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Knochenschwund: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

Knochenschwund: Symptome, Ursachen und Behandlungen im Check

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Knochenschwund, medizinisch Osteoporose, verringert die Stabilität der Knochen und erhöht dadurch das Risiko für Brüche. Die Erkrankung entwickelt sich häufig lange ohne Beschwerden. Sie kann den gesamten Körper betreffen. Davon zu unterscheiden ist der lokale Knochenabbau im Kiefer, der unter anderem nach Zahnverlust oder bei einer Parodontitis auftreten kann.

Knochenschwund: Ursachen und Risikofaktoren

Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich die Erneuerung der Knochen. Zusätzlich können erbliche Faktoren beeinflussen, wie dicht und belastbar deine Knochen sind. Bei Frauen kann der sinkende Östrogenspiegel in den Wechseljahren den Knochenabbau beschleunigen. Auch Männer können Osteoporose entwickeln, etwa bei einem niedrigen Testosteronspiegel oder bestimmten chronischen Erkrankungen.

Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, ein geringes Körpergewicht, Bewegungsmangel sowie eine unzureichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D. Kortikosteroide wie Kortison können bei längerer Einnahme den Knochenabbau begünstigen. Auch Erkrankungen der Schilddrüse, Diabetes, rheumatoide Arthritis, bestimmte Krebserkrankungen und deren Behandlungen können die Knochengesundheit beeinflussen. Besprich solche Risiken mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner behandelnden Fachperson, statt Medikamente eigenständig abzusetzen.

Knochenschwund im Kiefer

Fehlen Zähne, wird der betroffene Abschnitt des Kieferknochens weniger belastet. Diese fehlende mechanische Beanspruchung kann den Knochenabbau begünstigen. Eine chronische Parodontitis schädigt außerdem das Gewebe rund um die Zähne und kann den Kieferknochen zurückbilden lassen. Auch andere entzündliche Prozesse oder Infektionen im Kiefer können eine Rolle spielen.

Mögliche Hinweise sind lockere Zähne, Zahnfleischrückgang, Schmerzen, Schwierigkeiten beim Kauen oder Probleme mit bestehendem Zahnersatz. Kieferknochenabbau ist nicht automatisch eine Folge einer allgemeinen Osteoporose. Bei Beschwerden ist deshalb eine zahnmedizinische Untersuchung wichtig.

Welche Symptome hat Knochenschwund?

Osteoporose verursacht anfangs oft keine spürbaren Symptome. Häufig wird sie erst entdeckt, wenn ein Knochen bei geringer Belastung bricht. Typische osteoporosebedingte Frakturen betreffen die Wirbelkörper, die Hüfte beziehungsweise den Oberschenkelhals oder das Handgelenk.

Rückenschmerzen können durch unbemerkte Wirbelkörperbrüche entstehen. Mehrere solcher Brüche können dazu führen, dass du kleiner wirst oder sich die Wirbelsäule stärker krümmt. Eine eingeschränkte Beweglichkeit und eine veränderte Körperhaltung sind dann möglich. Ein Knochenbruch nach geringer Krafteinwirkung sollte ärztlich abgeklärt werden.

Wie wird Knochenschwund diagnostiziert?

Am Anfang steht ein Gespräch über deine Krankengeschichte, familiäre Belastungen, Ernährung, Bewegung, Rauch- und Alkoholkonsum sowie eingenommene Medikamente. Danach kann eine körperliche Untersuchung folgen.

Die zentrale Untersuchung zur Bestimmung der Knochendichte ist meist die DXA-Messung (Doppel-Röntgen-Absorptiometrie). Dabei wird die Knochendichte häufig an Lendenwirbelsäule und Hüfte mit geringer Röntgenstrahlung gemessen. Der daraus ermittelte T-Wert vergleicht deine Knochendichte mit der einer jungen, gesunden Referenzgruppe. Je niedriger der Wert, desto höher kann das Frakturrisiko sein. Die ärztliche Bewertung berücksichtigt zusätzlich weitere Risikofaktoren.

Röntgenaufnahmen können fortgeschrittene Veränderungen oder Wirbelbrüche zeigen, erkennen einen frühen Knochenabbau aber nicht zuverlässig. Blut- und Urinuntersuchungen helfen, andere Erkrankungen oder Mangelzustände zu erkennen. Eine Knochenbiopsie ist selten erforderlich und kommt vor allem bei unklaren Befunden oder dem Verdacht auf eine andere Knochenerkrankung infrage.

Behandlung von Knochenschwund

Welche Therapie geeignet ist, hängt unter anderem von deiner Knochendichte, deinem individuellen Frakturrisiko, bereits erlittenen Brüchen und möglichen Grunderkrankungen ab. Medikamente können den Knochenabbau bremsen oder den Knochenaufbau fördern. Bisphosphonate gehören zu den häufig eingesetzten Wirkstoffen; je nach Präparat werden sie als Tablette, Spritze oder Infusion verabreicht. Weitere Wirkstoffe kommen abhängig von der persönlichen Situation infrage. Mögliche Nebenwirkungen und notwendige Kontrollen solltest du mit deiner behandelnden Praxis besprechen.

Bei einer längerfristigen Bisphosphonattherapie ist es sinnvoll, die Zahngesundheit vorab und während der Behandlung zahnärztlich zu berücksichtigen. Informiere deine Zahnärztin oder deinen Zahnarzt über die Einnahme. Setze ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab.

Bei Wirbelkörperbrüchen können zunächst Schmerzbehandlung, Bewegung und Physiotherapie eingesetzt werden. In bestimmten Situationen kommen operative Verfahren wie Vertebroplastie oder Kyphoplastie infrage. Dabei wird der betroffene Wirbelkörper stabilisiert. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt vom Befund und vom Nutzen-Risiko-Verhältnis ab.

Ernährung und Bewegung

Eine ausgewogene Ernährung liefert wichtige Bausteine für die Knochen. Kalzium steckt beispielsweise in Milchprodukten, grünem Gemüse und angereicherten Lebensmitteln. Vitamin D unterstützt die Kalziumaufnahme; es kommt unter anderem in fettem Fisch und angereicherten Lebensmitteln vor. Auch eine ausreichende Proteinzufuhr ist für den Erhalt von Knochen und Muskulatur relevant. Ob du Vitamin D oder Kalzium zusätzlich einnehmen solltest, lässt sich am besten individuell medizinisch klären.

Regelmäßige Bewegung hilft, Muskulatur und Gleichgewicht zu erhalten und dadurch Stürzen vorzubeugen. Je nach Belastbarkeit können Walking, Wandern, Tanzen, Treppensteigen, angepasstes Krafttraining und Gleichgewichtsübungen geeignet sein. Schwimmen und Radfahren ergänzen das Training, belasten die Knochen aber anders als gewichtstragende Aktivitäten. Wenn du bereits Osteoporose, Schmerzen oder Frakturen hast, sollte ein Arzt oder eine Physiotherapeutin den Trainingsplan mit dir abstimmen.

Zahnimplantate bei Knochenschwund im Kiefer

Physiotherapie und Bewegung bei Knochenschwund: Patient und Arzt in einer hellen Arztpraxis.

Nach Zahnverlust kann der Kieferknochen zurückgehen. Ein Zahnimplantat ersetzt die Zahnwurzel und kann den Knochen in diesem Bereich wieder belasten. Ob ein Implantat möglich ist, hängt unter anderem von der vorhandenen Knochenmenge, der Mundgesundheit, der allgemeinen Gesundheit und den eingenommenen Medikamenten ab.

Reicht der Knochen nicht aus, kann in bestimmten Fällen ein Knochenaufbau erwogen werden. Die Implantation kann Risiken wie Infektionen, Nervenverletzungen oder eine verzögerte Einheilung haben. Alternativen sind beispielsweise Brücken oder herausnehmbarer Zahnersatz. Eine sorgfältige Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen unterstützen die langfristige Pflege des Zahnersatzes.

Was du selbst tun kannst

  • Lass Risikofaktoren und gegebenenfalls eine Knochendichtemessung ärztlich beurteilen.

  • Bewege dich regelmäßig und trainiere, soweit es deine Gesundheit zulässt, Kraft und Gleichgewicht.

  • Achte auf eine ausgewogene Ernährung mit Kalzium, Vitamin D und ausreichend Protein.

  • Verzichte möglichst auf Rauchen und begrenze übermäßigen Alkoholkonsum.

  • Lass Zahnfleischentzündungen, lockere Zähne und Probleme mit Zahnersatz zeitnah zahnärztlich untersuchen.

Wenn du nach einer geringen Belastung einen Knochen brichst, anhaltende Rückenschmerzen ohne erkennbare Ursache hast oder deutliche Beschwerden im Kiefer bemerkst, solltest du medizinische beziehungsweise zahnmedizinische Hilfe suchen. Die Behandlung richtet sich immer nach deinem individuellen Befund.

Mann mit Knochenschwund schaut sich ein Röntgenbild an

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