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Morbus Ledderhose: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Morbus Ledderhose: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Morbus Ledderhose, auch Plantarfibromatose genannt, ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes an der Fußsohle. Dabei bilden sich Knoten in der Plantarfaszie, der Sehnenplatte unter dem Fuß. Die Veränderungen können schmerzlos bleiben oder beim Stehen, Gehen und Abrollen des Fußes Beschwerden verursachen. Häufig ist nur ein Fuß betroffen; bei etwa einem Viertel der Betroffenen treten die Veränderungen an beiden Füßen auf.

Morbus Ledderhose: Symptome

Zu Beginn wird ein Knoten manchmal zufällig entdeckt oder verursacht nur ein Spannungsgefühl, Jucken, Brennen oder leichtes Kribbeln. Mit zunehmender Größe kann die Verhärtung druckempfindlich werden. Typische Beschwerden sind:

  • ein oder mehrere tastbare Knoten unter der Fußsohle, oft an der Innenseite des Fußes;

  • Druckgefühl beim Auftreten, das sich wie ein Stein im Schuh anfühlen kann;

  • Schmerzen beim längeren Stehen, Gehen oder Abrollen;

  • Empfindlichkeit und gelegentlich eine Reizung des umliegenden Gewebes.

Rötung, Schwellung oder ein Wärmegefühl können auf eine entzündliche Reaktion im Umfeld der Knoten hinweisen. Der Verlauf ist unterschiedlich: Die Knoten können langsam oder schneller wachsen, über längere Zeit stabil bleiben oder phasenweise mehr Beschwerden verursachen. Bei ausgeprägten Veränderungen kann die Beweglichkeit des Fußes eingeschränkt sein. Eine dauerhafte Zehenverkrümmung wird im Ausgangstext als seltene mögliche Folge genannt.

Ursachen und Risikofaktoren

Die genaue Ursache von Morbus Ledderhose ist nicht geklärt. Vermutet wird ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung und weiteren Einflussfaktoren. Wenn die Erkrankung in der Familie vorkommt, kann das Risiko erhöht sein, sie tritt deshalb aber nicht zwangsläufig auf.

Häufiger beobachtet wird Morbus Ledderhose unter anderem bei Männern sowie bei Menschen mit Diabetes oder Epilepsie. Auch Morbus Dupuytren, eine verwandte Bindegewebserkrankung der Handinnenfläche, tritt bei Betroffenen häufiger gemeinsam mit Morbus Ledderhose auf. Weitere mögliche Einflussfaktoren sind wiederholte Belastungen oder Verletzungen des Fußes. Rauchen, Alkohol und eine starke berufliche Belastung der Füße werden ebenfalls als mögliche Risikofaktoren genannt; ein eindeutiger Auslöser lässt sich daraus im Einzelfall jedoch nicht ableiten.

Morbus Ledderhose gehört zum Formenkreis der Fibromatosen. Morbus Dupuytren betrifft dabei die Handinnenfläche, während sich Morbus Ledderhose an der Fußsohle entwickelt.

Wie wird Morbus Ledderhose diagnostiziert?

Diagnose: Wie wird Morbus Ledderhose festgestellt? Doctor with tablet in a bright medical office.

Die Diagnose stellt meist eine orthopädische Praxis. Im Gespräch geht es darum, wann du die Veränderung bemerkt hast, ob Schmerzen bestehen und ob relevante Vorerkrankungen oder familiäre Belastungen bekannt sind. Bei der körperlichen Untersuchung werden die Fußsohle abgetastet, Knoten und Verhärtungen beurteilt sowie Druckempfindlichkeit und Beweglichkeit geprüft.

Oft reichen diese Untersuchungsschritte bereits aus. Ein Ultraschall kann Größe und Lage der Knoten genauer zeigen und zur Verlaufskontrolle dienen. Ein MRT kommt infrage, wenn die Ausdehnung genauer beurteilt oder eine andere Ursache ausgeschlossen werden soll. Eine Biopsie, bei der eine Gewebeprobe untersucht wird, ist nur selten erforderlich, etwa wenn die Diagnose unklar ist.

Wenn du einen neuen Knoten, zunehmende Schmerzen oder Einschränkungen beim Gehen bemerkst, solltest du die Veränderung frühzeitig ärztlich abklären lassen.

Behandlung von Morbus Ledderhose

Die Therapie richtet sich nach Größe und Lage der Knoten, den Beschwerden und dem individuellen Verlauf. Ziel ist vor allem, Schmerzen zu lindern, Druck zu reduzieren, die Beweglichkeit zu erhalten und eine normale Gehfähigkeit zu unterstützen. Eine Behandlung, die die bislang nicht eindeutig geklärte Ursache beseitigt, gibt es nicht.

Konservative Behandlung

Bei geringen oder mäßigen Beschwerden kommen zunächst nicht-operative Maßnahmen infrage. Dazu gehören:

  • Schuheinlagen: Sie können den Druck unter der Fußsohle verteilen. Einlagen mit einer Aussparung im Bereich des Knotens entlasten die betroffene Stelle gezielt.

  • Physiotherapie: Angepasste Dehn- und Bewegungsübungen können helfen, die Beweglichkeit zu erhalten und den Fuß funktionell zu unterstützen.

  • Schmerz- und Entzündungsbehandlung: Geeignete Medikamente können Beschwerden lindern. Welche Präparate für dich infrage kommen, solltest du mit einer Ärztin oder einem Arzt klären.

  • Entlastung: Bequeme, gut passende Schuhe, Pausen bei Schmerzen und eine Anpassung belastender Aktivitäten können den Alltag erleichtern.

Je nach Befund können Ärztinnen und Ärzte weitere Verfahren wie Kortisoninjektionen oder eine Stoßwellentherapie erwägen. Kortison wird dabei direkt in den betroffenen Bereich injiziert und sollte wegen möglicher Nebenwirkungen nicht beliebig häufig eingesetzt werden. Bei der Stoßwellentherapie werden Schallwellen auf die Knoten gerichtet. Die Eignung und Erfolgsaussichten müssen individuell beurteilt werden.

Operation

Eine Operation kann in Betracht kommen, wenn starke Beschwerden bestehen, das Gehen deutlich eingeschränkt ist und konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen. Dabei werden die Knoten und das betroffene Gewebe entfernt. Vor dem Eingriff solltest du dich über mögliche Risiken und die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens informieren, denn Morbus Ledderhose kann nach einer Operation erneut auftreten.

Verlauf und Rückbildung

Morbus Ledderhose kann bei jüngeren Betroffenen schneller fortschreiten, tritt insgesamt aber in jedem Alter auf und wird besonders häufig zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr beobachtet. Manche Menschen haben über Jahre nur einen kleinen, kaum störenden Knoten; bei anderen nehmen Größe und Schmerzen schneller zu.

Eine vollständige spontane Rückbildung ist eher unwahrscheinlich. Das bedeutet nicht, dass die Beschwerden unverändert bleiben müssen. Eine frühzeitige Diagnose, regelmäßige Verlaufskontrollen und eine passende Behandlung können helfen, Schmerzen zu lindern und die Belastbarkeit des Fußes zu erhalten. Eine spezielle Diät ist nicht belegt. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige angepasste Bewegung, ein Rauchstopp und die Vermeidung unnötiger Überlastung können die allgemeine Gesundheit unterstützen, ersetzen aber keine Behandlung.

Wann solltest du ärztliche Hilfe suchen?

Ein tastbarer Knoten an der Fußsohle hat nicht automatisch Morbus Ledderhose als Ursache. Neue oder wachsende Veränderungen, anhaltende Schmerzen, Rötung, Schwellung, Wärmegefühl oder Probleme beim Gehen solltest du ärztlich untersuchen lassen. So kann die Diagnose abgesichert und gemeinsam entschieden werden, ob Beobachtung, Entlastung, Physiotherapie, ein anderes konservatives Verfahren oder eine Operation sinnvoll ist.

Morbus Ledderhose im Alltag

Morbus Ledderhose: Ein Überblick für Angehörige - Doctor and patient consultation in a bright office.

Viele Betroffene können ihren Alltag anpassen, indem sie druckentlastende Einlagen und bequeme Schuhe nutzen, Belastungen dosieren und bei Schmerzen Pausen einlegen. Sanfte Bewegung kann sinnvoll sein, sollte aber nicht zu einer deutlichen Verschlechterung führen. Welche Übungen und Sportarten geeignet sind, hängt von deinen Beschwerden ab und lässt sich am besten mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Physiotherapeutin beziehungsweise einem Physiotherapeuten besprechen.

Morbus Ledderhose kann durch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen auch psychisch belasten. Wenn dich die Erkrankung stark einschränkt oder du dich dauerhaft niedergeschlagen fühlst, sprich darüber und hole dir Unterstützung. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen kann hilfreich sein.

Wichtig: Morbus Ledderhose ist eine gutartige Bindegewebserkrankung und keine Krebserkrankung. Die Beschwerden und der Verlauf unterscheiden sich jedoch deutlich. Lass Veränderungen an deiner Fußsohle deshalb ärztlich abklären, statt sie selbst zu beurteilen oder eine Therapie eigenständig zu beginnen.

Zum Vergleich: Morbus Dupuytren betrifft das Bindegewebe der Handinnenfläche und ist nicht mit einer Veränderung an der Fußsohle gleichzusetzen.

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