen und Kontaktdaten von Zeugen möglichst genau.
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Erfasse Kennzeichen, Fahrzeugmarke, Versicherungsdaten und besondere Merkmale. Soweit verfügbar, kann auch die Fahrgestellnummer relevant sein.
Europäischer und polizeilicher Unfallbericht
Der Europäische Unfallbericht ist ein standardisiertes, mehrsprachiges Formular. Er kann dir bei Unfällen im Ausland, bei ausländischen Fahrzeugen und auch in Deutschland helfen, die Angaben strukturiert festzuhalten. Fülle ihn gemeinsam mit der anderen beteiligten Person aus, vergleiche die Einträge und unterschreibe nichts, womit du nicht einverstanden bist. Eine Unterschrift ist kein Schuldanerkenntnis, ersetzt aber nicht die sorgfältige Prüfung des Inhalts.
Bei Verletzten, erheblichen Schäden oder Uneinigkeit solltest du die Polizei rufen. Ein polizeilicher Bericht enthält typischerweise Angaben zu Ort, Zeit, Beteiligten, Unfallhergang, Zeugen sowie Fotos oder Skizzen. Im Ausland können andere Abläufe und Notrufnummern gelten. Führe deshalb den Europäischen Unfallbericht, Fahrzeugpapiere, Führerschein, Versicherungsunterlagen und eine Internationale Versicherungskarte mit. Eine Vorlage in der Landessprache kann die Verständigung erleichtern. Den Führerschein und weitere wichtige Dokumente solltest du griffbereit halten.
Unfallbericht an Versicherung übermitteln
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Informiere deine Versicherung nach dem Unfall zeitnah und reiche den Unfallbericht sowie Fotos, Skizze und weitere Belege ein. Prüfe die Vorgaben deiner Versicherung, insbesondere zu Meldefristen. Bei einem unverschuldeten Unfall können ein unabhängiger Kfz-Gutachter und rechtliche Beratung sinnvoll sein, um mögliche Schadensersatzansprüche zu prüfen.
Notiere die Versicherungsdaten der anderen Person. Kennst du die Versicherung nicht, kann der Zentralruf der Versicherer unter 0800/2502600 weiterhelfen. Das Kennzeichen kann bei der Ermittlung der Kfz-Haftpflichtversicherung nützlich sein.
Die häufigsten Fehler vermeiden
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Schreibe keine Vermutungen oder Schuldzuweisungen, sondern nur nachvollziehbare Fakten.
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Kontrolliere Namen, Anschriften, Kennzeichen, Versicherungsdaten, Datum, Uhrzeit und Unfallort.
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Unterschreibe keinen unvollständigen Bericht und ergänze Änderungen nur so, dass sie für alle Beteiligten erkennbar sind.
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Bewahre eine Kopie des Berichts und der Beweismittel auf.
Eine gedruckte Vorlage im Handschuhfach und eine kurze Checkliste mit den 5 W-Fragen helfen dir, den Unfall auch unter Stress strukturiert zu dokumentieren.

