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Dreitagefieber: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Dreitagefieber: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Das Dreitagefieber, auch Exanthema subitum genannt, ist eine häufige Virusinfektion bei Säuglingen und Kleinkindern. Typisch sind plötzliches hohes Fieber über mehrere Tage und ein blassrosa Hautausschlag, der meist erst nach dem Fieberabfall auftritt. In der Regel heilt die Erkrankung innerhalb einer Woche von selbst ab.

Dreitagefieber: typische Symptome und Verlauf

Dreitagefieber erkennen: Pediatrician consulting with a parent in a bright clinic.

Das Fieber beginnt oft abrupt und kann sehr hoch steigen, in einzelnen Fällen bis zu 41 Grad Celsius. Trotz der hohen Temperatur wirkt das Kind manchmal vergleichsweise munter. Möglich sind außerdem Unruhe, Reizbarkeit, Durchfall oder weitere unspezifische Beschwerden.

Das Fieber dauert meistens drei bis fünf Tage und sinkt dann häufig plötzlich. Anschließend zeigt sich der typische Ausschlag: kleine, blassrosa und meist nicht juckende Flecken, die zunächst am Rumpf auftreten und sich auf andere Körperbereiche ausbreiten können. Er verschwindet gewöhnlich nach einigen Tagen. Insgesamt ist der Verlauf meist nach fünf bis sieben Tagen abgeschlossen.

Der zeitliche Ablauf hilft bei der Einordnung: Beim Dreitagefieber kommt das hohe Fieber typischerweise vor dem Ausschlag. Masern, Röteln, Ringelröteln oder Windpocken können jedoch ähnlich aussehen. Bei Windpocken sind die Hautveränderungen meist bläschenartig und jucken, während der Ausschlag beim Dreitagefieber eher flach ist.

Wann du ärztliche Hilfe brauchst

Fieberkrämpfe können vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern auftreten. Sie sehen beängstigend aus, dauern aber häufig nur kurz. Wenn dein Kind krampft, solltest du sofort medizinische Hilfe holen. Auch bei Atembeschwerden, starker Schläfrigkeit oder Verwirrtheit, anhaltendem Erbrechen oder einer deutlichen Verschlechterung solltest du dein Kind ärztlich untersuchen lassen.

Ursachen und Ansteckung

Auslöser sind hauptsächlich humane Herpesviren des Typs 6 (HHV-6), seltener HHV-7. Die Viren sind weit verbreitet; viele Kinder infizieren sich bereits in den ersten Lebensjahren. Übertragen werden sie vor allem über Tröpfchen sowie über direkten Kontakt mit Speichel oder Nasensekret. Eine Ansteckung kann bereits erfolgen, bevor typische Beschwerden auftreten. Deshalb lässt sich die Verbreitung nur begrenzt verhindern.

Am häufigsten erkranken Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren. Erwachsene haben nach einer Infektion in der Kindheit meist eine Immunität und bleiben häufig ohne Beschwerden. Nach einer Infektion besteht in der Regel ein langfristiger Schutz gegen den jeweiligen Virustyp. Eine erneute Erkrankung mit einem anderen auslösenden Virustyp ist theoretisch möglich, aber eher unwahrscheinlich.

Regelmäßiges Händewaschen, Husten und Niesen in die Armbeuge sowie das Vermeiden engen Kontakts zu Erkrankten können das Ansteckungsrisiko reduzieren. Eine Impfung gegen Dreitagefieber gibt es nicht. Dein Kind sollte dennoch die empfohlenen Standardimpfungen erhalten, weil diese vor anderen Kinderkrankheiten schützen, nicht jedoch vor Dreitagefieber.

Wie wird Dreitagefieber diagnostiziert?

Die Diagnose stellt die Ärztin oder der Arzt meist anhand des Alters, des Krankheitsverlaufs und der Untersuchung. Besonders aussagekräftig ist die Kombination aus plötzlichem hohem Fieber und dem charakteristischen Ausschlag nach dem Fieberabfall. Deine Beobachtungen sind dabei wichtig: Notiere möglichst, wann das Fieber begonnen hat, wie hoch es war und wann der Ausschlag aufgetreten ist.

Eine spezielle Laboruntersuchung ist in typischen Fällen meist nicht erforderlich. Bei einem unklaren Verlauf können Untersuchungen, etwa des Blutes, helfen, andere Ursachen auszuschließen. Zu den möglichen Differenzialdiagnosen gehören Masern, Röteln, Scharlach und andere Virusinfektionen.

Behandlung: Was deinem Kind hilft

Eine spezielle antivirale Behandlung ist bei ansonsten gesunden Kindern in der Regel nicht nötig. Die Therapie lindert vor allem die Beschwerden:

  • Biete deinem Kind regelmäßig Flüssigkeit an, zum Beispiel Wasser oder ungesüßten Tee.

  • Sorge für Ruhe und leichte Kleidung, wenn dein Kind stark fiebert.

  • Fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen kommen infrage, wenn sich dein Kind schlecht fühlt. Die Dosierung richtet sich nach Alter und Körpergewicht. Frage bei Unsicherheit deine Kinderarztpraxis oder eine Apotheke.

  • Wadenwickel können als lauwarme Maßnahme angenehm sein. Sie sollten nicht angewendet werden, wenn dein Kind friert oder kalte Hände und Füße hat.

Antibiotika helfen nicht, weil Dreitagefieber durch Viren verursacht wird. Medikamente gegen Krampfanfälle wie Diazepam sind keine gewöhnliche Behandlung, sondern kommen nur in besonderen Situationen nach ärztlicher Anweisung infrage. Gib Kindern niemals Medikamente mit Acetylsalicylsäure (ASS), etwa Aspirin, da das seltene, aber gefährliche Reye-Syndrom auftreten kann. Die Behandlung sollte sich immer am Zustand deines Kindes und an medizinischem Rat orientieren.

Dreitagefieber, Kita und Alltag

Während dein Kind Fieber hat, sollte es zu Hause bleiben und sich erholen. Sobald es wieder fieberfrei ist und sich ausreichend fit fühlt, kannst du dich an den Regeln der Kita oder der behandelnden Praxis orientieren. Da die Übertragung oft vor dem Auftreten der Symptome stattfindet, lässt sich eine Ansteckung anderer Kinder nicht vollständig vermeiden.

Für Eltern kann der plötzliche hohe Fieberanstieg sehr belastend sein. Beobachte deshalb nicht nur die Temperatur, sondern auch, ob dein Kind trinkt, ansprechbar ist und normal atmet. Wenn du unsicher bist oder sich sein Zustand verschlechtert, wende dich an die Kinderarztpraxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Dreitagefieber und Schwangerschaft

Die meisten Erwachsenen hatten bereits Kontakt mit den auslösenden Viren. Wenn du schwanger bist und nicht weißt, ob du immun bist, oder wenn du nach engem Kontakt zu einem erkrankten Kind selbst Beschwerden entwickelst, solltest du deine Ärztin oder deinen Arzt fragen. Das gilt besonders bei hohem Fieber. Eine gute Handhygiene und das Vermeiden engen Kontakts mit Erkrankten sind sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen.

Wichtig zu wissen

  • Dreitagefieber betrifft vor allem Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren.

  • Das hohe Fieber kommt meist vor dem Ausschlag.

  • Der Ausschlag ist typischerweise blassrosa, flach und nicht stark juckend.

  • Die Erkrankung verläuft meist harmlos und klingt innerhalb einer Woche ab.

  • Fieberkrämpfe sind möglich und müssen medizinisch abgeklärt werden.

  • Bei Warnzeichen oder Unsicherheit solltest du ärztlichen Rat einholen.

Weitere Informationen zur medizinischen Versorgung und zu passenden Beratungsangeboten können dir bei weiterführenden Fragen helfen.

Dreitagefieber und andere Virusinfektionen: Pediatrician with parent and child in bright office.

Im Unterschied zu Masern ist Dreitagefieber meist weniger schwerwiegend. Ringelröteln sind insbesondere in der Schwangerschaft ein eigenes wichtiges Thema. Bei Fragen zu anderen Hautausschlägen findest du ergänzende Informationen zu Ringelröteln und Varizellen. Hinweise zu Wadenwickeln ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.

Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität: Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Eine Haftung ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Solltest du Fragen haben, schreib unserem Support.

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