Ein Stiftzahn kommt infrage, wenn ein Zahn stark beschädigt ist, die natürliche Wurzel aber noch ausreichend erhalten und im Kiefer verankert ist. Dabei wird ein Stift im Wurzelkanal befestigt. Er trägt einen Aufbau und eine individuell angepasste Krone, die den sichtbaren Teil des Zahns ersetzt.
Was ist ein Stiftzahn?
Ein Stiftzahn, auch Stiftkrone genannt, ist kein eigener Zahn und auch kein Implantat. Er nutzt die vorhandene Zahnwurzel. Die Behandlung wird meist erwogen, wenn durch Karies oder ein Trauma so wenig Zahnsubstanz übrig ist, dass eine Krone allein keinen ausreichenden Halt hätte. Die Wurzel muss dafür untersucht werden und sollte stabil sowie frei von nicht beherrschbaren Entzündungen sein.
Der Aufbau besteht aus drei Teilen:
- Stift: Er wird im vorbereiteten Wurzelkanal verankert.
- Aufbau: Er bildet das Fundament für die Krone.
- Krone: Sie stellt Form, Funktion und das sichtbare Erscheinungsbild des Zahns wieder her.
Für Stifte kommen je nach Situation unter anderem Metall, Keramik oder Glas- beziehungsweise Kohlenstofffaser infrage. Welches Material geeignet ist, entscheidet die Zahnarztpraxis unter anderem nach Belastung, Zahnposition und ästhetischen Anforderungen.
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Wie läuft die Behandlung ab?
- Untersuchung: Der Zahn und die Wurzel werden kontrolliert; ein Röntgenbild kann dabei helfen, den Zustand zu beurteilen.
- Vorbereitung: Falls erforderlich, wird eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt. Der Kanal wird gereinigt und für den Stift vorbereitet.
- Einsetzen des Stifts: Der Wurzelkanal wird so erweitert, dass der Stift eingesetzt und mit Zement oder Kunststoff befestigt werden kann.
- Krone: Nach der Abdrucknahme wird die individuell angefertigte Krone auf dem Aufbau befestigt.
Je nach Ausgangssituation sind meist zwei bis drei Sitzungen nötig. Die einzelnen Termine können etwa 30 bis 60 Minuten dauern; eine notwendige Wurzelkanalbehandlung kann länger dauern. Der gesamte Ablauf erstreckt sich daher über mehrere Termine. Im Ausgangstext wird außerdem eine Heilungszeit von etwa ein bis zwei Wochen genannt, die individuell unterschiedlich sein kann.
Was kostet ein Stiftzahn?
Die Gesamtkosten hängen unter anderem von der Wurzelkanalbehandlung, dem Stiftaufbau, dem Material, der Krone und dem Zahnbereich ab. Die Angaben im Ausgangstext reichen je nach Berechnung von etwa 300 bis 600 Euro beziehungsweise 400 bis 1.000 Euro. Für einen provisorischen Stift werden dort etwa 40 bis 60 Euro genannt; einzelne Materialkosten liegen ungefähr zwischen 100 und 150 Euro. Das sind unverbindliche Richtwerte und kein Kostenvoranschlag.
Gesetzliche Krankenkassen können sich im Rahmen der Regelversorgung teilweise an den Kosten beteiligen. Genannt werden dabei unter anderem ein metallischer Stiftaufbau und eine Krone. Bei einer Krankenversicherung hängt die Erstattung vom jeweiligen Vertrag ab. Vor der Behandlung solltest du dir einen Heil- und Kostenplan erstellen lassen und die Kostenübernahme klären.
Stiftzahn, Implantat oder andere Alternativen?
Ein Zahnimplantat ersetzt die Zahnwurzel durch eine künstliche Verankerung im Kieferknochen. Ein Stiftzahn ist dagegen nur möglich, wenn die natürliche Wurzel erhalten werden kann. Ist der Zahn nicht mehr erhaltungsfähig, können Zahnimplantate oder eine Brücke infrage kommen. Implantate sind in der Regel mit einem aufwendigeren Eingriff und höheren Kosten verbunden; im Ausgangstext werden etwa 1.000 bis 3.000 Euro genannt.
- Brücke: Sie ersetzt einen oder mehrere fehlende Zähne und nutzt benachbarte Zähne als Pfeiler.
- Prothese: Prothesen sind herausnehmbar und können eine teilweise oder vollständige Zahnlücke versorgen.
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom Zustand der Wurzel, der verbleibenden Zahnsubstanz, der Belastung und deinen persönlichen sowie finanziellen Voraussetzungen ab.
Risiken und Pflege
Mögliche Komplikationen sind eine Entzündung an der Wurzel, eine Lockerung oder ein Bruch des Stifts sowie eine nicht zufriedenstellende Passform der Krone. Bei Schmerzen, Schwellung oder einem wackelnden Stiftzahn solltest du zeitnah eine Zahnarztpraxis aufsuchen.
Für die Pflege putzt du deine Zähne mindestens zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta und reinigst die Zahnzwischenräume täglich. Eine Mundspülung kann ergänzend eingesetzt werden. Regelmäßige Kontrollen helfen, Probleme an Krone, Wurzel und umliegendem Gewebe früh zu erkennen. Harte Lebensmittel und eine einseitige Überlastung solltest du möglichst vermeiden.

