Mpox (Affenpocken): Symptome und Verlauf
Mpox, früher meist als Affenpocken bezeichnet, ist eine Viruserkrankung, die durch engen Kontakt mit infizierten Menschen oder Tieren übertragen werden kann. Typisch sind zunächst allgemeine Krankheitszeichen und später Hautveränderungen. Die Erkrankung verläuft häufig mild, kann bei bestimmten Risikogruppen aber schwerer verlaufen.
Die Inkubationszeit – also der Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Beschwerden – liegt meist zwischen 5 und 21 Tagen.
Typische erste Symptome
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Fieber und Schüttelfrost
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Kopfschmerzen
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Muskelschmerzen
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ausgeprägte Müdigkeit und Erschöpfung
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Rachenentzündung oder Schmerzen beim Schlucken
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geschwollene Lymphknoten, etwa am Hals, in den Achseln oder in der Leistengegend
Der Ausschlag kann gleichzeitig mit den ersten Symptomen auftreten oder sich erst danach entwickeln. Er kann im Gesicht, an den Händen und Füßen sowie an anderen Körperstellen vorkommen. Auch Schleimhäute und der Genital- oder Analbereich können betroffen sein.
So entwickelt sich der Ausschlag
Die Hautveränderungen durchlaufen häufig mehrere Stadien: Aus flachen, geröteten Flecken können sich feste Knötchen, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen und anschließend Pusteln entwickeln. Danach verkrusten die Läsionen und heilen ab. Je nach Ausprägung können sie schmerzhaft oder juckend sein. Kratzen solltest du vermeiden, weil dadurch bakterielle Infektionen begünstigt werden können.
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Wie wird Mpox übertragen?
Eine Ansteckung erfolgt vor allem bei engem, längerem Kontakt mit einer infizierten Person. Das Virus kann über Hautläsionen, Körperflüssigkeiten und möglicherweise über Atemwegssekrete bei engem Kontakt weitergegeben werden. Auch kontaminierte Gegenstände wie Kleidung, Bettwäsche oder Handtücher können eine Rolle spielen.
Bestimmte sexuelle Kontakte können wegen des engen Haut- und Schleimhautkontakts mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko verbunden sein. Die Übertragung ist jedoch nicht auf eine bestimmte sexuelle Orientierung oder Personengruppe beschränkt.
Auch Tiere können das Virus übertragen. In Regionen, in denen Mpox häufiger vorkommt, gelten insbesondere Kontakte zu potenziell infizierten Nagetieren oder anderen Wildtieren als Risiko. Bisse, Kratzer, Körperflüssigkeiten und der Kontakt mit infiziertem Material sollten vermieden werden.
Wer hat ein höheres Risiko für schwere Verläufe?
Ein erhöhtes Risiko besteht unter anderem für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Kinder, Schwangere und ältere Menschen. Auch ein enger Kontakt zu Erkrankten oder infizierten Tieren sowie bestimmte berufliche Tätigkeiten können das Ansteckungsrisiko erhöhen.
Diagnose: Wie wird Mpox festgestellt?
Bei Verdacht auf Mpox berücksichtigt die Ärztin oder der Arzt die Beschwerden, den Hautbefund und mögliche Kontakte zu infizierten Menschen oder Tieren. Wichtig sind außerdem Angaben zu Reisen und zu Situationen mit engem Körperkontakt.
Zur Bestätigung wird in der Regel eine Probe aus einer Hautläsion untersucht. Der PCR-Test weist genetisches Material des Virus nach und gilt als wichtiges Verfahren zur Diagnose. Andere Erkrankungen können ähnliche Hautveränderungen verursachen, zum Beispiel Windpocken, Gürtelrose oder Syphilis. Deshalb sollte eine Diagnose nicht allein anhand des Ausschlags gestellt werden.
Behandlung von Mpox
Bei einem milden Verlauf steht die Linderung der Beschwerden im Mittelpunkt. Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und eine gute Hautpflege können die Genesung unterstützen. Kühle Umschläge können bei Juckreiz helfen. Schmerz- und fiebersenkende Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen kommen grundsätzlich infrage; halte dich dabei an die Packungsbeilage und frage bei Unsicherheit eine Arztpraxis oder Apotheke.
Bei schweren Verläufen oder besonders gefährdeten Personen können antivirale Medikamente wie Tecovirimat eingesetzt werden. Ob eine solche Therapie notwendig ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
Achte auf Anzeichen einer bakteriellen Sekundärinfektion, etwa zunehmende Rötung, Schwellung oder Eiterbildung. In diesem Fall solltest du medizinische Hilfe suchen. Auch bei einer deutlichen Verschlechterung, starken Schmerzen oder Problemen beim Trinken ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
Selbstpflege unterstützt den Umgang mit der Erkrankung: Wasche regelmäßig deine Hände, halte betroffene Hautstellen sauber und trocken und vermeide es, Bläschen zu öffnen oder aufzukratzen.
Was solltest du bei einer Infektion beachten?
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Vermeide engen körperlichen Kontakt zu anderen, solange ansteckende Hautläsionen bestehen.
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Teile keine Handtücher, Kleidung, Bettwäsche oder andere Gegenstände, die mit den Läsionen in Kontakt gekommen sein könnten.
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Wasche Wäsche und Textilien getrennt und reinige häufig berührte Oberflächen.
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Vermeide direkten Kontakt zu Haustieren, da sich auch Tiere infizieren können.
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Halte dich an die Empfehlungen deiner Arztpraxis und der zuständigen Gesundheitsbehörde.
Eine Isolation ist insbesondere dann wichtig, wenn du engen Kontakt zu anderen nicht vermeiden kannst. Wie lange sie erforderlich ist, richtet sich nach dem Verlauf und den geltenden Empfehlungen. Häufig wird geraten, Kontakte zu vermeiden, bis alle Läsionen abgeheilt und neue Haut gebildet haben.
Impfung gegen Mpox
Impfstoffe können das Risiko einer Infektion senken und bei einer Erkrankung möglicherweise zu einem milderen Verlauf beitragen. Impfempfehlungen und Zugang zur Impfung unterscheiden sich je nach Land, Risikogruppe und aktueller Lage.
Eine Impfung kann insbesondere für Personen mit erhöhtem Expositionsrisiko, bestimmte Gesundheitsfachkräfte und Laborpersonal relevant sein. Ob sie für dich sinnvoll ist, solltest du mit einer Arztpraxis oder einer zuständigen Impfberatungsstelle klären. Häufige Impfreaktionen sind Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Mögliche weitere Nebenwirkungen solltest du mit medizinischem Fachpersonal besprechen.
Mpox vorbeugen
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Wasche dir regelmäßig die Hände oder nutze ein geeignetes Desinfektionsmittel.
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Vermeide engen Kontakt mit Menschen, die auffällige Hautveränderungen oder andere Mpox-Symptome haben.
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Berühre potenziell infizierte Tiere nicht und beachte lokale Reise- und Gesundheitshinweise.
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Informiere dich bei Gesundheitsbehörden oder medizinischen Fachstellen über aktuelle Impfempfehlungen.
Mpox ist nicht dasselbe wie Windpocken oder Gürtelrose. Die Erkrankungen können sich durch Bläschen ähneln, unterscheiden sich aber unter anderem bei Übertragungsweg, Ausschlag und Lymphknotenschwellung. Auch zu Corona und Coronavirus gibt es wichtige Unterschiede bei den typischen Übertragungswegen. Bei einem verdächtigen Ausschlag solltest du deshalb nicht selbst diagnostizieren, sondern medizinischen Rat einholen.
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Wann solltest du ärztliche Hilfe suchen?
Wende dich an eine Arztpraxis, wenn du typische Symptome oder einen ungeklärten Bläschen- beziehungsweise Pustelausschlag hast und es einen möglichen Kontakt zu einer infizierten Person oder einem Tier gab. Suche besonders früh Hilfe, wenn du schwanger bist, ein geschwächtes Immunsystem hast oder zu einer anderen Risikogruppe gehörst. Bis zur Abklärung solltest du enge Kontakte vermeiden und die betroffenen Hautstellen nicht berühren.
Die Erkrankung heilt häufig innerhalb von zwei bis vier Wochen ab. Es können jedoch Narben zurückbleiben, und Komplikationen wie bakterielle Hautinfektionen oder eine Lungenentzündung sind möglich. Eine frühzeitige medizinische Einschätzung hilft, den Verlauf zu überwachen und andere Personen zu schützen.
