Abrasion bezeichnet den Verlust von Zahnhartsubstanz. Dabei kann insbesondere der Zahnschmelz abgetragen werden; das darunterliegende Dentin ist weicher und dadurch empfindlicher. Die Abnutzung entwickelt sich häufig schleichend und bleibt anfangs unbemerkt.
Was ist Abrasion?
Der Begriff wird für Zahnabnutzung verwendet, die durch mechanische oder chemische Einflüsse entstehen kann. Im Unterschied zu Karies, die durch bakterielle Prozesse verursacht wird, handelt es sich bei Abrasion nicht um eine Karieserkrankung. Auch Parodontose betrifft vor allem das Zahnhalteapparat- beziehungsweise Zahnfleischumfeld und ist nicht mit Zahnabnutzung gleichzusetzen.
Ursachen und Formen
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Attrition: Die Zähne reiben aneinander. Häufig tritt dies beim Zähneknirschen oder Zähnepressen, auch Bruxismus genannt, auf. Betroffen sind oft die Kauflächen der Seitenzähne, manchmal auch die Frontzähne.
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Erosion: Säuren können den Zahnschmelz chemisch angreifen. Mögliche Quellen sind säurehaltige Lebensmittel und Getränke oder bei Reflux aufsteigende Magensäure.
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Demastikation: Harte Nahrungsmittel oder Partikel in der Nahrung können die Kauflächen beim Kauen abnutzen.
Weitere begünstigende Faktoren sind Zahnfehlstellungen, eine harte Zahnbürste, stark abrasive Zahnpasta, kräftiges Schrubben und eine verringerte Speichelproduktion. Medikamente können die Speichelmenge reduzieren und dadurch die Zähne anfälliger machen.
Symptome und mögliche Folgen
Typische erste Anzeichen sind empfindliche Zähne bei Kälte oder Wärme, Schmerzen beim Kauen oder Zähneputzen sowie Veränderungen der Zahnform. Zähne können kürzer oder abgerundet erscheinen. Unbehandelte, fortschreitende Abnutzung kann die Bisshöhe verändern. In schweren Fällen können Kiefergelenk und Kaumuskulatur zusätzlich belastet werden. Auch Kopfschmerzen oder Verspannungen können im Zusammenhang mit einer Fehlbelastung auftreten.
Diagnose
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Deine Zahnärztin oder dein Zahnarzt beurteilt die Zahnoberflächen, sichtbare Abnutzungsmuster, mögliche Risse, das Zahnfleisch und die Bisslage. Wichtig ist außerdem, mögliche Auslöser wie Bruxismus, Reflux, Ernährungsgewohnheiten oder eine ungeeignete Putztechnik zu klären. Röntgenaufnahmen oder andere bildgebende Verfahren können je nach Befund ergänzend eingesetzt werden, wenn weitere Schäden abgeklärt werden sollen.
Behandlung von Abrasion
Welche Behandlung infrage kommt, hängt vom Ausmaß der Abnutzung und von der Ursache ab. Bei empfindlichen Zähnen können eine geeignete Zahnpasta und Fluoridbehandlungen eingesetzt werden. Bei Bruxismus kann eine individuell angepasste Mundschutz- oder Aufbissschiene die Zähne vor weiterer Belastung schützen. Die Ursache sollte dabei möglichst ebenfalls behandelt werden.
Bereits verlorene Zahnhartsubstanz lässt sich je nach Befund mit Kompositfüllungen, Kronen oder Veneers restaurieren. Eine Zahnreinigung kann Teil der Prophylaxe sein, ersetzt aber keine Behandlung der Abnutzungsursache.
Kosten
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Die Kosten hängen unter anderem vom Schweregrad, der gewählten Methode, der Zahl der betroffenen Zähne sowie von Praxis und Region ab. Die folgenden Werte aus dem Ausgangsmaterial sind lediglich Preisbeispiele und keine verbindliche Kostenschätzung:
| Behandlungsmethode | Geschätzte Kosten |
|---|---|
| Zahnreinigung | 50–150 Euro |
| Kompositfüllungen | 100–300 Euro |
| Keramikkronen | 500–1.200 Euro |
| Zahnersatz, zum Beispiel Implantate | 1.000–3.000 Euro |
Ob und in welchem Umfang die gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernimmt, hängt von der konkreten Leistung und der Versorgung ab. Zusatzversicherungen können je nach Tarif weitere Kosten abdecken. Kläre den Leistungsumfang vor Beginn der Behandlung und frage die Praxis nach einem Heil- und Kostenplan. Je nach Praxis kommen außerdem Ratenzahlung oder andere Finanzierungsmodelle infrage.
Abrasion vorbeugen
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Verwende eine weiche Zahnbürste, eine möglichst wenig abrasive Zahnpasta und eine sanfte Putztechnik. Ein niedriger RDA-Wert kann bei der Auswahl der Zahnpasta berücksichtigt werden.
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Reduziere häufige Säurekontakte durch säurehaltige Lebensmittel und Getränke. Trinke ausreichend Wasser und vermeide zuckerreiche Snacks, um weitere Zahnschäden zu vermeiden.
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Lass Zähne regelmäßig kontrollieren und sprich Empfindlichkeit, sichtbare Abnutzung oder nächtliches Knirschen frühzeitig an.
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Bei Stress und Bruxismus können Entspannung, regelmäßige Pausen und eine zahnärztlich angepasste Schiene sinnvoll sein.
Bei Kindern, älteren Menschen oder bei vermindertem Speichelfluss durch Medikamente sollte die Zahnabnutzung besonders aufmerksam kontrolliert werden. Wenn du Veränderungen, Schmerzen oder zunehmende Empfindlichkeit bemerkst, lass die Ursache in einer Zahnarztpraxis abklären. Auch eine geeignete Prophylaxe und passende Hilfsmittel wie eine fluoridhaltige Mundspülung können Bestandteil deiner individuellen Zahnpflege sein. Die Wahl der Maßnahmen sollte sich am zahnärztlichen Befund orientieren, damit bestehende Abrasionen nicht weiter fortschreiten.
Bei Fragen zur Ursache oder zur geeigneten Versorgung ist eine Untersuchung in der Zahnarztpraxis sinnvoll. Spezialisierte Kenntnisse in der Zahnheilkunde können insbesondere bei starkem Verschleiß oder komplexen Bissveränderungen hilfreich sein.

