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Krebskosten: Gesetzliche Krankenversicherung deckt nicht alle Ausgaben

Krebskosten: Gesetzliche Krankenversicherung deckt nicht alle Ausgaben

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Angesichts steigender Krebsneuerkrankungen und verbesserter Überlebenschancen rückt die finanzielle Absicherung bei Krebs immer stärker in den Fokus. Während die medizinische Versorgung in Deutschland als sehr gut gilt, werden die finanziellen Risiken einer Krebserkrankung oft unterschätzt. Insbesondere Menschen mit geringerem Einkommen können schnell in finanzielle Schwierigkeiten geraten, da die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nicht alle Kosten abdeckt.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Zahl der Krebsneuerkrankungen steigt voraussichtlich weiter an.
  • Die GKV übernimmt nicht alle Kosten, die durch eine Krebserkrankung entstehen.
  • Eine Krebsversicherung gewinnt als Ergänzung zur GKV an Bedeutung.
  • Die Zielgruppe für Krebsversicherungen sind vor allem 25- bis 45-Jährige.

Steigende Krebsfälle und finanzielle Belastung

Krebs ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Im Jahr 2021 war Krebs die zweithäufigste Todesursache, und bei Menschen im Alter von 40 bis 79 Jahren sogar die häufigste. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Neuerkrankungen in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird, da die Bevölkerung älter wird. Dies macht die finanzielle Absicherung für Krebspatienten immer wichtiger.

Lücken in der gesetzlichen Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung deckt zwar die grundlegende medizinische Behandlung ab, jedoch bleiben viele Kosten ungedeckt. Dazu gehören beispielsweise Kosten für spezielle Therapien zur Stärkung des Immunsystems oder alternative Heilbehandlungen. Auch Kosten für Expertenrat oder Behandlungen in spezialisierten Krebsforschungszentren werden oft nicht übernommen. Hinzu kommt, dass das Krankengeld bei einer langen Erkrankungsdauer möglicherweise nicht ausreicht, um die laufenden Lebenshaltungskosten zu decken, was die finanzielle Belastung weiter erhöht.

Krebsversicherung als Ergänzung

Angesichts dieser Lücken gewinnt die Krebsversicherung als ergänzendes Produkt an Bedeutung. Sie kann helfen, Einkommensverluste und zusätzliche Kosten für Therapien, Rehabilitation, Kinderbetreuung oder Haushaltshilfen abzudecken. Die Nachfrage nach Krebsversicherungen ist seit 2022 wieder deutlich gestiegen. Als Faustregel für die Versicherungssumme wird empfohlen, mindestens ein Jahresnettoeinkommen abzusichern, bei höheren laufenden Kosten auch bis zu zwei Jahresnettogehälter.

Quellen

Autor & Experte

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Ronny Knorr
Zertifizierter Sachverständiger

Experte für gesundheitliche Absicherung und Risikovorsorge

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