Für die Kfz-Ummeldung brauchst du die zuständige Zulassungsstelle und vollständige Unterlagen. Ob du umziehst, ein gebrauchtes Auto kaufst oder einen Firmenwagen ummeldest: Prüfe vorab die örtlichen Vorgaben, Fristen und Gebühren.
Welche Zulassungsstelle ist zuständig?
Bei einem privaten Fahrzeug richtet sich die Zuständigkeit grundsätzlich nach deinem Hauptwohnsitz. Bei einem Firmenwagen ist in der Regel der Firmensitz maßgeblich. Die zuständige Behörde und ihre Öffnungszeiten findest du online über die zuständigen Behördenportale. Prüfe dort auch, ob eine Terminvereinbarung oder Online-Ummeldung möglich ist. Regionale Besonderheiten gibt es beispielsweise in Hamburg.
Unterlagen für die Kfz-Ummeldung
Bereite diese Dokumente vor:
- gültiger Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung
- Zulassungsbescheinigung Teil I, der Fahrzeugschein
- Zulassungsbescheinigung Teil II, der Fahrzeugbrief
- Nachweis der gültigen Hauptuntersuchung (HU) und gegebenenfalls die Prüfbescheinigung der Abgasuntersuchung (AU)
- SEPA-Mandat für den Einzug der Kfz-Steuer
- elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
Die eVB-Nummer erhältst du von deiner Kfz-Versicherung. Ohne gültigen Versicherungsnachweis ist die Ummeldung nicht möglich. Bei einem Versicherungswechsel brauchst du eine neue eVB-Nummer.
Online oder vor Ort ummelden?
Wenn deine Zulassungsstelle den Online-Service anbietet, kannst du die Ummeldung digital erledigen. Dafür benötigst du laut Ausgangstext einen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion, ein Kartenlesegerät und die AusweisApp2. Du meldest dich im Portal an, füllst das Formular aus, lädst die geforderten Unterlagen und die eVB-Nummer hoch und bezahlst gegebenenfalls die Gebühren.
Der Online-Weg spart Wartezeit, setzt aber die passende Technik voraus und ist nicht bei jeder Zulassungsstelle verfügbar. Für den Termin vor Ort solltest du möglichst vorher einen Termin vereinbaren.
Ummeldung nach Umzug oder Halterwechsel
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Nach einem Umzug musst du die Änderung unverzüglich der Zulassungsbehörde mitteilen. Im Ausgangstext wird empfohlen, die Ummeldung innerhalb von vier Wochen zu erledigen. Bei Verspätungen können Bußgelder drohen; genannt werden 40 bis 100 Euro. Prüfe die aktuell geltenden Vorgaben bei deiner Behörde.
Das bisherige Kennzeichen kannst du grundsätzlich behalten. Wenn du ein neues Kennzeichen beantragst, entstehen zusätzliche Kosten. Nach einem Halterwechsel muss das Fahrzeug auf deinen Namen umgeschrieben werden. Der Ausgangstext nennt dafür eine Frist von drei Tagen; auch diese Angabe solltest du aktuell bei der Zulassungsstelle bestätigen.
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Vollmacht und Firmenwagen
Kannst du nicht selbst zur Zulassungsstelle gehen, kann eine andere Person die Ummeldung mit einer Vollmacht übernehmen. Die Vollmacht sollte deine Daten, die Daten der bevollmächtigten Person, Fahrzeug- und Kennzeichendaten, die Zustimmung zu Auskünften über steuerliche Verhältnisse, Datum und Originalunterschrift enthalten. Eine Ausweiskopie kann ebenfalls erforderlich sein.
Für Firmenwagen können zusätzlich ein Handelsregisterauszug oder eine Gewerbeanmeldung, ein Nutzungsnachweis und gegebenenfalls eine Vollmacht verlangt werden. Informiere außerdem die Versicherung über die Änderung.
Kosten und Umweltplakette
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Die Gebühren unterscheiden sich regional. Im Ausgangstext werden etwa 10 bis 15 Euro bei Beibehaltung des Kennzeichens und 35 bis 40 Euro mit neuem Kennzeichen genannt. Für ein Wunschkennzeichen können zusätzlich ungefähr 10 bis 15 Euro anfallen. Eine Umweltplakette wird mit neuem Kennzeichen unter Umständen ebenfalls benötigt; genannt werden dafür 5 bis 10 Euro. Erkundige dich vorab nach der Gebührenordnung deiner Zulassungsstelle.
Fährst du in eine Umweltzone, prüfe die Gültigkeit der Plakette. Bei einem Kennzeichenwechsel muss sie in der Regel an das neue Kennzeichen angepasst werden. Du bekommst sie unter anderem bei TÜV- oder DEKRA-Stationen und über offizielle Online-Angebote.
Häufige Fehler vermeiden
- Unterlagen oder Unterschriften fehlen: Nutze vor dem Termin eine eigene Checkliste.
- Die Ummeldung wird zu spät erledigt: Kläre die Frist direkt mit der Behörde.
- Persönliche oder Fahrzeugdaten sind falsch: Kontrolliere alle Angaben vor dem Absenden.
- Die Versicherung oder eVB-Nummer ist nicht aktuell.
Bei besonders langer Verzögerung kann laut Ausgangstext sogar ein Fahrverbot beziehungsweise ein Verbot der Fahrzeugnutzung drohen. Prüfe deshalb die Anforderungen deiner zuständigen Zulassungsstelle, bevor du den Antrag stellst.
Zusätzlich kann der Nachweis der HU beziehungsweise des TÜV verlangt werden. Mit vollständigen Unterlagen, gültiger Versicherung und geklärten Fristen lässt sich die Kfz-Ummeldung in der Regel ohne unnötige Verzögerungen vorbereiten.
| Unterlage | Funktion |
|---|---|
| Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung | Nachweis deiner Identität und deines Wohnsitzes |
| Zulassungsbescheinigung Teil I und II | Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief |
| eVB-Nummer | Elektronische Versicherungsbestätigung |
| HU-/AU-Nachweis und SEPA-Mandat | Technischer Nachweis und Einzug der Kfz-Steuer |

