Gelbfieber ist eine durch Mücken übertragene Virusinfektion. Das Virus gehört zur Familie der Flaviviren. Es kommt vor allem in tropischen Regionen Afrikas und Südamerikas vor und kann schwer oder tödlich verlaufen. Wenn du in ein betroffenes Gebiet reisen möchtest, solltest du dich frühzeitig über das aktuelle Risiko, notwendige Impfungen und Einreisebestimmungen informieren.
Übertragung und Symptome von Gelbfieber
Infizierte Mücken nehmen das Virus beim Stich an einem erkrankten Menschen auf und können es bei einem weiteren Stich übertragen. Verschiedene Mückenarten kommen als Überträger infrage. Sie sind vor allem tagsüber aktiv; für die Vermehrung des Virus in der Mücke spielen außerdem geeignete Temperaturen eine Rolle.
Die Beschwerden beginnen häufig wie eine Grippe. Typisch sind:
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plötzliches Fieber
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Kopf- und Muskelschmerzen
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Übelkeit und Erbrechen
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Gelbsucht durch eine Beteiligung der Leber
Schwere Verläufe können Blutungen und Organversagen verursachen. Zu den besonders gefährdeten Personen gehören ungeimpfte Reisende in Risikogebieten, Menschen ohne Immunschutz in Endemiegebieten sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Wenn du nach einem Aufenthalt in einem Gelbfiebergebiet Fieber, starke Kopf- oder Muskelschmerzen, Übelkeit oder eine Gelbfärbung der Haut und Augen entwickelst, brauchst du sofort ärztliche Hilfe. Warte nicht ab und teile mit, in welchem Land und wann du unterwegs warst.
Gelbfieberimpfung: Zeitpunkt, Stelle und Wirkung
Die Impfung ist der wichtigste Schutz vor Gelbfieber. Sie kann für die Einreise in bestimmte Länder vorgeschrieben sein. Welche Anforderungen gelten, hängt vom Reiseziel und der aktuellen Lage ab. Prüfe deshalb kurz vor der Reise die Informationen der zuständigen Behörden und lass dich reisemedizinisch beraten.
In Deutschland darf die Impfung nur von staatlich zugelassenen Gelbfieberimpfstellen durchgeführt werden. Dazu gehören speziell qualifizierte Arztpraxen und Impfzentren. Vereinbare den Termin möglichst frühzeitig: Die Impfung muss mindestens zehn Tage vor der Reise erfolgen, damit der Impfschutz rechtzeitig berücksichtigt werden kann. Eine Planung sechs bis acht Wochen vorher kann sinnvoll sein, weil Beratungstermine und weitere erforderliche Impfungen Zeit benötigen.
Der Gelbfieberimpfstoff ist ein Lebendimpfstoff mit einer abgeschwächten Form des Virus. Dein Körper bildet daraufhin Antikörper. Die Impfung bietet in der Regel lebenslangen Schutz; ob in deinem Fall Besonderheiten gelten, solltest du mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer zugelassenen Gelbfieberimpfstelle klären.
Mögliche Nebenwirkungen sind eine leichte Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Müdigkeit und eine leicht erhöhte Temperatur. Selten treten schwerere Reaktionen auf. Wenn du schwanger bist, eine Immunschwäche oder eine andere relevante Vorerkrankung hast oder mit einem kleinen Kind reist, ist eine individuelle Beratung besonders wichtig.
Reisevorbereitung und Mückenschutz
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Das Gelbfieberrisiko kann sich je nach Land und Region unterscheiden. Die WHO veröffentlicht Informationen zu betroffenen Gebieten; zusätzlich solltest du aktuelle Reisehinweise und Einreisebestimmungen prüfen. Eine reisemedizinische Beratung berücksichtigt dein Reiseziel, die Dauer der Reise, geplante Aktivitäten und deinen Gesundheitszustand. Dabei können auch andere Impfungen oder eine Malariaprophylaxe Thema sein.
Schütze dich unabhängig von einer Impfung vor Mückenstichen:
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Verwende ein geeignetes Mückenschutzmittel, zum Beispiel mit DEET oder Icaridin.
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Trage möglichst lange, helle Kleidung.
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Nutze bei Bedarf Moskitonetze und weitere Schutzmaßnahmen der Unterkunft.
Eine Reiseapotheke sollte zu deinem Reiseziel und deinen persönlichen Bedürfnissen passen. Dazu können Fieber- und Schmerzmittel, Mittel gegen Durchfall, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial sowie regelmäßig benötigte Medikamente gehören. Ergänze Sonnenschutz und Mückenschutz. Bei Kindern müssen Medikamente, Dosierungen sowie Sonnen- und Mückenschutz altersgerecht ausgewählt werden.
Behandlung bei Gelbfieber
Gegen Gelbfieber gibt es keine spezifische Heilung. Die Behandlung lindert Beschwerden und soll Komplikationen verhindern. Im Krankenhaus können Flüssigkeit über Infusionen, Medikamente gegen Schmerzen und Fieber sowie bei schweren Verläufen eine Unterstützung von Leber- und Nierenfunktion notwendig sein.
Bis du medizinische Hilfe erhältst, solltest du dich schonen und ausreichend trinken. Nimm fiebersenkende oder schmerzlindernde Medikamente nur nach ärztlicher oder pharmazeutischer Rücksprache ein. Medikamente mit Acetylsalicylsäure (ASS), etwa Aspirin, solltest du bei Verdacht nicht ohne ärztliche Anweisung verwenden, da sie Blutungen verstärken können. Schütze dich außerdem konsequent vor weiteren Mückenstichen, damit das Virus nicht weiter übertragen werden kann.
Nach einem schweren Verlauf können gesundheitliche Folgen wie Leber- oder Nierenschäden und anhaltende Müdigkeit auftreten. Ob Nachuntersuchungen erforderlich sind, entscheidet das behandelnde medizinische Team.
Versicherung und Kosten der Impfung
Die Kosten der Gelbfieberimpfung bestehen aus dem Impfstoff und der ärztlichen Beratung. Die Erstattung ist nicht bei allen Versicherungen gleich geregelt. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Reiseimpfungen teilweise oder vollständig, private Versicherungen können andere Leistungen vorsehen. Kläre deshalb vor dem Termin, ob und unter welchen Bedingungen deine Krankenkasse oder private Versicherung zahlt.
Häufig bezahlst du die Impfung zunächst selbst und reichst anschließend die Rechnung ein. Bewahre die Rechnung, den Impfpass und mögliche Behandlungsunterlagen auf. Für die Erstattung kann ein Formular deiner Versicherung erforderlich sein. Wenn du beruflich in ein Gelbfieberrisikogebiet reist, kann abhängig von den Arbeitsbedingungen und geltenden Vorschriften auch der Arbeitgeber für die Impfung zuständig sein. Frag dazu deine Personalabteilung.
Wann du dich beraten lassen solltest
Eine reisemedizinische Beratung hilft dir, Impfungen, Mückenschutz, Reiseapotheke und mögliche weitere Gesundheitsrisiken aufeinander abzustimmen. Sie ist besonders wichtig bei Vorerkrankungen, geschwächter Immunabwehr, Schwangerschaft, Reisen mit Kindern oder längeren Aufenthalten. Eine Impfung ersetzt außerdem nicht den Mückenschutz und andere Vorsichtsmaßnahmen.
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Informiere dich vor der Abreise bei einer zugelassenen Gelbfieberimpfstelle, deiner Krankenkasse oder Versicherung sowie anhand aktueller behördlicher Reiseinformationen. Bei passenden Symptomen nach einer Reise in ein Risikogebiet gehst du sofort zum Arzt oder ins Krankenhaus.
