Tauchunfälle können erhebliche gesundheitliche und finanzielle Folgen haben. Ob die Behandlung, eine Dekompressionskammer, Bergung oder eine dauerhafte Invalidität versichert sind, richtet sich nach dem konkreten Vertrag. Prüfe deshalb vor dem Tauchgang den Leistungsumfang und die Ausschlüsse deiner Unfall- oder Tauchversicherung.
Welche Tauchschäden können versichert sein?
Versicherungen können verschiedene Unfälle und Gesundheitsschäden beim Tauchen abdecken. Dazu zählen insbesondere:
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Ertrinken und Ersticken, sofern die Bedingungen der Police erfüllt sind.
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Caisson-Krankheit, auch Dekompressionskrankheit genannt. Sie kann durch zu schnelles Auftauchen entstehen.
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Trommelfellverletzungen infolge eines unzureichenden Druckausgleichs.
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Verletzungen durch Gase und Dämpfe, darunter Vergiftungen.
Typische Anzeichen der Dekompressionskrankheit können Gelenkschmerzen, Atemnot und Schwindel sein. Eine Trommelfellverletzung wird häufig durch schnelles Ab- oder Auftauchen ohne ausreichenden Druckausgleich verursacht. Gase, kontaminiertes Wasser oder mangelhaft gewartete Ausrüstung können ebenfalls zu Vergiftungen führen.
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Ob ein konkreter Tauchschaden als Unfall gilt, hängt von der Definition im Versicherungsvertrag ab. Auch die Ursache, die Art des Tauchgangs und die Einhaltung von Sicherheitsvorgaben können eine Rolle spielen.
Welche Leistungen kann die Versicherung übernehmen?
Je nach Tarif können bei einem Tauchunfall unterschiedliche Kosten versichert sein:
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Dekompressionskammer: Die Behandlung einer Dekompressionskrankheit kann eingeschlossen sein. Im Ausgangstext werden dafür in manchen Policen bis zu 15.000 Euro genannt; verbindlich ist nur die vereinbarte Versicherungssumme.
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Bergungskosten: Für die Rettung aus schwer zugänglichen Gebieten können besondere Grenzen gelten. Der Ausgangstext nennt häufig bis zu 30.000 Euro.
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Invaliditätsleistung: Führt der Unfall zu einer dauerhaften Beeinträchtigung, richtet sich die Leistung nach dem Invaliditätsgrad, der Versicherungssumme und der vereinbarten Gliedertaxe. Prüfe dazu auch die Regelungen zur Invalidität.
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Erweiterte Leistungen: Je nach Vertrag können kosmetische Operationen, Kosten für die Rückholung Verstorbener oder zusätzliche Invaliditätsleistungen eingeschlossen sein. Für kosmetische Eingriffe werden im Ausgangstext bis zu 30.000 Euro, für die Rückholung bis zu 10.000 Euro genannt.
Manche Tarife sehen bei bestimmten Verletzungen, etwa einem Schädel-Hirn-Trauma, eine zusätzliche Leistung vor, wenn ein Helm getragen wurde. Auch hier gelten ausschließlich die Klauseln deiner Police.
Ausschlüsse und Pflichten
Versicherungsschutz kann eingeschränkt sein, wenn der Unfall durch Alkohol, Drogen oder Medikamente beeinflusst wurde. Im Ausgangstext wird für Alkohol eine Grenze von 1,1 Promille genannt; ob und wie sie gilt, ergibt sich aus dem Vertrag. Auch Verletzungen durch reine Eigenbewegung oder erhöhte Kraftanstrengung, etwa Zerrungen oder Verrenkungen ohne äußere Einwirkung, können ausgeschlossen sein.
Bestehende Krankheiten oder Gebrechen können die Leistung mindern, wenn sie zum Unfall beigetragen haben. Der sogenannte Mitwirkungsanteil und die dafür geltenden Schwellenwerte müssen in den Bedingungen nachgelesen werden.
Als Versicherungsnehmer musst du beim Abschluss wahrheitsgemäße Angaben machen, relevante Änderungen mitteilen und einen Schaden fristgerecht melden. Dokumentiere den Unfall sowie die medizinische Tauchschäden möglichst vollständig. Bei einem Unfall sollte die medizinische Versorgung Vorrang haben.
Darauf solltest du beim Vergleich achten
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Vergleiche nicht nur den Beitrag, sondern vor allem:
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Geltungsbereich und versicherte Tauchtiefen, Aktivitäten und Gewässer
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Kostenübernahme für Dekompressionskammer, Bergung und Rücktransport
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Höhe und Berechnung der Invaliditätsleistung; bei Bedarf kannst du den Invaliditätsgrad anhand der Vertragsregelungen nachvollziehen
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Ausschlüsse bei Vorerkrankungen, Alkohol, Medikamenten, Nitrox oder besonderen Tauchgängen
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Erreichbarkeit, Nachweispflichten und Schadenregulierung
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Frage den Anbieter nach unklaren Klauseln und nutze Vergleichsportale oder eine Beratung. Entscheidend ist, dass der Schutz zu deiner tatsächlichen Tauchpraxis passt.
Unfälle möglichst vermeiden
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Regelmäßige Gesundheitschecks, möglichst bei einem in Tauchmedizin erfahrenen Arzt, können helfen, die Tauchtauglichkeit einzuschätzen. Kontrolliere die Ausrüstung vor jedem Tauchgang, halte Aufstiegs- und Sicherheitsregeln ein und absolviere bei Bedarf Auffrischungs- oder Spezialkurse. Das Buddy-System erleichtert schnelle Hilfe im Notfall.
Für gewerbliche Taucher, Tauchlehrer oder Tauchbetriebe können zusätzliche Anforderungen gelten. Dazu kann eine Haftpflichtversicherung für Schadensersatzansprüche gehören. Gesetzliche und vertragliche Vorgaben solltest du im Einzelfall prüfen. Manche Versicherer bieten außerdem Rabatte für Präventionsmaßnahmen an.
Eine Tauchversicherung kann wichtige finanzielle Risiken abdecken, ersetzt aber keine Sicherheitsmaßnahmen. Lies die Versicherungsbedingungen vor dem Tauchgang und kläre, welche Tauchunfälle und Leistungen tatsächlich versichert sind.

